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Krk ist die größte kroatische
Insel mit 410 Quadratkilometern. Die sanfte Hügellandschaft der Insel ist mit über 15.000 Einwohner
gut besiedelt. Sie ist entweder
mit der Fähre oder vom Festland aus über eine imposante Brücke zu erreichen.
Kahl und garstig zeigt auch sie sich von der Festlandseite, fruchtbar und bewachsen
im Inneren. Dort wachsen Oliven, Obst, Gemüse und auch Wein. Wir kommen in die Stadt Krk. Sie war schon in der Antike kein unbeschriebenes Blatt. Es gibt eine
mächtige Stadtmauer.

Wir laufen durch die verwinkelten und engen Gassen der Altstadt
oder am Ufer entlang. An der Promenade reihen sich Verkaufstände aneinander.
Die Pflastersteine sind blank wie frisch gewienert. Wie viele Füße haben wohl
dazu beigetragen? Wir kommen zur Marienkathedrale aus dem 5./6. Jahrh. mit wertvollem Altarbild
und dahinter zur Quirinus-Basilika aus dem 10. Jahrh. Um die Stadt gibt es ein Wandergebiet mit 40km
ausgewiesenen Wanderwegen.
Nach der Stadt Krk fahren wir quer über die Insel ins kleine Badestädtchen Soline. Dort
soll es einen schönen Sandstrand geben. Unterwegs sehen wir Weinanbau und immer wieder auch
größere Bäume.

Das kleine Städtchen Soline wirkt recht verschlafen. Wir orientieren
uns in Richtung Klimno und finden einen idyllisch gelegenen Badeplatz mit gepflegter
Liegewiese und sogar einem Sand- bzw. feinen Kieselstrand.
Nebenan liegen Boote im Wasser und unser Blick aufs Festland hinüber rundet
das schöne Bild ab.

Ca. 200m weiter in der Solinebucht befanden sich früher die "Salzgärten", die schon lange nicht
mehr genutzt werden. Geblieben ist ein großes Areal mit sandig und salzverkrustetem
Boden.
Durch Rinnsale im Gelände lagert sich Schlamm ab, dem Heilwirkung zugesprochen
wird. Man kann in der seichten Bucht "wattwandern".
Bald sind wir im klaren Wasser.Es
ist herrlich und erfrischend und die Aussicht rundum phantastisch. Sogar eine
Dusche ist am Strand und wir können das Salzwasser abduschen und uns noch etwas
sonnen. Den Abend verbringen wir zu viert auf einer Bank am Meer mit
einer Flasche kroatischem Wein.
04.09.07: In der Nacht stürmt es
und über uns steht ein schweres Gewitter. Es ist grausig anzuhören.
Das Gewitter legt sich mit der Zeit, aber der heftige
Sturm und Regen bleibt auch am Morgen. Es handelt sich um den berüchtigten kalten
Fallwind, der meist plötzlich aus dem Velebit-Gebirge vom Festland kommt, die Bora, die
wir nun hautnah erleben. Unsere Wohnmobile
stehen zum Glück mit der Vorderfront gegen den Sturm.
Die Bora kann heftig und
gefährlich werden und kann Wohnmobilen und leichteren LKWs mit großer Angriffsfläche
zum Verhängnis werden. Im Bedarfsfall werden die Straßen ganzer Landstriche gesperrt.
Die Bora bringt viel Kälte und der
Regen peitscht gegen unser Mobil. Am Strand schlagen weiße Wellen hoch und die
Bäume biegen sich und flattern im Wind. Eine besondere Heimtücke dieses Windes
ist der Umstand, daß die ihm ausgesetzten Boote vom Land weg aufs offene
Meer geblasen werden.
Eigentlich sollte doch heute ein Badetag sein!! Den ganzen
Vormittag sitzen wir in unserem fahrbaren Untersatz und warten. Am Nachmittag
legt sich der Sturm und wir fahren weiter.
Es soll ins schönste
Städtchen der Insel, nach Vrbnik, gehen. Nach kurzer Fahrzeit kommen
wir an und können vor dem Ort parken. Schon von Weitem haben
wir herrlichen Blick auf die altehrwürdige Stadt. Sie liegt malerisch auf einem
ca. 50m hohen Felsen.
Uns erwartet bei leider trübem Wetter ein Labyrinth aus winkligen Gassen. Die Häuser
wirken urig. Aus den Mauerritzen des Kirchturms wuchern Pflanzen und sogar aus der
Uhr sprießt das Grün. Die Zeit scheint hier stehengeblieben zu sein. In der
fruchtbaren Ebene um Vrbnik wächst der goldgelbe Zlahtina-Wein.
Gemütliche Weinläden laden zur Verkostung der edlen Tropfen ein. Auch wir lassen
uns den Genuß nicht entgehen. Er schmeckt
herrlich, hat aber auch seinen Preis!
Wir fahren weiter Richtung Stadt Krk und kommen nach Punat mit seinem großen geschützten Jachthafen. Am Ortsausgang
von Punat ( 1700 Einw.) finden wir etwas zurück von der Straße
einem großen freien Platz. Hier können wir übernachten.
05.09.07: Morgens weckt uns der Verkehr. Gegenüber der Straße laufen wir an den Strand. Dabei kommen
wir vorbei an der interessanten Natursteinkapelle Sv. Dunat, die im oberen Teil
ein rundes Loch eingemauert hat.
Wir wollen heute noch die Insel auf
der Krker Brücke zum Festland hin verlassen und fahren deshalb über Dobrinj
und Kras nach Malinska. Zügig fahren wir auf eine Attraktion von Krk, die Krker Brücke, zu. Zuvor lassen wir uns noch zu einem kleinen Abstecher ins
Städtchen Omisalj hinreißen.
Es liegt auf einem Hügel
über dem Meer. Zentraler Punkt ist in der Ortsmitte die romanische Basilika.
Leider ist sie verschlossen. Wir laufen durch enge alte Gassen und haben schönen
Blick hinüber nach Rijeka und auf den unter uns liegenden Jachthafen.
Wieder zurück auf der Hauptstraße machen wir nochmals
einen kleinen Abstecher und fahren 3,5 Kilometer eine Stichstraße hinunter
an die Bucht von Voz.

Vom großen Parkplatz aus präsentiert sich die Krker Brücke in ihrer ganzen Schönheit. In zwei Bögen mit insgesamt 1300m Länge überspannt
sie einen Meeresarm und verbindet so die Insel Krk mit dem Festland.
weiter zu einem Abstecher ins Hinterland
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