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Inka Trail... |
Reisebericht Peru - die Ankunft bei den Inka-Ruinen von Machu Picchu...
Machu
Picchu - die sagenumwobene verschollene Stadt der Inka im Bergland
der Anden. Ziel des 4-tägigen Inka Trails... |
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Am Abend vor dem grossen Tag ist im Restaurant
noch Musik und Party angesagt. Uns ist nicht danach. Ist ein
richtiger Kulturschock dann wieder Musik zu hören.
Die nahegelegenen Ruinen von Wiñaywayna gelten
als sehenswert. Wir besichtigen sie jedoch nicht mehr,
es ist schon zu dunkel. Wir
verabschieden uns von den wenigen, die bei der Partymitmachen und gehen früh
schlafen... morgen geht es schliesslich früh raus.
Der Inka Trail - Tag 4
Zur Abwechslung werden wir morgens um 4.00
Uhr mit dem obligatoischen Tee geweckt.
Wir müssen in der Dunkelheit
packen und unser Zelt aufräumen. Es gibt noch Frühstück.
Dann
geht es los. Zum ersten Mal sehen wir klaren Himmel.
Zwar schleichen
einige tiefhängende Wolken in der Tälern herum, aber es sieht
vielversprechend aus.
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Wir haben noch ca. 2 Stunden vor uns,
um etwa bei Sonnenaufgang das Sonnentor oberhalb von Machu Picchu
zu erreichen...
Es ist gerade hell genug, dass wir keine Taschenlampe
mehr brauchen. Los geht es am Berghang entlang. Zu unserer Freude
ist der Weg hauptsächlich eben.
Die Führungsspitze unserer Truppe hat es mächtig
eilig. Kaum wach finden wir uns fast rennend auf dem Trail wieder.
Immer mehr lassen den Kontakt zu der Spitze abreisen und gehen
gemütlich.
Immer wieder bieten sich tolle Ausblicke auf die
Berge, die schon von der Sonne angestrahlten Wolken und das
tief untenliegende Urubamba-Tal.
Immer noch bewegen wir uns durch dichten Wald.
Nach gut einer Stunde sind wir überrascht. Wir sehen die Vorausgeeilten
vor uns. Sie warten neben anderen Trekkies.

Stau vor Machu Picchu!
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Wir verstehen nicht ganz, was da los ist,
müssen uns aber fügen. Überholen ist nicht auf dem engen Weg
und die anderen warten ja scheinbar auch nicht aus Spass.
Einige
Minuten später sehen wir des Rätsels Lösung vor uns.
Kurz vor dem Sonnentor gilt es noch ca. 50
sehr steile Stufen zu bewältigen. Jeder lässt sich Zeit, da
jeder Tritt auf den extremen steilen und aussetzigen Stufen
sitzen muss.
Die Spannung steigt, als wir sehen, dass wir
am Ziel sind, wir sind oben am Sonnentor oberhalb der sagenumwobenen
Inka-Stadt Machu Picchu...
Am Sonnentor von Machu Picchu
Doch die Spannung weicht alsbald einer kleinen
Enttäuschung. Obwohl weite Teile des Himmels nur leicht bewölkt
sind, sehen wir Machu Picchu kaum. Eine dicke fette Wolke hat
sich eben vom Urubamba Tal direkt über die heilige Stätte geschoben
und versperrt uns den Blick...
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Wir warten einige Minuten mit ca. 50 anderen
am
Sonnentor und beschiessen dann langsam weiter den Berg hinab
zu gehen.
Der Trail führt nun in ca. 40 Minuten hinunter
zu den Ruinen von Machu Picchu und bietet an vielen Stellen eine tolle Aussicht
auf die Ruinenanlange.
Man muss dazu also nicht am Sonnentor
oberhalb von Machu Picchu verweilen.
Gute 10 Minuten später hat sich die böse Wolke
verzogen und wir geniessen zum ersten Mal den freien Blick auf
die Ruinen.
