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Reisebericht Urlaub in British Columbia -
mit Wohnmobil durch Kanada's Westen
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Die Region Kelowna - zwischen Banff Nationalpark und Vancouver |
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Reisebericht British Columbia, Urlaub mit
dem Wohnmobil in Kanada's Westen
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| 15.06.04:
Vom Yoho Nationalpark über den Emerald Lake nach Revelstoke |
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Vom Banff Nationalpark wechseln wir nun in den Yoho
Nationalpark. Es ist bergig und kurvig. Stopp beim Ausguck auf den
„Upper Spiraltunnel“ der Canadian Pazific Railway, einer 992 m langen
Gleisspirale mit einer Kurvenkrümmung von 288 Grad, 1909 mit großem
Aufwand in den Berg getrieben.
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Wir haben Glück, einer der nicht enden
wollenden Güterzüge schraubt sich gerade von mehreren Loks gezogen durch
den Berg.

Wir sehen ihn in den Berg hineinfahren und im anderen
Tunnel wieder herauskommen, obwohl die letzten Waggons noch lange nicht
eingefahren sind. Wir sehen den langen Zug gleichzeitig an drei Stellen.
Auf diese Art und Weise überwindet die Eisenbahn eine mächtige Höhe.
Nach diesem Schauspiel fahren wir weiter.
Links am Straßenrand zeigt sich ein grasfressender
Bär und verschwindet wieder die Böschung hinunter. Ein langer Güterzug ist
wieder unser Begleiter. Im Ort Fjeld machen wir Halt am Info-Center.
Danach stoppen wir an einer „Naturbrücke“, einer natürlichen Felsbrücke
unter der sich der wilde Kicking Horse River hindurchzwängt.

Nun stehen wir am wunderschönen, türkisgrün schimmernden
Emerald Lake. Wie ein Smaragd liegt er in den Bergen. Nach einem
kurzen Spaziergang am Uferweg machen wir hier unsere Pause mit Kaffee
und Apfeltaschen.

Und weiter geht’s auf Highway 1 West Richtung Golden
immer wieder in Begleitung von langen Güterzügen. Das kennen wir so
von daheim nicht.
Rechts wird wieder vor Elchen gewarnt. Wir sind nun
ca. 26 km vor Golden im Glacier Nationalpark und fahren steil bergab.
Hier fallen uns viele LKW`s auf. Es wird enger und geht weiter schluchtartig
bergab. Plötzlich müssen wir an einer Großbaustelle halten. An Baustellen
wird der Verkehr immer von jungen Mädchen, den "Stop-go-girls", geregelt.
In Golden im Info-Center fragen wir nach geführten
Touren zu Bären oder in die Berglandschaft. Doch derartige Angebote
gibt es erst ab Ende Juni. Golden scheint ein Industriestädtchen zu
sein.
Wir sind bisher in Kanada 3030 km gefahren. Es sind
noch 114 km bis nach Revelstoke. Das Wetter ist leicht bewölkt
und ab und zu zeigt sich die Sonne. An einem schönen Aussichtspunkt
und Rastplatz machen wir wieder einmal Kaffeepause.

Dann geht’s auf unserem Highway bergauf. Wir erreichen
den Rogerpass auf 1330 m Höhe. Hier erinnert ein hölzernes Denkmal an
den Bau des Trans Canada Highway, der durch die Mountains an den Pazific
führt. Hier müssen wir auch unsere Uhr wieder eine Stunde zurückstellen
auf Pazifictime.
Am Rastplatz treffe ich auf einen hübschen blauen Vogel, den
Diademhäher, den ich auf Bildern gesehen hatte und kann ihn schön fotografieren.

Dann geht es wieder bergab sehr aussichtsreich auf Berge und Gletscher.
Kurvig und durch halb offene Tunnels geht unser Weg. Wir kommen an Canyon
Hot Springs vorbei und halten an. Karin und Wolfgang steigen in
die warmen Fluten.
Klaus und ich essen im Lokal Suppe und Sandwich. Später
gibt es noch Kaffee. Hier gäbe es auch einen Campingplatz mit super
Dusch- und Waschräumen. Doch es ist erst 17.45 Uhr, zu früh zum Übernachten.

