
Reisebericht La Réunion -
Wandern im Naturparadies des Indischen Ozeans
|
|
|
|
La Réunion - Startseite:
|
|
|
|
La Réunion - die Regionen:
|
|
|
| La
Réunion - Urlaubsplanung |
|
 |
| Réunion-Partner
astrosoft.de: |
|
In Partnerschaft mit
|
|
astrosoft.de - Reisefeedback:
|
|
© 1998-2010 by
 Reiseberichte
|
|
|
St. Benoit und der Osten... |
|
Reiseführer La Réunion -
Der Vulkan Piton de Fournaise und die Plaine
Hochebene der Kontraste und Augangspunkt der interessantesten
Wandertouren auf La Réunion
|
|
|
|
die Hochebene von Reunion...
Réunions einzige Passstrase führt von St.
Benoit im Nordosten nach St. Pierre im Süden der Insel und durchquert
mit der Plaine des Palmistes und der Plaine des Cafres zwei
sehr unterschiedliche Plateaus.
Bietet sich von der Plaine des Palmistes ein
Ausflug in die phantasischen und saftig grünen Märchenwälder
Foret de Bebour und Foret de Bélouse an, ist der große Höhepunkt
im Gebiet von Plaine des Cafres die Vulkantour, die mit lebensfeindlichen
Vulkanfeldern die krassen Gegensätze der Landschaften offenbart.
Wir machen die Tour um die Insel im Uhrzeigersinn
und kommen von Süden über die Städte St. Joseph und Le Tampon
in das Gebiet der Plaine...
Plaine des Cafre
Von Süden kommend erreicht man von St. Pierre über die
städtisch überfüllt wirkende Stadt Le Tampon die Plaine in Form des
Ortes Plaine des Caffre. Die vielen Orte dazwischen sind nach
Kilometerangaben benannt und heißen z.B. Le Quatorzième oder Le
Dix-Septième.
Das Städtchen ist ruhiger und überschaubar. Ebenso wie
Bourg Mourat (oder Le Vingt-Septième) dient der Ort für viele Touristen
als "Basislager" für die Tour zum Piton de la Fournaise.
Weil in Bourg Mourat zu dieser Zeit keine Unterkunft mehr zu bekommen war
nächtigten wir zweimal in Plaine des Cafres im schönen rustikalen Hotel
Les Geraniums.
Leider haben wir das Hotel nie vollständig gesehen, da es
entweder stark neblig war oder wir schon früh am Morgen vor Sonnenaufgang
aufgebrochen sind. Das nebenstehende Bild ware die angepriesene Aussicht
auf die ganze Südküste von Réunion.
Am nächsten Morgen wird es nun ernst,
wir wollen sehr früh aufbrechen, um den Sonnenaufgang über der
Vulkanlandschaft zu erleben und bestellen uns eni Frühstückspacket.
Leider ist es wenig geeignet als Wegezehrung. So essen wir ein
wenig Baguette mit Konfitüre und machen uns ca. 4.30 Uhr auf
den Weg...
|
|
Einer der Höhepunkte des Aufenthaltes auf La Réunion
in ohne Zweifel die Tour "auf dem Vulkan", dem Fournaise...
Länge: 5-7 Stunden
Art: Rundweg
Ausdauer / Schwierigkeit: 3/5 (ca. 15 km lange
Wanderung mit ca. 500 Höhenmeter Auf- und Abstieg)
Gefährlichkeit: 2/5 (der Auf-/Abstieg zum Cratère
Bory ist nicht ganz ohne)
Einstieg: der Parkplatz am
Pas Bellecombe (auf 2.311 m) am Ende der Route du Vulcan
Anfahrt: Wir kommen von Plaine des Cafres und
fahren ca. 5 Minuten, um das 4 Kilometer entfernte Bourg Mourat
(Le Vingt-Septième) zu erreichen.
Nach wenigen Hundert Metern
fahren wir im Kreisverkehr rechts, am Maison du Vulcan vorbei
und folgen weiter den Schildern "Route du Vulcan",
die uns zuerst rechts und dann links den Berg hinauf führen.
