|
Eine schöne Kurzwanderung direkt von Ciloas aus ist die
Wanderung zum Aussichtspunkt La Roche Merveilleuse. Sie bietet oberhalb
vom schön liegenden Städtchen Cilaos eine schöne Aussicht auf die Stadt
und die umliegende Bergwelt der Cirque Cilaos.
Länge: ca. 2 Stunden
Art: Hin- und Rückweg
Schwierigkeit: 2/5 (ca. 200 Höhenmeter)
Gefährlichkeit: 1/5 (guter Wanderweg ohne
gefährliche Stellen)
Einstieg: bei den Thermen am Ortsausgang von
Cilaos (hinter der Kirche)
Anfahrt: die Straße der 400 Kurven nach Cilaos
und auf der Hauptstraße/Fußgängerzone (Rue du Père Boiteau) weiter
durch den Ort. Weiter aus dem Ort heraus, an der Kirche vorbei. Kurz nach
eine Linksabzweigung sieht man das auf einem Hang liegende Gebäude der
(neuen) Themalanlage. Hier oder in der Nähe parken. Der Pfad ("La
Roche Merveilleuse") geht gleich hinter der Einfahrt zur Therme den
Berg hinauf.
zu beachten: relativ zeitig losgehen, dass
man noch etwas von der Aussicht genießen kann
die Wanderung: der Pfad beginnt gibt beschildert
an der Therme von Cilaos. Von dort an geht es stetig bergauf. Markiert ist
der Weg (wie der hier verlaufende GR1) weiß/rot. Nach
einigen Minuten tangiert man einen Park- und Picknickplatz.
Ein weiterer
Einstieg zum Wanderweg. Nach weiteren knapp 10 Minuten geht der Weg zum
Roche Merveilleuse rechts ab weiter bergauf. Der GR1 läuft hier weiter
Richtung Bassin bleu.
Nun geht es tw. in Serpentinen weiter bergauf. Man quert
zwei mal einen Feldweg, wobei der Weg einmal etwas weiter links
weitergeht. Insgesamt geht es ca. eine ¾ Stunde mehr
oder minder stark bergauf.
Die letzte ¼ Stunde geht dann etwas bergab,
bis der Weg auf einen befestigten Feldweg trifft. Geht man hier rechts,
geht der Weg sogleich in eine Teerstraße über. Einige Meter weiter sieht
man schon links einige Meter höher das Geländer des Aussichtspunktes am
"Roche Merveilleuse".
Leider ist die Teerstraße auch Zufahrtspunkt zum Aussichtspunkt, so dass
man durchaus vor den Treppen zum Aussichtspunkt einem Kleinbus gegenüber
stehen kann.
La Sentier de Decouverte du
Millieu Forestier
Wem diese Wanderung zu wenig ist
für den angefangenen Tag, der kann noch den am Roche Merveilleuse
beginnenden Rundweg "La Sentier de Decouverte du Milleu Forestier"
anschließen. Eine Tafel der Teerstraße am Roche Merveilleuse zeigt den
Verlauf des Weges, der gut markiert ist und ca. 1½ Stunden erfordert.
Rückweg zu den Thermen
Um wieder zum Auto an den Thermen
zurückzukehren geht man den gleichen Weg wieder zurück. Wer noch Puste
hat, kann an der Wegkreuzung ¼ Stunde vor den
Thermen rechts gehen ("Bassin bleu"). Der Weg verläuft auf
gleicher Höhe am steil abfallenden Berg entlang bis zu einer kleinen
Felsschlucht, an der man ein kleines Bächlein überquert. Man kann dem
GR1 (der hier zum Col du Taibit, Übergang zum Cirque Mafate, ca. 5
Stunden führt) beliebig lange folgen, sollte aber im Blick haben, dass
man auch diesen Weg wieder zurück gehen muss.
 Alternativ zum Sentier de Decouverte
du Millieu Forestier bietet sich nach der Tour zum Roche Merveilleuse eine
zweite sehr schöne und interessante Tour zum beeindruckenden Wasserfall
Bras Rouge an:
Eine weitere sehr empfehlenswerte Wanderung, die direkt
bei Cilaos beginnt ist die Wanderung zur Cascade de Bras Rouge. Der
Wasserfall hat eine eigene Charakteristik und ist etwas besonderes.
Länge: ca. 2 Stunden
Art: Hin- und Rückweg
Schwierigkeit: 2/5 (ca. 200 Höhenmeter)
Gefährlichkeit: 2/5 (direkt am Wasserfall ist
das Tableau glatt und rät zur Vorsicht)
Einstieg: bei den alten(!) Thermen am Ortsausgang
von Cilaos (unterhalb der neuen Therme), ca. 2 km vom Einstiegspunkt zur
Tour zum Roche Merveilleuse
Anfahrt: die Straße der 400 Kurven nach Cilaos
und auf der Hauptstraße/Fußgängerzone (Rue du Père Boiteau) weiter
durch den Ort. Weiter aus dem Ort heraus, an der Kirche vorbei. Direkt vor
den (neuen) Thermen geht die Straße links ab zu den "Sources
Thermales" den Berg hinunter. Nach einigen sehr engen Serpentinen
quert man am tiefsten Punkt eine Brücke. Anschließend führt die Straße
(nach Ilet á Cordes) bergauf. Nach ca. 300m am Ende der Rechtskurve kann
man auf der anderen Straßenseite parken.
