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Reisebericht Trekking im Annapurna -
Gebiet in Nepal

 

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Reiseberichte

Trekking im Annapurna Gebiet - Tag 01 Aufstieg ab Besi Sahar

Treking im Annapurna Gebiet - Von Pokhara über Jomsom nach Kagbeni

Reisebericht Annapurna - Natur, Kultur und Trekking in Nepal
 

 Zusammenfassung Tag 01 - Von Pokhara über Jomsom nach Kagbeni
   

 

  • Start:                 Pokhara, Flug nach Jomsom
  • Ziel:                   Kagbeni
  • Zwischenziele:     Jomsom (Flughafen)
  • Höhe von ... bis:  800 m - 2.800 m
  • reine Gehzeit:      3 1/2 Stunden

 

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Hotel Kantipur Temple House, Kathmandu
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 Tag 01 - Teiletappe von Pokhara nach Jomsom
   

Endlich geht's los!

Um 5.30 Uhr morgens werden wir im Hotel abgeholt und zum Flughafen von Pokhara gebracht. Um 7 Uhr startet die kleine Propellormaschine der Cosmic Air. Es gibt 16 Sitzplätze und sogar eine Stewardess in nepalesischer Tracht, die Bonbons verteilt und Watte für die Ohren.  

Flughafen Pokhara, Annapurna, Nepal

 Die Sicht in den frühen Morgenstunden ist genial und wir erspähen relativ schnell die ersten schneebedeckten Berge. Alle hängen an den Fenstern und versuchen, ein Foto zu ergattern. Je höher wir fliegen, desto mehr bekommen wir die Turbulenzen zu spüren. Die Piloten manövrieren das Flugzeug virtuos an den Bergen vorbei und durch kleine Seitentäler - und vor lauter Staunen vergisst man doch das etwas flaue Gefühl im Magen. Endlich taucht die Landebahn von Jomsom unter uns auf. Erste Teiletappe geschafft!

Wir sammeln unser Gepäck ein und treffen vor dem Flughafen auf unsere nepalesische Begleitmannschaft, die durch das Tal hochgelaufen sind: einen Sirdar (Rajesh, der Anführer/Chef-Sherpa), einen Sherpa (Man, der zweite Führer der Truppe, i. d. R. immer das Schlusslicht) und drei Porter (= Träger, unserer heißt Jagat). Nach einer kleinen Tea-Break schultern die Träger unsere Tourenrucksäcke und starten leichtfüßig durch, während unsere kleine fünfköpfige Gruppe mit leichtem Tagesgepäck und Fotoapparat bewaffnet gemütlich hinterher läuft.

Es ist kalt hier oben im Veraltungssitz des Mustang-Distriktes und es weht ein ständiger Wind aus dem Tal hoch, so dass wir erst einmal die warmen Fleecejacken auspacken.

 Das Ziel des heutigen Tages ist Kagbeni, ein Bergdorf mit einem sehr alten Kloster. Wir laufen in Jomsom durch den Ort, passieren den Police Checkpost der nepalesischen Armee und blicken nach kurzer Zeit in die Weite des Kali Gandaki Tales.

Kali Gandaki Tal, Annapurna, Nepal

 Dieser Teil des Mustang-Distriktes ist noch für Besucher frei zugänglich
(trotzdem ist ein Trekking-Permit für ca. 25 EUR erforderlich!),
während der hintere, in Richtung Tibet gelegene Teil mit der Hauptstadt
Lo Mantang starken Beschränkungen unterlegen ist. 

 

   
 Tag 01 - Teiletappe von Jomsom nach Kagbeni
   

 Wir laufen durch das steinige Flusstal oder auf kleinen Trampelpfaden am Rand entlang, wobei kleine Hindernisse wie ein Erdrutsch immer mal wieder das Fortkommen erschweren und zunächst die Suche nach einem gangbaren Weg beginnt

 

Die vielen kleinen oder größeren Brücken lassen erahnen, dass es in diesem Tal nicht immer so karg und trocken ist wie im Frühjahr
(wir waren hier Ende Februar 2003).

Lange Hängebrücken überspannen das Flusstal und werden von Mensch und Tier genutzt. Es kostet uns Menschen schon ein bißchen Überwindung, diese schwankenden Brücken mit ihrem durchsichtigen Boden aus Metallverstrebungen zu betreten - wie mag es da einem Maultier, Pferd oder Yak gehen?

