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Es geht nun höher. Viele Olivenbäume begleiten uns. Teilweise weiden Kühe zwischen
Olivenbäumen. Die Landschaft wird karger und steiniger.

Wir kommen in den Ort
Galtelli. Danach suchen wir das Gigantengrab „S Ena e Thomes“, das rechts der
Straße liegen müßte, finden es aber leider nicht!
Auf Straße 129 fahren wir durch grünes Hügelland, eine bergige Landschaft
führt uns hinauf in die Bergwelt des Gennargentumassivs. Am Straßenrand
begleiten uns karge Weinreben, Büsche und Schafweiden. Schon vor Nuoro haben
wir einen schönen Blick auf die Stadt, die ebenfalls auf einem Bergrücken liegt.
Sie ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und befindet sich fast genau
in der Mitte von Sardinien. Nuoro hat knapp 36.000 Einwohner und eine sehenswerte
Altstadt.
Die Sicht auf das Umland wollen wir von oben genießen und fahren deshalb
die gut beschilderte Straße zum Mt. Ortobene hoch.

Das felsige eindrucksvolle Granitmassiv ist ca. 955 m hoch und eine Ringstraße
führt um den Gipfel. Ober machen wir eine Wanderung, aber leider ist das Wetter
heute sehr diesig und deshalb die Sicht auf die Berge der Gennargentukette sowie
auf das nahe Sopramontemassiv bescheiden.
Unsere Weiterfahrt führt uns nach Oliena in der Naturlandschaft des Supramonte.
Im Ort gibt es einige Kirchen.
Die wichtigste Santa Maria Kirche steht am Hauptplatz.
Der nahe Sopramonte, ein Kalksteinmassiv, das
südöstlich von Oliena verläuft, ist äußerst
reizvoll und abwechslungsreich. Die steilen weißen Felswände
bilden einen schönen Kontrast zur sonst grünen Landschaft.
Dieser Gebirgszug ist ein vorzügliches Wandergebiet. Seltene
Greifvögel haben hier ihre Nistplätze.

Nach Oliena befahren wir die landschaftlich sehr schöne Straße Richtung Dorgali.
Das Hirten- und Bauernstädtchen liegt versteckt in den Bergen. Die Weinreben
um Oliena sehen sehr trocken aus. Lt. unserem Führer suchen wir nun einen
evtl. Übernachtungsplatz beim Kloster Monseratto. Wir finden es rechts der Straße
auf einem Hügel liegend. Wir fahren hinauf und finden leider das große Eisentor
verschlossen vor. Auch hier hat die Saison noch nicht begonnen! Es ist ein schöner
Platz hier oben. Wir machen ein Foto von Kirche und Nebengebäude und müssen
uns leider einen anderen Stellplatz suchen.

Wir fahren auf dieser Straße weiter, kommen an der Ruine des Kirchleins San
Giovanni vorbei.

und danach führt uns ein kleinen Abstecher zur Quelle
Sorgente su Cologne. Sie liegt im schönen Supramontemassiv von Dorgali.
Eine kleine Kirche steht neben der ergiebigen Quelle, der größten Süßwasserquelle
Sardiniens.

Sie kommt aus einer
Spalte im Kalksteinmassiv und ergießt sich in einen See umgeben von viel Grün,
Eukalyptusbäumen, Pappeln und Oleandern. Hier ist ein beliebtes Ausflugs-
und Wandergebiet. Auch Busse stehen neben Souvenierständen am Parkplatz. Wir
überlegen kurz, ob wir diese Nacht am Parkplatz bleiben sollen. Doch es ist
erst 16.45 Uhr und noch viel los hier.

Unsere Weiterfahrt bringt uns wieder zurück durch Oliena und auf einer gut
ausgebauten und aussichtsreichen Bergstraße nach Orgosolo. Der Ort in
den Bergen hat 4.900 Einwohner und liegt 23 km südlich von Nuoro an der Nordflanke
des Gennargentumassivs. Bekannt wurde Orgosolo als Zentrum des politischen Widerstandes.
Bis heute sind die zahlreichen ausdrucksvollen Murales, farbenprächtige politische
und soziale Fassadenmalereien, der Grund für den lebhaften Tourismus in Orgosolo
in den Sommermonaten.

Der Ort ist kein normales Dorf mehr! Die ersten Murales
tauchten 1969 auf, als Italien oberhalb von Orgosolo einen Truppenübungsplatz
errichten wollte.

Voller plakatgroßer Eindrücke geht die Fahrt weiter. Wir erreichen
den Ort. Mamolada. auf 725 m Höhe, sehen viele durch Brände verkohlte
Bäume und karge Weinreben und haben schönen Rückblick auf Orgosolo.
|
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Fakten über Sardinien
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Fläche
|
24.090 qkm |
|
Bevölkerung
|
ca. 1,6 Mio. Ew.
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Hauptstadt
|
Cagliari, (ca. 230.000 Ew) |
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Breite
|
145 km
|
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Länge
|
270 km
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Nach weiteren
11 km kommen wir in den Bergort Fonni mit 4.400 Einwohnern. Das Ort ist auf
1.000 m an einen Berg gebaut und ist das höchstgelegene Dorf Sardiniens. Für
Exkursionen in die Berge ist es ein guter Ausgangspunkt ebenso ein Wintersportort.
Auch Langlauf ist möglich. Seiner schönen Lage wegen ist es ein beliebter Urlaubsort.
Es gibt einen schönen alten Ortskern. Dort befindet sich auch die Pfarrkirche
San Giovanni.

