
Reisebericht La Réunion -
Wandern im Naturparadies des Indischen Ozeans
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 Reiseberichte
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St. Denis und der Norden... |
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Der Cirque de Salazie auf La Réunion
eine Symphonie in grün und blau ...
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an der Einfahrt in den Cirque de Salazie
Zwischen St. André und Bras Panon findet die Bergstraße
D.48 eine Weg durch die unwägbaren Berge abseits der Küstenstraße N.2.
Ziemlich bald ist man in das Riviére du Mat eingetaucht.
Das breite
ausgewaschene und fast wasserleere Flussbett wird zusehends enger, die
Berge ringsum immer höher.
Es lohnt sich langsam zu fahren. Fast an jedem Berg
stürzt ein weißer Faden von schwindelnden Höhen herab.
Wer Nachmittags
in den Cirque fährt befindet sich meist zusätzlich im Nebel und
tiefhängenden Wolken. Dies und die unbändigbare grüne Vegetation
schaffen eine eigene Atmosphäre.
Durch die Öffnung nach Osten, der Wetterseite von
Réunion, gehört der Cirque de Salazie durch die feuchten Passatwinde zu
den regenreichsten und grünsten Regionen der Insel.
Der vergleichsweise gute Zugang und diese Fruchtbarkeit
zum Anbau von Obst und Gemüse waren die Hauptgründe, dass der Talkessel
um 1830 als erstes besiedelt wurde. Dennoch wohnen auch heute insgesamt
nur gut 6.000 Einwohner im ganzen Cirque de Salazie.

Nach gut 12 Kilometer öffnet sich der Cirque
vergleichsweise plötzlich. Man wird wie selbstverständlich in den
verschlafenen Ort Salazie geleitet.
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der Ort Salazie auf La Réunion
Der Ort liegt auf 470m Höhe und hat außer der massiven
Ortskirche nicht viel zu bieten. Vielleicht war es auch die touristische
Ruhe, die es uns trotzdem nicht bereuen ließen, im Hotel le Bananier (ca.
40 € pro DZ, zu empfehlen) zu
nächtigen.
Fast wie überall auf der Insel war es auch ein kleines
Wunder, als wir am nächsten Morgen aufstanden und aus dem Fenster wieder
strahlend blauen Himmel vernahmen.
(Man vergleiche das Bild der Kirche mit
dem großräumigen Bild des Cirque de Salazie beim
Vorwort Reisebericht La
Réunion).
Ca. 2 Kilometer nach dem Ort findet sich vielleicht die
bemerkenswerteste Sehenswürdigkeit des Cirque de Salazie, die
Brautschleierfälle.
Links der Straße ist eine kleine Parkbucht, die man in
jedem Fall nutzen sollte.
Man hat zwar auch von der Straße nach Grand
Ilet einen Blick auf die Fälle, doch ist man hier am Nähesten dran.
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Die Brautschleierfälle (Voile de la Marinée)
Es ist praktisch nicht möglich alle Kaskaden der Fälle
auf ein Bild zu bekommen.

Es handelt sich praktisch um einen Berghang, der
ein einziger Wasserfall darstellt, nur unterbrochen durch die üppige
Pflanzenwelt.
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Kurz nach den Wasserfällen trifft man auf eine
Straßenteilung.
Geradeaus geht es weiter ins touristisch interessantere Hellbourg, rechts geht's um den 1.352m
hohen Piton d'Enchaing herum nach Grand Ilet.
Nach gut 10 Kilometern durch schöne Landschaft gelangt man - auf der ständig
ansteigenden Landstraße D.48 weiterfahrend - zuerst in den kleinen Ort
Mare à Poule d'Eau.
Hier ist vor allem die kleine idyllische Dorfkirche
sehenswert. Nach einigen Serpentinen erreicht man schließlich den früheren
Thermalkurort Hellbourg.
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Kurz vor dem Ort befindet sich rechts der große Parkplatz des Point de
Jour, den man in
jedem Fall ansteuern sollte. Vorne am Geländer hat man eine tolle Sicht
"von der Seite" in den Cirque de Salazie. Eine Tafel informiert
über die Berge und Weiler, die man vor sich sieht.
Hellbourg
auf Reunion
Das Ortsschild weißt nicht ganz unauffällig darauf
hin, dass der Ort zu dem der sehenswertesten Dörfern Frankreichs gezählt
wird.