Nun gilt es nur noch ca. 45-60 Minuten der
knapp 30 Kilometer langen Straße zu folgen und die zuerst noch
saftig grüne, später bizarre Berglandschaft der Plaine des Sables
auf sich wirken zu lassen. Einige Aussichtspunkte bieten sich
für einen kleinen Stopp an. Für die letzten 7 Kilometer
weicht die Teerstraße einer gut befahrebaren Piste.

Kurz
vor dem Ziel geht eine Straße links ab zur Gite du Vulcan. Die
Straße zum Parkplatz am Vulkan führt jedoch noch einige hundert
Meter weiter gerade.
|
|
zu beachten: Unbedingt festes Schuhwerk
benutzen, da das Lavagestein sehr scharf und schroff ist! Da
meist ab 9.00 Uhr
erste Wolken die Sicht beeinträchtigen, sollte man die Tour
sehr früh(!) beginnen, ca. 4.00 Uhr aufstehen, so dass
man etwa um 6.00 Uhr starten kann.
Da man sich auf der Wanderung auf Höhen zwischen
2.100 m und 2.650 m befindet und bei Sonnenaufgang startet kann
es empfindlich kalt sein, bis zu 0°C. Meist wird es zwar später
15 bis 20°C warm, dennoch sollte man entsprechende Kleidung für
den Morgen in jedem Fall dabei haben.
Ganz wichtig: Sonnenschutz.
Was morgens unwichtig erscheint, wird bei der immensen Höhensonne
unerlässlich!
Das Wetter kann sehr schnell umschlagen. Dichte
Wolken ziehen meist noch am Vormittag auf. Diese tragen sehr
viel Feuchtigeit mit sich. Auch hier sollte man mit Regenkleidung
vorbeugen. Der Wanderweg selbst ist perfekt gekennzeichnet.
Weiße Markierungen sind alle 5 Meter anzutreffen, so dass man
den Weg selbst im dichtesten Nebel finden sollte.
|
|
die Wanderung: Hat man sein
Auto am Parkplatz abgestellt und die Wandersachen gepackt, wird
man als erstes zur Abbruchkante gehen und die (hoffentlich!)
phantastische Aussicht geniessen.
Der im Gegenlicht der aufgehenden Sonne friedlich
daliegende Piton de la Fournaise, die steile, ca. 100m
hohe Abbruchkante, die langläufige und lebensfeindliche Ebene
der Enclos Fourque und der markante Krater Formica Léo im Vordergrund
bieten flösten uns schon gewisse Ehrfucht ein.
Der Abstieg in die Enclos Fourque scheint
wegen der Steilheit kaum möglich.
Zum Einstieg in den Wanderweg geht man an
der Kante entlang weiter, vorbei an einem Aussichtstableau einige
Minuten leicht den Hang hinab.
|
|
Ein weiteres Tableau zeigt den Weg und erklärt
die Varianten der Wanderung. Ein großes Schild weisst auf die
Laufzeit hin: 4h30. Unserer Meinung ist das die absolute Untergrenze.
Mit Picknick und einigen kleinen Sidewalks waren wir insgesamt
immer hin fast 8 Stunden "on tour"...
Schon beim Abstieg habe ich meinen dicken
Pulli ausgezogen und bin ab da im T-Shirt weitergelaufen. Noch
am Parkplatz dachte ich, dass ich ihn den ganzen Tag anhaben
werde.
Rätselhaft scheint auch der apprupte Wechsel zwischen
dem bewachsenden Steilhang und der kaum Leben zeigenden
Ebene.
Innerhalb einer halben Stunde hat man die
100 Höhenmeter bewältigt und erreicht den markanten rot schimmernden
Krater Formica Léo, den man in kurzer Zeit umrunden
kann.
Er ist Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden.
Auf dem Bild sieht man im Hintergrund einige
Nebelschwaden aufziehen. Nur Minuten später waren diese bei
uns, haben kurz die Sicht zurück versperrt und lösten sich dann
aber genau so schnell auf, wie sie gekommen waren. Eine gute
Demonstration, wie schnell sich das Wetter hier oben auf dem
Vulkan ändern kann...
|
|
Geht man weiter den weissen Markierungen entlang,
bemerkt man erst, dass es doch eine ganz schöne Strecke ist,
um überhaupt zu den Ausläufern des Berghangs des Piton de la
Fournaise zu gelangen.
