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Reiseberichte

Lappland - Hundeschlittentour in Lappland

Reisebericht Lappland - Wintererlebniswoche Lappland (9.3.2008 - 15.3.2008)
 

 
  Tag 6: Hundeschlittentour die Zweite
 

Am nächsten Tag gibt es um 9 Uhr Frühstück. Einige von uns sind schon um 7 Uhr raus, um noch mal am Eisloch zu angeln.

Es hat ihnen keine Ruhe gelassen, aber sie fangen auch dann nichts, als es Alain mit blau-weiß-roten Angelwürmern (den Nationalfarben seiner Heimat) probiert. Zum Frühstück gibt es Brot, Speck und Spiegeleier. Die Eier sind sensationell – sie haben alle doppelte Dotter. Ist uns ein Foto wert.

Doppeldotterspiegeleier zum Frühstück

Nach dem Frühstück werden 3 Teams gebildet. Vier Leute um die Huskies zu füttern, ein Team zum Holz auffüllen und ein Team zum Aufräumen und Kehren der Hütte. Sylke und Annette gehen natürlich zu den Huskies! Wir freuen uns, unser Team, d. h. unsere Hunde zu sehen, die schon auf uns warten. Denn schließlich gibt es jetzt Huskysuppe!

So gegen 10:30 Uhr heißt es Aufbruch. Mika erklärt uns, wie wir den Hunden das Geschirr anlegen, und dann geht es auch schon wieder los. Heute sind es minus 10 Grad. Ein bisschen kälter um die Nase als in den letzten Tagen, aber trotzdem nicht unangenehm. Wir genießen die Fahrt wieder sehr, auch wenn dieses Mal die Etappe länger ist. Marianne findet einfach keine freie Hütte für unser Mittagessen, immer ist alles von anderen Gruppen besetzt. 

Plötzlich sehen wir vorne eine Herde von Rentieren, die an uns vorbeiläuft. Es kommt Unruhe auf. Die Huskies von Michèle wollen vehement den Weg verlassen und in den Tiefschnee, zu einem großen dunklen Etwas, das da liegt. Wir entdecken ein totes Rentier und geben Mika ein Zeichen, der die Huskies wieder auf die richtige Spur bringt. Was ist passiert?

Die, die vorne in der Gruppe fuhren, wissen mehr: Eine Rentierherde hat auf der offenen Fläche gespielt und als die Herde in den Wald laufen will, ist das letzte Rentier plötzlich einfach umgefallen und war tot. Vermutlich ein Herzinfarkt. Das kann also auch passieren. Nachdem Mika den Jäger per Handy informiert hat, fahren wir wieder weiter. Nach einem Mittagessen, bei dem wir Würstchen grillen (keine Rentierwurst!) und Mika einen Schnack mit dem gleich herbeigefahrenen Jäger hält, erreichen wir wieder gegen halb vier das Huskyzentrum. Mika gibt noch letzte Instruktionen und dann spannen wir die Hunde wieder aus.

Huskies am Zwinger
Huskies am Zwinger

Die Großen dürfen jetzt frei laufen, während die Jüngeren gleich in den jeweiligen Zwinger gebracht werden. Manche sind so schnell weg, dass gar keine Zeit zum Abschiednehmen bleibt – immerhin haben wir 44 km miteinander geschafft und viel Spaß gehabt. Ein bisschen wehmütig sind wir alle und wollen gar nicht gehen! Es waren zwei wunderbare Tage und Mika war ein klasse Safariguide. Danke, ihr lieben Huskys, für die tolle Zeit! Nun können auch wir verstehen, warum alle bei dem Thema „Hundeschlittentour“ so leuchtende Augen bekommen. Das ist nun auch bei uns der Fall.

Nachdem wir unsere geliehene Winterausrüstung in der Kleiderkammer zurückgegeben haben, fahren wir um 17 Uhr mit dem Bus in einen Souvenirshop. Nach einer Fahrt von einer halben Stunde haben wir jetzt eine Stunde Zeit, Mitbringsel zu kaufen. Unter Zeitdruck ist das natürlich schwierig, aber gefunden hat jeder etwas –sinnvolles und weniger sinnvolles. Und die Tüten der Männer waren definitiv größer als die der Frauen!

Eine Rentiermütze im Souvenierladen
Eine Rentiermütze im Souvenierladen

Skandinavien der Norden: Handbuch für in Lappland vom Polarkreis bis zum Nordkap
Handbuch Lappland
Skandinavien der Norden: Handbuch für Lappland vom Polarkreis bis zum Nordkap

Um 20 Uhr läuten wir dann unseren Abschiedsabend ein. Bei einem gemeinsamen Abendessen lassen wir die Tage Revue passieren, tauschen Adressen aus - und erhalten unser Rentierdiplom.

Es war eine tolle Gruppe. Ein großes Lob und Dankeschön auch an Marianne. Sie hat uns super durch die Tage geführt und wir haben uns bei ihr sehr wohlgefühlt. Die 6 Tage gingen so schnell vorbei. Einziger Wehrmutstropfen an dem Abend ist noch das Packen. Wir werfen einfach unsere ganzen Wäschesäcke in den Koffer und nutzen die Zeit viel lieber zum Anschauen der Bilder und Filme auf den Digitalkameras.

Nach einem letzten Polarlichtcheck („negativ!“) fallen wir gegen 1 h ins Bett, die Ereignisse hallen in uns noch nach und ein bisschen ist noch das Gefühl da, auf den Kufen zu stehen und die Winterlandschaft an sich vorbeiziehen zu lassen ...

chronologisch gehts nun schon
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