|
der Westen
von La Palma...
|
Kanarische Inseln La Palma - die Mitte und der Süden...
|
|
Als Mitte betrachten wir hier auch das Gebiet südlich der Punta
de los Roques, das in die Cumbre Nueva und anschließend in die Cumbre Vieja
übergeht.
Zugänglich sind die phantastischen Wanderwege
in dieser Region
entweder vom Calderarand aus (siehe unsere Wanderung vom vom Pico de la Nieve zur Punta de los
Roques), vom Camping- und Rastplatz El Pilar aus oder auf der Ruta de los
Vulcanes von Fuencaliente aus.
Von El Pilar zur Punta de los Roques
Eine unserer schönsten Wanderungen führte vom
Reventón-Pass nördlich von El Pilar zum Corralejo unterhalb der Punta de los
Roques.
Das besondere dabei war, dass wir auf ca. 1.400 m im Nebel losgelaufen
sind und die Wolken nach und nach lichter wurden, bis wir entlang des Grates bis
zum Corralejo "über den Wolken" wandern durften.
|
Allerdings kann die Wetterlage auch
durchaus anders sein. Zwei Tage zuvor hatten wir dieselbe Wanderung nach
ca. ½ Stunde abgebrochen, da der Nebel immer
dichter und schließlich zu kaltem Nieselregen mit aufkommendem Wind
wurde.
Eine Umkehr bei schlechtem Wetter sei jedem prinzipiell empfohlen!
Aber nun zum Verlauf dieser schönen
Wanderung.
El Pilar erreicht man über
eine schmale geteerte Strasse, die von El Paso kommend kurz vor dem
Tunnel durch die Cumbre Nueva rechts abzweigt und über den Kamm nach
Brena Alta auf der Ostseite der Insel führt.
200 m hinter dem Rastplatz führt
eine Forstpiste links eben zum Reventón-Pass. Arg Wagemutige können
diese Strecke bis zum Ende auch mit dem Wagen fahren und sparen sich so
ca. 1½ Stunden Wanderung über den ebenen Grat in einfacher Richtung.
|
An der Weggabelung
am Ende der breiten Piste geht es bergauf Richtung Pico de la Nieve. Der
Weg windet sich mal auf der östlichen, mal auf der westlichen Kammseite
nach oben, bis man nach einer weiteren guten Stunde am ersten Gipfel,
dem Pico Ovejas (1854 m) anschlagen kann.
Ab hier hat man eine tolle
Gratwanderung mit gigantischen Ausblicken über die ganze Südhälfte
der Insel vor sich.
Man befindet sich schon im
Nationalpark Caldera de Taburiente und hat noch knapp 200 Höhenmeter zu
bewältigen, bis man am Pico Corralejo (2044 m) ankommt und einen tollen
Blick in Richtung westliche Caldera und Osthälfte der Insel genießen kann.
Wir haben an einem windgeschützten
Platz mit weitreichender Aussicht am Pico Corralejo ein Picknick
angesetzt. Als sich in dieser ¼ Stunde jedoch die Quellwolken bis fast
zu uns herangearbeitet hatten, verzichteten wir lieber auf die restliche
½ zur Punta de los Roques und begannen gleich unseren Rückweg.
|
|
La Palmas Paradewanderung "La Ruta de los Vulcánes"
Wohl die bekannteste Streckenroute auf La Palma ist die Ruta de
los Vulcánes, die von El Pilar aus über die verschiedenen Vulkangipfel nach Fuencaliente
im Süden der Insel verläuft.
Sie
beginnt beim schon erwähnten Rastplatz El Pilar. Man läuft quer durch den
Rastplatz und geht durch die Kiefern am Anfang ständig bergauf.
So nach und
nach hat mehr schöne Ausblicke. Zuerst auf die Caldera de Taburiente und die
vorgelagerten Erhebungen, z.B. den Montana Quemada.
Man läuft um den von weit her sichtbaren braunen Vulkankegel Pico
Birigoyo rechts herum und gewinnt weiter an Höhe.
Die Landschaft ändert
sich, hatte man gerade noch einen weichen Gang auf Kiefernnadeln, so wird dieser
bald durch einen Kieselfeldweg abgelöst.

|
|
Nach
knapp 2 Stunden reihen sich dann verschiedene Höhepunkte aneinander.
Man
erblickt nach und nach die Spitzen des Montana Charcos, dem 1949 zuletzt
ausgebrochenen Hoyo Negro, dem Crater de Duraznero und schließlich dem ca. 1870
m hohen Gipfel des Deseada II.
Von dem sich ein toller Panoramablick rund
um die Insel, vor allem aber auf die nun hinter uns liegende Caldera de
Taburiente ergibt.
