|
Wir schlafen gut. Trotzdem bin ich um 7.00 Uhr müde und
fertig. Um 7.30 Uhr machen wir uns langsam auf zum Frühstücksbuffet. Es ist
sonnig. Zu speisen gibt es allerlei Mittagessen, gebratener Reis, gebratere
Nudeln, Omlett, Toast, Hühnchen und viele Soßen... Wir finden was...
Anschließend ziehen wir uns um für den Spaziergang im
botanischen Garten von Bogor. Es ist der älteste und vollständigste Tropengarten
der Welt. Wir sind ca. 9.15 Uhr dort und zahlen 5.500 Rph. Eintritt p.P. Am
besten kauft man sich hier für 5.000 Rph. auch einen Parkplan, um sich bei den
vielen Wegen innerhalb des Parkes alles zu sehen.

Wir gehen rechts rum und kommen bald in das wunderschön
blühende Orchideenhaus, das nochmals extra 1.000 Rph. Eintritt (ca. 8 Cent)
kostet. Weiter geht’s gegen den Uhrzeigersinn...
Fast alleine sind wir auf unserer Route. Nur vereinzelt
sieht man andere Besucher in dem ca. 1 qkm großen Parkgelände auf dem sich auch
das Sultansschloß befindet.
Weiter geht’s über die Brücke. Hier sieht man leider auch
wieder einen verschmuzten Stadtfluß in den ansonsten sauberen Park. Wir laufen
weiter hoch zu den Timber trees und den Canary Grant Baumriesen. Oben am Zaun
kann man das Schloß und die große Wildansammlung in nördlichen, für Besucher
nicht zugänglichen Teil des Parkes sehen.

Es geht weiter am Fluß entlang an der Palmensammlung vorbei
und weiter zur Statue, die der Parkgründe und später erste Mann von Singapur
Sir Raffels seiner zu Lebzeiten gestorbenen Frau gewidmet hat. Wir gehen rechts
weiter zum Palace Pond, an dessen Ende man die beste Sicht auf das Schloß hat,
vorbei an der Rattan- und Bambus-Sammlung zum Mexican Garden. Marion hat
Probleme mit Ihren leichten Schuhe und geht ab und an Barfuß.
Über eine Brücke geht’s zurück auf die andere Seite zu den
Schlingpflanzen und schließlich zum Abschluß in das Restaurant Café de Daunam.
Es gibt sehr sehr gute Spaghetti mariniara und auch tolle Säfte. Hier sieht man
dann nach 2-4 Stunden im Park die meisten westlichen Besucher wieder. Hier hat
es übrigens auch den Infostand für den Park selbst.

Da wir noch zum Bahnhof wollen, gehen wir nochmals quer duch
den Park zum Ausgang Gate II. Die Tourist-Info finden wir mit dem Angaben des
Guidebooks nicht. Auch nicht durch Fragen der Nachbarn der Adresse. Bis uns
schließlich jemand sagt, dass sich diese im Einkaufskomplex mit den großen
„Hüten“, dem Taman Topi befindet. Der Markt befindet sich fast gegenüber dem
Bahnhof (Stasion) und liegt somit auf dem Weg.
Beim Eingang werden wir schon gefragt, ob wir die
Tourist-Info suchen und kommen mit. Rachman erwartet erzählt uns etwas über
mögliche Touren. Ein-, Zwei-, oder Drei-Tage Touren. Da wir leider etwas unter
Zeitdruck stehen, kürzen wir kurzerhand eine Tour und buchen letztlich für
richtig teuere 600.000 Rph. für zwei Personen eine Berg-Tour zum Vulkan Mt.
Salak weiter im Westen. Inkl. Verpflegung. Eine Anzahlung machen wir nicht und
vereinbaren Abholung an unserem Hotel am nächsten Morgen um 7.00 Uhr.
Weiter geht’s zum Bahnhof. Es dauert etwas bis wir
rausbekommen, zu welcher Zeit Eksekutiv-Züge nach Jakarta fahren. Obwohl hier
jede 30 Minuten ein Zug fährt. Am Schalter sagt man uns, dass keine Fahrkarten
für in zwei Tagen verkauft werden. Wir sollen an diesem Tag kommen, am besten
früher. Hmmm... das passt uns nicht, da wir nicht genau wissen, wie sich das
nahende Ende von Ramadan auf die Belegung auswirkt.

Weiter laufen wir zum Shopping Center Powil Bogor, ehe es in
Strömen gießt. Wir waren am Eingang und schauen dem Treiben zu. Die
Becak-Fahrer holen schnell ihr Regencape und machen das Becak wettertauglich.
Nach 15 Minuten hört es auf und wir laufen los. Kurz darauf brauchen wir
unseren Schirm, da es wieder zu Regnen beginnt. Inzwischen erreichen wir unser
Zwischenziel, den Plaza Bogor. Hier ist es dann auch, wo wir Sekundenkleber
finden, um die Sohlen von Marions Schuhen wieder dranzubekommen.
Im oberen Stockwerk des Kaufhauses essen wir eine
Kleinigkeit beim California Fried Chicken. Wir schauen raus, wie es in Kübeln
schüttet. Um noch etwas Zeit zu schinden, schlendern wir durch’s Kaufhaus und
kaufen zwei schöne T-Shirts. Doch nun wollen wir langsam heim. Wir fragen an
einem Stand, welches die Nummer des Busses ist, der in unsere Richtung fährt.
Ein freundlicher Herr zeigt uns dann, wo der Minibus Nr. 8
abfährt. Er läuft dazu mit uns durch das ganze Kaufhaus und fährt sogar bis zum
Eck unseres Hotels mit uns mit. Wir zahlen natürlich die 1.000 Rph. für die
Fahrt für ihn mit. Wir bedanken uns und er meint zu uns „remember me as a
friend“... was soll man dazu noch sagen...
Im Hotel begutachten wir wie nass unsere Sachen im Rucksack
geworden sind und gehen gleich mal duschen. Am Abend steht dann nochmals Lesen
auf dem Programm.
Am nächsten Tag haben wir uns die
abenteuerliche Tour zum Mt. Salak
vorgenommen...
Seitenanfang |