Beim nächsten Stopp laufen wir ein Stück den Gigant
Cedars Trail. Mächtige Rotzedern und riesige Hemlocktannen säumen
den Trail durch den saftig frischen Regenwald im Mt. Revelstoke Nationalpark.
Den nächsten geplanten Stopp in saftig grüner Landschaft mit großen
glänzenden Blättern und verschiedenen Krautarten verpassen wir leider
und kommen dann nach Revelstoke. Die kleine Stadt gefällt uns.
Wir sehen kleine hübsche Häuser um den Grizzly-Platz. Auch hier hat
die Eisenbahn Geschichte geschrieben. Es gibt ein Eisenbahnmuseum.

Wir suchen und finden am Ortsausgang gegenüber der
Schule einen Übernachtungsplatz. Nach unserem Abendessen und einem Spaziergang
im Ort, sehen wir durchs Fenster einer Gaststätte ein Fußballspiel Deutschland
gegen Holland. Es steht gerade 0:0. Im Wohnmobil angelangt ist es bereits
duster und Schlafen angesagt.
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| 16.06.04:
von Revelstoke über Sicamous und Vernon ins Okanagan Valley
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Die Sonne scheint und wir haben sehr gut geschlafen.
7.30 Uhr wird gefrühstückt und danach geht’s weiter auf Straße 1 West, immer gekennzeichnet mit der "1"
auf einem grünen Ahornblatt, in Richtung
Salmon Arm. Die hohen Berge haben uns verlassen. Die Rockies liegen
nun hinter uns.
Am Three Valley Lake Chateau, einem auffallend roten
langgezogenen Hotelbau mit vielen Erkern, am Three Valley Lake,
ist unser nächster Halt. Wir würden noch gerne in die winzige Westernstadt
Three Valley Cap mit erhaltenen Saloons, Kaufläden und sonstigen Westernaltertümern
gehen. Auch eine kleine Holzkirche muß dort sein und eine alte Dampflok.
Aber, wir hören, daß die kleine Museums-Geister-Westernstadt Mitte Juni
noch geschlossen hat und fahren weiter Richtung Salmon Arm. Zuerst geht’s
durch Wald, dann wird’s ländlich, Felder und Wiesen kommen in
Sicht.
Bald kommen wir in den Ort Sicamous und wir
parken am Hafen. Sicamous ist Kanadas „Hausboot-Hauptstadt“. Zahllos
ankern die begehrten schwimmenden Wohnungen am Shuswap Lake. Z. Zt.
ist aber noch nicht viel los. Die Seitenarme und Buchten des Sees sind
auf diese Weise zu erkunden. Wir spazieren am Hafen entlang und fahren
dann bei Superwetter weiter.

Rechts an einem schönen Rastplatz am Shuswap Lake
machen wir eine Pause. Nach Salmon Arm sind es noch 18 km. Dort angekommen
parken wir am Marine Park, dem längsten Pier von Britisch Columbia.
Hier ankern ebenfalls viele Hausboote am südlichen Zipfel des Shuswap
Lake. Nach einem Spaziergang sitzen wir noch etwas in der Sonne, die
uns heute den ganzen Tag scheint.

Nun biegen wir vom Highway 1 West ab nach Süden und
befahren die Straße 97 Richtung Kelowna. Nach Vernon sind es noch 62
km. Verstreut liegen kleine Farmen, Wiesen und Felder. Ab und zu sehen
wir Kühe auf der Weide oder es wird Heu gemacht. Das ländliche Tal wird
breiter und statt Berge gibt es nur noch Hügel. Wir halten bei einem
großen Fruchtstand „Log Barn“. Zum Obst gibt es hier allerlei kitschiges
Souveniers. Klaus braucht wieder einen Kaffee und Erdbeerkuchen. Ich
fotografiere ein Lama und eine Mountaingoat = große, weiße Bergziege
mit langem Bart.

In Kanada gibt es überall immer wieder schöne Golfplätze,
so auch hier. Kleine Farmen sehen wir nun öfters. Wir fahren durch den
Ort Armstrong. An der Straße ist wieder einmal ein großes Holzverarbeitungswerk.
Weiter geht’s in der hügeligen Landschaft. Vorne blicken wir nun rechts
der Straße auf den beginnenden Okanagan Lake und wir kommen ins Städtchen
Vernon und zuerst an den Infocenter. Nun sind wir im Okanagan Valley
angekommen.
Dieses Tal zieht sich von Vernon im Norden mit einer
Seenkette bis nach Osooyoos im Süden. Hauptort ist Kelowna. Das langgestreckte,
fruchtbare Tal mit seinem sonnigen und trockenen Klima ist ein beliebtes
Ferienzentrum Kanadas. Ertragreiche Obstplantagen und Weinanbaugebiete
finden wir hier. Dies gelingt aber nur durch künstliche Bewässerung.

