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Wir haben nicht reserviert, bekommen aber ohne Probleme ein Zimmer. Das
ist wohl nicht in jeder Jahreszeit so. Da wir mindestens 5 Nächte bleiben
wollen, bekommen wir auch einen „Discount“, statt 116.000 Rph. zahlen wir nur
100.000 Rph (das sind ca. 9 EUR). für das Doppelzimmer inkl. reichhaltigem Frühstück, das wir gleich
für den nächsten Morgen zusammenstellen dürfen.

Das Hotel liegt südlich des Kratons in der Jl. Prawirotaman,
einem der beiden Ecken von Yogya, die eine gewisse Touri-Infrastruktur haben.
Ein richtig tolles besseres Backpacker Hotel mit sehr netten jungen und
aufgeweckten Damen an der Rezeption, einem super Frühstück, einem schönen
Innenhof in dem auch gefrühstückt wird und einem kleinen Pool. Sehr zu
empfehlen!
Wer für ca. 30 EUR etwas edler wohnen
möchte, dem sei das Novotel
in Yogyakarta empfohlen...

Es ist ganz schön warm hier. Ich schlafe schlecht bei
27-29°C. Die AC braucht lange, um die Temperatur etwas zu senken...
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Fakten über Java
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Fläche
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132.190 qkm
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Bevölkerung
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135 Mio. Ew.
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Hauptstadt
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Jakarta (ca. 17 Mio. Ew)
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Erhebung
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Mt. Semeru (3.775 m)
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Regenzeit
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Nov-April
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Wir stehen um 8.00 Uhr auf und geniessen um 8.30 Uhr unser
sehr gutes Frühstück unter dem kleinen Pavillon am Pool. Es gibt entweder Toast
mit Ei, Marmelade und etwas Käse oder Pancake mit Früchten und einem Ei sowie
Kaffee und Saft. Wirklich gut, aber schon etwas Touri-gerecht.

Dann tigern wir los in die Stadt. Unterwegs kommen wir mit
einem Lehrer ins Gespräch. Er zeigt uns einen fliegenden Schumacher für Marions
Wanderschuhe. Sie hatte fast die Sohle ihrer Meindl-Wanderstiefel verloren. Für
5.000 Rph. klebt er sie wieder an. Auf die Schuhe wartend kommen wir mit einem
gut englisch-sprechenden Mann der staatl. Tourimus-Stelle in Yogya ins
Gespräch. Er gibt uns ein paar Empfehlungen und sagt uns seine Devise: „Ich
gebe Empfehlungen, aber die Touristen müssen selbst entscheiden, was sie machen
möchten“. Gut!
So erfahren wir, dass morgen vor den Prambanan-Tempeln die
letzte Freilichtauffürung des Ramayana-Balletts stattfindet, wo sich die
preiswerte staatliche Batik-Schule befindet und dass der Kraton von Yogya
Freitags nur bis 13.00 Uhr geöffnet ist.

Die Batik-Schule schauen wir uns dann auch als nächstes an.
Ein Becak bringt uns da hin. Irgend wo nordwestlich des Kraton. Wir bekommen
den mehrstufigen Batik-Prozess gezeigt. Sehr interessant. Jeder Farbe wird
nacheinander aufgetragen und die Stellen, die die Farbe nicht annehmen sollen
werden mit Wachs bedeckt. Eine sehr aufwendige Technik. An einem mittleren Bild
sitzt eine Batik-Frau mehrere Tage daran.
Wir schauen uns die vielen schönen Bilder an und kaufen auch
zwei Stück, ein kleineres und ein größeres für zusammen 300.000 Rph. Etwas
handeln geht auch hier!
Als nächstes laufen wir zur Haupteinkaufsstraße von
Yogyakarta, der Jl. Maliboro mit vielen vielen Verkaufsständen. Wir erstehen
eine Hose und zwei Holz-Gitarren. Danach trinken wir in der angenehm kühlen
McDonalds-Oase zwei Cola. Bei einer Hitze von 36-38°C und einer
Luftfeuchtigkeit von fast 90% ein richtiger Segen.

