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Um 5.30 Uhr klingelt der Wecker, denn
wir wollen früh - noch ohne das schwere Tourengepäck - zum Kloster
hinauf. Wir haben riesig Glück mit dem Wetter, denn der Nebel hat
sich bis auf ein paar kleine Wölkchen gelichtet und die Sicht ist
klar.
Von hier oben hat man eine tolle Sicht auf
die umliegenden Berge: Kongde, Thamserku und andere. Man sieht auch
sehr schön, wie die Nepalesen ihre Felder und Äcker mit kleinen
Steinmäuerchen abgeteilt haben. Die Kühe und Pferde auf den Weiden
haben aus dieser Perspektive eher Ameisengröße ;-)
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 Auf
dem Weg zum Kloster Thame, Blick zurück ins Tal,
Everest-Region, Nepal
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 GEO
Special Nepal mit Informationen und Bildern zu Trekking-Touren,
zur Lage in Tibet sowie zu Kultur und Buddhismus
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Der Weg zum Kloster Thame hinauf ist eigentlich
nur ein schmaler Trampelpfad, gesäumt von kleinen Chörten aus Stein
und von Gebetsfähnchen, die man natürlich an jedem heiligen Ort
in großer Zahl findet.
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 Auf
dem Weg zum Kloster Thame, Everest-Region, Nepal
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Die Mönche des Klosters wohnen in kleinen
Steinhäuschen, die eng an den felsigen Hang gebaut sind. Über
einen kleinen geschützten Innenhof gelangt man ins Innere des Klosters.
Während mein Guide hier seine Morgengebete spricht, genieße ich
die ersten Sonnenstrahlen und die Aussicht aufs Umland.
 Kloster Thame in der Everest-Region, Nepal
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Nach dem Klosterbesuch frühstücken wir noch
gemütlich in der Sunshine Lodge und schultern dann wieder unsere
Rucksäcke. Heute geht es in ca. 5 Stunden nach Khumjung, das ebenfalls
auf 3.800 m liegt. Das erste Stück der heutigen Route ist relativ
einfach. Danach wird es aber doch noch anstrengend: es geht fast permanent
auf unwegsamen Pfaden bergauf.
Unterwegs treffen wir - wie so oft -
Kinder, die in völlig verdreckter Kleidung stecken. Sie freuen sich
über ein paar Cebion Bonbons. Wenn schon Süßigkeiten, dann sollte man
etwas ansatzweise gesundes an die Kinder verteilen wie zum Beispiel
in diesem Fall Vitamin-Bonbons. Denn Vitamine ist eins der Dinge, dass
die Menschen hier sehr gut gebrauchen können, um resistenter gegen Infektionskrankheiten
zu sein. Die meisten von ihnen leiden unter Mangelerscheinungen, da
sie sich nicht ausgewogen genug ernähren (können).
In Syanboche auf knapp 3.800 m machen
wir eine kurze Mittagsrast. Hier gibt es einen Hubschrauber-Landeplatz.
Auf dem Weg nach Khumjung kommen wir danach an einer Yak-Aufzuchtstation
vorbei. Man kann sich kaum vorstellen, dass die putzigen kleine Kerle
irgendwann einmal große, furchteinflößende Kraftprotze sein werden!

Yak-Aufzuchtstation kurz vor Khumjung, Everest-Region, Nepal
Ihre "großen Brüder" treffen wir nach einiger
Zeit auf der Trekkingroute. Man bekommt automatisch Respekt vor diesen
behäbigen Tieren und hält Abstand - was auch angeraten ist, da die Yaks
oft ihre Ladung auf dem Rücken nicht richtig abschätzen und einen Trekker
durchaus vom Weg abdrängen können. Deshalb gilt auch die Devise: bei
einer Begegnung mit Yaks immer zum Hang hin ausweichen - nie zum Abhang!

Ausgewachsene Yaks als Lasttiere bei Khumjung, Everest-Region,
Nepal
Nach etwa fünf Stunden Laufzeit kommen wir in Khumjung
an, was wie ein Amphitheater in einem Talkessel gelegen ist. Die ersten
abendlichen Nebelschwaden ziehen schon wieder auf. Trotzdem gehe ich
noch auf eine kurze Erkundungstour durch die verwinkelten Gassen des
Dorfes. Gerade die alten Frauen, die mir auf dem Weg begegnen, grüßen
wieder auf ihre unwahrscheinlich herzliche Art.
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 Blick
auf das im Talkessel gelegene Khumjung, Everest-Region,
Nepal
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Plötzlich steht ein riesengroßes, zotteliges Yak
im Weg und schaut mich grimmig an. Leider ist weit und breit kein Besitzer
oder Hirte zu sehen. Da ich nicht einschätzen kann, ob das Tier gut
oder böse ist, gebe ich klein bei, drehe um und kehre zu meiner
Lodge zurück.

Ich verbringe den Abend mit drei sehr netten Dänen und
esse Vegetable Momos, mit Gemüse gefüllte Nudeltaschen, eine nepalesische
Spezialität. Mein Porter ist mal wieder verschwunden. Er hat sich mit
Freunden zum Pool (Billiard) spielen getroffen. Ich gehe früh ins Bett
und schlafe entspannt ein mit meiner mit heißem Wasser aufgefüllten
SIGG-Falsche am Fußende des Schlafsacks - die etwas andere Wärmflasche,
die ich jeder Frostbeule nur empfehlen kann ;-)
und hier geht's zum sechsten
Tag, der Etappe von Khumjung nach Tengboche... |