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Schon vor der Römerzeit wurde der Ort "Kar" genannt = Stein. Auch
damals war wohl schon der Marmor bekannt. Bei der Anfahrt nach Carrara
sieht man bereits die weißen Hänge, wo der Marmor abgebaut
wurde und man könnte meinen, in den Bergen liegt Schnee.
Die Stadt Carrara hat ca. 70 000 Einwohner. Besonders interessant ist
der Dom, der auch vorwiegend aus Marmor gebaut wurde. Hier im
Carraragebirge wird der "schönste Stein der Welt" gebrochen, der
weiße Marmor von Carrara. Auf der ganzen Welt ist der
Carraramarmor berühmt. Auch viele Ölscheichs haben für
ihre Prunkpaläste diesen weißen Stein verbaut.
Das Geschäft floriert und die Marmorbrüche können auch
besichtigt werden. Wir fahren durch Carrara. Auch in der Stadt hat der
Baustoff Marmor reichlich Verwendung gefunden, sogar für Mauern
oder Straßenpflaster. Das Verarbeitungsgewerbe für Marmor
hat hier einen sehr hohen Standart und ist ebenfalls weltbekannt.
Wir wollen den "weißen Bergen" etwas näher kommen und
entschließen uns zu einer Wanderung. Dazu fahren wir nach Carrara
auf einem schmalen Sträßchen höher und in den kleinen
Ort Colonnata, einem Arbeiterdorf für den Marmorabbau. Gleich nach
Carrara wird die Landschaft grün und wir fahren durch Wald.
Man muß sehr aufpassen, denn es können plötzlich hinter
einer Kurve Laster mit großen Marmorblöcken entgegenkommen.
Für große Fahrzeuge ist die Straße nicht geeignet. Wir
finden einen Parkplatz auf der Piazza Meschi und stehen bald danach
stimmungsvoll auf dem Dorfplatz.
Nach einer kurzen Einkehr brechen wir zu einer Wanderung auf. Es gibt
einen Rundweg, der uns für den Spätnachmittag allerdings zu
lang erscheint. Wir gehen ihn deshalb von jeder Seite ein Stück
weit an und haben dabei immer wieder phantastische Ausblicke auf die
Marmorbrüche und später von oben auf den Ort Colonnata.
Die Fernsicht reicht bis zum Meer. Den Abend verbringen wir am
Dorfplatz. Wir sitzen lange auf einer Mauer und beobachten das Treiben.
Der kleine Ort ist belebt und es sind auch viele Touristen hier. Wir
schlafen in unserem Wohnmobil an unserem Parkplatz und haben eine
ruhige Nacht.
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| Wir haben uns den
Wecker bereits um 5.30 Uhr gestellt und fahren ohne Frühstück
gleich los, um dem Lasterverkehr beim Arbeitsbeginn zu entgehen. Auf
der schmalen Straße fahren wir wieder hinunter, durch Carrara und
nach Marina di Massa an die Küste. Hier holen wir mit Ausblicken
aufs Meer unser Frühstück nach. Danach suchen und finden wir
eine Entsorgungsstation an der Küstenstraße zwischen Marina
di Carrera und Marina di Massa. Nun machen wir in Marina di Massa einen
Strandspaziergang und trinken Cappucchino in einem Strandcafe. Das
Wetter ist windig, aber gut. Es ist Anfang Mai und noch wenig los. Wir
sind hier an der berühmten ital. Badeküste, der Riviera, mit
den wohlklingenden Orten, Marina di Carrara, Marina di Massa, Forte die
Marmi, Viareggo usw., die sich wie an einer Perlenschnur aufreihen.
Hier wartet man auf den Sommer und auf viele Badegäste.

In Viareggo machen wir unseren nächsten Halt und parken an einem
Pinienwäldchen. Der Ort hat ca. 60 000 Einwohner. Hübsche
Häuser, ein schöner Jachthafen und schöner goldgelber
Sandstrand fallen uns auf.
Ab hier befahren wir die A12/E80, lassen Pisa links und Livorno rechts
liegen. Bei Rosignano verlassen wir die Autobahn und bezahlen Euro 3,90
Maut. Weiter geht's auf der Schnellstraße bis zur Ausfahrt
Piambino. Schon bei der Anfahrt sehen wir viele Fabrikschlote. Piambino
ist eine Industriestadt. Wir fahren zum Anlegehafen der
Fährschiffe, um uns wegen der Überfahrt nach Elba zu
erkunden. Wir wollen morgen früh um 8 Uhr die Fähre nach Elba
nehmen. In der Nähe gäbe es einige schöne
Campingplätze. Aber wir suchen für unsere Übernachtung
den in unserem Buch erwähnten Stellplatz bei Populonia. Wir finden
ihn unterhalb des Ortes links an der Straße. Der Platz ist mit
Entsorgung und kostet für uns nichts, da die Saison noch nicht
begonnen hat. Trotzdem sind ca. 10 Wohnmobile ebenfalls hier.
Es ist erst Spätnachmittag und wir machen noch eine Wanderung zur
Burg Populonia. Nach ca. 1 Std. Aufstieg werden wir mit einer
prächtigen Rundsicht vom Turm der Burg belohnt (Eintritt Euro
2,--). Wir blicken auf den Golf von Baretti, die Insel Elba und auf die
schöne Toskanaküste mit ihren herrlichen Badebuchten.
Wir haben hier ein sehr schönes Stück Italien gefunden! Schon
in der Zeit der Etrusker gab es hier Siedlungen. Das
Ausgrabungsgelände kann man besichtigen.
Chronologisch gehts nun
weiter mit unserem Bericht von der Insel
Elba...
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