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Die Insel Taquile liegt idyllisch inmitten des tiefblauen
Titikaka-Sees. Vom Landungssteg geht ein bequemer Weg langsam
ansteigt hoch zum Dorfplatz auf knapp 4.000m Höhe. Man erreicht
ihn nach einer guten ½ Stunde.
Hier kann man wiederum einiges Sehen und Erstehen. Zum einen
gibt es hier die strickenden Männer, für die die Insel berühmt
ist. Die Frauen sieht man meist beim Spindeln der Wolle bzw.
beim verkaufen von Schmuck aus Halbedelsteinen und Muscheln.
Im Ort gibt es auch ein Mittagessen. Jedoch entsteht etwas
Unstimmigkeit darüber, ob das Essen (10 Sol) im Fahrpreis
inkludiert ist oder nicht. Hier heisst es beim Buchen aufpassen.
Es gibt Tickets inkl. und exkl. Essen! Zum Essen beglückt
uns auch ein mehr (oder minder) begnadeter Flöte-Spieler. Da
uns die ungefragte Musik in vielen Restaurants immer mehr
stört, geben wir dieses Mal nichts.
In der Zwischenzeit wurde der Wind noch etwas stärker. Wir
machen uns schon Sorgen um die Heimfahrt, die so noch etwas
schaukliger sein konnte, als die Hinfahrt.
Kaum kommen wir nach kurzer Wanderung unten am zweiten Landesteg
der Insel an, erfahren wir, dass unser Boot nicht mehr einsatzfähig
ist.
Nach einigen Diskussionen der Bootsführer mit den Guides
wird bekanntgegeben, dass unsere Gruppe von
ca. 25 Personen aufgeteilt wird.
Wir fahren mit zwei anderen Gruppen mit, die auch bald losfahren.
Skeptisch schauen wir auf die Wellen am Titikakasee, die sich jetzt schon
deutlich am Strand der Insel bemerkbar machen. Nach einer weiteren
halben Stunde Warten geht es los... und wie...
Kaum sind
wir weg vom der Insel wippen wir schon ordenlich hin und her.
Ab und an auch ganz schon hoch und runter. Einige Insassen bereuen
schon, dass sie überhaupt ins Boot eingestiegen sind.
Alle
hoffen, dass das Geschaukele und Gestauche nach der ersten halben
Stunde besser wird, wenn wir die besser geschützte Bucht erreichen.
Leider ist dem nicht so. Der Wind hatte gedreht und blies und
munter hin und her.
Nur wer mitwippte hatte eine Chance nicht
ab und an beim Nachbarn auf der gegenüberliegenden Sitzbank
aufzutauchen.
Einigen wird es übel, doch nach weiteren 90
Minuten kommen wir in flacheres Wasser und bemerken, dass das
Schaukel besser wird und kommen schliesslich wieder auf dem
Festland an...
puh! wir haben Respekt vor dem tiefblauen
Titikakasee im Grenzgebiet Peru und Bolivien bekommen!

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