die Nationalflagge von Kanada

Alberta's Nationalparks -
mit Wohnmobil durch Kanadas Westen
 

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Reiseberichte

Jasper und der Jasper Nationalpark in Alberta, Westkanada

Reisebericht Alberta, Urlaub mit dem Wohnmobil in Kanada's Westen

 
 08.06.04: Ankunft in Alberta und im Jasper Nationalpark
 

 Wir sind nun in Alberta, das die Erdöl- und Erdgasförderung zu einem wohlhabenden Gebiet gemacht hat. Gleichzeitig sind wir nun im Jasper Nationalpark angekommen und passieren eine Kontrollstelle. Für die Nationalparks wird Eintrittsgeld verlangt.


 

Wir haben diese Plakete bereits bei unserem Wohnmobilvermieter gekauft und an der Frontscheibe angebracht. Hier müssen wir auch  unsere Uhr um eine Stunde vorstellen (Mountain-Time) Später, wenn wir wieder weiter im Westen sind, wird die Uhr wieder zurückgestellt (Pazific-Time).

In den Rocky Mountains liegen die meisten und schönsten Nationalparks von Kanada. In Bezug auf Landschaftsschönheit, Wildreichtum und Pflanzenvielfalt stehen sich die Nationalparks nicht nach. Hier gibt es noch unberührte Wildnis, wo der Mensch nur die zweite Geige spielt. Wildtiere und Pflanzen können sich entfalten. Es wird eine Kombination von Naturschutz und Erholung der Besucher angestrebt.

Die vier Nationalparks wurden 1985 von der UNESCO zum "Weltkulturerbe der Menschheit" erklärt.

Der Jasper Nationalpark und der Banff Nationalpark liegen beide in Alberta. Sie sind die berühmteste und bekannteste Reiseregion Kanadas. Es ist ein Traumland zwischen heißen Quellen und mächtigen Gletschern, das wir nun betreten haben.

In Alberta begrüßt uns links der Straße ein Elch. Ich steige kurz aus und mache Fotos. Er grast auf dem schmalen Wiesenstreifen am Waldrand und läßt sich von uns nicht stören. Das Wetter wechselt von bewölkt auf sonnig. Seit Prince George fahren wir nun ca. 400 km und es kam nur der kleine Ort Mc Bride.

ein Elch im Jasper Nationalpark, Alberta, Westkanada

Wir kommen an die Abzweigung: rechts ist die Straße 93 auf den Icefields Parkway, links geht’s in die Stadt Jasper. Wir bleiben in der Mitte und fahren weiter auf Straße 16. Es fällt auf: Hier ist es nicht mehr so grün, alles scheint grauer und trockener. Die Seen scheinen auch halb ausgetrrocknet. Wir sehen immer wieder ganze Waldstrecken mit toten Bäumen. Es sieht aus, als ob das von Waldbränden herrührt.

Dann merken wir, daß wir schon zu weit gefahren, aber in der Nähe der Miette Hot Springs sind. Kurzentschlossen fahren wir da hin, um in die warmen Fluten zu steigen. Wir fahren also rechts ab und es geht sehr steil und kurvig immer höher durch den Wald. An einem Aussichtspunkt auf 1300 m Höhe mache ich zwei Bilder. Danach laufen 2 Wapitihirsche über die Straße.

Kurz darauf, trauen wir unseren Augen nicht, eine Bärin mit drei Jungen läuft von links nach rechts über unsere Straße. Was für ein fantastischer Anblick! Ich mache vom Auto aus ein Bild, vergesse aber in der Aufregung das Zoom einzusetzen. Die Bärenfamilie ist deshalb auf meinem Bild nicht sehr groß abgebildet.

Am Parkplatz der Miette Hot Springs angekommen, erwarten uns zwei Gams- oder andere Böcke. Das „warme Bad“ ist von 53,9 Grad Quellentemperatur auf 39 Grad abgekühlt. Wir genießen das gut warme Mineralbad sehr.

An vielen Orten Kanadas quillt heißes oder warmes Wasser aus dem Boden. Allein in Britisch Columbia gibt es 85 „Hot Springs“. Nach dem Bad legen wir in unseren Wohnmobilen am Parkplatz eine Kaffeepause ein. Bei der Rückfahrt durch den Wald, haben wir erneut wieder ein aufregendes Erlebnis.

Bären haben Vorfahrt in Kanada

Ein Bär auf der linken Straßenseite läuft zuerst links die Straße entlang und kommt dann vor uns über die Straße. Er hat die Vorfahrt! Auf der rechten Seite trottet er grasfressend an der Böschung längs. Das fantastische Erlebnis muß ich festhalten. Ich steige kurz aus und mache vorsichtig ein Bild.

Kurz danach links eine Herde Elche. Ich mache Fotos von vier großen und einem halbwüchsigen Elch...

