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Es ist noch alles ruhig. Gegen den Wind ist
schlecht vorwärts zu kommen, verschiedene Schilder sind umgeworfen und das Meer
macht kleine Wellen. Nach dem Frühstück, der Wind hat sich inzwischen etwas
gelegt, laufen wir beide nochmals die Küste ab und verabschieden uns dann von
unseren Nachbarn. Evtl. sehen wir uns noch einmal auf einem Campingplatz in
der Nähe von Olbia.
.
Die Hafenstadt Olbia hat 40.000 Einwohner und ist neben Cagliari das Zentrum
des Schiffs- und Flugverkehrs sowie der wichtigste Passagierhafen der Insel.
Für die Mehrzahl der Sardinienreisenden bringt die Hafenstadt am Ende einer
tiefen Bucht die erste Begegnung mit Sardinien.
Heute wollen wir uns die Stadt Olbia anschauen. Bei der Ankunft sind
wir ja gleich nach Süden weitergefahren. Wir fahren auf Straße 125 und sind
bald in der Stadt. Wir finden sogar einen Kurzparkplatz in der Nähe der
Kirche San Simplicio. Sie wurde im 11. Jahrhundert von pisanischen Meistern
aus dem lokalen Granit errichtet und ist das bedeutendste Denkmal der Stadt.
Leider können wir nicht hineingehen. Es ist Sonntagvormittag und gerade Gottesdienst.
Wir machen ein Foto von außen und fahren weiter um einen neuen Parkplatz zu
suchen.

Wir finden ihn an der breiten Uferstraße Via Emanuele. Ganz in der Nähe befindet
sich ein Kriegerdenkmal mit einem großen Anker und ist halbkreisförmig von Wasser
umgeben. Das Monument wird auf einem Foto festgehalten.

Wir laufen die granitgepflasterte
Straße Corso Umberto mit ihren vielen Geschäften und Lokalen entlang in die
Stadtmitte. In einem Cafehaus an der Piazza Margherita suchen wir einen
Terrassenplatz aus. Bei Cappucchino können wir das Geschehen beobachten.
Am
schönen großen Platz unter schattigen Bäumen ist Treffpunkt für Jung und Alt.
Vor allem viele Herren stehen oder sitzen in Gruppen zusammen. Es herrscht starker
und lauter Verkehr in den engen Straßen und auch im Cafehaus ist viel los. Die
jungen Leute sind hier in der Überzahl.

Wir laufen einen anderen Weg zurück zum Parkplatz und kommen über die Piazza
Matteotti mit schönem Brunnen. Somit verabschieden wir uns von Olbia bis wir
dann in 3 Tagen unsere Heimreise antreten. Etwas nördlich von Olbia suchen wir
nun die Nuraghe Cabu Abbas o riu Mulini und fahren kreuz und quer einem Schild
nach. Wir glauben am Parkplatz zu sein und gehen weiter zu Fuß mit einem Schirm
im kleinen Rucksack.
Der Weg zieht sich hin und schraubt sich entlang eines Berges hoch. Nach
einer Weile kommen wir an einen Parkplatz zu dem man auch hätte hinfahren können.
Hier befindet sich auch eine Quelle zum Wasser holen. Jetzt erst beginnt der
eigentliche Fußweg. Ein guter Pfad führt immer höher. Endlich sind wir oben.
Die Nuraghe thront auf dem Hügel und ist die Ruine einer Nuraghenfestung.
Ein
weitläufiger breiter Mauerring ist außenherum sichtbar. Von oben hat man eine
Rundumsicht auf Olbia und die nahe Küstenlandschaft. Leider ist heute die Sicht
nur sehr mäßig. Nun folgt der Abstieg und bis wir zum Wohnmobil kommen, haben
wir eine Wanderung hinter uns.