Hier beginnt auch der Weg, der mit "Cascade de la Bras Rouge"
beschriftet ist.
zu beachten: man kommt an der Abbruchkante des
Wasserfalls heraus. Da der Fels hier abgeschliffen ist und es ca. 50m
steil die Schlucht hinab geht, gibt es hier einige gefährliche Stellen.
Besser nicht "rumklettern"!
und... relativ zeitig losgehen, dass man noch etwas von der Aussicht
genießen kann.
die Wanderung: der Pfad beginnt von den
Thermen kommend auf der gegenüberliegenden Straßenseite und führt zwei
drei Minuten den bewaldeten Hang hinunter. Am Rand der Schlucht trifft er
sogleich auf den von Maison du tourisme in Cilaos kommenden GR 2, der
wiederum weiß/rot markiert ist. Wir folgenden dem schönen Pfad rechts
"schluchtauswärts", obwohl der Weg links sofort einen Ausblick
auf eine schöne kleine Wasserfallkette freigibt.
Obwohl der Weg ständig an Höhe verliert ist er bequem
zu laufen. Er schlängelt sich an der rechten Berghälfte entlang und
gewährt des öfteren Ausblicke auf das ca. 100m tiefer liegende steinige
Bachbett des im (Süd-)Frühjahr und Sommer nur wenig Wasser führenden
Bras des Etangs.
Zwischendurch hört und sieht man weitere kleine
Cascaden, die sich im Tal bemerkbar machen. Nach gut 30 Minuten geht es
dann etwas kurz etwas steiler begab und nach ca. 40 Minuten quert man ein
kleines Rinnsal mit einem Wasserbecken. Ist man etwa eine ¾ Stunde
gewandert beginnt der kurze finale Abstieg zum Wasserfall.
Die Schlucht ist an dieser Stelle ziemlich breit und das Wasser hat die
großen Felsen an der Abbruchkante des Wasserfalls sehr glatt poliert.
Das Gefühl in der Mitte des
Wasserfalls zu stehen kann haben, wer ein paar Meter zur Mitte der
Schlucht läuft und dann links vom Wasserverlauf auf den Wasserfall
zugeht. Aber Vorsicht! Die Felsen sind glattpoliert, der Felsen wird zur
Kante hin immer steiler und ist im Besonderen bei Nässe zu meiden! Ein
Ausrutschen hätte hier fatale Folgen!
Wer den besten Blick auf das ca. 40m
tief fallende Wasser ergattern möchte, der geht gleich
links dem Berghang entlang, bis es nicht mehr ohne klettern weiter geht. Von
hier sieht man den etwas versteckten Wasserverlauf und die Schlucht, die
nach dem Wasserfall deutlich enger und "einige Etagen" tiefer
weiterverläuft.
Beim zurücklaufen sollte man rechts an dem Wasserbecken halt machen und
den Mini-Wasserfall und die üppige Vegetation darum genießen. Welch ein
rot!
Etwas oberhalb der Wasserfalls auf
der anderen Seite der Schlucht befinden sich einige Becken, in denen man
sich bei Bedarf - in sicherer Entfernung zur Abbruchkante des Wasserfalls
- erfrischen kann.
Egal wo, es ist ein Platz, um ein kleines Picknick abzuhalten und die
Aussicht zu genießen. Außer den Wanderkollegen, die sich ggf. noch am
Wasserfall aufhalten, hört man nur das Wasser und evtl. einige Vögel.
Ein idyllischer Platz.
Der Rückweg verläuft geradewegs
so, wie wir gekommen sind, d.h. die ca. 150 Höhenmeter sind nun wieder
nach oben zu überwinden.
(Läuft man den GR2 hier weiter, trifft er nach einiger Zeit Stunde den
GR1 vom Bassin bleu und schlängelt sich dann geg Cirque de Mafate zum
2082m hohen Col du Taibit.)
Piton de Neige, höchste Erhebung von
La Réunion
Verlässt man Cilaos in nördlicher Richtung auf
der D241, erreicht man nach einigen Kilometern den Startpunkt
für die Wanderung zum Piton de Neige, dem mit 3.069m höchsten
Berg von La Reunion und des gesamten indischen Ozeans.
Die Zweitagestour ist nicht einfach, richtiges
Trekking. Man muss
u.a. 1.700 Höhenmeter auf und ab bewältigen, sehr früh aufstehen und
frühzeitig einen Platz auf der Caverne Defour reservieren, der
einzigen Schutzhütte, wo man übernachten kann.
Diese Königswanderung auf La Reunion haben wir uns ebenfalls
auf das nächste Mal aufgehoben.
Wer sie machen möchte, sollte sich im Maison
de la Montagne in St. Denis oder in Cilaos informieren und wie
gesagt frühzeitig die Übernachtung in der Caverne Defour buchen. |