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Wir hatten am gestrigen Mittag am Hotel eine weitere Tour
zur Besichtigung der Highlights von Surakarta gebucht. Da wir bisher nicht in Solo waren. Machen wir dies nun eben in einem
Ausflug. Zusätzlich fahren wir auch noch den Sukuh-Tempel an, der so oder so
auf unserem Tourplan steht.

Die Strecke beginnt wie gestern Nachmittag. Wir fahren ohne
zusätzliche Personen an Prambanan vorbei weiter nach Solo. Für die ca. 65
Kilometer brauchen wir gut 1 ½ Stunden. Man bemerkt eigentlich nicht, dass
Yogya jemals „aufgehört“ hätte. Entlang der Straße hat es immer Häuser, so dass
alles aussieht wie eine einzige nicht enden wollende Stadt.
Die Zentralregion um Yogya ist auch die dichtest besiedelte
Region von Java. Im Einzugsgebiet von Yogya und Solo liegt die
Bevölkerungsdichte etwa bei 2000 Einwohner / qkm!
Wir werden zum Sultanspalast Mangkunegaran gebracht. Der
Eintritt beträgt 5.000 Rph. Eine kundige Frau namens Marionette führt uns ca. 1
Stunde durch den Palast und erzählt uns viel über die Gepflogenheiten. Ihre
Bezahlung ist optional. Das Sultanat in Solo ist keine autarke Regierung wie in
Yogya. Sie dient „nur“ der Repräsentierung.
Sie erzählt uns, dass es am Hofe
Familien gibt mit unterschiedlichen Religionen, es gibt eine in der die Kinder
sowohl dem Islam, dem Hinduismus als auch dem Christentum angehören.
Auf die
Frage, ob das nicht zu Problemen in der Familie führt, kommt die Antwort „it depends“.
D.h. je nachdem wie konservativ die Familie ist, desto eher wird Druck auf die
„Abweichler“ gemacht.

Anschliessend laufen bzw. fahren wir zum Alun-Alun. Dort ist
Markt. Viele bunte Stände und viele viele Leute. Hinter dem zentralen Platz
suchen wir den Eingang zum Kraton. Wir kommen eine Ebene tief und bekommen
gesagt, dass er gerade geschlossen ist.
Nur das Museum hat offen. Darauf haben
wir keine große Lust. Wir begnügen uns mit der Außenansicht.
Gut, wir laufen in großer Hitze über den Pasar Klewer und
die große Moschee. Wir retten uns anschließend auf der großen Markt und
Fahrstraße in den Mc Donalds. Etwas aklimatisieren und was kühles trinken.
Wir sind schon knapp dran. Unserer „Ausgang“ beträgt
insgesamt nur 2 ½ Stunden. Wir lassen uns mit dem Becak wieder zurück zum
Sultanspalast bringen.
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