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Gott sei Dank - ich habe die Nacht überstanden!
Und um halb sieben geht es auch schon los in Richtung Cho La Pass.
Wir wissen jetzt auch, warum die Lodge so voll war: in den vergangenen
Tagen war das Wetter so schlecht, dass der Pass nicht überquert
werden konnte. Somit gab es natürlich einen größeren Rückstau vor
dem Pass. Wir haben heute hoffentlich mehr Glück!
Der Weg geht relativ schnell in eine starke Steigung
über und es fängt zu allem Übel auch noch an zu schneien. Das letzte
Stück heißt es auf allen Vieren klettern über große Felsbrocken,
die sich vor dem Pass auftürmen. Ich bewundere meinen Guide, der
die Steigung mitsamt großem Tourenrucksack meistert und krame meine
letzten Kraftreserven zusammen, um sicher oben anzukommen.
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 Schneeregen
und Nebel auf dem Cho La Pass, Everest-Region, Nepal
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 Nepal
- Wo Shiva auf Buddha trifft einzigartiger Bildband mit eindrucksvollen Fotos sowie inspirierenden Texten und
Zitaten von Dieter Glogowski
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Irgendwann ist es endlich geschafft
und wir verschnaufen kurz an die Kante. Der Blick zurück den nebelverhangenen
Abhang hinunter macht mir noch einmal deutlich, was wir geleistet
haben. Hier hat es schon genug Unfälle gegeben, da die Felsen bei
dieser Witterung sehr rutschig und gefährlich werden können.
Der Weg nach vorn ist klarer, denn der
Himmel reißt so langsam auf und wir bekommen doch noch strahlenden
Sonnenschein. Wir blicken auf die Ausläufer des Gletschers und ein
großes Schneefeld, das wir überqueren müssen.
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 GEO
Special Nepal mit Informationen und Bildern zu Trekking-Touren,
zur Lage in Tibet sowie zu Kultur und Buddhismus
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 Cho
La Pass, Everest-Region, Nepal
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Da der Weg über das Schneefeld des Gletschers
auch einige Risiken birgt, haben wir uns mit ein paar anderen Trekkern
zusammen getan und gehen diesen Teil des Wegs gemeinsam. Wie eine
kleine Karawane ziehen wir hintereinander über die verschneite Hochebene und
sind gespannt, was nachkommt.
 Überquerung
von Schneefeldern auf dem Cho La Pass, Everest-Region, Nepal
Am Ende des Schneefeldes steht ein anstrengender
Abstieg an. Es ist relativ steil und gibt nicht wirklich einen Pfad.
Wir schliddern über rutschiges, loses Geröll den Hang hinunter.
Danach geht es über einen weiteren kleinen Pass und anschließend
folgt ein langer Abstieg durch ein Flusstal. Endlich - nach etwa
fünf Stunden anstrengendem Marsch - kommt wieder eine menschliche
Siedlung ins Blickfeld.
Wir sind in Dragnak angekommen, der letzten
kleinen Siedlung auf der anderen Seite des Passes. Diese sieht aber
nicht
wirklich einladender aus als Dzonglha!
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 Dragnak,
erste Ansiedlung nach dem Pass im Gokyo-Tal, Everest-Region,
Nepal
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 Marco
Polo Reiseführer Nepal Gibt auf ca. 130 Seiten einen guten
und preiswerten Überblick über Land und Leute in Nepal
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Also machen wir hier nur eine kleine
Mittagspause, essen eine Suppe und ein paar Kekse und hängen nochmal
zweieinhalb Stunden an die Tour dran, um durch den Ngozumpa Gletscher
nach Gokyo zu kommen, unserem Tagesziel.

Wäre ich nicht so k.o., hätte mich dieses
letzte Stück der Etappe deutlich mehr beeindruckt. Überall sind
kleine Gletscherseen und das Eis türmt sich auf. Landschaftlich
eine Welt für sich - aber ich will jetzt nur noch ankommen, denn
die Beine sind einfach nur noch schwer und die Füße tun weh. Wir
bewegen uns immerhin noch auf etwa 4.750 m und haben heute einige
Höhenmeter hinter uns gebracht.
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 Ngozumpa
Gletscher vor Gokyo, Everest-Region, Nepal
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Nach dem Gletscher geht ein kleiner
Weg in Richtung Gokyo hinauf. Wir kommen an einem wunderschönen
See vorbei, einem der sechs Gokyo Lakes. Nach ein paar Metern
folgt ein weiterer, deutlich größerer See und an diesem liegt auch
der Ort Gokyo. Nach den Strapazen der letzten Tage und der anstrengenden
Gletscher-Überquerung kann ich beim Anblick unserer Lodge
mein Glück kaum fassen. Bin ich im Paradies?
 Der
Himmel auf Erden, das Gokyo Resort in Gokyo, Everest-Region, Nepal
Es muss wohl so sein! Das Gokyo Resort ist
sicherlich das beste "Hotel" am Platz, hat Teppichboden
in den Zimmern, riesengroße Panoramafenster mit Blick auf Berge
und See, eine Toilette im Haus und die Übernachtung kostet
trotzdem deutlich unter 10 EUR. Da ich ohnehin ein paar Reservetage
eingeplant hatte, beschließe ich spontan, hier mehr als nur eine
Nacht zu verbringen. Der Tag endet - endlich mal wieder - mit einer
heißen Dusche und einem leckeren Abendessen. Morgen wollen wir früh
aufstehen und auf den 5.483 m hohen Gokyo Ri.
und hier geht's zu den
Tagen 13 und 14, Erkundung der Gokyo-Region und ihren Seen...
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