Machu Picchu liegt einzigartig am Berghang. Zu sehen
sind auch die vielen Serpentinen, über die sich ab 10 Uhr die
vielen Busse von Agua Calientes zu der Anlage hochquälen und
bis zu 3.000 Touristen täglich zu der berühmten Sehenswürdigkeit
karren.
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Den weiteren Weg zu gehen war eine besondere
Erfahrung. Zum
einen ist es ein wunderbares Finale nach 4 Tagen Wandern und
Natur an diesem Ort anzukommen.
Zum anderen hatten wir die Strapazen
geschafft es lagen nur noch ca. 30 Minuten Weg vor uns und wir
konnten die tolle Strecke richtig geniessen. Zum dritten hatten
wir richtiges Glück mit dem Wetter.
Es war spannend. Werden wir die Ruinen von
Machu Picchu überhaupt
zu Gesicht bekommen?
Es war mystisch. Die Wolken kamen
ung gingen gespenstisch schnell.
In einem Moment glaubte man,
das die Wolken sich nicht mehr öffnen würden, im nächsten sah
man schon wieder Teile der Ruinen inzwischen der wilden Wolkenfetzen.
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Es war ein ständiges hin und her auf dem Weg
nach unten.
Ab
und an machte ich an einer Stelle mit schöner Aussicht halt.
Wartete kurz, um die letzten Wolken davonziehen zu lassen und
bemerkte nicht, dass schon wieder neue Wolken andere Teile der
Ruine von Machu Picchu bedeckten.
Ich musste mich zügeln, nicht die restlichen
Filme schon bei der Annäherung zu den Ruinen zu verschiessen.
Jede Sekunde bot sich ein neues Bild. Jeder
Meter weiter eröffnete eine neue Perspektive auf das grossartige
Bauwerk der Inka, das seit 1983 unter dem Schutz der UNESCO
steht und zum Weltkulturerbe
erhoben wurde.
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Nachdem man die eingentliche Anlage
betreten hat, läuft man an einer Mauer entlang durch die
Terassen bis zum Aussichtspunkt Puesto de Vigilancia,
der sich an der restaurierten Hütte befindet.
Von die werden jährlich hunderttausende von
Fotos gemacht. Und wir machen natürlich auch nicht wenige... :-)
Es ist die berühmte Aussicht, mit der Machu
Picchu weltweit bekannt wurde.
Zu Inka-Zeiten diente diese Stelle
wahrscheinlich als Kontrollpunkt für den Zutritt zu eigentlichen
Stadt.
Diese ist ca. 1.000 x 500 m gross und ist an einem
strategischen Punkt auf dem Bergkamm errichtet.
Viele Wege der
Inka führten sternförmig nach Machu Picchu.
Durch die Lage am
steilen Berghang war die Anlage optimal geschützt. Zusätzlich
konnte jedes Viertel Machu Picchu für sich mit grossen mit Steinblöcken verrigelt
und so optimal geschützt werden.
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Da Machu Picchu eine vergleichsweise
junge Anlage der
Inka ist und einige unvollendete Bauwerke besitzt wird vermutet,
dass die Inka die Stadt weiter vergrössern wollten.
Ein Rätsel
ist bisher, ob die Stadt schon vor der Invasion der Spanier
1533 oder danach verlassen wurde.
Zur Mystik der Ruinen von Machu Picchu hat
sicherlich auch beigetragen, dass nur sehr wenig bekannt
ist über die Entstehung und Verwendung der Stadt.
Es kursierten
immer wieder Gerüchte von letzten Zufluchtsstätten der Inka.
Man ist sich nicht sicher, ob Machu Picchu auf einigen wenigen
Urkunden gemeint ist.
Ein Segen für uns und die Archäologen ist
jedenfalls, dass die Spanier Machu Picchu nie gefunden haben.
So wurden sie nur durch Erosion und den Urwald in Mitleidenschaft
gezogen, bis die Stätte 1911 von Hiram Bingham (Yale University)
gefunden wurde.
Es gibt jedoch auch Gerüchte, dass Bingham
die Ruinen schon zwei Jahre vorher entdeckt hat und heimlich
die wichtigsten Goldschätze in die USA geschafft hat.

