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Wir haben diese Plakete bereits bei unserem Wohnmobilvermieter
gekauft und an der Frontscheibe angebracht. Hier müssen wir auch unsere
Uhr um eine Stunde vorstellen (Mountain-Time) Später, wenn wir wieder
weiter im Westen sind, wird die Uhr wieder zurückgestellt (Pazific-Time).

In den Rocky Mountains liegen die meisten und schönsten
Nationalparks von Kanada. In Bezug auf Landschaftsschönheit, Wildreichtum
und Pflanzenvielfalt stehen sich die Nationalparks nicht nach. Hier
gibt es noch unberührte Wildnis, wo der Mensch nur die zweite Geige
spielt. Wildtiere und Pflanzen können sich entfalten. Es wird eine Kombination
von Naturschutz und Erholung der Besucher angestrebt.
Die vier Nationalparks wurden 1985 von der UNESCO
zum "Weltkulturerbe der Menschheit" erklärt.
Der Jasper Nationalpark und der Banff Nationalpark
liegen beide in Alberta. Sie sind die berühmteste und bekannteste Reiseregion
Kanadas. Es ist ein Traumland zwischen heißen Quellen und mächtigen
Gletschern, das wir nun betreten haben.
In Alberta begrüßt uns links der Straße ein Elch.
Ich steige kurz aus und mache Fotos. Er grast auf dem schmalen Wiesenstreifen
am Waldrand und läßt sich von uns nicht stören. Das Wetter wechselt
von bewölkt auf sonnig. Seit Prince George fahren wir nun ca. 400 km
und es kam nur der kleine Ort Mc Bride.

Wir kommen an die Abzweigung: rechts ist die Straße
93 auf den Icefields Parkway, links geht’s in die Stadt Jasper. Wir
bleiben in der Mitte und fahren weiter auf Straße 16. Es fällt auf:
Hier ist es nicht mehr so grün, alles scheint grauer und trockener.
Die Seen scheinen auch halb ausgetrrocknet. Wir sehen immer wieder ganze
Waldstrecken mit toten Bäumen. Es sieht aus, als ob das von Waldbränden
herrührt.
Dann merken wir, daß wir schon zu weit gefahren, aber
in der Nähe der Miette Hot Springs sind. Kurzentschlossen fahren wir
da hin, um in die warmen Fluten zu steigen. Wir fahren also rechts ab
und es geht sehr steil und kurvig immer höher durch den Wald. An einem
Aussichtspunkt auf 1300 m Höhe mache ich zwei Bilder. Danach laufen
2 Wapitihirsche über die Straße.
Kurz darauf, trauen wir unseren Augen nicht, eine
Bärin mit drei Jungen läuft von links nach rechts über unsere Straße.
Was für ein fantastischer Anblick! Ich mache vom Auto aus ein Bild,
vergesse aber in der Aufregung das Zoom einzusetzen. Die Bärenfamilie
ist deshalb auf meinem Bild nicht sehr groß abgebildet.

Am Parkplatz der Miette Hot Springs angekommen, erwarten
uns zwei Gams- oder andere Böcke. Das „warme Bad“ ist von 53,9 Grad
Quellentemperatur auf 39 Grad abgekühlt. Wir genießen das gut warme
Mineralbad sehr.
An vielen Orten Kanadas quillt heißes oder warmes
Wasser aus dem Boden. Allein in Britisch Columbia gibt es 85 „Hot Springs“.
Nach dem Bad legen wir in unseren Wohnmobilen am Parkplatz eine Kaffeepause
ein. Bei der Rückfahrt durch den Wald, haben wir erneut wieder ein aufregendes
Erlebnis.

Ein Bär auf der linken Straßenseite läuft zuerst links
die Straße entlang und kommt dann vor uns über die Straße. Er hat die
Vorfahrt! Auf der rechten Seite trottet er grasfressend an der Böschung
längs. Das fantastische Erlebnis muß ich festhalten. Ich steige kurz
aus und mache vorsichtig ein Bild.
Kurz danach links eine Herde Elche.
Ich mache Fotos von vier großen und einem halbwüchsigen Elch...

Nun sind wir wieder auf Straße 16 und fahren Richtung
Jasper. Rechts begleitet uns ein nicht enden wollender Güterzug. Wir
fahren rechts ab zum Campingplatz Snaring River auf 5 km schlechter
Straße. Die Stellplätze sind alle im Wald oder am River und im Wald.
Für unsere Übernachtung hier müssen wir Can. Dollar 13,-- in einer Tüte
in die Kassenbox werfen.
Das Wetter war heute ordentlich, mal Sonne, mal Wolken.
Die vielen Wildtiere waren ein ganz besonderes Highlight an diesem Tag.
Aber, noch nicht genug. Neben unserem Platz im Wald, Karin hat sie zuerst
entdeckt, haben Erdhörnchen ihr Vergnügen und ich auch. Es ist aufregend
schön, sie zu beobachten. Ich verliebe mich in diese witzigen, quirligen
Tiere.

Sie spielen Fangen an einem Baumstamm und verstecken
sich immer wieder in Löchern im Baumstamm. Sie veranstalten eine richtige
Vorführung. Ich mache mehrere Bilder und entdecke, daß meine Geduld
für Tierfotos fast grenzenlos ist.
Ja, Tierfotografin, das wäre für mich ein toller Beruf
gewesen! Klaus ermahnt mich immer wieder, nicht so viele Bilder zu machen,
da wir nicht zu viele Filme dabeihaben.
Nach dem Abendessen machen wir noch eine Spaziergang
in der näheren Umgebung und unterhalten uns auf einer Brücke gut mit
einem Berufsfotografen, der Bilder von den Bergen in der Abendsonne
macht. Danach am Stellplatz halte ich wieder Ausschau nach den „Columbianischen
Erdhörnchen“, einer Art Eichhörnchen, denen es hier im Wald anscheinend
besonders gut gefällt.

Es war wieder ein aufregender Tag wegen der Landschaft
und der vielen Wildtiere. Wir sitzen noch außen an Bänken und Tisch
in der Abendsonne und reden und planen. Dann sagen wir „good night!“.
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