Sonst zeigt sich die Landschaft, vor allem im Süden,
mit einer dünnen, ausgedörrten Vegetation. Gräuliche Salbeibüsche fallen
auf. Südlich Vernon, an einem großen Parkplatz mit einer Superaussicht
halten wir an. Wir sind hier am ebenfalls warmen Kalamalka Lake.
Der blaue See liegt unter uns. Rechts schauen wir wie in einen norwegischen
Fjord, links ist am Seeufer das südliche Vernon. Gerade aus, über dem
See und nach der hügeligen Landschaft, sind die Schneeberge der Rockies
zu erkennen.
Eigentliche wollten wir noch ein Stück weiterfahren
heute. Aber, spontan sind wir uns einig: Hier verbringen wir die nächste
Nacht. Wir freuen uns, einen so schönen Übernachtungsplatz gefunden
zu haben. Nach unserem Abendessen brechen wir zu einem Abendspaziergang
auf. Es gibt hier im Ödland die putzigen Hoary Marmots Murmeltiere.
Sie lassen mich aber kein Foto machen, sondern verschwinden
immer schnell in ihren Erdhöhlen. Wir genießen noch unsere gute Aussicht
und legen uns dann in die Kissen.
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| 17.06.04:
Stadtbummel in Kelowna |
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So schön wie der Platz ist, so gut haben wir auch
geschlafen. Jetzt hört man Verkehr von der nahen Straße. Nach dem Frühstück
und bei Sonne starten wir auf unserem Highway 97 nach Kelowna. Es ist
auffallend viel Verkehr hier, aber eine superbreite, gute Straße. Wir
fahren mit Aussicht auf See, Wiesen, Felder, Obstplantagen in der hügeligen
Landschaft. Wir kommen nun in eine sehr warme Gegend und überall wird
fleißig besprüht.
Wir kommen nach Kelowna. Die Stadt ist mit
90.000 Einwohnern die drittgrößte von Britisch Columbia. Der Hauptort
im warmen Tal liegt am Ostufer des ca. 150 km langen Okanagan Lake.
Wir wollen uns die Stadt zuerst von oben anschauen. Wir fahren zum Parkplatz
am nördlich der Stadt gelegenen Aussichtsberg Mt. Knox. Ab hier
laufen wir in ca. 20 Minuten hoch.

Es hat sich gelohnt. Wir können den Blick über das
Tal, den See und die weit auseinandergezogene Stadt genießen. Rechts
unter uns liegen wieder viele Holzstämme im Wasser neben einem großen
Holzwerk.
Danach steuern wir einen Parkplatz am Stadtrand an.
Zu Fuß sind wir in wenigen Minuten am schönen Citypark mit langem Sandstrand
und guten Bedingungen für Wassersportler. Fotomotiv im Citypark ist
die Statue des Seemonsters „Ogopogo“. Am Hafen liegt ein Raddampfer,
den man besichtigen kann.

Zwischen Waterfront und Citypark befindet sich ein
Jachthafen. Die Floating Bridge fällt auf, die sich hier 600 m
über den See spannt. Teile davon müssen eine Art Zugbrücke sein, sie
können sich für den Schiffsverkehr bis zu 18 m Durchfahrtshöhe anheben.
Vom schönen Citypark laufen wir in die Innenstadt und stellen fest,
daß man hier sehr preiswert einkaufen kann.
In einem Internetcafe machen wir eine Email an Achim
und irgendwo trinken wir Kaffee. Dann kehren wir mit Tshirts und sonstigen
Souveniers beladen zurück zum Citypark am See, um gemütlich auf einer
Bank ein Eis zu essen.
Es ist schön hier, doch wir müssen wieder los.
Um 16 Uhr treffen wir uns alle wieder an unseren Womo`s.