Insgesamt
ist man eine gute Stunde unterwegs, bis man zur Wegkreuzung
bei der Chapelle de Rosemont kommt.
Hierbei handelt es sich um eine Grotte, die
aus einer Gasblase entstanden ist und einige Meter in die Höhe
ragt. Hier bietet es sich an, nochmals einen Schluck zu trinken,
bevor der eigentliche Aufstieg beginnt.
Kurz hinter der Grotte findet man Wegweiser,
die links zum Cratere Brulant ou Dolomieu und rechts zum mit
2.631 m höchsten Punkt am Fournaise zum Cratere Bory.
Wer
es wegen dem Wetter oder späten Start nicht besonders eilig
hat, dem seit der sanfte Aufstieg links empfohlen.

|
|
Es lohnt sich genau auf Weg und Landschaft
zu achten. Verschiedenste Lavaarten breiten sich vor einem aus,
Lavatuben,
frischere lavaströme die von neueren Ausbrüchen zeugen, Lavagestein
in allen Farben, gelb, rot, braun, grau, antrazit und selbst
hellblau!
Nach etwa einer Stunde erreicht man an der
Nodrflanke des Vulkans die Schwefelgrube "Soufrière",
der etwas unterhalb des Weges liegt. Hinabsteigen an den rutschigen
Abgrund ist lebensgefährlich!
Kurz vor- oder nachher geht rechts ein Weg
zum Cratère Bory ab, der stetig ansteigt. Den sollte nur nehmen,
wer eine Abkürzung wählen und nicht den ganzen Vulkan umrunden
möchte.
In unserer Begeisterung sind wir dem Weg gefolgt,
um nach einer halben Stunde zu bemerken, dass er die Abkürzung
(ohne Umrundung des Brulant) zum Krater Bory ist. Da wir die
Umrundung in jedem Fall machen wollten, sind wir den ganzen
Hang dann wieder hinunter gelaufen... was man nicht im Kopf
hat, hat man in den Beinen... :-/
|
|
Geht man weiter den in den 30er Jahren des
20. Jahrhunderts entstandenen Krater Dolomieu entlang, bietet
es sich an, ab und an zum Kraterrand hochzusteigen, um einen
Ausblick in das etwa 1 qkm große Kraterrund zu erspähen. Der
Hauptweg verläuft zwar weiter unten, aber mit etwas Geschick
findet man weiter oben auch begehbare Trampelpfade.
Dies empfiehlt sich vor allem, da der Hauptweg
auf der gesamten Nordostflanke keinen Einblick in das
Kraterrund gewährt.
Das Hinabsteigen in dem Dolomieu-Krater
ist verboten und sollte auch strengstens befolgt werden, da
hier noch unkontrolliert giftige Gase ausströmen können!
Die bizarren Felsen und kleinen Parasitärkrater,
die sich in der Kraterebene zeigen sind phantastisch. Einige
sehen aus, als wäre das Schauspiel erst vor wenigen Stunden
zuende gewesen. Die leuchtenden Farben, der Schwefelgeruch an
manchen Stellen und die nachvollziehbaren Lavaströme im unbelebten
Inneren des Kraters schaffen eine beklemmende Atmosphäre...
|
|
Auf der östlichen Rückseite der Kraterumrundung beginnt
der Pfad langsam wieder steiler zu werden. Es beginnt der längere
Aufstieg zum kleineren Nachbarkrater Bory. Das Rund des Ende
des 18. Jahrhunderts entstandenen Krater schliesst sich am oberen
Ende des grösseren Krater Dolomieu an.
An der südöstlichen
Flanke des Bory geht der Weg weiter bergauf und man kann nun
direkt in den Cratère Bory hineinsehen.
Am höchsten Punkt ist ein beliebter (improvisierter)
Rastplatz. Hier
kommen auch die beiden Wege von der Chapelle de Rosemont und
die short cut von der Schwefelgrube heraus und jeder hatte zuletzt
einen Aufstieg vor sich... Der Blick rundum ist ebenso phänomenal,
wie die nähere Umgebung. Man sieht bei klarem Wetter die Enclos
Fourque, die Plaine des Sables und die Berglandschaft dahinter,
dominiert vom Dach des indischen Ozeans, dem Piton de Neige...