Anschließend geht’s weiter Richtung Norden zur Bahnlinie.
Wir sind im Kaufrausch und gestehen uns zwei Hemden und zwei Blusen für
insgesamt 200.000 Rph. (ca. 18 EUR) zu. Etwas südwestlich der Bahnlinie gibt es
ein zweites touristisch orientiertes Viertel. Im Gang 1 und Gan2 zwei gibt es
jede Menge Travel Agencies und wir erkundigen uns nach einer Tour auf den
Merapi-Vulkan.
Eine anstrengende Nacht-Tour auf einen der gefährlichsten
Vulkane überhaupt. Wenn der Vulkan gerade nicht aktiv ist, geht es 22.00 Uhr
mit dem Bus los, um 1.00 Uhr läuft man dann am Berg mit der Taschenlampe los
und ist ca. gegen 5.15 Uhr zu Sonnenaufgang am Gipfel. Die geführte Tour kostet
zwischen 110.000 und 135.000 Rph. p.P.

Wir überlegen noch. Bei Tourist-Office – gegenüber des
Matahari Department Store – kaufen wir uns dann Tickets für die Prambanan-Show
vom Ramayana-Ballet am nächsten Abend sowie für die Borobodor at Sunrise Tour
am nächsten Morgen. Gut kombinierbar!
Wir werden ganz schön Geld los an diesem Tag. Insgesamt fast
eine Million, Rupiah natürlich... :-)
Zurück laufen wir westlich des Kratons vorbei zum
Wasserschloss Taman Sari. Hier kann man eine Ruine besteigen auf der ein
schönes Lüftchen weht. Wir bleiben und geniessen die Aussicht über die Stadt,
bis fast zum Sonnenuntergang. Vom Schloß ist nicht mehr viel übrig, man sieht
einige Ruinen verteilt auf eine größere Fläche südlich des Standortes und kann
erahnen, dass es ordentliche Ausmaße gehabt hat.

Den Rückweg zum Hotel treten wir zusammen mit dem Becak an.
Kostet uns 4.000 Rph. Wir machen uns kurz frisch und geniessen unseren
(kostenlosen) Nachmittagscafe im Guesthouse-Garten. Kein schlechter Service. Es
gibt immer noch ein kleines Küchlein dazu. Jeden Tag ein anderes. Wer ein anderes
Hotel
in Yogyakarta sucht findet auch gute Angebote bei Hotelopia.
Wenig später marschieren wir dann auch zum Abendessen los.
Wir finden ein gemütliches Warung und essen Fisch. Für insgesamt 19.000 Rph.
Anschliessend haben wir Lust auf ein Bier und lassen uns eines in einer
Touri-Kneipe schmecken. Für teuere 16.000 Rph (1 Bintang-Bier mit 0,65 L). Die
kleinen Warungs haben keine Lizenz zum Ausschenken von Alkohol.
Daheim freuen wir uns, dass die Klimaanlage etwas gearbeitet
hat. Es hat nun 26°C in der Bude. Es wird noch geduscht und etwas gelesen sowie
Tagebuch geschrieben...
An den nächsten Tagen machen
wir verschiedene Ausflüge in das sehr interessante Umland von Yogyakarta:
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Die Temperatur bleibt gerade so auf meiner „kritischen“
Marke, so dass ich vergleichsweise gut schlafe. Wir stehen 7.20 Uhr auf und
gehen eine ¼ Stunde später zum morgendlichen Mahl. Am Ende sitzen wir noch eine
½ Stunde mit Hugo zusammen und unterhalten uns gut. Er schifft alle paar Monate
einen Container voller alter Unikate nach Europa, wo er für deren Verkauf schon
bekannt ist.
Er fragt uns, ob wir sein Haus und seine örtliche Bekannte
und Geschäftspartnerin kennen lernen möchten. Ja. Wir gehen mit in der
Parallelstraße unterhalb der Jl. Prawirotaman. Er zeigt uns Ida’s Place wo Ida
mit ihrer Mutter wohnt und wo viele alte Gegenstände im Haus ausgestellt sind.