Dort angekommen geht’s weiter. Unser Highway 97 führt
uns über die große Brücke auf das westliche Ufer des Sees. Die Aussicht
auf See und Umland bleibt auch weiterhin gut. Das Blau des Sees, das
Grün der bewässerten Obstgärten und das Grau der halbwüstenartigen Landschaft
stehen in einem reizvollen Kontrast zueinander.
Wir durchfahren das Peachland mit schönen Stränden.
Überall an der Straße wird Obst angeboten und die herrlichen Kirschen
schmecken toll! Wir fahren links raus an den See und Badestrand.

Einheimische
erzählen uns von einem guten Lokal unter deutscher Leitung. Das schauen
wir uns an. Das rustikale Lokal macht einen sehr guten Eindruck.
Davor gibt es einen schönen Biergarten und heute abend wäre Tanz. Nur
Klaus hat leider keine Lust! Deshalb steuern wir nun den nächsten Campingplatz
an, der uns aber nicht gefällt.
Er liegt an einer Baustelle, ist ohne
Strom und ohne Strand. Wir fahren deshalb weiter und sind somit auch
zu weit entfernt von "unserem Tanzlokal“. Das ist schade! Von hier nehme
ich aber ein Foto mit von einem seltenen Vogel mit blauem Gefieder,
der sonst wie eine Elster aussieht.
Zwischen Summerland und Penticton finden wir den Campingplatz
Cedarbrook. Wir bezahlen Can. Dollar 26,-- und checken ein. Leider auch
nicht an der Beach und nur Sicht auf einen Bretterzaun. Aber wir sind
zu spät dran, um noch etwas anderes zu suchen. Nach Duschen, Haare waschen,
und Essen sitzen wir noch außen und bereden unsere Weiterfahrt.
Eigentlich wollten wir nicht weiter in den Süden fahren,
sondern ab Penticton in westlicher Richtung weiterfahren über Princeton
und Hope nach Vancouver. Doch ich lese in unseren Führern, daß es ein
Fehler wäre, den Ort Osoyoos ganz im Süden auszulassen. Es soll zwar
dort Schlangen geben, aber nur im „Desert“, einer Art Reservat. Da müssen
wir ja nicht hingehen.
Alle haben Bedenkzeit bis zum nächsten Morgen. Ich
erkunde noch die Gegend und finde einen hübschen Vogel, eine Art Specht,
der in einem Baumloch seine zwei schon recht großen Jungen füttert.
Mein Foto macht im richtigen Moment „Klick“. Dann im Wohnmobil „Gute
Nacht“. Karin träumt bestimmt von Schlangen!!
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| 18.06.04:
Abschied in Osoyoos |
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Die Sonne scheint. Zuerst etwas zögerlich, dann aber
ist alles klar, wir fahren nach Osoyoos!
Am Westufer des warmen Okanagan Lake haben wir viele
prächtige Ausblicke. Die Straße führt mit Obstgärten, Terrassen und
Weinbergen durch eine paradiesische Landschaft, die aber nur mit Bewässerung
funktioniert. Immer wieder blicken wir am Straßenrand in Plantagenbäume
mit herrlich roten Kirschen.

Wir kommen nach Penticton. Auch hier gibt
es schöne Badestrände. Dann durchfahren wir Oliver, einen kleinen blumengeschmückten
Ort.
Ich kann mich nicht sattsehen an der bizarren Landschaft
und freue mich, daß wir hier sind. Alles sieht ganz anders und schön
aus. Die bewässerten und grünen Flächen sind wie Oasen in der sonst
dürren Landschaft. Wir kommen nach Osoyoos. Auch hier werden
an der Hauptstraße blumengeschmückt empfangen. Wir steuern gleich den
südlich vom Ort gelegenen Campingplatz „Haynes Point“ im gleichnamigen
Provinzionalpark an.
Er hat eine fantastische Lage auf einer schmalen Landzunge,
die weit in den See, hier Osoyoos-See, hineinreicht. Wir sind
von der Lage begeistert, müssen aber feststellen, daß die schönen Nischenplätze
mit Bänken und Tischen unter Bäumen alle belegt sind. Wir erhalten einen
Stellplatz an der Straßenseite und bezahlen Can. Dollar 22,-- ohne alles.
WC`s gibt es in der Nähe. Doch der schöne Platz, die herrliche Aussicht
machen uns zufrieden. Wir haben ja erst gestern geduscht!!