Der Abstieg zur Wegkreuzung bei der Chapelle
de Rosemont führt nun direkter aber auch steiler hinab, als
der Aufstieg an der Nordseite. Es gilt viele steilere Passagen
zu bewältigen. Hierbei liegt die Schwierigkeit nicht bei ein
zwei sehr steilen Kletterstellen, sondern an der Kontinuität
der 30 bis 40 cm hohen Stufen.
Allerdings helfen einem die schroffen Lavasteinformationen
beim Laufen, bis zum einem Winkel von über 45° hat man auf dem
trockenen Gestein sicheren Halt!
Je nach Variante muss man sich nach 4-6 Stunden noch
die gut 100 Höhenmeter an der Abbruchkante hinaufquälen. Manch
einem steht hier die Anstrengung der gesamten Wanderung ins
Gesicht geschrieben...
Aber alles in allem ist diese Tour ein
unvergessliches Erlebnis!
|
|
Wer auf dem Rückweg noch gutes Wetter hat, sollte sich
unbedingt noch in der Plaine des Sables aufhalten. Hier bieten
sich auch weitere Touren an.
Leider war die Tour zum Aussichtspunkt am
Morne Langevin durch die Plaine des Remparts im Oktober
2002 gesperrt. Ansonsten wäre sie mit auf unserem Programm gestanden. Am
besten beim Maison de la Montagne nachfragen, ob die ca. 3-4
stündige Rundtour begehbar ist!
Wir machten etwas weiter unten am Crater
Comerson einen Halt. Links der Straße befindet sich ein
kleiner Parkplatz und ein Schild, das auf den Krater hinweisst.
Hier
kann man in 10 Minuten zum Kraterrand gehen und den Ausblick
in den Krater und auf die dominierende Berglandschaft um den
Piton de Neige.
|
|
Vor oder nach der Wanderung zum Piton de la
Fournaise bietet es sich an, sich im Maison du Vulcan
in Bourg Mourat das Hindergrundwissen zum Thema Vulkanismus
in Réunion und der Welt zu Gemüte zu führen.
Das sehr gut aufgemachte Museum ist (ausnahmsweise)
auch für nicht-französischsprechende Besucher interessant. Geöffnet
hat das Hause des Vulkans jeden Tag ausser Montag von 9.30 bis
17.00 Uhr. Das auch architektonisch Interessante Gebäude
befindet sich direkt an der Abzeigung zur Route du Vulcan in
der Nähe der Hauptstraße durch Bourg Mourat.
Anhand von vielen Filmen (auf französisch
und englisch), Schautafeln, Karten, Modellen und interativen
Experimenten wird man in die Welt des Vulkanismus und der Vulkanologen
eingeführt.
Großen Anteil an den gelungenen Darstellungen
hatte das bekannte französische Vulkanologenehepaar Maurice
und Karin Krafft. Viele Filme sind mit und von den beiden gedreht.
Das Ehepaar kam nach unzähligen überlebten
Katastrophen leider durch einen überraschenden Lavastrom beim
Ausbruch des Uzen in Japan ums Leben.
|
Plaine des Palmiste auf Reunion
Die Stadt liegt auf der anderen Seite des Passes, der
die Süd- von der Nordosthälfte der Insel trennt, dem 1606m hohen Col de
Belvue.
Ungewöhnlicherweise besteht der Ort aus einigen Siedlungen an der
Bundesstraße N3 und D55. Die beiden Hauptorte nennen sich einfach 2me
Village und 1er Village (vom Pass kommend).
Wir kommen im
empfehlenswerten Hotel des Plaines unter, das uns auf Bestellung dankenswerterweise
auch wieder Frühstückspakete vor die Tür stellt.
Plaine des Palmistes ist der ideale Ausgangspunkt für
ausgiebige Wanderungen im Märchenwald, dem Foret de Bélouve und im Foret
de Bebour, die sich hinter Plaine des Palmistes bis zur Kante des Cirque
de Salazie erstecken.
|
Foret de Bebour & Foret de Belouve
Im Vorfeld unseres Réunion-Urlaubes hatte ich schon
einiges über den Märchenwald gehört und war sehr neugierig darauf, wie
diese Gegend auf mich wirken würde.
Kurzes Fazit vorneweg: ich wurde nicht enttäuscht!
