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Wir erreichen die Hauptverbindungsstraße
zu den Plitwitzer Seen und fahren bei den Seen bis zum Eingang Nr. 2.
Leider kann
man hier am gesamten Platz nicht übernachten.
Deshalb suchen wir in der Nähe
einen Übernachtungsplatz. Am morgigen Tag wollen wir zu unserer Exkursion in die Plitwitzer Wasserwelt starten
und
hoffen auf besseres Wetter.
Dieser beeindruckende Nationalpark Plitwitzer Seen, der auch Bären und Wölfe beheimatet, liegt auf einer Fläche
von fast 30.000 Hektar in unberührter Natur. Er ist der größte und älteste (1949)
von acht Nationalparks in Kroatien. Seit 1979 ist das Gebiet aufgenommen in
das Verzeichnis des Weltkulturerbes der UNESCO. Viele halten die Plitwitzer
Seen für das größte Juwel des gesamten kroatischen Naturerbes.
Attraktion sind die 16
miteinander durch Überläufe, Wasserfälle und Höhlensysteme verbundenen Seen
auf einer Länge von 7 km und mit einer Höhendifferenz von 135 m. Sie sind durch
Kalkablagerungen entstanden. Immer wieder bilden sich neue Barrieren und Wasserläufe.
Um die Seen führen markierte Wanderwege.

06.09.07: Auch morgens ist es kalt und fällt Nieselregen. Wir
fahren zurück an den Parkplatz beim Eingang Nr 2 und ziehen um 10 Uhr
mit Regenschirmen bewaffnet los.
An der Information kaufen wir für 110 Kuna pro
Person unsere Eintrittskarten in den Park. Man kann verschiedene Touren gehen.
Wir nehmen uns die "Tour E" vor. Wir werden zuerst
mit dem Zügle, einem Shuttle Bus, von Station 2 zu Station 4 gefahren. Dort
beginnt unsere Wanderung.
Am Ende werden wir dann mit einem Elektroboot über
einen See wieder zu Station 2 gefahren. Leider sind wir meist bei Nieselregen
und oft mit dem Schirm unterwegs. Es ist kalt. Trotzdem sind viele Menschen
aus verschiedenen Nationen hier,
immer wieder haben wir auch "Gegenverkehr".
 Die Landschaft ist einzigartig, eine
grüne Urwaldlandschaft, grüne und türkisfarbene Seen, die schleierartig
oder weiß gischtend mit Wasserfällen verbunden sind. Der Nieselregen paßt fast
dazu. Wir fühlen uns in den Urwald am Amazonas versetzt und laufen auf Sandwegen
oder meist über Holzbohlen. Überall Wasser, es sucht sich seinen Weg durch das
Kalkgestein und durchtränkt weit herab hängende Moospolster. Was hier
Mutter Natur komponiert hat, sucht in Europa seinesgleichen.

Dieses phanatastische Territorium
hat schon Winnetou, seinem Blutsbruder und den vielen bösen Buben aus den bekannten Karl-May-Filmen als Traumkulisse gedient.
Ein Salamander ist auf Wanderung im Wald und Enten baden in den Seen.
Dünne ungefährliche Wassernattern verstecken sich im Dickicht.

Man wird nicht müde und die Zeit vergeht im Flug. Mit dem
Foto versuchen wir, etwas davon festzuhalten.
Wir sind total in die Wasserwelt
eingebunden und grün gibt es in allen Schattierungen. Eine kurze Fahrt im Elektroboot
bringt uns über den Kozjak-See auf die andere Seeseite.
Am Ende unserer Tour sitzen wir dann
im Restaurant bei Station 2 und wärmen uns mit Kaffee und Kuchen auf. Es war
ein unvergesslicher Tag trotz des unpassenden Wetters. Wir beschließen, den
morgigen Tag nochmals hier zu verbringen auf der "Tour F", die uns
in die andere Richtung im Park bringt. Wenn wir unsere Übernachtung von einem
Hotel oder in unserem Fall von einem Campingplatz durch einen Stempel bestätigen
lassen, gilt unsere Eintrittskarte auch am zweiten Tag. Das wollen wir nützen
und fahren ca. 8 km in Richtung Zagreb und zum Campingplatz Korana.
Bei nun starkem Regen kommen wir an. Nach einer heißen Dusche und
unserem Abendessen verbringen wir einen gemütlichen Abend. Wir machen die Heizung
an und hoffen, daß es morgen wenigstens trocken bleibt.
weiter zum zweiten Teil von Nationalpark Plitwitzer Seen
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