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Am Morgen verlassen wir die schöne Gegend und
fahren Richtung Melbu (noch 20 Km). Am rauhen zerklüfteten Atlantikstrand
zeigen sich verstreut Bauernhäuser, Wiesen mit Schafen oder auch Kühen.
Bald kommen wir nach Melbu und die E 10 bringt uns zur Fähre Melbu -
Fiskeböl. Der alte Handelsort Melbu liegt ganz im Süden der Vesterälen. Wir bezahlen 99 Kronen und fahren
um 9.50 Uhr in 25 Minuten hinüber auf die Lofoten, die wie die Vesterälen den
Atlantik als Nachbarn haben.
Lofoten, Inselgruppe:
Die Lofoten haben 25.000 Einwohner und bestehen aus den Inseln Austvägoy,
Vestvägoy, Gimsoy, Flakstadoy, Moskenesoy, Vaeroy und Rost.

Der Hauptort ist Svolvaer und
der Fisch ist, wie auf den Vesterälen, der wichtigste Exportartikel. Im Fährort Fiskeböl mit Kirche angekommen, sind es noch ca. 33 Km bis nach
Svolvaer und 166 Km bis ans südliche Inselende nach Ä. Es geht
durch schöne
Landschaft, die Berge sind teilweise von Nebel verhüllt.

Von der Straße sehen wir die
Sildpollnes Kirche, die einsam und malerisch auf einer
Landzunge im Austnesfjord in einer von Wasser und Felsen umgebenden Landschaft
steht. Die E 10 bringt uns an den Rastplatz "Austnesfjorden". Hier legen wir
einen Stopp ein, erklimmen einen aus Felsen bestehenden Hügel und haben
allerbeste Aussicht auf das Umland mit Sildpollnes Kirche.
Die Fahrt geht weiter Svolvaer entgegen.
In der Stadt erkunden wir den Ausgangspunkt zu einer
Wanderung auf den Hausberg von Svolvaer, den Kjellbergtinten. Der Nachmittag
würde für diese Tour reichen, doch wir wollen auf morgen warten. Das
Wetter soll noch besser werden.
Svolvaer hat 4.000 Einwohner und liegt am Fuße der bekannten charakteristischen Felsformation
"Svolvaergeita". Die Stadt mit der hübschen weißen
Steinkirche ist Handelsort und Verkehrsknotenpunkt der Region.

Seit dem 17.
Jahrhundert wird hier Fisch verarbeitet. In Svolvaer befindet sich die größte
Tranfabrik der Welt. Wir gehen in die
City Svolvaer und promenieren am schönen Bootshafen. Wir besuchen eine Eisdiele,
das Verkehrsbüro und die Post.

Wir fahren über eine Brücke auf den Gunnarholmen und können nun Svolvaer von
der anderen Seite sehen. Ein kurzer Fußweg bringt uns zum Grab des Malers Gunnar
Berg. Hier hat man einen schönen Blick auf das Meer und die Schärenküste. Auch
hier sehen wir auf Holzgerüsten hängende Fische zum Trocken.

Später suchen wir einen Übernachtungsplatz. Den Rastplatz Svolvaer finden wir
nicht und der Campingplatz Knutmarka, 2 Km von Svolvaer, ist geschlossen. Wir
fahren nach Kabelvag mit schönem Hafen und der markanaten Kabelvag-Kirche,
die auch Lofot-Kathedrale genannt wird.

Es ist der älteste Fischerort auf den Lofoten.
Seine Wurzeln reichen bis ins Mittelalter zurück.
Der Fischfang ist
auf den Lofoten allgegenwärtig. Er findet hauptsächlich von Januar bis April
statt.
In den meisten Fischerdörfern kann man Rorbuer
(Fischerhütten) für sog. Rorbu-Camping mieten.

Weiter geht es in südlicher Richtung.Wir steuern den
Übernachtungsplatz "Kalle Strand", 10 Km südl. Svolvaer, an. Der Platz liegt
auf einer Wiese am Strand umrahmt von Felsklötzen in einer grünen Landschaft. In
der Nähe gibt es einen Plumsclo. Drei weitere Wohnmobile sind hier.
Bei einem Spaziergang in der Umgebung
bemerken wir, daß
am Strand ein riesiger Haufen mit allerlei Holz aufgeschichtet ist.

Das kann nur
für ein Sonnwendfeuer sein heute am 23.06.!! Der längste Tag des Jahres ist
für alle Norweger ein Fest. Es ist schon Abend und es kommen immer mehr Norweger mit teilweise
Klappstühlen, Tischen, vollbepackte Taschen mit Essen und Thermoskannen. Auch
kleine Zelte sind schon aufgebaut.

Ganze Familie trudeln ein. Trotz der vielen
Wolken bleibt es trocken. Das Feuer wird angezündet und raucht zuerst
fürchterlich, dann lodern die Flammen lichterloh.
Die Leute sind gut angezogen
und es wird die ganze Nacht gefeiert. Auch für uns ist es ein Erlebnis.
Von
Svolvaer bis Insel
Gimsoy...
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