Eine ausgiebige Wanderung im Foret de Bebour oder/und
Foret de Belouve gehört meiner Meinung nach auf den Plan eines jeden
Natururlaubes auf Réunion. Der
Belouve-Wald liegt quasi im Rücken des südlichen randgebenden Berges des
Cirque de Salazie.
Somit ist das Gebiet ist von zwei Punkten aus
zugänglich. Zum einem von der Forststraße aus Richtung Plaine de
Palmiste und zum anderen über einen Wanderweg von Hellbourg im Cirque de
Salazie aus.
Wir wählten den Ausgangspunkt von der Forststraße aus,
da wir eine 5-6 Stundenrundwanderung machen wollten und uns nicht noch
zusätzlich den 500 Höhenmeter Aufstieg von Hellbourg aus antun wollten.
Eine wunderschöne Tageswanderung durch den
Belouve-Wald ist die Wanderung zum Trou de Fer vom Parkplatz an der
Forststraße aus. Der Vorteil ist wie gesagt, dass man den Aufstieg von
Hellbourg aus nicht machen muss und man sich so länger im eigentlichen
Märchenwald aufhält.
Länge: 5-7 Stunden
Art: Rundweg
|
|
Ausdauer / Schwierigkeit: 3/5 (wenige hundert
Höhenmeter aber lange Wanderung)
Gefährlichkeit: 2/5 (
Vorsicht bei Nässe wegen nasser Wurzeln und Matsch!)
Einstieg: am Parkplatz der Forststraße von
Plaine de Palmiste in den Foret de Belouve
Anfahrt: Plaine des Palmistes erreicht man von
St. Benoit aus auf der Hauptstraße N3. Der Ort besteht aus einem unteren
(1.er Village, St. Benoit zu gerichtet) und einem oberen Teil.
Der obere Teil besitzt eine Art Umgehungsstraße (D55). Von dieser Straße
geht am Ende einer Kurve eine gut ausgebaute Forststraße rechts ab zum
"Foret de Bebour".
Zuerst verläuft die Straße ziemlich gerade und
man erkennt kaum, wie man dem Ende des Kessels entkommen möchte. Doch im
Zuge einer Linkkurve - etwa nach 3-4 Kilometern - sieht man eine Schneise
durch die man dann auch hindurchfährt.
Nach dieser engen Stelle beginnt
der Foret de Bebour und man hat gleich eine tolle Aussicht auf das Gebiet,
das man nun bis zum Startpunkt der Wanderung komplett durchfährt.
Fast an jeder geeigneten oder ungeeigneten Stelle gibt
es entlang der Straße Picknickplätze. Diese sind unter der Woche oder
früh morgens natürlich leer. Unter Tage am Wochenende jedoch herrscht
hier reger Betrieb entlang der gesamten Straße
Nach dem Durchqueren
dieser Ebene führt die Straße wieder etwas bergan und schlängelt sich
immer tiefer in den Belouve-Wald hinein.
|
|
Ein ungewohnter und phänomenaler Anblick waren für
mich die vielen Farnbäume, die die Landschaft schon hier märchenhaft
aussehen lassen. Im Prinzip bildet diese Ebene - ringsum eingegrenzt durch
die Berglandschaft - einen weiteren, vierten Cirque...
Das letzte Teilstück führt durch die Plaine des
Marsouins, vorbei
an den in der IGN-Karte Saint-Denis - 1re édition 1992 -. Carte n° 4402 RT
eingezeichneten beiden Parkplätzen, bis zum Ausläufer der rechts
liegenden Berges Coteau Monique, dessen Grat genau am Parkplatz zur
Wanderung die Straße "berührt". Hier beginnt der Foret de
Belouve.
Man kann sich der Straße entlang an den Grenzsteinen
orientieren. Hier ist immer die Höhe und die Entfernung zur Gite de
Bélouve am Rande des Cirque de Salazie eingemeiselt. Vom Parkplatz sind
es noch etwa 3-4 Kilometer zur Gite de Bélouve. Man hat bis dahin ca. 14
Kilometer von der Abzweigung bei Plaine des Palmistes zurückgelegt.