Nun sind wir wieder auf Straße 16 und fahren Richtung Jasper. Rechts begleitet uns ein nicht enden wollender Güterzug. Wir fahren rechts ab zum Campingplatz Snaring River auf 5 km schlechter Straße. Die Stellplätze sind alle im Wald oder am River und im Wald. Für unsere Übernachtung hier müssen wir Can. Dollar 13,-- in einer Tüte in die Kassenbox werfen.

Das Wetter war heute ordentlich, mal Sonne, mal Wolken. Die vielen Wildtiere waren ein ganz besonderes Highlight an diesem Tag. Aber, noch nicht genug. Neben unserem Platz im Wald, Karin hat sie zuerst entdeckt, haben Erdhörnchen ihr Vergnügen und ich auch. Es ist aufregend schön, sie zu beobachten. Ich verliebe mich in diese witzigen, quirligen Tiere.

Sie spielen Fangen an einem Baumstamm und verstecken sich immer wieder in Löchern im Baumstamm. Sie veranstalten eine richtige Vorführung. Ich mache mehrere Bilder und entdecke, daß meine Geduld für Tierfotos fast grenzenlos ist.

Ja, Tierfotografin, das wäre für mich ein toller Beruf gewesen! Klaus ermahnt mich immer wieder, nicht so viele Bilder zu machen, da wir nicht zu viele Filme dabeihaben.

Nach dem Abendessen machen wir noch eine Spaziergang in der näheren Umgebung und unterhalten uns auf einer Brücke gut mit einem Berufsfotografen, der Bilder von den Bergen in der Abendsonne macht. Danach am Stellplatz halte ich wieder Ausschau nach den „Columbianischen Erdhörnchen“, einer Art Eichhörnchen, denen es hier im Wald anscheinend besonders gut gefällt.

Es war wieder ein aufregender Tag wegen der Landschaft und der vielen Wildtiere. Wir sitzen noch außen an Bänken und Tisch in der Abendsonne und reden und planen. Dann sagen wir „good night!“.

Bildband - Reise durch Kanada
Bildband -
Reise durch Kanada

 Wunderschöner Bildband über die Vielfältigkeiten Kanadas

 
 09.06.04: Eine Bootstour auf dem schönen Maligne See

 

 
  

Ich hab das erste Mal in Kanada schlecht geschlafen. Das Wetter ist gut. Zuerst geht’s wieder einige Kilometer auf der schlechten Straße zurück zur Straße 16. Für ein Bild halten wir kurz an einem Aussichtspunkt auf Berge und Jasper.

Dann geht’s links ab auf die Maligne Road. Zwischen Wald und Straße stehen zwei Wapitihirsche. Wir fahren zum Parkplatz am Maligne Canyon. Entlang des Canyon machen wir eine 1-stündige Wanderung.

Über einen 23 m hohen Fels stürzt der Maligne River in den Canyon. Ein 4 km langer Wanderweg folgt der engen Schlucht. Gegenüber auf einem Berghang sitzt ein prächtiger Bighornschafwidder, mit seinen gewundenen Hörnern.

Die Maligne Straße führt uns weiter durch Wald. Im Vordergrund blicken wir auf Schneeberge.

Immer wieder kommen schöne Rastplätze mit Tischen und Bänken neben der Straße. Oft gibt es dazu auch eine Toilette. Wir stoppen kurz am Medicine Lake und machen ein Foto. Man trifft hier auf ein geologisches Phänomen. Der See wird vom Maligne River gespeist. Im Herbst versickert das Wasser in porösen Kalksteinschichten in ein unterirdisches natürliches Drainagesystem.

Auch seit Mc Bride war die Gegend sehr einsam und entlang unseres Weges ohne irgendwelche Behausungen. Wir sind nun 48 km von Jasper entfernt und ca. 1600 m hoch. Wir biegen ein auf den Parkplatz am Malignesee.

Er liegt toll umrahmt von Bergen. Er ist der größte von Gletschern gespeiste See der Rockies. Das Wetter ist gut und wir befahren den attraktiven, blaugrünen und 22 km langen See per 90-minütiger Bootstour.

Wir bezahlen dafür pro Person Can. Dollar 35,--. Das Bootmacht eine Zwischenstopp beim meist fotografierten Panorama, der tannenbesetzten „Spirit Island“. Danach geht es wieder zurück auf dem türkisfarbigen See und in unser Blickfeld rücken wieder die leuchtenden Gletscherberge rund um den See.

Wir haben genau das richtige Wetter für diese schöne Bootstour. Im Souvenierladen am Ufer kaufe ich mir eine ärmellose Wendeweste, mein Andenken an den Maligne Lake. Am Ufer machen wir noch eine kleine Wanderung und sehen von einer Brücke aus laichende Forellen.