Ich erkunde gleich den Campingplatz und mache ein
paar Bilder. Dann sitzen wir auf unseren Campingstühlen vor unseren
Wohnmobilen am See, sonnen uns und genießen den Tag. Der Osoyoos-See
ist einer der wärmsten Badeseen in Kanada. Bald wird die Sonne
zu viel und wir verziehen uns in den Schatten. Karin und Wolfgang suchen
Abkühlung im See beim Schwimmen. Nach Kaffee und Abendessen machen wir
uns per Fuß auf zum Ort Osoyoos, der 2 bis 3 km entfernt ist und wollen
Eis essen. Leider haben alle Geschäfte schon geschlossen! Den schönen
Abend verbringen wir auf unseren Campingstühlen zwischen unseren Mobilen.
Morgen früh müssen wir uns trennen. Karin und Wolfgang
bleiben noch 1 bis 2 Tage in dieser warmen Gegend. Sie sind ja 3 Tage
vor uns angekommen und haben Vancouver und Umgebung schon vor unserer
Ankunft kennengelernt. Wir fahren morgen Richtung Westen.
Also feiern wir heute abend auch ein bißchen Abschied.
Wir trinken Sekt und genießen den Sonnenuntergang.

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| 19.06.04:
Ein missglückter USA-Ausflug und weiter auf dem Weg Richtung Vancouver |
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Heute ist Samstag und unsere letzte Urlaubswoche ist
angebrochen. Schon um 7 Uhr haben wir viel Sonne. Bereits vor dem Frühstück
mache ich in einem nahen Biotop einige Bilder. Nach dem Frühstück verabschieden
wir uns „bis daheim“. Der Chef vom Platz (der Mann mit dem Elektrocar)
macht noch ein gemeinsames Bild von uns, dann „Tschüs“!
2 km weiter südlich ist schon die Grenze zur USA.
Spontan beschließen Klaus und ich, daß wir kurz hin fahren, nur um einmal
USA-Luft zu schnuppern. Wir wollen nur über die Grenze und in
den nächsten Ort und dann wieder zurückfahren. Die Grenzbeamten sind
schwer bewaffnet. Unser Reisepaß reicht nicht. Wir müssen im Büro ein
Formular ausfüllen und je US-Dollar 6,-- bezahlen.
Dann wird unser Wohnmobil durchsucht und plötzlich
unser Kühlschrank ausgeräumt. Gemüse, Obst, Fleisch, Wurst, Eier alles
darf nicht über die Grenze!! Auch unsere Erklärung, daß wir nur 1 Std.
in die USA bleiben wollen hilft nichts. Doch so lohnt sich die USA für
uns nicht! Nach 10 Minuten USA-Luft an der Grenze, fahren wir wieder zurück
nach Kanada. Die Stunde, die wir nun gespart haben, nützen wir und fahren
noch auf den Aussichtspunkt östlich von Osoyoos.

Wir durchfahren den Ort und auf den Highway 3, der
schnell an Höhe gewinnt. Am Ende der Serpentinen werden wir mit einem
fantastischen Ausblick auf Osoyoos und das ganze Tal bis in die USA
belohnt. Die schmale Landzunge, wo wir die letzte Nacht verbrachten,
liegt wunderschön im See. Dieses Panorama muß mit einigen Bildern festgehalten
werden. Saftiges Grün und daneben abrupt dürre Salbeibüsche, Ödland
oder Kakteen sind von oben schön zu überblicken.
Auf dem Rückweg kommen wir wieder durch Osoyoos
und müssen eine Autowerkstatt aufsuchen, da wir eine neue Birne für
den Blinker brauchen. Nach dem Tanken fahren wir auf dem Highway 3 West
in Richtung Princeton. Die trockene und durch Bewässerung fruchtbare
Gegend bleibt uns erhalten. An zahlreichen Verkaufsständen wird Obst
und Gemüse angeboten.
Wir kaufen nochmals Kirschen, die so köstlich schmecken.
Ebenfalls prächtig gedeihen hier auch Pfirsiche, Pflaumen, Äpfel und
Wein. Schade, daß wir den Wein hier nicht probiert haben!
Wir fahren über öde Hügel und durch fruchtbare Täler
dahin, kommen durch kleine Orte, wie Keremeos und Hedley, die ebenfalls
von Obstplantagen umgeben sind. Doch dann bemerken wir, daß sich die
Landschaft ändert. Man sieht wieder lockeren Baumbestand, Ginsterbüsche
oder harte Gräser. Dann kommt mehr und mehr wieder Wald dazu und plötzlich
sieht alles wieder „normal“ aus.

