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Reisebericht El Hierro - Erholen und Wandern auf den Kanaren

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El Hierro - Natur und Erholung

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Natur und Erholung auf El Hierro...
 

Trotz der Tatsache, dass El Hierro praktisch nicht über Oberflächenwasser, also natürliche Quellen und Flüsse verfügt, ist sie eine der grünsten Inseln der Kanaren. Dies hängt direkt mit dem Wetter zusammen. Dort wo sich die Passatwolken breit machen, dort wo es Nebel gibt, dort findet man üppige Vegetation.

Da auf El Hierro viele Gebiete in Höhen zwischen 500 m und 1.200 m liegen, bekommen so viele Pflanzen ihr notwendiges Wasser. Durch das ganzjährig pflanzenfreundliche Klima sind einige uns vom Balkon oder Zimmer bekannte Arten dort in beachtlicher Größe im Freien zu bewundern, z.B. der Weihnachtsstern, Hibiskus oder gigantische Gummibäume.
Wäre nach der Eroberung von El Hierro nicht ein Großteil der dichten Wälder gerodet worden, die Insel wäre heute noch grüner und insgesamt fruchtbarer.

Doch auch so beherbergt El Hierro bzw. die kanarischen Inseln viele endemische Pflanzenarten, Gewächse, die nirgends sonst auf der Welt gedeihen. Etwa 10 Pflanzenarten kommen nachweislich nur auf El Hierro vor, über 100 weitere Arten gibt es nur auf El Hierro oder den kanarischen Nachbarinseln zu bewundern. Zu diesen gehört der Drago, der Drachenbaum, der vor allem auf La Palma und auf El Hierro vorkommt. An anderer Stelle ist er schon vor Millionen Jahren ausgestorben.El Hierro Bild 361
Weitere Endemiten sind die kanarische Pinie und Dattelpalme sowie einige Farnarten und verschiedene rosettenförmige Dickblattgewächse, die man öfters an Felswänden bewundern kann.
Bekannteste Souvenir-Pflanze für Urlauber ist die Strelitzie, die durch ihre großen schnabelartigen, orangenen Blütenblätter sofort auffällt und sogar am Flughafen verkauft wird.

Auffällig sind die verschiedenen Vegetationsstufen auf El Hierro. In Meeresnähe bis ca. 300 m Höhe herrschen wasserspeichernde Pflanzen mit dicken Blättern oder dürres Buschwerk vor. In mittleren Lagen bis etwa 700 m Höhe findet sich eine größere Artenvielfalt. Es gesellen sich Agaven, dichteres Buschwerk und erste Wäldchen hinzu.
Aber erst ab 600 bis 800 m Höhe ist es feucht genug, für Wiesen, Farne, Pinien, Flechten und viele andere interessante Pflanzenarten.

So abwechslungsreich und spektakulär sich die Pflanzenwelt auf El Hierro darstellt, so wenig artenreich ist die Tierwelt. Gänzlich unspektakulär, wäre da nicht eine endemische Echsenart, die nur in den Felshängen von El Hierro überlebt hat, die lagarto gigante. Diese Art steht seit 1975 unter Naturschutz und ist im Lagartario des Museumsdorfes Guinea zu bestaunen.
El Hierro wurde zudem im Jahr 2000 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt.

Weitere Tierarten sind hauptsächlich Vögel, darunter eine endemische Finkenart und einige Schmetterlingsarten. Giftige oder 'gefährliche' Insekten gibt es keine, außer vielleicht einigen Bienen und vereinzelten Stechmücken.
Als wichtig ist  natürlich noch die Meeresfauna zu nennen. Die Gewässer um die westlichen Kanareninseln sind sehr artenreich und die klaren Gewässer im Süden von El Hierro gelten nicht umsonst als eines der besten Tauchgebiete der Welt. Auf der Speisekarte erscheinen verschiedene, sehr wohlschmeckende, Thunfischarten, Muscheln, Krabben, Langusten und Tintenfische.

Die für Kontinentaleuropäer anderen Landschaften, die vielen verschiedenen Pflanzen- und wenigen Tierarten sowie die Abgeschiedenheit an vielen Orten El Hierros bescheren der Insel auch einen sehr hohen Erholungswert. Es lohnt sich also auch mal einfach Zeit zum Nichtstun und Natur genießen einzuplanen...



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