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Das Wetter sieht ganz gut aus. Doch es soll lt. Wetterbericht bald schlechter
werden. Wir wollen heute ein Teilstück des Karnischer Höhenweges laufen.
Gestärkt durch Frühstück und in Wanderklamotten warten wir auf den Shuttlebus,
der uns nach Sexten und zur Talstation der Helmbahn bringt.
Wir bezahlen je Euro
7,10 für Hin- und Rückfahrt und fahren hinauf. An der Bergstation auf 2.041 m
befindet sich das Helm Bergrestaurant. Wir befinden uns nun auf dem Karnischer
Höhenweg, den wir uns mit einigen Wanderern teilen.
Während des 1. Weltkrieges verlief die Front zwischen Österreich und Italien
im Bereich der Karnischer Alpen. Aus dieser Zeit stammt ein Netz von
Versorgungswegen. Die alten Grundsteige bilden die Grundlage des Karnischer
Höhenweges, der von 1975 bis 1978 angelegt wurde und 130 km lang ist. Er kann in
10 bis 12 Tagen erwandert werden. Im Abstand von 5 bis 7 Stunden erreicht man
eine Hütte.

Nach ca. 25 Minuten Gehzeit seit Bergstation kommen wir auf breitem Weg zur
Hahnspielhütte auf 2.150 m und laufen den Höhenweg weiter. Rechts über dem Tal
blicken wir in die Dolomitenberge. Der Blick nach vorne läßt uns bald eine Hütte
erkennen, unser heutiges Ziel die Silianer Hütte auf 2.447 m. Immer wieder sind
die Blicke auch durch Wolken versperrt.
Es geht leicht steigend durch Wiesengelände. Vor der Hütte wird der Weg
steiler. Nach einer weiteren Stunde kommen wir auf der Silianer Hütte an. Vor
der Hütte zieht es mächtig. Wir machen ein Bild und verziehen uns nach innen.
Die Hütte ist ziemlich voll und wir genießen Radler und Suppe, bevor wir den
Rückweg antreten.
Dieses Mal nehmen wir den Weg, der uns über den Berg Helm, Monte Elmo mit
2.434 m führt. Es geht also zuerst wieder bergab um dann wieder bis 2.434 m
anzusteigen.

Auf dem Berg Helm erwartet uns eine Hütte und einige Ruinen, die evtl. von
Bunkern herrühren. Bei guter Aussicht sitzen wir eine Weile auf einem großen
Stein. Dann folgt ein steiler Abstieg auf unseren alten Weg, der uns dann bald
darauf wieder zur Hahnspielhütte bringt. Im einladenden Haus machen wir
nocheinmal Rast und lassen uns auf der Terrasse Cappucchino und Apfelstrudel
mit Sahne gut schmecken.

Um 15 Uhr bringt uns die Helmbahn wieder ins Tal und um 15. 30 fährt uns der
Bus zu unserem Campingplatz. Wir gehen duschen und sitzen später außen und
lesen. Das Wetter wird allerdings schlechter. Es hat immer mehr schwarze Wolken
und wird frischer. Später machen wir Abendessen und sitzen noch lange bei
Kreuzworträtsel bei einem Glas Wein. Draußen fängt es an zu regnen!
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