In den letzten zwei Tagen vor unserer Heimreise suchen wir uns noch Ziele
in der Nähe von Olbia aus. Unsere eigentliche Rundfahrt ist fast zu Ende.
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Fakten
über Sardinien
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Fläche
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24.090
qkm |
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Bevölkerung
|
ca. 1,6 Mio. Ew.
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Hauptstadt
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Cagliari, (ca. 230.000 Ew) |
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Breite
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145 km
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Länge
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270 km
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Wir
fahren nun nördlich Olbia rechts hinaus ans Meer nach Golfo Aranci. Es geht
durch mediterrane Macchialandschaft und an einen Aussichtspunkt über die
weite Bucht. Wir können den schönen Blick nur erahnen, es hat zu viele Wolken.
Hier machen wir aber unsere Kaffeepause bevor wir zum Ort hinunterfahren. In
Golfo Aranci befindet sich ein wichtiger Fährhafen Sardiniens. Hier kommen die
Schiffe aus Civitavecchia vom Festland an. Wir suchen uns einen Parkplatz und
laufen den Strand entlang bis zum Fähranleger. Im Fährbüro bekomme ich auf eine
höfliche Frage eine unfreundliche Antwort von einem älteren Herrn. Überhaupt
ist der Ort sehr nüchtern. Er hat von oben vom Aussichtspunkt viel besser ausgesehen.

Wir halten uns deshalb nicht lange auf und fahren zurück mit Stopp bei einer
guten Aussicht auf den Golfo di Marinella. Wir halten im Ort an oleandergesäumter
Straße und laufen zum herrlich angelegten Jachthafen und der weißen Kirche.
Danach fahren wir hinaus zum noblen Badeort Porto Rotonto, der auf einer Landzunge
liegt und sich um einen großen Jachthafen gruppiert. Hier sind die
Privatjachten des italienischen Jet-Sets zu bewundern. Die schönen Hotels und
Lokale sowie Shoppinggelegenheiten lassen auf gut zahlende Gäste schließen.
Wir finden einen kleinen Supermarkt und machen Einkäufe. Dann fahren wir zum
äußersten Punkt dieser kleinen Halbinsel nach Punta della Volpe. Hier hat es
ebenfalls sehr schöne Strände rechts und links des schmalen Landstreifens. In
dieser Gegend fallen die vielen blühenden Tamarisken auf.

Da wir auch auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz sind, entscheiden
wir uns spontan und bleiben hier auf dem Parkplatz an der schmalsten Landstelle.
Wir können immer auswählen, auf welcher Seite wir den Strand genießen wollen.
Wir machen im Wohnmobil Kaffee- und Versperpause bevor wir zu einer kleinen
Wanderung aufbrechen und die Umgebung erkunden. Schöne Strände wechseln mit
noblen Villen mit gepflegten Vorgärten zum Teil mit Toren, Mauern oder hohen
Hecken eingezäunt. Es ist windig und kein Badewetter, deshalb ruhig und einsam
hier außen. Wir genießen den schönen Abend. An unserem Parkplatz brennen sogar
in der Nacht die Laternen, obwohl außer uns keiner da ist!

25.04.05: Wir haben am einsamen, ruhigen Übernachtungsplatz Punta Volpe zwischen
Tamarisken super geschlafen und fahren nach dem Frühstück weiter bei angenehm
warmem Wetter. An einem Parkplatz mit schöner Aussicht auf Marinella stellen
wir das Auto ab.

Ein Seitenweg reizt uns zu einem Morgenspaziergang. Wir laufen
den Hang hoch, um uns herum blüht und duftet die Macchia und die Aussicht wird
immer besser. Doch nach ca. 20 Minuten hört unser Weg abrupt auf und zwingt
uns zum Umkehren. Das Labyrinth von Macchia wäre allerdings höchst romantisch.

Die letzten zwei Nächte vor unserer Heimreise wollen wir auf einem Campingplatz
verbringen und schauen uns deshalb Camping Cugnana in Rotonto an. Die Saison
beginnt hier erst in Tagen. Man ist beim großen Aufräumen, bietet uns aber an,
bleiben zu können. Doch, es gefällt uns nicht, wir werden etwas anderes suchen.
In einer nahen Gärtnerei sehen wir uns nach einem Souvenier um. Ich hätte an
einen kleinen Olivenbaum gedacht. Doch leider gibt es nur recht große, die wir
nicht transportieren können. Ich entscheide mich dann für mehrere kleine Kakteen.

Laut unserem Verzeichnis gibt es einen Campingplatz Tavolara südlich Olbia.
weiter gehts mit
der Küstenstrasse zum Capo Coda Cavallo...
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