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der Norden
von La Palma...
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Kanarische Inseln La Palma - die Caldera de Taburiente...
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Die Caldera de Taburiente im mittleren Norden ist die wohl
größte Naturattraktion von La Palma. Es handelt sich um einen mehrere
Millionen Jahre alten Erosionskrater vulkanischer Natur.
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Er ist stark bewaldet mit kanarischen Kiefern und ist mit seinen
Gebirgsketten am Kraterrand ein Wanderparadies erster Güte geworden.
Die höchsten Erhebungen am Calderarand sind gleichzeitig auch
die höchsten Berge La Palmas, so z.B. auch der 2426m hohe Roque de los
Muchachos.
Einziger Zugang in die Caldera de Taburiente ist das Barranco de
las Angustinas, gleichzeitig auch der Ausfluss des Caldera-Flusses in Richtung
Südwesten.
In diesem Barranco "der Todesängste" kam es auch 2001 zu einigen Todesopfern,
da der nach heftigen Regengüssen stark anschwellende Caldera-Fluss in der engen
Schlucht sträflich unterschätzt wurde.
Für Wanderer gibt es nicht viele Möglichkeiten in die Caldera
hinein zu gelangen.
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Die einfachste Möglichkeit sich ein Bild von dem riesigen
Kraterrund zu machen, ist die kleine Rundwanderung bei La Cumbrecita.
Man gelangt zum knapp 1300m hoch gelegenen ICONA-Info-Häuschen
bei La Cumbrecita über eine schmale geteerte Strasse, die - von Los Llanos aus
gesehen - am Ortsausgang von El Paso (beim Touristenzentrum) links Richtung
"Caldera de Taburiente" abgeht.
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Dort geht man den breiten Feldweg (den Massen nach) und gelangt
in ca. 20 Minuten zum wohl bekanntesten Aussichtspunkt La Palmas, dem Mirador de la Cumbrecita.
Nur einige Meter nach der "Umkehrschleife" auf dem
Rückweg führt ein kleiner Weg Richtung Mirador Punta de los Roques, der
sich in jedem Fall zu gehen lohnt und der nach weiteren ca. 20 Minuten am
zweiten Aussichtspunkt ankommt. Von dort sind es nur noch ca. 10 Minuten den Hang hinauf zurück zum Parkplatz
an der Cumbrecita.
Ein weiterer Ausgangspunkt für eine längere und in jedem
Fall zu empfehlende Wanderung ist Los Brecitos.
Zu erreichen über ein Sträßchen, das hinter der Calle Dr. Fleming in Los
Llanos abgeht.
Dieses Sträßchen mündet bald in einen Schotterweg und
durchquert nach ca. 10 Minuten das Bachbett des Caldera-Flusses um anschließend
in vielen Serpentinen zum kleinen Parkplatz bei Los Brecitos zu gelangen.
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Mit dem eigenen Mietwagen ein riskantes aber machbares Unterfangen.
Taxis
fahren wegen der schlechten Piste kaum hinauf nach Los Brecitos. Tw. gibt es
unten am Bachbett die Möglichkeit mit einem Kleinbus mitzufahren.
Wir machen die Wanderung, die von Los Brecitos aus hinunter zum
Playa de Taburiente führt sowie einen Abstecher Richtung Fondada-Wasserfall und
laufen zurück.
Viele organisierte Wandergruppen werden nach Los Brecitos
gebracht und an der Bachbettquerung unten am Caldera-Fluss wieder abgeholt.
Eine
anspruchsvolle 7-Stunden-Wanderung.
Ist man bei Los Brecitos angelangt ist der Wanderweg nicht zu
verfehlen. Er ist sehr schön angelegt und führt über zahlreiche Brücken
zuerst entlang der Caldera.
Nach und nach verliert man an Höhe und gelangt nach ca. 90 Minuten zum
Flussbett des meist wenig Wasser führenden Caldera-Flusses.
Man muss ihn überqueren, um zum Picknickplatz Zona de Acampada zu kommen.