Wir durchfahren Princeton auf dem wenig befahrenen
Highway 3, er gehört fast uns alleine. Es sind noch ca. 300 km bis Vancouver
und 119 km bis Hope. Wir fahren kurvig und bergig durch Wald und sind
auf über 1200 m. Bei einer kleinen Siedlung finden wir einen schönen
Rastplatz für unsere Kaffeepause. Die letzten Kirschen aus dem trockenheißen
Süden werden verspeist.
An der Straße wird vor Elchen gewarnt. Wir kommen
nun in den Manning Provinzionalpark, dessen „Rückgrat“ die Cascade
Mountains sind. Er wurde 1941 eingerichtet und umfaßt 66.500 ha. Er
grenzt im Süden an den USA-Bundesstaat Washington. Den
waldreichen Park durchfahren wir auf dem Crowsnest Highway in einer saftigen
Gebirgsregion. Wälder wechseln mit Seen das Bild. In dieser Region gibt
es auch wieder Bären. Leider zeigt sich keiner! Eine 15 km lange Serpentinenstraße
führt zum Aussichtspunkt Cascade Lookout mit Blicken über die Berge
und bis in die USA.
Wir kommen höher und zum Allisen-Paß auf 1341
m. Kurz davor halten wir am Parkplatz zum Bibertrail. Wir laufen den
kurzen Trail durch Wald und an einem sumpfigen See entlang. Alte und
angefressene Baumstämme liegen im Wasser. Dann passieren wir den Paß
und es geht wieder etwas tiefer. Den Orchideen-Trail können wir uns
sparen, sie würden z. Zt. nicht blühen, sagt man uns an der Info.

Wir nehmen uns den Rhododendron-Flats vor. Bei einem
Trail durch den Wald mit vielen hohen Rhododendronbüschen, die aber
leider schon etwas verblüht sind, haben wir schöne Abwechslung. Rechts
zeigt sich plötzlich ein Hirsch oder kleiner Elch. Nun verlassen wir
den Manning Provinzionalpark wieder und kommen vor Hope ins Sunshine
Valley.
Das Tal macht seinem Namen alle Ehre. Vor Hope machen
wir Halt an einer denkwürdigen Stätte. Der Hope Slide, ein ganzer Berghang,
rutschte am 9.1.1965 ab mit 46 Mill. kbm. Gestein und begrub ein Tal und
einen See. 6 Menschen kamen dabei um. Seither ist der Highway hier 45
m höher als vorher.

Wir fahren kurz in den Ort Hope und finden aber
keinen Supermarkt. Hope hat Goldgräbergeschichte. 1858 wurde nördlich
von Hope das wertvolle Edelmetall gefunden.
Wir biegen nun von unserem Highway ab und fahren Straße
7 West 42 km nach Harrison Hot Springs Dabei fahren wir über den Fraser
River. Links kommt ein langer Güterzug.
Wir fahren rechts ab durch eine ländliche Gegend.
Harrison Hot Springs zeigt sich als Ferienort und liegt am langgezogenen
Harrison Lake. Es gibt
einige schöne Hotels und einen sehr schönen Strand. Heute am Samstag ist
viel los beim Baden, Surfen und Bootfahren.

Die Hot Springs sind hier
leider nicht, wie sonst, im Freien, sondern praktisch ein Hallenbad
und es ist sehr voll. Das Warmbaden hatten wir eigentlich vor. Aber,
nachdem es heute sehr warm ist und das Bad so voll, verzichten wir.
An unserem Parkplatz im Ort machen wir noch unser Essen. Es gibt Ravioli
aus der Dose und eine große Schüssel grünen Salat.
Danach fahren wir zurück in den Ort Agassiz und finden
einen idealen Übernachtungsplatz auf dem Schulhof. Wir machen noch einen
Abendspaziergang und freuen uns schon auf morgen und auf Vancouver...
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