Das Wetter hat ich verschlechtert, es fängt an zu nieseln. Da es schon fast
19 Uhr ist, wollen wir uns nach einem Übernachtungsplatz umschauen. In der Nähe
liegt der See Lago di Gusana. Wir fahren in Serpentinen hinunter. Der See liegt
einsam und von Bergen umrahmt. Wir finden einen Platz gleich links nach der
Brücke an einem Parkplatz nahe der Straße. Wir bereiten unser Abendessen und
machen noch einen Abendspaziergang um die nähere Umgebung zu erkunden. Bei Einbruch
der Dunkelheit verziehen wir uns in unser Wohnmobil, trinken noch einen Sardischen
Wein und legen uns in die Kissen. Morgen wollen wir zu einer Bergtour aufbrechen
und hoffen sehr auf besseres Wetter!

14.04.05: Etwas Verkehr an der Straße weckt uns. Wir haben sehr gut geschlafen
an diesem ruhigen, einsamen See. Im Hochsommer wird man es sich auch hier anders
vorstellen müssen. Ich mache einen Morgenspaziergang und Klaus bereitet Frühstück.
Das Wetter scheint nicht schlecht zu sein, ab und zu läßt sich die Sonne blicken.
Um 8.45 Uhr starten wir Richtung Foni.
Unser Plan zu Hause war, den höchsten
Berg, den Punta La Marmora mit 1.834 m zu besteigen, um das großartige Panorama
zu genießen. Man erreicht ihn auf einer Wanderung über den zweithöchsten
Berg, den Brunco Spina mit 1.829 m. Doch man hat uns erzählt, daß in den Bergen noch Schnee liegt. Wir nehmen uns deshalb vor, den Brunco Spina anzupeilen.

Wir fahren die Straße von Foni nach Desolu, eine Hochstraße mit herrlichen
Ausblicken in die Berge. Die Straße führt an der Westflanke entlang den Berg
hinauf. Die Berglandschaft sieht jetzt im April noch wenig grün aus. Wir können
wegen Schnee nicht bis zum Ausgangspunkt unserer Wanderung fahren.

Wir stellen
das WOMO ab, bewaffnen uns mit Bergstiefeln und Wanderstöcken und ziehen los.
Nach einer knappen halben Stunde sind wir dann an der Hütte und Seilbahnstation
unterhalb des Gipfels des Bruncu Spina. Die Seilbahnstation ist natürlich nicht
in Betrieb.

Lt. unserer Beschreibung zieht sich der Wanderweg auf den Gipfel unterhalb
der Seilbahntrasse hinauf. Der Aufstieg klappt gut, teils über Schnee, teils
auf schneefreien Strecken haben wir den Gipfel immer im Blick. Nach weiteren
30 Minuten sind die knapp 270 Höhenmeter geschafft und wir genießen von oben
den Rundblick in die schöne, noch mit Schnee bedeckte Berglandschaft. Schon
in wenigen Wochen wird es von hier oben anders aussehen, wenn der Schnee verschwunden
ist und die Vegetation gedeiht. Auch eine Antennenanlage befindet sich hier
oben. Es weht ein frischer Wind. Wir halten uns deshalb nicht lange auf und
steigen auf dem selben Weg wieder ab.

Im Wohnmobil angekommen machen wir eine gemütliche Kaffeepause. Die Besteigung
des Brunco Spina haben wir also gut hinter uns gebracht. Auf einen weiteren
hohen Berg werden wir aber verzichten müssen. Die schöne Bergstraße führt uns
wieder aussichtsreich zurück und noch einmal durch Foni. Auf guter Straße sind
wir fast alleine unterwegs in den Bergen über 1.000 m. Wir sehen eine Gruppe
Pferde, es können Wildpferde sein, die auf bergigen Wiesen grasen und immer
wieder Ziegen. Unser Ziel ist nun die Stadt Lanusei und wieder der Strand an
der Ostküste.

Wir passieren auf der Straße 389 die Pässe Caravai und Correboi und fahren
erhöht an einem Hang entlang. Unten im Tal wird eine breite Straße gebaut mit
viel Erdbewegung. Am Straßenrand weiden Schafe und wenige Kühe.

Wir kommen durch eine herrliche Berglandschaft nach Villnova mit hübscher
Kirche. Viele Kühe und Schweine sind auf der Weide. Durch einen schönen grünen
Wald fahren wir hinunter zum Flumendosa-See, den wir links liegen lassen. In
Lanusei müssen wir dringend tanken, das Liter Diesel zu Euro 1,17!
weiter gehts mit entlang
der Küste im Osten von Tortoli bis Villaputzo / Muravera...
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