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Nachdem in der vergangenen Nacht meine
Zimmernachbarn irgendwann doch noch Ruhe gegeben haben, habe ich eigentlich ganz
gut geschlafen. Um sieben Uhr morgens brechen wir auf
in Richtung Lukla, von wo es dann am Folgetag mit dem Flugzeug wieder
zurück geht nach Kathmandu.
Diese letzte Etappe heute wird mit etwa
9 Stunden Laufzeit noch einmal anstrengend, denn wir legen an einem
Tag die Distanz zurück, für die wir uns auf dem Hinweg zwei Tage
Zeit gelassen haben (damals mit Zwischenübernachtung in Monjo).
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 Hühner
in Namche Bazar, Everest-Region, Nepal
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 Nepal
- Wo Shiva auf Buddha trifft einzigartiger Bildband mit eindrucksvollen Fotos sowie inspirierenden Texten und
Zitaten von Dieter Glogowski
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Mein Guide Ang Babu hat in Namche Bazar
mein Flugticket bestätigen lassen, so dass ich am nächsten Tag tatsächlich
nach Kathmandu zurück komme - vorausgesetzt natürlich, das Wetter
spielt mit.
Unterwegs treffen wir auf einen der
vielen Lastenträger, der in Flip-Flops eine große Gasflasche in
Richtung Namche Bazar trägt. Beim Gedanken an den unwegsamen Aufstieg
vor Namche überkommt mich Mitgefühl - aber gleichzeitig auch Hochachtung
vor der Energie und Beharrlichkeit dieser Menschen.
In Monjo, wo wir auf dem Hinweg in der Mount
Kailash Lodge übernachtet hatten, machen wir Pause. Die Besitzerin,
mit der ich mich so nett unterhalten hatte, freut sich uns zu sehen.
Ich sammle bei der Gelegenheit auch noch ein paar persönliche Gegenstände
ein, die ich auf dem Hinweg bei ihr zurückgelassen hatte, um meinem
Guide ein paar Kilo Gepäck zu sparen.
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 Lastenträger
mit Gasflasche bei Monjo, Everest-Region, Nepal
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 Bändigung
von Kühen in Monjo, Everest-Region, Nepal
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Wir verabschieden uns lang und sehr herzlich.
Ich werde mich immer gern an diese sehr persönliche Begegnung erinnern!
Auf dem Weg kommen uns jetzt immer öfter größere Gruppen von Trekkern
entgegen. Vorbei ist sie, die ruhige Zeit, wo man den Abend fast
allein war in der Lodge. Die Hauptsaison hat begonnen und ab sofort
herrscht reger Betrieb überall. Auch wenn es mir nicht gefällt,
so freue ich mich doch für die Menschen hier, denn die Geschäfte
laufen endlich wieder besser für sie.
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 Wasserfall
bei Benkar, Everest-Region, Nepal
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Bei Benkar gibt es einen schönen Wasserfall,
der zwar nicht sehr breit ist, aber doch aus einiger Höhe den Berg
hinunter stürzt. In dem kleinen Resthouse direkt gegenüber machen
wir eine kurze Pause, trinken einen Tee und genießen den Blick
auf das rauschende Wasser.
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 Nepal
- Bildband Der Bildband ist genau das Richtige
für Nepalfreunde, gegliedert in Bilder und Texte zu Land und Leuten
bzw. Berge und Trekking |
 Letzte
Rast beim Wasserfall vor Lukla, Everest-Region, Nepal
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In Lukla angekommen gönne ich
mir - endlich mal wieder - eine heiße Dusche und genieße es, in
die letzte saubere Hose zu schlüpfen, die ich neben anderen Sachen
in Monjo zurückgelassen hatte.
Ich verbringe den Abend bei einem
gemütlichen Essen und melancholischer Stimmung im Panoramic View
Hotel mit Ang Babu, meinem lieb gewonnenen Guide und dem Schotten
Wilson, den ich unterwegs getroffen hatte und mit dem ich einige
Kilometer gemeinsam zurückgelegt hatte. Der Gedanke, morgen das
hier alles zurücklassen zu müssen, macht mich traurig.
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| Am
nächsten Morgen zeigt ein Blick aus dem Fenster, dass wir mit dem Wetter
Glück haben und fliegen können. Es ist total klar - kein Nebel und keine
Wolken. Ang Babu lässt es sich nicht nehmen, mich noch zum Flughafen
zu bringen und hängt mir zum Abschied eine Khata, den typischen nepalesischen
Gebetsschal, um den Hals. Ich verspreche, ihm einige der Fotos zu schicken,
die ich auf unserer gemeinsamen Trekkingtour gemacht habe. Dann heisst
es: anschnallen, Watte in die Ohren und los geht's!
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 Vorbereitung
zum Abflug in Lukla, Everest-Region, Nepal
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Der Rückflug verläuft relativ entspannt,
da wenig Wind herrscht und der Pilot den Flieger ruhig und gekonnt
nach Kathmandu steuert. Ich genieße die letzten Blicke auf die schneebedeckten
Himalaya-Berge und bin sicher, ich werde eines Tages wiederkommen! Die
Faszination für dieses Land und seine Menschen hat mich gepackt und
wird mich wohl so schnell nicht wieder loslassen.
 Menschenschlangen
am Domestic Airport in Kathmandu, Nepal
Als ich mit meinem Gepäck aus dem Domestic Airport
in Kathmandu komme und auf die Taxis zusteuere, wird mir ganz anders
beim Anblick dieser Menschenschlangen. Unglaublich, dass sie alle nach
Lukla hinauf wollen. Ich kann mir kaum vorstellen, wie es dort oben
auf den Trekkingrouten aussehen soll - fast wie auf einer Autobahn.
Ich bin heilfroh, dass mir das erspart geblieben ist.
Lieber nehme ich den einen oder anderen Regentag und nicht die allerbeste
Aussicht in Kauf und habe dafür wesentlich mehr Entspannung und Ruhe
sowie viel intensivere, persönlichere Kontakte zu den Menschen. Aber
das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden.
Für mich geht die Zeit in Nepal zu Ende. Ich verbringe
noch ein paar Tage in Kathmandu, genauer gesagt in Bodnath, einem ruhigen
tibetischen Zentrum wenige Kilometer außerhalb von Kathmandu, mit einer
weltbekannten Stupa und fliege dann nach Deutschland zurück. In Summe
ein ganz besonderer Urlaub, der mir unvergessliche Eindrücke und Erlebnisse
gebracht hat, mich aber auch mindestens sieben Kilo Körpergewicht
gekostet hat ;-)
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