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Reisebericht Mexiko -

Die Kolonialstadt San Cristóbal des las Casas in Chiapas, Mexiko

(6.12. - 8.12.97)

Die Busstrecke durch das Bergland hinauf nach San Cristóbal zählt zu den schönsten in ganz Mexiko - haben wir uns sagen lassen. Am 6.12. hat es nämlich geregnet und die maximale Sicht betrug ca. 20 m. Na, eine Kriche aus dem 16. Jahrhundert in San Cristobal, Mexiko vielleicht das nächste Mal!

San Cristóbal ist jedoch für mexikanische Verhältnisse Hochtourismuszone.

 

Hier treffen sich Backpacker und ein paar Pauschaltouristen aus aller Welt, um zu Bummeln und durch die schöne Stadt zu schlendern.

 7.12. Man soll die Woche jedoch nicht vor dem nächsten Morgen verfluchen, wir hatten nämlich strahlenden Sonnenschein und kristallblauen Himmel für unsere Tagestour mit Mercedes Hernández Goméz.die Kirche von Chamula bei San Cristobal, Mexiko

Diese bietet seit vielen Jahren Insidertouren durch Indiodörfer in der Umgegend an und wer sich ihr anschließen möchte ist um 9.00 Uhr auf dem Zócalo - dem zentralen Platz von San Cristóbal de las Casas.

Ihr Erkennungszeichen ist ein großer Schirm...

Als wir so ca. 12 Interessierte waren charterte sie zwei Minibusse und auf ging's nach Chamula.

Wir werden im Haus einer ihr bekannten Familie auf die Geschehnisse in der nachfolgend zu besichtigenden Kirche vorbereitet, erfahren allerhand Wissenswertes über die 14 Heiligen, Privilege und Ansehen in den Dörfern, über Schamanen, Auren, Hühner, farbige Kerzen und und und...
 

Bestimmte Dorfälteste dürfen hier genauso wie das Kircheninnere nicht fotografiert werden. ein Haus in San Cristobal de las Casas, MexikoEs halten sich zäh Gerüchte, dass einmal zwei auf dem Markt in San Cristobal, Mexiko Gringos gelyncht wurden, weil sie in der Kirche Bilder machten. Allgemein ist die einheimische Bevölkerung schlecht auf Bilder zu sprechen.

Die meisten wenden sich ab oder verlangen Geld für Bilder...

Am besten setzt man sich an einen Ort mit gutem Überblick nieder und holt nur für kurze schnelle Momente den Foto aus dem Rucksack oder auf den Schoß.
 

 8.12. Heute ist ein Stadtspaziergang und Bummeln durch die Märkte angesagt.

Für uns beeindruckend sind die vielen vielen Kirchen, die es hier für die doch relativ wenigen Einwohner (ca. 70.000) gibt.

So sind es auch zwei Kirchen auf den Hügeln der Stadt von denen aus man den besten Überblick hat. San Cristóbal gibt nicht zu unrecht als eine der schönsten Städte in ganz Mexiko.

 

Auf dem einheimischen Markt haben wir uns mehrmals verlaufen. Stände, Stände, Stände mit allem was sich kaufen und tragen läßt.

Natürlich gibt's Gemüse, Obst, Gewürze, Geflügel (lebende Hühner im Dreierpack mit zusammengebundenender Markt in San Cristobal, Mexiko Beinen über dem Arm...), Fleisch, Essenstände (Hunderte!), Lebensmitteldosen, Schnittblumen, Korbwaren, T-Shirts, Ponchos, Keramik, Kerzen, Töpfe, Sonnenbrillen, Taschenrechnern bis hin zu hell blinkenden und lärmenden Lichtern für den Weihnachtsbaum und Möbeln...

Alles sehr sehr interessant.

 Und das Handeln macht auch Spaß!

 Nachteilig wirkt sich der Tourismus hier jedoch auch aus. In den zwei Tagen hier in San Cristóbal mussten wir jeder ca. 150 mal "no gracias" zu Bändchenverkäufern sagen.

Und wir wurden auch des öfteren von bettelnden Kinder ("uno Peso!") umringt.

Am 9.12. fuhren wir dann mit dem Morgenbus nach Comitán. Lange macht es dieser spezielle Bus bestimmt nicht mehr (schaukel, quietsch, qualm...).

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