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Nachdem es am Morgen anfangs noch geregnet
hat, ist es anschließend total klar geworden. Gute Voraussetzung
für diese landschaftlich schöne Tagesetappe. In etwa 5 Stunden soll
es nach Lobuche auf 4.940 m gehen. Auf dem Weg dahin kommt man noch
in Duglha vorbei, einer Gedenkstätte für die am Everest verstorbenen
Sherpas.
Der Abschied von Sonam Hishi, dem Besitzer
der Lodge in Dingboche und seiner Frau ist total herzlich. Habe
die beiden wirklich ins Herz geschlossen! Das erste Stück der Etappe
ist nur leicht ansteigend und verläuft über eine karge Hochebene,
die immer wieder eine tolle Aussicht über die Berge öffnet. Ich
weiß gar nicht, in welche Richtung ich zuerst schauen soll.
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 Hochebene
hinter Dingboche, Everest-Region, Nepal
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 GEO
Special Nepal mit Informationen und Bildern zu Trekking-Touren,
zur Lage in Tibet sowie zu Kultur und Buddhismus
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Im Tal sehen wir einen kleinen
Ort liegen. Es ist Pheriche auf 4.280 m. In Pheriche gibt es ein
kleines Krankenhaus der Himalayan Rescue Association, die Verletzte
der Everest-Expeditionen erstversorgen. Neben einem Hubschrauber-Landeplatz
haben sie dort auch einen "GAMOW Bag", einen
Sack zum Druckausgleich, der für Verletzte mit gravierenden
Symptomen von Höhenkrankheit benötigt wird.
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 Blick
auf Pheriche, Everest-Region, Nepal
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Nach dem Blick auf Pheriche kommen wir in
der Hochebene an kleinen Steinhäusern vorbei. Es sind alte Schutzhütten,
die jedoch nicht mehr oder nur noch selten benutzt werden. Die Landschaft
und die Steinhäuschen erinnern ein bisschen an abgelegene Seitentäler
im Tessin.
 Schutzhütten
oberhalb von Dingboche, Everest-Region, Nepal
Das zweite Stück der heutigen Etappe wird
richtig anstrengend. Die sanft ansteigende Hochebene "endet"
vor einem großen Steinhaufen. Über wild durcheinander liegende Steine
klettern wir schnaufend steil bergauf, um dann mit einer atemberaubenden
Aussicht und ganz besonderen Atmosphäre belohnt zu werden. Wir sind
in Duglha angekommen, der Gedenkstätte für die am Everest verstorbenen
Sherpas.
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 Duglha,
Gedenkstätte der am Everest verstorbenen Sherpas, Everest-Region,
Nepal
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 Nepal
- Wo Shiva auf Buddha trifft einzigartiger Bildband mit eindrucksvollen Fotos sowie inspirierenden Texten und
Zitaten von Dieter Glogowski
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Überall stehen kleine Chörten - aus
Steinen aufgeschichtete Pyramiden - und es sind Gebetsfähnchen gespannt.
Die Atmoshäre dieses Ortes nimmt mich gefangen. An diesem Ort treffen
bei mir die unterschiedlichsten Gefühle aufeinander.
Auf der einen
Seite ist da Trauer, dass unglaublich viele Menschen bereits ihr
Leben am Mount Everest lassen mussten und ihre Familien allein zurückgelassen
haben. Dann ist da ganz viel Ehrfurcht vor diesem höchsten Berg
der Welt, der offensichtlich soviel Faszination auf die Menschen
ausübt, dass sie immer wieder ihr Leben riskieren. Aber es ist auch
ein Berg, der dem Menschen klar macht, wie mächtig die Natur ist
und dass wir nur gemeinsam mit ihr und nicht gegen sie bestehen
können.
Und letztlich bin ich einfach nur beeindruckt
von der Schönheit dieses Ortes. Man hätte keinen besseren finden
können, um diese Menschen und den Berg zu ehren. Die Gebetsfahnen
wehen im Wind und die Gedenkstätte bietet eine wunderschöne Ausssicht
auf die Berge, die so vielen zum Verhängnis wurden. Ich verabschiede
mich still von diesem Ort und es geht weiter.
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 Duglha,
Gedenkstätte der am Everest verstorbenen Sherpas, Everest-Region,
Nepal
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Nach 1 1/2 Stunden Fußmarsch kommen
wir kurz vor dem Regen in unserer Lodge, dem "Above the clouds
guesthouse" in Lobuche an. Sie ist nicht wirklich schön, die
Zimmer sind dunkle, zugige Holzverschläge, aber zum Glück halbwegs
sauber. Einziges Manko: die Toilette ist draußen, was nachts wirklich
unangenehm ist, wenn man seinen kuscheligen Schlafsack verlassen
muss!

Ich mache noch einen kleinen Spaziergang und schaue
über einen Grat auf die Ausläufer des Khumbu Glacier. Beeindruckend,
das leuchtend blaue Eis. Ich freue mich schon auf's Everest Basecamp
morgen.
Nach einem gemütlichen Abend im Ofen folgt eine
entspannte Nacht, nachdem ich es schaffe, die trappelnden Mäusefüße
auszublenden und mir keine Gedanken zu machen, ob meine Vorräte
aufgefressen werden oder nicht ;-)
und hier geht's zum zehnten
Tag, der Etappe von Lobuche über Gorak Shep zum Everest Basecamp...
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