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Dies
ist der einzige Platz in der Caldera, wo es nach Genehmigung der ICONA möglich
ist zu campen.
Wer noch nicht genug gewandert ist, kann noch die ca. 300
Höhenmeter zum Fondada-Wasserfall mitnehmen. Der ausgeschilderte Weg
geht vor der Flussquerung links und steigt nach wenigen Metern dann steil an.
Wir haben die Wanderung zum Wasserfall nach ¾ der Strecke
abgebrochen, da ein stärkerer Wind aufkam und es zu Nieseln begann.
Ein wichtiger Hinweis hierzu. Überall auf
der Insel kann das Wetter in wenigen Minuten umschlagen und aus einem
wolkenfreien Himmel wird ein stürmischer Wind mit Regen. Bei solchem Wetter
sollte man sich nicht in der Caldera aufhalten.
Also in jedem Fall genau das Wetter beobachten und ggf. eine Tour abbrechen!
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Eine weitere wunderschöne aber
anspruchsvolle Wanderung am
Calderarand ist die Tour vom Pico de la Nieve zur Punta de los Roques.
Ausgangspunkt ist die nördlich der Caldera quer verlaufende Strasse 8122.
Bei km 22.5 ist die Abzweigung "Pista de la Nieve".
Die Piste extrem schlecht und man sollte das Auto ggf. in der Nähe der
Hauptstrasse stehen lassen und die ca. 1.5km zum ca. 1900 m hoch gelegenen Ausgangspunkt
der Wanderung zu Fuß gehen.
Am kleinen Parkplatz angelangt führt der Weg - zuerst mit einem
Geländer gesichert - hoch Richtung Pico de la Nieve. Beim Aufstieg kann man den
Gipfel des Pico de la Nieve bequem "mitnehmen".
Man folgt einfach nach
der Querung des Grades dem Wegweiser "Pico de la Nieve" rechts hoch
und gelangt nach ca. 5 Minuten zum Gipfel des 2239 m hochen Aussichtsberges.
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Um wieder zum Wanderweg
zu gelangen geht's wieder zurück und dann Richtung Punta de los Roques.
Die
nächste Zeit läuft man meist am Grat entlang vorbei am Pico de la Veta und dem
Pico de la Sabina (Felszeichnungen!) und hat gigantische Ausblicke
Richtung Caldera auf der einen und Richtung Santa Cruz auf der anderen Seite.
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Nicht zu sprechen von der vielfältigen Natur und den unzähligen Farben des
Lavagesteins.
Nach einiger Zeit geht es steiler
bergab und man erreicht bei der Degollada del Río den tiefsten Punkt der
Wanderung um sogleich wieder anzusteigen um spektakulär am Berg entlang schließlich
zur Schutzhütte an der Punta de los Roques (2094 m) anzukommen.
Wir haben - mit dem Abstecher zum Pico de las Nieves - vom
Parkplatz an der Pista de la Nieve bis zur Punta de los Roques gut 3 Stunden
gebraucht.
Zurück geht es etwas schneller, da der anstrengende anfängliche Anstieg sich
nun ich einen bequemen Abstieg verwandelt.
Insgesamt sind für diese tolle und
ungefährliche Gebirgswanderung schon einige hundert Höhenmeter zu bewältigen
und auch etwas Kondition von Nöten.
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Diese Wanderung ist ein Teil eines großen Inselwanderweges, der von Puerto
Tazacorte ausgeht und über den Roque de los Muchachos führt und nach der Punta
de los Roques über
die Cumbre Nueva weiter südlich übergeht in die große Vulkanroute.
Ein weiterer Wanderhöhepunkt ist die Tour zum Roque de los
Muchachos.
Ausgangspunkt ist hier die Degollada de Franceses bei km 30 der
Hauptstrasse 8122 vorbei am Roque de los Muchachos.
Toll an dieser Wanderung
ist, dass man normalerweise immer schönes Wetter hat.
