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09.06.08: In der Einsamkeit haben wir gut geschlafen. Bei einem Morgenspaziergang
lasse ich die bizarre Lavalandschaft nochmals auf mich wirken.
Nach dem Frühstück
fahren wir bei gutem Wetter weiter und vorbei an einer Salzgewinnungsanlage
mit dampfenden Schloten.
Als nächsten Ort im Südwesten von Island steuern wir Grindavik mit einem wichtigen
Fischerhafen und Salzfischmuseum an.
Nach Grindavik kommt man schnell etwas ansteigend in nördlicher Richtung
durch Lavagebiet zur "Blauen Lagune". Es handelt sich um den
populärsten Badeort Islands und einem echten Highlight unseres Urlaubs. Der milchig
blaugrüne See liegt mitten in natürlichen Lavafeldern, hat mineralhaltiges geothermales
Meerwasser und eine konstante Temperatur von 37 - 39 Grad. Der architektonisch
interessante Bau bietet bis zu 700 Personen Platz sich umzuziehen.
Hier wollen wir uns
Zeit nehmen und das heilkräftige warme Bad voll genießen. Der weiße Schlick
der Lagune ist nicht nur angenehm, sondern auch gesund. Auf die Haut gerieben
pflegt er diese und bringt Besserung bei Hautkrankheiten wie z. B. Schuppenflechte.
Einen ganzen Vormittag lang vergnügen wir uns in der schönen warmen Lagune
in skuriller Umgebung. Aus mehreren Stellen tritt der heiße Dampf aus. Das Bad
ist ein Fest für Seele und Körper. Danach sind wir "runderneuert"
und kehren im schönen Cafe und Restaurant mit Aussicht auf das Bad kurz
ein.
Es ist in die Lava gehauen und bietet einen einzigartigen Rahmen. Das bläulich
schimmernde Wasser steht im starken Kontrast zu seiner Umgebung, der schwarzen
Lava.
Nach Reykjavik und der Blauen Lagune bewegen wir uns wieder
in nördlicher Richtung und wollen nun die Halbinsel Snaefellsnes erkunden.
Wir lassen daher Reykjavik links liegen und fahren wieder um den Fjord
Hvalfjördur, nun in entgegengesetzter Richtung, durch eine herrliche Landschaft
und weiter Richtung Borgarnes. Das Wetter ist super und wir sind am
Fjord fast alleine unterwegs.
Dann fahren wir durch Borgarnes und in
Richtung Stykkisholmur. Es geht vom Wasser weg und bergig über
Land mit trockenen Schafwiesen. Von Weitem sieht man die Küste. Wir kommen durch
saftig grüne Landschaften und fahren einem Bergrücken entlang.
Dann biegen wir
rechts ab in ein Hochtal und Straße 58 bringt uns hinaus nach Stykkisholmur. Es ist schon Abend, wir brauchen einen Übernachtungsplatz. Wir finden ihn
etwas erhöht ca. 4 Kilometer vor dem Ort, wie in unserem Buch beschrieben, bei Helgafell. Der ruhige, kleine Platz liegt am Fuß des gleichnamigen 73
m hohen Berges. Nebenan befindet sich ein Gehöft und eine Kirche.
Ich laufe an einen nahen kleine See und beobachte dort die hübschen
Vögel, die Austernfischer. Danach zieht es mich noch auf den Berg Helgafell.
Ich bin schnell oben und genieße den schönen Blick ins Umland, über den großen Breidarfjördur mit seinen vorgelagerten Inseln und nach Stykkisholmur.
Die markante Kirche ist zu erkennen.
Auf dem Berg sind Ruinenreste eines alten
Klosters. Es ist schon fast 0 Uhr als ich zum Wohnmobil zurückkomme. Es ist
zwar keine Mitternachtssonne, aber es wird ja nicht dunkel.
weiter am nächsten Tag mit: Halbinsel Snaefellsnes (Stykkisholmur, Olafsvik, Hellisandur, Arnarstapi), Borgarnes, Akranes
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