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Heute wollen wir uns die Hauptstadt Portoferraio vornehmen, die
wir bisher bei unseren Touren immer nur von weitem im Blickfeld hatten.

Sie liegt herrlich in einer halbkreisförmigen Bucht im Norden von
Elba und ist auch wichtigste Hafenstadt. Sie hat ihren Namen vom Eisen,
das bereits durch die Etrusker und Römer verhüttet wurde. Das
heutige Stadtbild geht im Wesentlichen auf die Herrschaft von Florenz
zurück. Die ausnehmend hübsche Stadt wird von einer doppelten
Festung überragt (Forte Falcone und Forte Stella). Sie wurde 1548
gebaut um die Bevölkerung vor Piratenüberfällen zu
schützen.
Napoleon lebte 1814/15 als Verbannter auf Elba und hat sich die Festung
zum Teil als Residenz ausbauen lassen. Er bezog die Villa dei Mulini,
die zwischen beiden Festungen steht. AltPortoferraio wird noch ganz von
einer Stadtmauer umschlossen. Das Doppeltor (Porto al Mare) führt
in die Stadt. Innerhalb stehen die Häuser eng beisammen.
Treppenstraßen ziehen sich bis zu den beiden Festungen mit
Türmen und Toren hoch.
Am Rande der Stadt finden wir sogar einen kostenlosen Parkplatz und
stehen bald danach schon am alten "Medici"-Hafen, dem Hauptplatz der
Altstadt und sind begeistert. Dahinter die baumbestandene Piazza della
Republica mit Rathaus und Dom.
Wir spazieren am Hafenbecken "Darsana", vorbei an zahlreichen
Restaurants, Cafes und sonstigen Geschäften. Die bunten
aneinandergereihten Häuser, die farbigen Boote, alles ist sehr
hübsch anzusehen. Das Wetter stimmt auch, die Sonne scheint. Bei
einer Tasse Kaffee lassen wir die gastliche Stätte auf uns wirken.
Danach ziehen wir die Treppen hoch zu beiden Festungen. Auf den
Wehrgängen wurden auf einer Länge von 500 m Spazierwege
errichtet. Überwältigend ist nicht nur die
Festungsarchitektur, von diesen strategisch so wichtigen Punkten hat
man auch den besten Blick auf Hafen, Stadt und Umland.
Der phantastische Blick aus verschiedenen Winkeln über die Stadt
reizt immer wieder, noch ein Bild zu fotografieren. Selbst im Mauerwerk
haben sich blühende Pflanzen angesiedelt. Auf der Hafen
abgewandten Seite blicken wir hinunter in glasklares Wasser.

Dann besuchen wir das Napoleum-Museum, das in der Villa dei Mulini
untergebracht ist. Es ist für uns sehr interessant. Die Aussicht
vom Fenster des Ballsaals ist phantastisch. Wir bummeln noch durch den
Museumsgarten bevor wir Napoleon wieder verlassen.

Auf einem Umweg laufen wir wieder hinunter zum Hafen. Dabei kommen wir
an einen schönen Sandstrand. Bei diesem schönen Wetter heute
sind viele Leute im Wasser. Ich kann nur staunen, so herrlich klares
Wasser habe ich noch nie gesehen!
Wir durchstreifen noch einmal die Altstadt und umlaufen den Hafen,
bevor wir uns wieder auf der Terrasse eines Cafes niederlassen.
Gestärkt mit Essen und Trinken und vielen schönen
Eindrücken suchen wir nun noch eine Bankfiliale auf und laufen zum
nahen Fährenanlegeplatz. Wir wollen uns erkunden wegen unserer
morgigen Rückfahrt aufs Festland. Nachdem es inzwischen ziemlich
heiß geworden ist, kehren wir Portoferreiro den Rücken. Es
war superschön hier!
Wir wollen noch etwas in den Schatten und fahren zu einer herrlichen
Bucht nach Viticcio. Hier ist es ruhiger als am Strand von Biodola oder
Procchio. Etwas erhöht finden wir ein hübsches Cafe. Auf der
Terrasse gönnen wir uns ein Eis und blicken dabei über die
herrliche Bucht hinüber nach Enfola, wo wir am ersten Tag auf Elba
gewandert sind. Und wieder blicken wir in kristallklares Wasser, was
mir für Elba nun als typisch erscheint. Wir machen noch einige
Bilder und fahren dann zurück zum Campingplatz Scaglieri.
Dort fahren wir unsere Markise aus und setzen uns in den Schatten. Es
ist heute sehr schwül und heiß. Der Schatten unter unserer
Markise wird immer kleiner und wir müssen unseren Sitzplatz
verändern. Nach dem Duschen machen wir Abendessen und sitzen noch
lange außen. Um 20 Uhr hat es noch 23 Grad. Bei einem Glas Wein
genießen wir den Abend und erleben von unserem Platz aus einen
super Sonnenuntergang über dem Meer.
Blutrot geht die Sonne unter. Recht spät legen wir uns zum
Schlafen.
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Wir haben wieder gut
geschlafen und frühstücken außen am aussichtsreichen
Platz. Danach müssen wir den gastlichen Platz verlassen und
bezahlen für 3 Tage Euro 66,--.
Kurz vor Portoferraio halten wir noch an einem Supermarkt zum
Einkaufen. Dann kommen wir zum Fähranleger und nehmen die
Fähre um 10.30 Uhr nach Piambino. Damit sagen wir Elba
"Aufwiedersehen!" Wir wundern uns, die Fähre ist sehr voll!
weiter gehts mit dem Abstecher Pisa, Toskana...
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