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Ein Ende von Bandung
oder einen Anfang vom Lembang sehen wir nicht, bis wir am kleinen Busbahnhof
halten. Wir fragen kurz nach unserem Ziel, dem Vulkan Tengkuban Perahu und man
zeigt uns den richtigen Bus, mit dem es weiter geht.

Am Eingangstor zum Vulkangebiet werden wir abgeladen. Dort
erwarten uns zähe Verhandlungen. Bis zum Krater hoch sind es ca. 4-5 Kilometer
öde Straße, die wir eigentlich nicht laufen möchten. Wir wollen unserem
Spaziergang am Vulkan selbst machen. Sich dieser Lage bewusst versucht uns der
hier wartende Busfahrer maximales Entgelt zu bekommen. Er hat Erfolg. Wir
bezahlen inkl. 20.000 Rph. Eintritt p.P. insgesamt teuere 100.000 Rph. für die
Fahrt hoch, zwei Stunden warten und die Fahrt zurück zum Busbahnhof von
Lembang...
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 Reise
Know How Vulkane besteigen und erkunden ein interessanter
Ratgeber für alle, die Vulkantouren machen möchten und alles über die
Gesteine und möglich Gefahren kennen lernen möchten
 Vulkane ein
atemberaubender Bildband mit vielen Informationen
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Wir kommen oben an. Es ist ziemlich touristisch. Es gibt
einen langen Parkplatz entlang dem letzten Stück der Stichstraße. Dahin
befinden sich 500m Essens- und Souvenirbuden. Von überall dort hat man Einsicht
in den ca. 100m tiefen Krater mit ca. 500m Durchmesser. Der Tengkuban Perahu
trägt wohl zurecht den Beinamen „Drive-In-Vulkan“...

Wir melden uns beim Fahrer ab und machen uns gegen den
Uhrzeigersinn auf den Rundweg. Zuerst durch die Stände und dann einen breiten
Weg entlang etwas nach oben. Ziemlich bald ziehen Wolken und Nebel auf. Der Weg
bekommt etwas mystisches. Ab und an kann man nun nur noch in den Krater
reinsehen. Nach einigen Hundert Metern geht es einen schmaleren Weg links in
die Biegung um den Krater und dann weiter über einen Steinweg auf den breiten
Grat zwischen Hauptkrater und Nebenkrater. Wir haben nun ein gutes ¼ des Weges
um den Krater.

Nun wird es abenteuerlich. Wir schauen uns zuerst einmal um,
wie es durch die in allen Farben schimmernden Steine wieder den Felshang
hinaufgeht. Man kann immer einen Weg erkennen. Aber es ist schon echtes
anstrengendes Bergwandern. Etwas später gehen wir vom Felsuntergrund wieder auf
einen Tropenwaldweg über. Aber immer noch steil nach oben. Dann wird es endlich
etwas flacher und wir schauen uns mal richtig um. Überall tiefgrüner Farn und
Urwald. Mit meiner lichtstarken Digi-Kamera (einer Minolta Dimage A2 mit
Bildstabilisator) kann ich hier super Bilder machen, da kein Sonnenlicht zu
hohen Kontrast verursacht.

Als wir denken, dass der Rest wieder ein Spaziergang wird,
beginnt der eigentliche Abstieg. Ähnlich heftig, wie der Aufstieg zuvor.
Allerdings für Bergwanderer durchaus zu meistern. An keiner Stelle muss man
mehr als 50 cm Höhenunterschied überwinden. Durch den nassen Boden müssen wir
uns aber doch das eine oder andere Mal an einer Wurzel oder einem Baum
festhalten.
Die Natur fasziniert uns. Kräftig und sattgrün. Gesund und
dominierend. Wie machen so noch einige kleine Fotostopps. Befanden sich am
Parkplatz nach vielleicht 100 Leute, haben wir am Grat zwischen den Kratern
noch drei und danach niemanden mehr gesehen. Auch der sonst immer herumliegende
Müll hat sich auf Null reduziert.