Spirit Island im Maligne Lake ist eines der meistfotografierten Motive in Kanada

Dann fahren wir die Maligne Road wieder zurück Richtung Jasper. Am Straßenrand im Gebüsch zeigt sich ein Moose, eine große Elchart. Das Geweih eines Bullen kann bis zu zwei Metern ausladend sein. Er steht kurz still für ein Foto aus dem Auto. Das macht Freude! Etwas später auf der Straße stehen vier Bighornschafwidder und starren uns an. Sie sind passive Verkehrsteilnehmer und haben spiralförmig gedrehte bis 87 cm lange Hörner.

Seit Tagen haben wir nur Natur, aber keine Häuser gesehen. Jetzt werden wir uns die Stadt Jasper ansehen. Sie hat 4200 Einwohner und ist ein Fremdenverkehrsort in herrlicher Bergwelt und der Hauptort im Jasper Nationalpark.

Sie liegt im weiten Tal des Athabasca River und ist nicht ganz so überlaufen wie ihre Nachbarstadt Banff. Jasper ist auch ein wichtiger Eisenbahnpunkt. Eine Seilbahn (Tramway) führt von Jasper auf die Whistler Berge mit herrlichem Panorama. In der Stadt kaufen wir ein paar Souveniers, schreiben an Achim ein Email und tanken unsere Wohnmobile voll.

Dann steuern wir an der Straße 93 A den Campingplatz Whistlers an. Hier ist es sehr voll. Wir bekommen nur noch Plätze ohne Strom und ohne Vollhub zu Can. Dollar 22,-- (sonst 36,--). Der Platz ist sehr weitläufig und alle Plätze sind im Wald, je 15 bis 20 m entfernt. Die Plätze bekommt man gleich am Eingang beim Bezahlen zugewiesen. Es soll hier 800 Plätze geben!!

Wir laufen einen langen Weg zum Duschen. Dabei sehen wir eine Elchkuh in einem Wäldchen am Campingplatz. Nach dem Abendessen schreiben wir eine Anzahl Postkarten an unsere Lieben nach Hause, dann ist es 22.30 Uhr und langsam Zeit für Bettruhe.

Kauderwelsch - Canadian Slang
Kauderwelsch -
Canadian Slang

  Canadian Slang bietet den Einstieg in das Alltagsenglisch Kanadas


 
 10.06.04: Aussichtsberg und die berühmte Hochgebirgsstraße Isefjelds Parkway
 

Wir haben sehr gut geschlafen und gefrühstückt und können weiter. Es ist etwas bewölkt. Heute wollen wir mit der Seilbahn auf den Whistler Mountain fahren um die Superaussicht über das Tal und Jasper zu genießen.

Von der Straße biegen wir rechts ab zum Parkplatz an der Seilbahn und zu Can. Dollar 21,-- pro Person fahren wir hinauf. Jasper liegt uns zu Füßen. Dann folgt zum Gipfel ein ca. 30-minütiger Aufstieg auf 2284 m. Leider ist das Wetter nicht ideal, sondern ziemlich diesig und es hat viele Wolken. Rundherum lauter Mountains, die ihre Gipfel verhüllen.

die Aussicht auf Jasper, Westakanda

Wir laufen über ein dickes Schneefeld und warten, daß die Wolken die Berge freigeben. Ein dickes Hoary Marmot flüchtet vor mir. Es ist eine besondere Art von Murmeltier.

Da entdecke ich noch mehrere der wuscheligen Marmot-Murmeltiere und es ist erfrischend sie zu beobachten und zu fotografieren. Auch nette kleine Streifenhörnchen huschen über die Steine.

ein Erdhörnchen wartet darauf fotografiert zu werden, Jasper  Nationalpark, Kanada

Das Wetter wird nicht mehr viel besser. Wir müssen uns mit dieser Aussicht auf Jasper, das Tal und die Berge zufrieden geben. Nach einem Kaffee an der Bergstation fahren wir wieder hinunter zur Talstation, wo Karin und Wolfgang auf uns warten.

Nun befahren wir die Straße 93, den Isefjelds Parkway, Kanadas berühmteste Hochgebirgsstraße. Es ist eine der schönsten Straßen der Welt. Sie führt von Jasper nach Lake Louise, teils im Jasper- und teils im Banff Nationalpark.

Die Straße ist für den Lastwagenverkehr gesperrt, ist 230 km lang und wurde 1940 fertiggestellt. In ununterbrochener Folge reihen sich Gletscher, Bergseen, Wasserfälle und 3000er Gipfel auf. Den Foto sollte man auch für Wildtiere immer bereithalten. Gleich rechts blickt uns eine Hirschkuh in die Augen.
 

 Wir fahren nun ein in den Banff Nationalpark
in Richtung Lake Louise

 

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