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Dank meiner SIGG-Flasche mit heißem
Wasser am Fußende des Schlafsacks habe ich die Nacht auf über 5.000
m ganz gut überstanden und auch die Kopfschmerzen sind fast weg.
Allerdings fühle ich mich schon noch etwas schlapp. Tolle Voraussetzung
für den heutigen Gipfeltag ;-)
Um halb sechs schultern wir den Tagesrucksack
und ziehen los in Richtung Gipfel des Kala Patar. Zum Glück können
wir die Tourenrucksäcke in der Lodge lassen und haben somit nur
das Nötigste dabei.
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 Blick
von Gorak Shep Richtung Kala Patar, Everest-Region,
Nepal
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 GEO
Special Nepal mit Informationen und Bildern zu Trekking-Touren,
zur Lage in Tibet sowie zu Kultur und Buddhismus
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Es geht zwei Stunden bergauf und meine
Knie fühlen sich an wie Pudding. Das letzte Stück ist eine elende
Kraxelei über loses Geröll. Schön ist dieser Berg wirklich nicht
und ich frage mich mehrfach, warum ich mir das eigentlich antue.

Nachdem die Sonne aufgegangen ist und
sich der Nebel so langsam verzogen hat, wird mir klar, warum so
viele Trekker den Weg hier herauf suchen. Die Aussicht ist unbeschreiblich!
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 Mühsamer
Aufstieg zum Gipfel des Kala Patar, Everest-Region,
Nepal
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Auf dem schmalen, schrägen Gipfel des
Kala Patar auf 5.545 m hat sich inzwischen eine lustige kleine Gruppe
unterschiedlichster Nationalitäten getroffen - Italiener, Isrealis,
Chilenen, Japaner, Schotten und Deutsche.
 Gipfel
des Kala Patar, Everest-Region, Nepal
Es ist fast schon Party-Stimmung und ein
verbindendes Gefühl, es bis hierher geschafft zu haben. Wir genießen
gemeinsam die Aussicht auf die Bergriesen um uns herum und auf die
Gletscher und Seen der Seitentäler. Der einzige Berg, den wir noch
nicht sehen können, ist der Mount Everest. Er verbirgt sich hinter
einem breiten Nebelband.
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 Blick
ins Tal vom Gipfel des Kala Patar, Everest-Region, Nepal
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 Nepal
- Wo Shiva auf Buddha trifft einzigartiger Bildband mit eindrucksvollen Fotos sowie inspirierenden Texten und
Zitaten von Dieter Glogowski
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Nachdem es so langsam etwas frisch
wird auf dem Gipfel und immer mehr Trekker den Weg herauf finden,
mache ich mich gemeinsam mit einem Schotten langsam auf den Rückweg.
Wir trödeln ein bisschen herum, machen Fotos und genießen die Aussicht.
Die Trödelei ist unser Glück, denn plötzlich reisst die Nebelwand
auf und da taucht er auf einmal aus dem Nichts auf, der Mount Everest,
der höchste Berg der Erde mit 8.848 m!
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 Blick
auf den Mount Everest vom Kala Patar, Nepal
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Ich bin auf der einen Seite glücklich
und beeindruckt, diesen Berg tatsächlich einmal live und mit
eigenen Augen sehen zu können, andererseits bin ich fast schon enttäuscht,
denn ich hätte ihn mir irgendwie noch größer und eindrucksvoller
vorgestellt. Durch die vielen anderen Sieben- und Achttausender
um ihn herum, die zum Teil deutlich näher sind wie Nuptse und Lhotse, wirkt er fast schon
klein und unscheinbar. Besondere Kennzeichen: Er hat einen sehr markanten Gipfel
und deutlich weniger Schnee als die umliegenden Berge.
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| Nach
diesem schönen Erlebnis geht es erstmal zurück zur Lodge zum Frühstück.
Beim Abstieg genießen wir noch einmal den Blick auf das Tal des Khumbu
Gletschers und die Lodges von Gorak Shep, die von hier oben aussehen
kleine Modell-Häuschen.
Für den nächsten Tag ist nochmal ein anstrengendes
Programm geplant. Wir wollen nicht denselben Weg durchs Khumbu-Tal zurück
nehmen, sondern über den 5.368 m hohen Cho La Pass ins Gokyo-Seitental
wandern.
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 Gorak
Shep und Khumbu Gletscher, Everest-Region, Nepal
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 Nepal
- Wo Shiva auf Buddha trifft einzigartiger Bildband mit eindrucksvollen Fotos sowie inspirierenden Texten und
Zitaten von Dieter Glogowski
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Die erste Etappe führt uns wieder zurück
nach Lobuche. Erinnerung an die ungemütliche Lodge kommt hoch. Auf dem
Weg sieht man oft plattgedrückte Kuhfladen, die in der Sonne zum Trocknen
ausgelegt wurden. Da Holz auf diesen Höhen Mangelware ist, sind diese
Kuhfladen ein bewährtes Brennmatierial für die Öfen in den Lodges.
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 Kauderwelsch
Nepali der Sprachführer
Nepali für den typischen Reisealltag, Wort
für Wort
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 Kuhfladen
werden getrocknet, Brennmaterial für die Öfen, Everest-Region,
Nepal
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In der Zwischenzeit ist in Lobuche eine
kleine Gruppe von Trekkern angekommen, die per Zelt-Trekking unterwegs
sind. Die kleineren roten Toilettenzelte erinnern ein bisschen an ein
mittelalterliches Lager.
 Lobuche,
Everest-Region, Nepal
Kurz vor der Sherpa-Gedenkstätte in Duglha
verzweigt sich der Weg und wir marschieren in Richtung Dzonglha am Fuß
des Cho La Passes, wo wir die Nacht verbringen wollen. Die Tagestour
war anstrengend und wir sind ziemlich k.o., als wir endlich in Dzonglha
ankommen. Zu allem Übel hat nur eine der beiden Lodges geöffnet und
die ist natürlich rappelvoll - und noch dazu die scheußlichste Absteige,
die ich auf der Tour bisher erlebt habe.
Der Boden meines Zimmers besteht aus
festgetretenem Lehm, die Wände aus Sperrholz bzw. Plastikplanen und
neben dem Eingang ist der Vorrat an getrockneten Kuhfladen aufgestapelt.
Und der Weg zur Toilette bedeutet etwa einen Kilometer Fußmarsch
über eine Wiese mit Schlaglöchern. Ich bin begeistert!
Da der Aufenthaltsraum
ebenfalls rappelvoll ist, ziehe ich mich nach dem Abendessen relativ
früh mit meiner Wärmflasche in den Schlafsack zurück und hoffe, die
Nacht irgendwie zu überstehen und etwas Kraft zu tanken für die morgige
Passüberquerung.
und hier geht's zum zwölften
Tag, der Überquerung des Cho La Passes ins Gokyo Tal... |