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Und tatsächlich - als wir uns am nächsten Morgen aus
unseren Schlafsäcken pellen, ist es zwar bitterkalt, aber wir haben
eine absolut klare Sicht auf die Himalaya-Kette.
Zitternd und mit Fotoapparat
bewaffnet stehen wir draußen und warten gespannt auf den Sonnenaufgang.

Und da kommt die Sonne langsam über die Berge geklettert
und hüllt das Tal sowie die umliegenden Berge in ein unbeschreiblich
warmes Licht. Die Rhododendron-Bäume fangen an, rot zu leuchten und
der Nebel steigt von den Bergen auf. Wow!
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 Sonnenaufgang
in Tadapani, Annapurna, Nepal
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Bei diesen Sonnenaufgängen im Himalaya vergißt man
alle vorangegangenen Strapazen (schmerzende Muskeln, Kälte... egal!) und ist einfach nur glücklich, dieses
Naturschauspiel erleben und dem Himmel so nah sein zu dürfen!

Warm eingemummelt frühstücken wir draußen auf der
Terrasse und genießen noch ein bißchen die tolle Aussicht und die ersten
wärmenden Sonnenstrahlen.
Dann geht es in 2 1/2 Stunden wieder bergab
durch den Rhododendronwald nach Ghandruk (angeblich eins der
schönsten Dörfer Nepals), wo wir das letztemal
übernachten, bevor es nach Pokhara zurück geht.

In Ghandruk angekommen müssen wir erst einmal schlucken.
Direkt neben unserer Lodge haben die Dorfbewohner gerade einen Büffel geschlachtet.
Das halbe Dorf ist damit beschäftigt, den Büffel in handliche Teile
zu zerlegen, während die Kinder auf dem Feld nebenan mit der aufgeblasenen
Blase des Tiers Fußball spielen und das Fell zum trocknen auf dem Hausdach nebenan
liegt.
Wer bisher auf der Tour noch kein Vegetarier war, überlegt es
sich spätestens jetzt ;-) Aber dies ist nun einmal der ganz normale Alltag
in einem nepalesischen Dorf - wir Stadtmenschen sind so etwas nur einfach
nicht mehr gewohnt!

Ghandruk ist ein malerisches Dorf mit gutem Wegenetz,
schönen Häusern und einem buddhistischen Kloster. Da wir früh ankommen,
machen wir einen ausgedehnten Spaziergang. Auch hier wird wieder intensiv
Ackerbau betrieben, wobei sich die technischen Hilfsmittel auf ein Minimum
beschränken und herumstreunende Hühner der nepalesischen Frau beim
Saatgut auswerfen bereits die Hälfte vom Mais wegpicken.

Bei den Kindern des Dorfes hat sich schnell herumgesprochen,
daß neue Touristen angekommen sind.

Wir werden auf Schritt und Tritt
von ihnen verfolgt und neugierig beobachtet.
Abends haben wir dann noch eine kleine Abschiedsparty
mit unserer Begleitmannschaf, denn es ist unsere letzte Übernachtung
in den Bergen. Wir haben kleine Päckchen für die Jungs
gepackt: Blumen, Müsliriegel, Trinkgeld, Trekking-Kleidung etc. Sie
freuen sich sehr über die Extras. Morgen treten wir den Heimweg
nach Pokhara an. Der Besitzer der Lodge hat extra für uns einen Kuchen
gebacken - im Ofen über dem offenen Feuer. So gut hat schon lange kein
Kuchen mehr geschmeckt und wir sind wieder einmal beeindruckt, was die
nepalesische Küche mit so wenigen technischen Hilfsmitteln an Köstlichkeiten
zaubert!
So lustig die Abschiedsparty ist, es ist doch sehr
viel Wehmut dabei, denn wir alle haben die Ruhe in den Bergen genossen,
die wunderschöne Landschaft und die warmherzigen Menschen hier im Himalaya.
Und nach 10 Tagen gemeinsamem Trekking haben sich auch zu unserer Begleitmannschaft
erste Freundschaften entwickelt. Unser Träger Jagat ist für mich "Bhai"
- der kleine Bruder - während er mich "Didi" - große Schwester
nennt.
und hier geht's weiter zum 10. Tag Trekking in Annapurna...

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