Nach gut 2 Stunden kommen wir wieder auf die Straße und
laufen die letzen 200m auf Asphaltboden zu den Ständen zurück. Wir essen noch
eine Kleinigkeit und kaufen ein Wasser sowie einen tollen Halbedelstein, ehe
wir uns dann wieder zu unserem Minibus begeben. Bleibt zu erwähnen, dass es
hier tolle Halbedelsteine zu billigen Preisen zu erwerben gibt. Mein T-Shirt
wird auch langsam wieder trocken. Wer die vergleichsweise kleine Tour machen
will, sollte sich vielleicht was zum Umziehen mitbringen.

Unser Fahrer setzt uns wie verabredet an einem Bus, der von
Lembang zurück nach Bandung fährt, ab. Wir werden quasi übergeben. Wie immer
kommen wir kurz vor Bandung in einen Stau. Wir wollen zum Alun-Alun, wissen
aber nicht genau, welchen Punkt der Bus im Zentrum anfährt. Wir erinnern ihn
daran, wohin wir wollen. Er sucht kurz einen Bus und übergibt uns an den.
Wir
zahlen weitere 2.000 Rph. und er bringt uns zum Bahnhof. Da wollen wir
eigentlich auch nicht hin. Aber man will uns wohl mitteilen, dass von hier aus
Busse überall hin fahren. Aber so weit ist es nicht mehr. Ein Taxifahrer fordert
jedoch utopische 20.000 Rph. Jetzt ist genau. Wir entscheiden, die zwei
Kilometer zu laufen...
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Gesagt getan sind wir eine gute ¼ Stunde später am zentralen
Platz. Was Verkehr! Was Leute! Nun es ist kurz vor Ramadan Ende und alle kaufen
scheinbar Mitbringsel für das große Fest. Wir wollen in der Tourist-Info ein
Shuttle-Ticket nach Bogor kaufen. Wir haben Pech: geschlossen. Wir wollen Geld
abheben. Aber erst der dritte Automat, den wir finden liefert auch wirklich mit
der Visa-Karte die begehrten Devisen.

Nun brauchen wir dringend was kaltes zum Trinken. Wir
kämpfen uns richtiggehend in der überfüllten Jl. Kaum zum Texas Chicken, das
sich im zweiten Stock eines Kaufhauses befindet. Wir rechnen hoch, dass es wohl
eine Weile dauert, bis wir ins Hotel kommen und beschließen hier zu Abend zu
essen. Wir bestellen uns von allem etwas uns zahlen insgesamt stolze 55.000
Rph.
Wir kommen kaum auf die Straße zurück. Wie soll man hier ein
Taxi finden? Zuerst mal zurück zum Alun-Alun und Richtung Hauptstraße nach Norden.
Hier fließt der Verkehr wieder. Nach kurzer Zeit finden wir auch ein Taxi, das
uns für teuere 15.000 Rph. heim bringt. Das ist uns aber dieses Mal egal.
Im Hotel angekommen, versuchen wir Agah zu erreichen. Er
wollte uns die Telefon-Nummer des Shuttle-Service für unsere Fahrt nach Bogor
an der Rezeption hinterlassen. Er gibt sie uns durch. Marion versucht dann
telefonisch mit einem halb Englisch, halb Indonesisch sprechenden Agenten des
Shuttle-Service die Fahrt für uns Morgen zu organisieren. Bei „Dua Orang“ (zwei
Personen) kapiert er, dass ich auch mit möchte...

Wir wollen noch was trinken gehen und finden ein zweites
koreanisches Restaurant. Wir täuschen uns wieder am äußeren. Es ist wieder ein
edler Laden. Wir fragen brav das Personal, ob wir auch nur was trinken dürfen.
Ja heißt die Antwort und wir setzen uns...
Wir bestellen ein großen Bintang Bier mit zwei Gläsern. Das
ist nicht unüblich. Wir bekommen das Bier und es werden wieder gemischte
Vorspeisen aufgetischt. Wir weissen darauf hin, dass wir nichts essen und man
sagt uns, dass das nichts ausmacht... Gut passt gerade gut, ein kleiner Happen
geht immer noch... und es sind immerhin kleine Muscheln dabei...
Daheim machen wir es uns gemütlich, duschen, lesen und
spielen mit unserem Drachen noch eine Runde Kalaha bevor wir ins Bett gehen...
Am nächsten Tag fahren wir wieter
nach Bogor kurz vor den Toren
von Jakarta...
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