Vielleicht etwas übertrieben, doch wurde im Zuge der Entdeckung der
Thermalquellen Mitte des 19. Jahrhunderts viele sehenswerte kreolische
Villen erbaut.
Die Thermalquellen bescherten dem Ort nicht unwesentlichen Reichtum.
Anfangs zog es einen Gouverneur in die sommerliche Frische im Cirque de
Salazie. Ihm folgten bald weitere wohlhabende Bürger.
Das Maison Folio ist eine Villa aus dieser Zeit,
die man auch von innen besichtigen kann. Außer Mittwochs und in der
Mittagszeit kann man sich dort u.a. die kleinen Pavillons ansehen, von
denen aus man damals das Treiben auf der Straße beobachtete...
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Ein Rundgang bietet sich an. Läuft man von der
Hauptstasse am Ende
des Ortes rechts Richtung Friedhof, sieht man in den schachbrettartigen
Nebenstraßen noch viele der alten kreolischen Villen. Das Maison Folio
befindet sich hier gegenüber der Kirche.
Hellbourg ist auch der Startpunkt einiger Wanderungen.
Die erste Straße im Ort, die links ab zum Maison Forestière führt,
endet am Aufstieg des Pfades zur Gite de Bélouve, die gut 500 Höhenmeter
weiter oben am Rande des Märchenwaldes liegt. Wer hier nicht hochsteigen
möchte, dem sei auf jeden Fall die Wanderung
zum Trou de Fer auf La Reunion von der Plaine aus ans Herz gelegt.
Am Ortsende von Hellbourg Richtung Ilet a Vidot beginnen
zwei weitere Routen. Zum einen der GR1, der über Grad Sable weiter
Richtung Cirque de Mafate vorstößt und eine GR1 variante, die am Cap
Anglais auf den GR1 zur Caverne Dufour, der Übernachtungshütte für den
Aufstieg zum Piton de Neige, führt.
Fährt man zurück Richtung Salazie kommt man kurz vor
dem Ort wieder an der Abzweigung vorbei, die links Mare Citrons, Mare à
Vieille Place und schließlich nach Grad Ilet und Le Bélier führt.
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Eine schöne Wanderung in einem entlegeneren Teil des
Cirque de Salazie ist die Wanderung zur Grand Sable. Wobei es eigentlich
kein richtiges Ziel wie einen speziellen Wasserfall gibt. Man kann die
Wanderung so beliebig variieren...
Länge: 3 Stunden (plus 2 Stunden bzw. beliebig)
Art: Hin- und Rückweg
Schwierigkeit: 2/5 (leichte Höhenänderungen)
Gefährlichkeit: 2/5 (einfache Wanderung, die nur
Trittsicherheit erfordert)
Einstieg: bei Le Bélier (Richtung Cirque de
Mafate)
Anfahrt: Kurz
nach Salazie teilt sich die D48. Links geht es nach Hellbourg und weiter
nach Ilet á Vidot und rechts geht es über Mare á Vieile Place nach
Grand Ilet und schließlich nach Le Bélier. Um von Salazie nach Le
Bélier zu kommen benötigt man ca. 30 Minuten.
Der Übergang von Grand
Ilet und Le Bélier etwas fließend. Fährt man die steigende Straße nach
Grad Ilet weiter, erreicht man am höchsten Punkt einen schönen
Aussichtspunkt, der zu einer kurzen Rast einlädt. Erst unten kommt Le
Bélier, rechts sieht man den Übergang zum Cirque de Mafate und im
Hintergrund den 2.996 m hohen Gros Morne, der den Blick auf den Piton de
Neige verdeckt.
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Folgt man der Straße abwärts, folgt ihr am tiefsten
Punkt links und gleich wieder rechts, sieht man schon ein Schild, das den
Wanderweg zur Grand Sable ausweißt. Ein paar hundert Meter weiter steht
ein weiteres Schild, das den Einstieg zur Wanderung markiert. Hier kann
man auch das Auto stehen lassen.
zu beachten: morgens losgehen, da normalerweise ab
11 Uhr Bewölkung aufzieht!
die Wanderung: am Anfang muss man etwas darauf
achten, den rechten Einstieg zu erwischen. Der Feldweg, der von der
Straße aus angeschrieben ist, teilt sich sogleich. Hier den linken Weg
nehmen und auf die bald erscheinende gelb-rote Markierung achten, mit der
der Weg dann bald halb links durch das Gras den Hang hinunter läuft.