Man wandert eben bei
bestimmten Wetterlagen einfach "über den Wolken".
Bei der Degollada de Franceses, einem Mirador an der Strasse,
gibt es einige Parkplätze. Man wandert rechts den Berghang entlang hoch und
kommt sogleich
zum Pared de Roberto (Tor des Roberto), einem Durchgang im Fels.
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Der Weg schlängelt sich weiter an den Hängen der Caldera
entlang.
Bei gutem Wetter entfalten sich einem wahre Panoramen, die eine
Satellitenkarte der Insel fast überflüssig machen. So gut kann man sich ein
Bild der Caldera, der Cumbre Nueva, der Cumbre Vieja und der südlichen
Vulkankette machen.
Nach etwa einer Stunde gelangt man zu dem auch von der Strasse
aus zugänglichen Mirador de los Andenes. Der uns nur einen von vielen
spektakulären Ausblicken bietet.
Bald darauf kommt man am ersten der astronomischen Observatorien, die
über die Staatengemeinschaft von Deutschland, Dänemark, Schweden, Briten und
Spanien finanziert wurde, vorbei.
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Am Roque de los Muchachos befindet sich das IAC
(Instituto de Astrofísica de
Canarias), die europäische Nordsternwarte und zugleich eine der größten astronomischen Stationen weltweit.
U.a. befinden sich hier das William-Herschel-Teleskop mit seinem 4.5 m Spiegel
und das Isaac-Newton-Teleskop mit einem 2.5 m Spiegel.
Derzeit ist ein weiteres Großteleskop
mit einem Spiegeldurchmesser von 8 m im Bau.
Die klimatischen Bedingungen mit schwarzem Nachthimmel und kristallklaren
Nächten sowie die
wenigen größeren Städte boten einen überaus bevorzugten Platz zur
Errichtung einer astronomischen Beobachtungsstation.
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An über 250 Tagen im Jahr
ergibt sich hier ideales Wetter für die Beobachtung astronomischer
Phänomene.
Zudem wurde von der Inselverwaltung erlassen, dass Straßenlampen und sonstige
Beleuchtung keine Abstrahlung nach oben haben dürfen, um die Beobachtungen
des Instituts nicht zu stören.
Leider gibt es nur selten einen Tag der offenen Tür. In den Sommermonaten werden
an wenigen Terminen halbstündige Führungen angeboten, die meist hoffnungslos
ausgebucht sind. Das Touristenbüro bei El Paso kann hier nähere Auskunft
erteilen.
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Weiter auf unserem Wanderweg erreicht man nach einem kurzen
Abschlussaufstieg auf dem gut begehbaren steinigen Weg den auch bequem mit dem
Auto oder Bus erreichbaren höchsten Punkt der Insel, den Roque de los
Muchachos.
Man sollte sich die Zeit nehmen, um sich die dem Gipfel
vorgelagerte Region anzusehen.
Hier bieten sich einzigartige Orientierungsblicke
über die ganze Insel bzw. die Caldera de Taburiente.
Je nach Wetterlage ist der
Kessel der Caldera voller Wolken und einzelne Wolkenformationen kriechen die
Felsen entlang hoch, um letztlich doch an den gnadenlosen Sonnenstrahlen zu
scheitern.
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Hier oben sollte man sich vor allem am Anfang eines
Kanarenaufenthaltes sehr gut eincremen.
Innerhalb von einer halben Stunde hat
bei normalem Hauttyp und praller Sonne schon den ersten Sonnenbrand
eingefangen!
Wer nicht so viel Ausdauer hat, diese mit Hin- und Rückweg ca.
3½-stündige Wanderung zu machen, dem sei empfohlen, mit
dem Auto oder dem Bus direkt zum Gipfel zu fahren.
Dort kann man die
vorgelagerten Felsformationen des Gipfels zu besichtigen.
Dies ist allein ein
Panorama, dass die über 1-stündige Fahrt von Los Llanos mehr als rechtfertigt.
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