Aber zum Glück wurden in den meisten Gegenden die klapprigen und morschen Holzkonstruktionen durch stabile Metallbrücken ersetzt. Ein bißchen Nervenkitzel bleibt, besonders wenn einem auf der Mitte der Brücke eine Yak-Karawane entgegen kommt ;-)

Uns wird sehr schnell bewusst, dass in dieser unwegsamen Region "Straße" und "Auto" Fremdwörter sind. Lasten werden auf dem Rücken von Menschen oder Tieren transportiert, hauptsächlich durch drahtige Bergponies oder Maultiere, manchmal auch eine Kreuzung von Yak und Kuh. Echte Yaks sieht man in dieser Gegen praktisch gar nicht. Sie sind zu schwer zu zähmen.

Nachfolgend ein Foto unseres Trägers Jagat, damals 23 Jahre alt, der mit seiner guten Laune immer viel zur Stimmung in der Gruppe beigetragen hat. Da er ein bißchen Englisch konnte, haben wir auch die eine oder andere Unterhaltung hinbekommen. Und wenn Jagat mit Englisch nicht mehr weiterkam, hat er uns Nepali beigebracht ;-)

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 Unsere kleine Reisegruppe von Hauser Exkursionen bestand aus Rolf und mir (1.v.l., 4.v.l.), Veronika und Udo (2.v.l., ganz rechts) und Ingrid (3.v.l.). Reiseleiter war Mukunda, ein Nepalese, der ganz passabel Deutsch gesprochen hat (2.v.r.).

In Kagbeni in unserer gemütlichen Lodge angekommen bewundern wir erstmal die aufgeräumte, saubere Küche. Hier werden Köstlichkeiten gezaubert von Pizza über diverse Nudel- und Reisgerichte, Kartoffeln in allen Variationen und Suppen bis zum Abwinken. Das Essen war immer sehr lecker und kreativ (es ist spannend, wie zum Beispiel "Lasagne" von einem nepalesischen Koch interpretiert wird!) und während der ganzen Tour gab es keine Ausfälle bedingt durch Magenprobleme. Wobei wir auch peinlich darauf geachtet haben, nur abgekochtes Wasser zu verwenden - selbst beim Zähne putzen.

Bevor es Abendessen gibt, machen wir noch einen Spaziergang durch den Ort. Obwohl es in diesen Höhenlagen bereits recht kalt ist, spielt sich viel Leben draußen ab - wie diese Frau, die ihren Webstuhl vor dem Haus stehen hat und versucht, ihre farbenfrohen Teppiche an die durchziehenden Touristen zu verkaufen (aber was macht man mit einem Teppich zu Beginn der Trekking-Tour, wenn man NICHT mehr durch diesen Ort kommt?).

Man hat das Gefühl, dass in diesem Land die Zeit stehen geblieben ist. Webstühle, eine alte Mühle am Bach, in der eine alte Frau Mehl mahlt...

So langsam wissen wir die Errungenschaften der Technik zu schätzen und begreifen, wie gut es uns eigentlich geht.
Zu gut? Geht es nicht in vielen Fällen auch einfacher? Sind wir Sklave der Technik? Diese Fragen tauchen im Lauf der Tour immer mal wieder auf!

Wahrzeichen von Kagbeni sind die trutzigen kleinen Steinhäuser, die zum Schutz gegen den ständig wehenden Wind relativ flach gehalten sind und in der Regel einen windgeschützten Innenhof haben, in dem sich das Leben abspielt. Einen Besuch wert ist das zugige, jahrhundertalte Kloster (das rote Gebäude im Hintergrund), in dem heute noch etwa 20 Mönche leben. Ein alter Mönch zeigt uns gegen eine kleine Spende für das Kloster bereitwillig die Räumlichkeiten und uralte Gebetsbücher, die auf Pergamentpapier handgeschrieben sind. Kleine Kostbarkeiten, die hoffentlich der Witterung trotzen und der Nachwelt noch lange erhalten bleiben!

Zum Abschluss haben wir noch die Gelegenheit, einer buddhistischen Zeremonie in einem Privathaus beizuwohnen. Wir sitzen im Schneidersitz auf einer Seite des Raumes, bekommen den klassischen nepalesischen Milk-Tea (schwarzer Tee mit Milch und Zucker) serviert und lauschen dem faszinierenden Klang von Gesängen, gesprochenen Gebeten und Gongs (alles überlagert sich, jeder in seinem eigenen Rhythmus), die uns in eine andere Welt und Zeit entführen. Und wieder sind wir beeindruckt von der Offenheit und Herzlichkeit dieser Menschen!

Kagbeni ist gleichzeitig der nördlichste noch frei begehbare Teil des Mustang Distriktes. Von hier kann man einen Blick in das weite Mustang-Tal in Richtung Tibet werfen, darf aber nur mit Sondergenehmigung weiter ziehen.

 

 und hier geht's weiter zum 2. Tag, der von Kagbeni nach Muktinath führt...

 

   

Reisebericht Trekking im Annapurna Gebiet
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