Der Parkplatz ist geschottert und liegt vor einer
Schranke, die an Sonn- und Feiertagen geschlossen ist. Er bietet etwa
Platz für 20 Autos. Hier findet sich auch die nachfolgend abgebildete
Wanderkarte. Ich habe sie abfotografiert, da die Wanderwege und Pfade zwar
ähnlich sind, wie die in der IGN-Karte
Saint-Denis - 1re édition 1992 -. Carte n° 4402 RT
doch gänzlich anders beschildert sind.
|
|
zu beachten: früh morgens losgehen, da normalerweise ab
10 Uhr Bewölkung am Trou de Fer aufzieht!
Viel Wasser und auch Regensachen einpacken, das Wetter kann schnell
umschlagen!

|
|
Orientierung anhand der Karte: Hat man den
Parkplatz und somit auch die oben abgebildete Karte gefunden, kann man
sich den Wegverlauf schon einmal einprägen. Wir sind unten in der
Mitte etwas unterhalb des roten Kreuzes, das unsere Position
markieren soll.
Kurz dem schwarzen Weg folgend, biegt der gelb
eingezeichnete "Sentier de l'Ecole Normale" bald rechts ab.
Diesem folgen wir vorbei am Mare Longue, am Grande Mare bis zur
Wegkreuzung gelb-rot-blau. Ab hier folgen wir dem blauen Sentier de Trou
de Fer, der bald rechts zum Aussichtspunkt am Trou de Fer abbiegt.
Für den Rückweg folgt man kurz dem blauen Weg, den wir
gekommen sind, nimmt dann aber die erste (blaue) Abzweigung nach rechts,
die mit Gite de Bélouve ausgeschildert ist.
Dieser Weg vereint sich im
weiteren Verlauf mit dem gelben und roten Weg. Auf diesen geht es
weiter zur Gite und genießen den Aussichtspunkt unterhalb.
Von der Gite geht es kurz den schwarzen Weg weiter, der
bald auf den orangenen Sentier de la Vierge führt, der uns zur
Forststraße und damit wieder zum Parkplatz zurückbringt...
die Wanderung: am Anfang muss man etwas darauf
achten, den rechten Einstieg zu finden. Man dazu NICHT am Parkplatz den
Pfad in den Wald hinein, sondern spaziert auf der geteerten Forststraße
noch etwa knapp 100m geradeaus weiter, bis ein Schild "Sentier
l'Ecole Normale" bzw. "Trou de Fer" die Richtung zeigt.
Hier geht's rechts rein und man läuft das erste Stück des Weges wie auf
einem Laufsteg auf Holzdielen.

|
|
Diese Überbauten trifft man an einigen Stellen, wo der
Weg sonst zu matschig ist. Nach einer guten ¼-Stunde
trifft man auf eine Wegkreuzung und geht weiter gerade aus.
(Wir hatten uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht so auf der Karte zurecht
gefunden und dachten es müsste langsam links gehen... leider endet dieser
Weg nach ca. ¼ Stunde...)
Ansonsten ist der Weg gut
ausgeschildert. Man hält sich anfangs immer am "Sentier l'Ecole
Normale" und später an der Beschilderung zum "Trou de Fer",
dann geht nichts schief.
Aber nun endlich etwas zur
grandiosen Landschaft hier im Foret de Belouve. Ich habe selten solch eine
verschwenderische Natur gesehen, diese vielen vielen Pflanzen, Gräser,
Farne, Orchidien, Aronstabgewächse, Calumet-Bambus die vielen Baumfarne
und Baumriesen, die gänzlich mit Moosen und Flechten überzogen sind und
sich von Epiphyten (leben symbiotisch mit dem Bäumen und ernähren sich
von toten Blättern und der Feuchtigkeit an der Oberfläche) kaum retten
können.
|
|
Nach ungefähr 1½ Stunden erreicht
man nach einem kurzen finalen Abstieg den Aussichtspunkt am Trou de Fer,
der Höllenschlucht.
Je nachdem mit wie vielen Personen
man dieses vergleichsweise kleine Fleckchen teilen muss, kann man sich
hier bei guter Sicht gemütlich ein kleines Picknick gönnen. Das
eigentliche Ziel der Wanderung ist erreicht, doch bisher wurde nur
etwa ein Drittel des gesamten Weges zurückgelegt.