Leider kann man diese Geschichten inzwischen
nicht mehr recht beweisen... |
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Sam, Greg und ich halten uns einige Zeit am
Aussichtspunkt auf und warten darauf, dass sich alle Wolken
verziehen. Aber man sucht uns schon. Ein Gruppenbild ist angesagt.
Das sieht dann so aus, dass unsere drei Guides alle Hände voll
Fotos haben uns 19x 'Cheese' sagen, um nacheinander 19 Bilder
zu machen.
Jeder möchte schliesslich mit seinem Foto
ein Bild von unserer Gruppe vor den Ruinen von Machu Picchu.
Das gelingt auch so weit.
Die Jungs schlagen sich als Fotographen
tapfer, allein das Wetter macht nicht ganz mit.
Bei (fast?) allen Bildern
zeigt sich hinter uns nichts als eine Waschsuppe...
Aber das ist eben die Unberechenbarkeit...
die Mystik des Ortes... Machu Picchu!
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Nun gehen wir zusammen zum Kontrollpunkt
der Ruinen von Machu Picchu und zeigen unsere Eintrittskarte vor.
Die
wird nochmals gestempelt und Marcello zeigt uns von wo aus der
Bus nach Agua Calientes abfährt bzw. wo der Fussweg nach unten
beginnt. Uns ist freigestellt wie wir runter in den Ort kommen.
Hier am Ausgang gibt es auch Toiletten und
eine Restaurantterasse, die gut frequentiert ist.
Nach dem obligatorischen Toilettenstopp gehen wir geschlossen
wieder rein in die Anlage und beginnen unsere Führung.
Marcello zweigt uns die verschiedenen Plätze
und wir beginnen an den Terassenanlagen von denen man einen
guten Überblick über die Anlage hat.
Weiter gehen wir zum Sonnentempel, dem einzigen
rund angelegten Gebäude in der Anlage von Machu Picchu. Archetektonisch bemerkenswert und aus
fein geschliffenen Steinen diente das Gebäude wohl astronomischen
Zwecken.
Direkt daneben befindet sich der sehenswerte Palast
der Prinzessin.
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Über die Treppe daneben steigen wir hoch zum
Palastviertel der Oberstadt. V
on hier hat man einen schönen
Blick zurück auf die oberen Teile und Terassen
sowie das letzte Teilstück des Inka Trails bis hinauf zum Sonnentor.
Wir laufen weiter zum Inticancha, dem heiligen
Platz an dem sich auch der Tempel der drei Fenster befindet.
Hier befinden sich drei grosse typisch trapezförmige Fenster,
die den Blick auf die Unterstadt freigeben.
Über den Kräuter- und Orchideengarten laufen
wir weiter die Treppen hinauf zum Ort an dem die Sonne gebunden
wird, dem Intiwatana, der sich auf dem Felshügel auf der linken
Seite der Anlage befindet.
Hier befindet sich ein besonderer
Felsblock, der verschiedene Abstufungen besitzt. Seine Neigung
entspricht exakt der südlichen Breite von Machu Picchu in Bezug
auf den Äquator.
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Von hier oben hat man einen guten Blick
auf die Unterstadt und den Hauptplatz Intipampa, auf
dem einige Alpakas für das Kürzen des Rasens zuständig sind.
Ob man sich hier einige für daheim ausleihen kann?!?
Wir laufen wieter in Richtung des heiligen
Felsens uns bekommen von Marello die letzten Erklärungen.
Ab jetzt können wir uns frei in den Ruinen
bewegen.
Treffpunkt ist unser Hotel unten in Agua Calientes
um 14.30 Uhr.
Einige von unserer Truppe sind noch fit genug,
um den Hausberg Waynapicchu von Machu Picchu zu besteigen, der
ca. 300 Höhenmeter über der Stadt liegt.
Und laufen dann auch noch die 600 Höhenmeter nach
Aqua Calientes hinunter... Respekt!
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Allerdings haben wir gelesen, dass zumindest
das letzte Stück des steilen Weges ganz schön haarig sein soll.
