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Trekking im Everest-
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Reiseberichte

Neunter Tag: Von Dingboche über Duglha nach Lobuche

Reisebericht über Trekking im Sagarmatha Nationalpark,
der Himalaya-Region um Mt. Everest und Gokyo Ri

 Zusammenfassung Tag 09 - Von Dingboche nach Lobuche
  • Start:                 Dingboche
  • Ziel:                   Lobuche
  • Zwischenziele:     Duglha
  • Höhe von ... bis:  4.360 m - 4.940 m
  • reine Gehzeit:      5 Stunden  

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 Etappe von Dingboche über Duglha nach Lobuche

 Nachdem es am Morgen anfangs noch geregnet hat, ist es anschließend total klar geworden. Gute Voraussetzung für diese landschaftlich schöne Tagesetappe. In etwa 5 Stunden soll es nach Lobuche auf 4.940 m gehen. Auf dem Weg dahin kommt man noch in Duglha vorbei, einer Gedenkstätte für die am Everest verstorbenen Sherpas.

 Der Abschied von Sonam Hishi, dem Besitzer der Lodge in Dingboche und seiner Frau ist total herzlich. Habe die beiden wirklich ins Herz geschlossen! Das erste Stück der Etappe ist nur leicht ansteigend und verläuft über eine karge Hochebene, die immer wieder eine tolle Aussicht über die Berge öffnet. Ich weiß gar nicht, in welche Richtung ich zuerst schauen soll.

Hochebene hinter Dingboche, Everest-Region, Nepal
Hochebene hinter Dingboche, Everest-Region, Nepal

  Im Tal sehen wir einen kleinen Ort liegen. Es ist Pheriche auf 4.280 m. In Pheriche gibt es ein kleines Krankenhaus der Himalayan Rescue Association, die Verletzte der Everest-Expeditionen erstversorgen. Neben einem Hubschrauber-Landeplatz haben sie dort auch einen "GAMOW Bag", einen Sack zum Druckausgleich, der für Verletzte mit gravierenden Symptomen von Höhenkrankheit benötigt wird.

Blick auf Pheriche, Everest-Region, Nepal
Blick auf Pheriche, Everest-Region, Nepal

Nach dem Blick auf Pheriche kommen wir in der Hochebene an kleinen Steinhäusern vorbei. Es sind alte Schutzhütten, die jedoch nicht mehr oder nur noch selten benutzt werden. Die Landschaft und die Steinhäuschen erinnern ein bisschen an abgelegene Seitentäler im Tessin.

Schutzhütten oberhalb von Dingboche, Everest-Region, Nepal
Schutzhütten oberhalb von Dingboche, Everest-Region, Nepal 

 Das zweite Stück der heutigen Etappe wird richtig anstrengend. Die sanft ansteigende Hochebene "endet" vor einem großen Steinhaufen. Über wild durcheinander liegende Steine klettern wir schnaufend steil bergauf, um dann mit einer atemberaubenden Aussicht und ganz besonderen Atmosphäre belohnt zu werden. Wir sind in Duglha angekommen, der Gedenkstätte für die am Everest verstorbenen Sherpas.

Duglha, Gedenkstätte der am Everest verstorbenen Sherpas, Everest-Region, Nepal
Duglha, Gedenkstätte der am Everest verstorbenen Sherpas, Everest-Region, Nepal

 Überall stehen kleine Chörten - aus Steinen aufgeschichtete Pyramiden - und es sind Gebetsfähnchen gespannt. Die Atmoshäre dieses Ortes nimmt mich gefangen. An diesem Ort treffen bei mir die unterschiedlichsten Gefühle aufeinander.

Auf der einen Seite ist da Trauer, dass unglaublich viele Menschen bereits ihr Leben am Mount Everest lassen mussten und ihre Familien allein zurückgelassen haben. Dann ist da ganz viel Ehrfurcht vor diesem höchsten Berg der Welt, der offensichtlich soviel Faszination auf die Menschen ausübt, dass sie immer wieder ihr Leben riskieren. Aber es ist auch ein Berg, der dem Menschen klar macht, wie mächtig die Natur ist und dass wir nur gemeinsam mit ihr und nicht gegen sie bestehen können.

 Und letztlich bin ich einfach nur beeindruckt von der Schönheit dieses Ortes. Man hätte keinen besseren finden können, um diese Menschen und den Berg zu ehren. Die Gebetsfahnen wehen im Wind und die Gedenkstätte bietet eine wunderschöne Ausssicht auf die Berge, die so vielen zum Verhängnis wurden. Ich verabschiede mich still von diesem Ort und es geht weiter.

Duglha, Gedenkstätte der am Everest verstorbenen Sherpas, Everest-Region, Nepal
Duglha, Gedenkstätte der am Everest verstorbenen Sherpas, Everest-Region, Nepal 

  Nach 1 1/2 Stunden Fußmarsch kommen wir kurz vor dem Regen in unserer Lodge, dem "Above the clouds guesthouse" in Lobuche an. Sie ist nicht wirklich schön, die Zimmer sind dunkle, zugige Holzverschläge, aber zum Glück halbwegs sauber. Einziges Manko: die Toilette ist draußen, was nachts wirklich unangenehm ist, wenn man seinen kuscheligen Schlafsack verlassen muss!

Ich mache noch einen kleinen Spaziergang und schaue über einen Grat auf die Ausläufer des Khumbu Glacier. Beeindruckend, das leuchtend blaue Eis. Ich freue mich schon auf's Everest Basecamp morgen.

Nach einem gemütlichen Abend im Ofen folgt eine entspannte Nacht, nachdem ich es schaffe, die trappelnden Mäusefüße auszublenden und mir keine Gedanken zu machen, ob meine Vorräte aufgefressen werden oder nicht ;-)

  und hier geht's zum zehnten Tag, der Etappe von Lobuche über Gorak Shep zum Everest Basecamp...

   

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