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Nach dem gemütlichen Frühstück fragen wir unsere
liebenswürdigen jungen Damen an der Rezeption, wie wir am besten runter nach
Parangtritis kommen, dem Ort am Strand 25km südlich von Yogya. Man erklärt uns,
dass wir uns nur vorne an der Hauptstraße an den Straßenrand stellen brauchen.
Alle 5-10 Minuten fährt ein großer Bus „Parangtritis“ vorbei. Anhalten,
einsteigen und bis zur Endstation im Ort fahren. Gut. Wir geben noch kurz
unsere Wäsche im Guesthouse ab und laufen los.

Gesagt getan. Der Bus kostet 7.500 Rph p.P und hält oft, bis
wir nach ca. 40 Minuten am Strandort Parangtritis ankommen. Wir sehen bei der
Anfahrt schon das Meer. Wir laufen durch die meist geschlossenen Warangs einige
hundert Meter Richtung Strand. Das letzte Stück im tiefen Sand. Hinter den
letzten Buden und einem kleinen Damm sehen wir dann den gesamten Strand, der
einige Kilometer entlang geht. Links eine Bucht mit einigen Felsen und rechts
Strand so weit das Auge blicken kann. Richtig groß, breit und lang!
Das beste ist, dass kaum jemand hier ist, außer zwei Kuschen
und einigen Fischern. Nach einem Tipp von Hugo sollen wir links laufen und
einen Zwischenstopp im Top-Hotel „Queen of the South“ machen. Also schlendern
wir den Strand entlang. Nach einigen Hundert Metern kommt man ans Ende der
Bucht und kann über Treppen hochgehen zu den Bungalows des Hotels.

Eine kühle Erfrischung (ca. 10.000 Rph.) sollte man sich
hier nicht entgehen lassen. Allein die Einrichtung, der Pool, das Ambiente und
der tolle Blick auf die Bucht sind einmalig. Es ist ein richtiges Traumhotel
oberhalb der Klippen. Da im Meer wegen der starken Unterwasserströmung nicht
gebadet werden kann, bietet sich der hoteleigene Pool an. Wer fragt darf hier
für 30.000 Rph. den Pool und die Liegen benutzen und bekommt auch ein Liegetuch
dazu. Und das im gesamten Hotelkomplex kaum ein Gast zu sehen war – leider! –
fühlten wir uns eine Stunde wie der Sultan von Java...
Wir überlegen uns, ob wir die Höhle und den Aussichtspunkt
suchen, den Hugo noch beschrieben hat. Entscheiden uns dann aber dagegen, da die
Mittagshitze einen Spaziergang bergauf nicht allzu erstrebenswerte Alternative
aussehen lässt.

Nach einer guten Stunde machen wir uns auf den Rückweg den
Strand entlang. An den Warungs essen und trinken wir noch für zusammen 12.000
Rph. etwas bevor wir gerade richtig zum Abfahrenden Bus zurück nach Yogya
kommen. Dieser tuckert wiederum mit vielen Stopps dem Kraton entgegen, den wir
nach ca. 45 Minuten erreichen. Da wir eigentlich zum Bahnhof weiter nördlich
wollen, muss ein Becakfahrer herhalten...
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Allerdings geht die Strecke leicht bergauf. Der alte Mann
tut uns richtig leid, da er ab und an absteigen und schieben muss. Wir geben
ihm am Ende 5.000 Rph. mehr und er zeigt das viele Geld stolz seinen
Becakkollegen am Bahnhof. Hoffentlich legt er den Mehrverdienst sinnvoll an... Nun, wir suchen den Ticket-Schalter im Bahnhof. Er befindet
sich von der Stadtmitte kommend diesseits des Bahngleises. Wir bezahlen für
unser Ticket nach Bandung wegen Ramadan 185.000 Rph. p.P. Da ist in diesen
Tagen ein mehr als 50-prozentiger Aufschlag drauf... jedes Transportmittel ist
am „end of ramadan“ einiges teurer als sonst... die Nachfrage macht den Preis!

Mit den Tickets in der Tasche laufen wir die Verkaufsstände
an der Haupteinkaufsstra0e Jl. Maliboro entlang gen Süden, ich erstehe ein
Yogya-T-Shirt und Marion findet endlich ein schönes rotes Tuch zu einem guten
Preis. Fertig vom Rumlaufen und Einkaufen lassen wir uns von einem Becak ins
Guesthouse bringen. Nun folgt Routine. Wieder gibt es im Garten Nachmittagstee,
wir informieren uns noch etwas in den Reiseführern, was wir die nächsten Tage
machen wollen und gehen dann Abendessen.
Dieses Mal probieren wir das touristische Vis á Vis, das
später am Abend von Touristen gut besucht wird. Uns tun die anderen eher
traditionellen Restaurants leid. Hier gewinnt der mit dem aggressivsten
Marketing. Und so toll ist das Essen im Vis á Vis nicht. Als ich dann später
auch noch leichten Durchfall bekomme, steigt meine Zuneigung zu der
Touri-Kneipe auch nicht.
Das Novotel
in Yogyakarta bietet Luxus für wenig Geld...

Am Abend lesen wir noch etwas und schreiben restliche
Karten. Die Klimaanlage hat das Zimmer bis zum Abend auf angenehme 26°C
gekühlt. Ich hoffe, dass wir in dieser Nacht meine „Wohlfühlschallmauer“ von
28.5°C nicht durchbrechen werden...
Nach einem weiteren Tag in
Yogyakarta brechen wir das
auf, um in das 300 Kilometer westlich liegende Bandung
zu fahren...
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