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Der Lake Manyara Nationalpark ist der Park der Baumlöwen

Reisebericht Tansania - Reisetipps mit GPS-Koordinaten für die Safari in den Nationalparks im Norden von Tansania

 
  Im Lake Manyara Nationalpark soll man mit Glück schlafende Löwen auf dem Baum sehen
 

Von der Tarangire Safari Lodge fahren wir nach dem Frühstück los Richtung Lake Manyara Nationalpark. Zuerst geht es noch ein Stück durch den Tarangire Nationalpark und wir sehen im schönen Morgenlicht noch einige Elefanten direkt vor uns auf der Piste.

Dann geht es vom Gate des Tarangire Nationalpark erst mal wieder ca. 40 Kilometer Richtung Arusha, bevor wir links abbiegen und nördlich um die Spitze des Lake Manyara herumfahren bis wir nach weiteren ca. 40 Kilometern in dem kleinen Dorf Mto Wa Mbu ankommen. Sehenswert ist hier der riesige wie ein afrikanisches Outlet anmutenden Artesana Laden Arfica Sana Shop (GPS-Koordinaten: S3 22.351 E35 50.940 auf 969 m).

Abenteuerliche Pisten im Lake Manyara Nationalpark
Abenteuerliche Pisten im Manyara Nationalpark

Kurz darauf geht es links ab und bald passieren wir das Lake Manyara Gate (GPS-Koordinaten: S3 22.226 E35 50.445 auf 996 m) und machen einen obligatorischen Stop. Der schön angelegte kleine Park lädt zum kurzen Spaziergang auf einen Lehrpfad ein. Dann geht es auch schon weiter. Dieses Mal ähnlich wie im Arusha Nationalpark erst mal durch dichteren Wald ehe wir dann auf unserer staubigen Piste wieder mehr offene Baumsavanne vorfinden.

Anfangs sehen wir kaum Tiere. Auch spektakuläre Bäume und Landschaften sind nicht so präsent wie im Tarangire Nationalpark. Doch nach und nach finden wir wilde Tiere, sie sind anfangs nur etwas kleiner und wir müssen uns erst einüben auch kleine Wildtiere und Vögel zu erspähen.

So sehen wir an einem kleinen Wasserlauf einen Riesenfischer (Giant Kingfisher), eine Unterart vom Eisvogel, der gerade aus dem Wasser kommt und sich auf einem Stein in der Sonne verweilt.

Ein Eisvogel an einem Wasserlauf
Ein Eisvogel (Riesenfischer) an einem Wasserlauf

Wenig später fahren wir weiter raus zum Lake Manyara, der in diesen Tagen nur noch sehr wenig Wasser hat. Am zum Simba River gehörenden Hippo Pool (GPS-Koordinaten: S3 24.816 E35 50.286 auf 964 m) dürfen wir sogar kurz aussteigen. Ein Holzgeländer trennt uns von den ca. 60m weit weg badenden Flußpferden. Da ihre Körper leicht überhitzen, findet man sie nur selten außerhalb des kühlenden Wassers.

Diese Flußpferde werden bis zu 3 Tonnen schwer und sehen vergleichsweise ungefährlich aus. Sie sind es aber nicht. Überrascht hat uns, als wir erfahren daß in Afrika am meisten Menschen durch Flußpferdangriffe sterben. Die Tiere leben sehr ortsgebunden und verteidigen im Rudel von 15-30 Tieren ihr Revier im Streit auch sehr wehrhaft und gewaltsam.

Einige Flußpferde an einem Hippo-Pool
Einige Flußpferde an einem Hippo-Pool

Am Hippo-Pool sehen wir aber auch noch andere Tiere. Auf einem Akazienbaum nahe des Wassers sehen wir einen Schreiseeadler (African Fish Eagle), der mehrpals zu einem Rundflug über dem Wasser aufbricht. Der Schreiseeadler kann dabei bis über 2 Meter Spannweite erreichen. Sie jagen meist Fisch, zur ihrer Beute gehören aber auch andere Wasservögel, Aas, kleine Schildkröten oder auch Störche.

Ein Weisskopfadler im Manyara Nationalpark
Ein Schreiseeadler im Manyara Nationalpark

Auf der Ebene erspähen wir außerdem einen großen schwarzen Rotwangenhornraben (Kaffernhornrabe, Southern Ground Hornbill), der in der trockenen Savanne umherstolziert. Ein etwas seltam anmutender komplett schwarzer Vogel mit einem auffallend roten Kehlsack kann über 4 kg schwer werden und sich auf dem Boden mit über 30 km/h fortbewegen.

Ein Rotwangenhornraben im Manyara Nationalpark
Ein Rotwangenhornrabe im Manyara Nationalpark

Wir fahren weiter durch die Savanne des Lake Manyara Nationalparks und sehen weitere Eisvögel, Reiher, Warzenschweine und sogar ein kleines Rudel gar nicht so seltener Zebramagusten (banded mongoose).
Unser nächstes Ziel liegt etwas erhöht und bietet einen Ausblick über verschiedene Teilbereiche des Lake Manyara Nationalparks, unser Picknick-Platz (GPS-Koordinaten: S3 26.205 E35 48.112 auf 1.002 m).

Nach einer Stunde geht es gemütlich weiter und wir kommen langsam wieder in dichter bewachsenes Gebiet. Überraschend zeigt sich auf einmal rechts ein großer Elefant, der aus ca. 50m Entfernung langsam auf uns zu trottet. So ganz geheuer ist das unserem Guide und Fahrer Spiru nicht und so fahren wir langsam weiter.

Ein Elefant kommt aus dem Unterholz auf uns zu
Ein Elefant kommt aus dem Unterholz auf uns zu

Wer im Lake Manyara Nationalpark unterwegs ist sollte sehr genau auf das Unterholz und Einzelheiten achten. Die Tiervielfalt hier ist groß, wenn auch die spektakulärsten Tiere vergleichsweise selten sind.

Und so fahren wir langsam Richtung Gate des Manyara Nationalpark zurück. Schon fast in Gedanken resümierend über was wir an diesem Tag gesehen haben, sehe ich durch einige Bäume in einer Lichtung etwas liegen. Aber wir sind zu schnell, um recht erkennen zu können was es war.

Wir bitten Spirus, doch kurz ca. 10 bis 20 Meter zurück zu fahren... Und sehen aus ca. 50-60m Enfernung zwischen einigen Bäumen hindurch unseren ersten Löwen (Lion). Genauer gesagt unsere erste Löwin...

Nach 2 Tagen sehen wir den ersten Löwen
Nach 2 Tagen sehen wir den ersten Löwen

Wir warten etwas, ob sie sich bewegt. Aber vergebens, sie ruht sich gemütlich im Gras aus und außer einem kurzen Heben des Kopfes gibt es wenig was sich verändert. Aber trotzdem...

Spirus beglückwünscht uns zur Sichtung unseres ersten Löwen. Im Lake Manyara Nationalpark sagt er sei das nicht so häufig, da die wenigen Löwen des Parks im dichten Unterholz erfolgreich untertauchen können.

Er meint aber außerdem, dass wir auf die nächsten Tage gespannt sein dürfen, denn in der Serengeti sei es wahrscheinlicher, dass wir Löwen auch noch etwas näher zu Gesicht bekommen...

Fahrt Serengeti Nationalpark  weiter mit: Der Fahrt über Olduvai zur Serengeti 
 

 
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