Obwohl der Weg nur wenig an Höhe verliert, verläuft er
durch verschiedene Vegetationsstufen. Kaum kommt man einem kleinen Rinnsal
entgegen findet man tiefgrüne und dichte Pflanzen. Der Ebene entlang
findet man eher Gras und Gebüsch sowie vielerorts riesige
Agavenblütenstände. Nach etwa einer Stunde fällt der immer gut
markierte Weg dann steiler ab, um kurz aufeinanderfolgend zwei kleine
Schluchten zu queren.
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Wer insgesamt etwa 2½ Stunden
wandern möchte, kann einen der vielen sonnigen Plätze hier nutzen, um
ein kleines Picknick am Wasser zu machen und sich dann auf den Rückweg
begeben.
Nach den beiden Bachquerungen geht
es kurz bergauf und man erreich relativ bald eine Ebene, die von
nadelwaldähnlichen Bäumen wie eine einseitige Allee gesäumt wird. Hier
befindet man sich dann auf der Ebene Grand Sable.
In der Mitte dieses übersichtlichen
und lange gerade verlaufenden Teilabschnitts biegt rechts ein
ausgeschilderter Weg Richtung Trou Blanc ab, der sich den Waldhang langsam
hinaufschlängelt und schließlich (nach weiteren ca. 1½
Stunden Gehzeit) nach Hellbourg führt.
Der weiter geradeaus verlaufende Weg
(GR 1) führt ebenfalls nach etwa 1½
Stunden nach Hellbourg und trifft auf halber Strecke den dann von rechts
kommenden Weg. Somit bietet es sich an dieser Wegkreuzung an der Grand Sable für
Lauffreudige Naturen an, nach Belieben rechts oder gerade aus zu wandern,
um dann über den anderen Weg eine ebenfalls ca. 1½-2
Stunden dauernde Rundwanderung anzuschließen.
Obwohl die Wege gut
markiert sind, sollte man für diese Zusatz-Wanderung ggf. im Besitz der
IGN-Karte IGN-Karte
Saint-Denis - 1re édition 1992 -. Carte n° 4402 RT
ist.
Zurück nach Le Bélier kommt man
von der besagten Wegabzweigung dann über den ursprünglichen Weg vorbei
an den beiden Bachquerungen. Eine weitere Alternative ist natürlich auch, den Weg nur in eine
Richtung zu gehen und in insgesamt 3-4 Stunden von Le Le Bélier nach
Hellbourg zu wandern und mit dem Bus oder Taxi wieder zurückzugelangen...
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Grand Ilet und Le Bélier
Erst seit 30 oder 40 Jahren ist die Gegend um
Grand Ilet im Cirque de Salazie durch eine Straße zugänglich.
Die gut 15 Kilometer sind es wert gefahren zu werden. Kleine
Weiler und verschiedene Landschaften rund um den zentralen Berg
im Salazie, den Piton d'Enchaing. 
Von Le Bélier (1.260m) aus führt eine schmale
unbequeme Forststrasse den Berghang hoch. Sie führt über
das 1.552m hohe Plateau Mahot ca. 5 Kilometer den Grat zwischen
den beiden Talkesseln
Salazie und Mafate entlang.
Wer in den Mafate wandern möchte, findet hier
am Petit Col einen bewachten Parkplatz, an dem man sein Auto
stehen lassen kann, um für eine mehrtägige Tour aufzubrechen.
Die
Strasse selbst endet am 1940 m hohen Col de Boef. Hier führt
auch der Wanderweg hinab in den Cirque de Mafate in das Weiler
La Nouvelle. (siehe Beschreibung des Cirque
de Mafate auf La Reunion)
Die bestehenden Pläne, diese Straße bis nach
La Nouvelle auszubauen, sind derzeit nicht mehr aktuell.
Viele
sind inzwischen der Ansicht, dass die Insel durch den Bau dieser
Straße und das Zugänglich machen des Cirque de Mafate mehr verliert
als gewinnt...
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St. Benoit und der Osten
von Reunion...
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Alle Informationen über Urlaub und Reise auf der Insel La Réunion im Indischen Ozean sowie Routen und Tipps wurden
von uns sorgfältig geprüft. Trotzdem kann es sein, dass Angaben zu Touren, Wegstrecken,
Verlauf, Länge oder Sehenswürdigkeiten auf der Insel La Réunion im Indischen
Ozean nicht mehr auf dem neuesten Stand sind.
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