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07.10.2008: Wir verfehlen die Auffahrt zur neuen Rügenbrücke und befahren deshalb den
alten Rügendamm auf der Bundesstraße 96.
Damit sind wir auf der Insel Rügen angekommen.
Auf Rügen besuchen wir zuerst Altefähr, das gegenüber Stralsund liegt, und fahren hinunter bis zum
Hafen.Wir schauen uns die Dorfkirche aus dem 15. Jahrhundert an.
Danach genießen wir bei einem Spaziergang am Hafen und entlang der Strandpromenade einen sehr schönen
Blick über den Strelasund auf die Stadtsilhouette von Stralsund. Wir schlendern bis zum
Sund-Campingplatz und nehmen den Rückweg über den Park zu unserem Auto.
Nachdem die Straße nach Poseritz zur Zeit gesperrt ist, fahren wir Umleitung über Rambin und Samtens
nach Garz, der ältesten und kleinsten Stadt Rügens (ca. 1.800 Einwohner). Wir besuchen das Heimat- bzw.
das Ernst-Moritz-Arndt-Museum.
Die Weiterfahrt nach Putbus führt uns auf die Deutsche Alleenstraße. Die Landstraßen von Südrügen sind
malerische Kastanien- oder Lindenalleen. Doch oft wird durch aufgemalte Totenkreuze auf den Baumstämmen
oder durch Leitplanken vor der Gefährlichkeit von Verkehrsunfällen gewarnt.
Wir kommen nach Putbus, der "Weißen Stadt" mit ca. 5.000 Einwohnern.
Das einstige Residenzstädtchen wurde 1810 von Fürst Wilhelm Malte gegründet und im klassizistischen
Stil ausgebaut. Mit einem ungewöhnlichen sternförmigen Grundriß und lauter weißen Häusern hebt sich Putbus von anderen Orten auf Rügen ab. Wir finden den runden sog. "Circus" mit acht eichengesäumten
Kieswegen, die sternförmig auf einen Oblisken zulaufen. Rundum stehen sog. Kavaliershäuser, die ca.
1830 errichtet wurden, natürlich mit weißen Fassaden.
Gegenüber des Circus laufen wir in den Schloßpark und staunen über die alten Baumriesen. Wir kommen zu
einem marmornen Wilhlem-Malte I.-Denkmal.
Doch ein Schloß im Schloßpark suchen wir vergebens. Es wurde im Zweiten Weltkrieg so stark zerstört und
ist weiter verfallen, so daß es im Jahre 1962 abgerissen werden mußte. Von ihm ist nur noch die Pergola
übriggeblieben mit Blick auf den See. Wir kommen zum lang gestreckten Marstall und zum Schwanenteich.
Bei unserem Rundgang durch den großen Park von Putbus begegnen wir immer wieder botanischen Raritäten, wie
asiatische Gingko-, kalifornische Mammutbäume oder libanesische Zedern. Die ältesten Teile des Parks
stammen von 1730. Kurz bevor wir den Park verlassen erreichen wir am nördlichen Parkrand die Orangerie.
Das Anfang des 19. Jahrhunderts errichtete und renovierte Gebäude bildet heute einen stilvollen Rahmen
für die Präsentation zeitgenössischer Kunst. Ebenso stilvoll sind die Hotels in Putbus.
Gleich gegenüber der Straße treffen wir auf den schönen Bau das Putbuser Theater, dem einzigen Theater
Rügens. Daneben liegt der Marktplatz mit Markttradition seit 1819 und einem Kriegerdenkmal.
Wir durchlaufen die lange August-Bebel-Straße in Putbus mit lauter Handwerkerhäusern, die alle in den Jahren um
1830 erbaut wurden und kommen zu unserem Wohnmobil, das wir am "Circus" geparkt haben.
Beim Bahnhof treffen wir auf den "Rasenden Roland", einem Oldtimer auf Schienen. Bereits seit 1895 ist
die Schmalspurbahn auf der Insel Rügen unterwegs. Schon früher fuhr er für Badegäste, welche die
Seebäder Binz, Sellin und Göhren besuchen wollten. Heute rollt der Zug auf der gleichen Strecke für die
Inselgäste eher zum Vergnügen.
Die Besucher können die Landschaft Rügens mit Kleinbahnromantik genießen.
Nun suchen wir in Putbus einen Übernachtungsplatz und finden ihn abseits bei einem Einkaufsmarkt. Wir
stillen Hunger und Durst und schlafen dann am ruhigen Platz.
weiter am nächsten Tag mit: Seebad Göhren, Baabe und
Sellin
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