Wir dürfen das Haus besichtigen und kaufen uns eine schöne
mittelgroße Buddha-Statue aus Ton und sitzen noch eine halbe Stunde draußen.
Auf die unterschiedlichen Läden und Verkaufslevel kommend gehen wir weiter. Er
führt uns zu zwei weiteren Läden und Bekannten, die auch im Geschäft sind.
Diese befinden sich auf der anderen Seite der Hauptstraße in die die Jl.
Parwirotaman mündet.
Interessant. Vor allem die unterschiedlichen Level der
ausgestellten Stücke. Mal einfach in die Ecke gepfeffert. Nach dem Motto Kunde
finde du was dir gefällt. Oder mal sauber fast wie in einem Museum nur die
Sahnestücke ausgestellt.
Ca. 11.00 Uhr brechen wir auf um schliesslich noch am
letzten Tag unseres Aufenthalts in Yogya den Kraton zu sehen. Wir nehmen ein
Becak. Der Eingang ist so leicht nicht zu finden. Erstmals gibt es mehrere
Eingänge und zweitens befindet der erste sich von Norden (Jl. Maliboro) kommend
rechts am Eck. Wir bezahlen Rph. 2000 und bekommen dafür auch eine kurze
Führung durch den äußeren Kraton.

Anschließend muss man am Kraton entlang weiter südlich
gehen, um zum zweiten Eingang zu gelangen. Hier kann man den Mittelteil mit der
Gallerie der Sultane von Yogya besuchtigen. Dieser Teil des Innenhofes ist
größer und eher bewohnt. Für uns auch interessanter. Wichtig ist, dass der
Kraton immer nur bis 14.00 Uhr geöffnet hat. Freitags – dem Hauptgebetstag der
Muslime – nur bis 13.00 Uhr.
Gegen Mittag machen wir einen Break in der Jl. Maliboro. Wir
suchen nach den Congklak-Spielen, die wir dieser Tage irgend wo in den
Verkaufsräumen gesehen hatten. Wir dachten, da finden sich bestimmt noch
preiswertere und schönere. Drei Regeln zum Handeln und Kaufen sind die
Erfahrung:
-
nie am ersten Stand kaufen, die Verkäufer sind sich dessen
bewusstund erzielen immer einen besseren Preis
- wenn das gewünschte Stück keine Massenware ist und man
ähnliches wenig sieht heißt das sofort zurückgehen und das Teil kaufen, solange
man noch weiß wo es zu kaufen ist
- Handeln geht immer, auch in der staatlichen Batikschule. Je
nach dem wie seriös das Geschäft ist (Batikschule, Silberfabrik) oder ob es ein
Straßenstand ist, sind 25% bis max. 70% Discount drin

Nach dem kleinen Kaufmarathon trinken wir erst mal was
kühles. Dann entscheiden wir uns mit dem Becak heimzufahren. Dort gibt es Tee
und wir treffen Hugo nochmals. Wir sprechen noch etwas und ich gehe dann
nochmals ins Internet Café, damit ich für den Rest der Reise meine beiden
Compact Flash Karten der Digitalkamera (1 GB und 128 MB) löschen kann. Außerdem
suche ich noch nach Infos über die US-Wahlen. Wir sind enttäuscht. Wie kann man
nur diesen Blender nochmals wählen...
Anschließend gehen wir essen. Es gibt wieder etwas neues,
Seafood-Omlett bzw. gemischtes Geflügel in Kokos-Soße. Ist nicht schlecht.
Wieder zurück in unserem Zimmer packen wir und schauen uns nochmals die
Filmchen der letzten Tage auf der Digi-Kamera an. Ca. 23.00 Uhr wird’s dann
ernst mit dem Schlafen.
Nach den Ausflügen nach die Tempel Borobudur
und Prambanan, nach Solo
und dem Sukuh Tempel, auf das Dieng
Plateau und an den Strand von Parangtritis
fahren wir am nächsten Tag mit dem Zug weiter in die Millionenstadt
Bandung weiter im Westen...
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