In den etwa 20 Minuten am Trou den
Fer flogen nicht weniger als 3 Hubschrauber am Wasserfall und der Schlucht
vorbei. Sicher ist die Schlucht in jedem Flugprogramm einbezogen.
Für Extremsportler ist das Trou der
Fer ein weiteres Ziel. Einige Agenturen bieten Canyoning-Touren in die
Höllenschlucht an, bei denen man sich dann im Wasserfall abseilen darf.
Viel Spaß!

|
|
Zurück geht's den kurzen Aufstieg
hinauf bis zum ersten Wegweiser, der nach rechts auf die Gite de Bélouve
hinweist. Es geht zunächst eher eben weiter durch die märchenhafte
Landschaft.
(Nach etwa 20 Minuten geht links der Sentier l'Ecole Normae ab. Hier
könnte man nun abkürzen und auf schnellstem Weg zurück zum Parkplatz
gehen.)
Nach insgesamt einer guten Stunde
nach dem Trou de Fer trifft unser Weg auf einen Schotterweg.
In dieser zweiten Hälfte der Wanderung durchquert man
einen Tamarindenwald (La Reine des Tamarins). Eine gänzlich andere Art
von Vegetation, in der die wenigen Baumfarme wiederum einen Hauch von
Märchen hineinzaubern.
Dem Schotterweg folgt man wiederum
eine gute ¼-Stunde folgt, ehe der Weg zur Gite de Bélouve rechts abbiegt
und wieder etwas unwegsamer wird.
Der Weg zur Hütte Gite Bélouve zieht sich dann
noch mal ganz schon hinaus. Immer wenn man denkt, sie müsste nach der
nächsten Kurve kommen, findet der Weg nochmals eine kleine Schlucht, die
es noch zu durchqueren gilt.
|
|
Ganz unverhofft steht man dann unterhalb der Hütte an
vielen Wegschildern. Gleich
rechts etwas unterhalb befindet sich eine kleine Picknickstelle und der
Aussichtspunkt über den Cirque de Salazie. Hier beginnt auch der Weg, der
nach Hellbourg hinunterführt. Links etwas weiter oben befindet sich die
Hütte, die, als wir gerade angekommen sind, leckeres Mittagessen serviert
hat.
Der weitere Weg geht links an der Hütte vorbei und
beginnt gleich beim Betonweg mit dem Schild "Sentier de la Tamarinaie".
Kurz darauf gabelt sich der Weg abermals. Links geht es auf dem Sentier de
la Vierge auf dem Schotterweg bergauf und der Sentier de la Tamarinaie
verschwindet im Dickicht des Waldes.
Beide sollten dieselbe Richtung verfolgen und es ist
prinzipiell egal, welchem Weg wir folgen. Sie treffen sich bald darauf
wieder, um parallel kurze Zeit mit dem Schotterweg zu verlaufen. Da auf
der Karte der hauptsächlich der Sentier de la Vierge verzeichnet ist,
folgen wir diesem auf dem Feldweg.
Nach etwa 20 Minuten (ab der Gite). zweigt in einer
Rechtskurve links ein Weg ab, der als wir dort vorbeikamen leider
unbeschildert war. Zwar standen die Pfosten noch, aber weit und breit war
kein Wegweiser zu sehen. Dies sollte der vom Schotterweg abzweigende
Sentier de la Vierge sein (vgl. oben abgebildete Karte!). Da wir diese
Karte leider zu diesem Zeitpunkt nicht hatten folgten wir dem Schotterweg
(schwarz), der uns noch den einen oder andern Kilometer extra bescherte,
bis wir am Parkplatz ankamen.
Nach einer knappen Stunde auf dem Schotterweg (und 30
Minuten? auf dem Sentier de la Vierge) treffen sich beide wieder und
laufen die letzten 200 m zur geteerten Forststraße parallel auf dem
Schotterweg hinunter. An der Forststraße geht man rechts und trifft
sogleich auf den links abzweigenden Weg, den man am frühen Morgen zum
Trou de Fer eingeschlagen hat. 100 Meter weiter steht das Auto...
|
|
St. Joseph und der Süden
von La Reunion...
La Réunion Reisebericht Startseite.
|
© 2002-10 by
 und Online
Geld verdienen
|
|