Hier müssen wir leider umkehren, zum einen wurde das Wetter
schlechter, es kam starker Wind auf, und zum andern mussten wir nun einmal
wieder zurück zu unserem Mietwagen, der in El Pilar auf uns wartete.
|
Diese
Tour wird auch von jedem Wanderveranstalter durchgeführt.
Hier ist es
natürlich möglich, die Tour als Streckenwanderung von El Pilar nach Fuencaliente
zu machen. Man wird dort mit dem Bus abgeholt.
Wer die Tour jedoch nicht in der Gruppe machen möchte, dem sei der Tipp
gegeben, doch mal andere Urlauber anzusprechen, ob sie nicht planen die
Tour zu machen.
Der Wegverlauf ist in Süd-Nord- wie Nord-Süd-Richtung
eindeutig uns man kann es wagen einen Treffpunkt auszumachen und
"auf der Strecke" die Wagenschlüssel zu tauschen!
|
|
Vulkanwandertour um den San Antonio und zum Teneguía im
Süden
Eine weitere Wanderung, die in keiner Wanderveranstaltung fehlt ist die
Umrundung des (idealrunden) Vulkankraters San Antonio (657 m) sowie der Abstieg
zum nahen Vulkan Teneguía (439 m), dem Vulkan, der auf den Kanaren den
jüngsten Ausbruch (1971) zu verzeichnen hat.
Um zum Ausgangspunkt der Tour zu gelangen, fährt man in den Süden La Palmas und
biegt in Fuencaliente den Wegzeiger zum San Antonio folgend bergabwärts ab.
Seit einigen Jahren muss man am (großen) Parkplatz des San Antonio Eintritt
(3 €) bezahlen. Damit ist auch eine Videovorführung im Besucherzentrum
eingeschlossen.
|
Die Umrundung des San Antonio ist aus Sicherheits-
und Naturschutzgründen seit 1998 leider nicht mehr möglich.
Folgt man dem Pfad
am Besucherzentrum gelangt man sofort auf den nahen Kraterrand und darf staunend
in den kreisrunden Krater des 1677 ausgebrochenen Vulkanes blicken. In ihm
wachsen schon wieder einige Kiefern.
Der Weg führt an der rechten Flanke vorbei. Knapp die Hälfte des
Kraterrandes ist in ca. 10 Minuten begehbar. Man muss in jedem Fall zurück zum
Besucherzentrum.
|
Von dort aus geht ein staubiger und nicht ganz
ungefährlicher Schotterweg rechts am Kraterrand entlang hinab,
um nach einigen hundert Metern auf einen breiten befahrbaren Feldweg zu
münden, dem man in linke Richtung folgt, um zum Teneguía zu gelangen.
Man benötigt im ständigen Abwärtsmarsch ca. eine Stunde, um zum
Teneguía zu gelangen.
Die unwirtliche Landschaft ist bizarr schön.
Zwischen den in allen
Farben schimmernden Vulkankieseln finden sich immer wieder grüne
Büsche, die aussehen, als wären sie gezielt gepflanzt worden.
|
Auf halber Strecke zum Teneguía sieht man rechter Hand
einen auffallend hellgelben
Felsen, den Roque Teneguía. Es
handelt sich hierbei um den Rest eines alten Vulkanschlotes.
Hinter dem Teneguía sieht man nun immer mehr das Malpaís, das
"schlechte Land". So nennt man Gebiete, die vor nicht allzu
langer Zeit von Lavaströmen bedeckt wurden und damit jedes Leben
vernichtet haben.
Dieses Land erstreckt sich bis zur Küste. Bis dort also, wo man
allmählich den Leuchtturm (Faro de Fuencaliente) an der Südspitze von
La Palma ins Gesichtsfeld bekommt.
Am Teneguía angelangt ist ein kleiner Aufstieg zu
bewältigen. Über einen deutlich sichtbaren Pfad geht es über Geröll
an der linken Flanke hoch an den Krater und dann über den Kamm weiter
zum höchsten Punkt des Vulkans.
|
Noch vor einigen Jahren war Schwefelgeruch von dem nun
schon über 30 Jahre zurückliegenden
Vulkanausbruch im Oktober 1971 zu vernehmen.
Auch heute noch findet man viele Stellen, wo heiße Luft aus
verschiedenen Löchern und Ritzen herausströmt. Am Ende des
Krateraufstieges ist eine derartige Stelle. Man spürt die Wärme, wenn
man dort vorbeiläuft!
Die geführten Wanderungen steigen nun meist noch weiter zum
Leuchtturm von Fuencaliente ab, wo der Wanderer dann mit dem Bus abgeholt
wird.
Vom San Antonio zum Teneguía und wieder zurück braucht man
insgesamt ca. 3 Stunden. Die Streckenwanderung zum Leuchtturm dauert ca.
4-5 Stunden.
|
|
aktuelles, La Palma...
La Palma Homepage...
© 2002-07 by
|
|