Das wollen
wir dann unseren müden Knochen doch nicht mehr zumuten.
Stattdessen wandern wir gemütlich durch die
Wohnviertel und Häuser der Handwerker in der Unterstadt.
Beeindruckend
ist, wie steil die Felsen unter den Bauwerken abfallen, wie
tief unten das Tal mit dem kleinen Ort Agua Calientes liegt und wie satt grün der Urwald hier um die grandios gelegenen Ruinen von Machu
Picchu ist.
Wir setzen uns öfter hin, machen einige Bilder
mehr und schlendern so die nächste Stunde weiter durch das Gefängnisviertel,
die Bäderanlagen und die weiteren Häusergruppen der Unterstadt
der Weltkulturerbestätte zu Machupichu...

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Als
es gegen 11.00 Uhr immer voller wird in den Ruinen und mehr
und mehr Tagestouristen von Cusco ankommen, flüchten wir an
den Ausgang zum Restaurant, um uns zu stärken.
Zu unserer
Überraschung gibt es gute Sandwiches zu einem einigermassen
passablen Preis.
Im Anschluss daran setzen wir uns mit einer
Flasche Wasse noch eine Stunde auf einen schönen Platz mit Übersicht
auf die gesamte Anlage. Es macht uns Spass, die herauskommende
Sonne zu geniessen und die Leute und Alpakas in der der Anlage
zu beobachten...
Doch ca. 13.30 Uhr ist langsam der Abschied
von Machupicchu angesagt. Etwas Wehmut mackt uns schon. Der Tag hätte ewig so
weitergehen können.
Aber wir hatten ja einen festen Treffpunkt
für das Mittagessen und so machen wir uns auf, bezahlen den
überteuerten Preis von 4,50 USD für die Busfahrt nach Agua Calientes
und lassen uns über unzählige Serpentinen runter bringen ins
Dorf am Fusse der Ruinen am Urubamba-Tal...
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Agua Calientes im Tal bei Machu Picchu
Das Dorf Agua Calientes hat gut 1.000 Einwohner
und ist erst wegen der Nähe zur Talstation Machu Pichu in das
touristische Interesse gerückt. An den Bahngleissen enlang
gibt es viele Souvenier-Shops und auch sonst findet man hier
alles was das Touristenherz begehrt, u.a. überproportional viele
Restaurants und Hotels.
Wir treffen uns wie vereinbart 14.30 Uhr am
Hotel. Einige waren wirklich noch in der Lage die 600 Höhenmeter
zu Fuss zu gehen. Bewundernswert! Es gibt ein gutes Mittagsbuffet
und anschliessend bekommen alle ihre Tickets für die Heimfahrt
ausgehändigt. Anna katrin und Andreas aus Schweden bleiben wie
wir noch eine Nacht im Hotel, die anderen fahren mit dem Nachmittagzug
um 16.30 heute noch nach Cusco zurück.
Nach dem Essen gehen wir zu viert in die heissen
Quellen des Ortes. Dazu geht man einfach weg von der Bahnlinie
und läuft an den Restaurants entlang immer begauf. Nach ca.
15 Minuten kommen wir an. Es gibt einfache Umkleidekabinen und
ein mittelgrosses Freiluftbecken mit warmem mineralhaltigem
Wasser.
Wir lassen es uns gut gehen, tauschen noch
einige Erfahrungen aus und entspannen das erste Mal seit Tagen
vollkommen...
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Am Abend bekommen wir 4 nochmals ein
Abendessen. Danach gehts ans Packen, da wir am nächsten Morgen
ca. 4.00 Uhr aufzustehen haben, da der Zug nach Ollanta schon
um 4.45 Uhr fährt.
Müde fallen wir nach einem kleinen Stadtrundgang
ins Bett. Die Nacht geht schnell vorbei und im Nu finden wir
uns am nächsten Morgen im Zug nach Ollanta wieder...
weiter gehts im Abschnitt das
Umland von Cusco... bzw. in Bolivien Copacabana
(am Titicaca-See)...
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Copacabana
(am Titicaca-See)...
Peru Reisebericht...
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