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11.06.08: Reykjavik lassen wir rechts liegen und befahren die Str. 36 landeinwärts.
Wir kommen an der Mosfell-Kirche vorbei und es geht höher in eine grasige Hügellandschaft.
Die Strecke ist unbewohnt, nur Schafe sind zu sehen.
Schon von Weitem kann man den Pingvellir-See, Islands größten See,
sehen. Der 84 qkm große Binnensee ist ein sehr reichhaltiger Lebensraum für Tiere und
Pflanzen.
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Merian Island
Hochwertige Fotos und vielfältige Essays machen Lust auf mehr Island...
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Wir sind im Nationalpark Pingvellir angekommen. Seit 2004 gehört
er zum UNESCO Weltkulturerbe. Es handelt sich für die Isländer um
eine große Versammlungsebene, die wichtige historische Bedeutung hat. Hier wurden
vor über 1.000 Jahre Gesetzte verkündet und Recht gesprochen. In einer modernen
Tourist-Information kann man sich informieren. In der Umgebung von Pingvellir gibt es immer noch viel vulkanische Aktivität.
Hier treffen alte und neue Welt, Europa und Amerika, deutlich
sichtbar durch den Graben von Pingvellir aufeinander. Messungen haben
ergeben, daß sich der Graben in einem Jahr um ca. 8 mm senkt und sich gleichzeitig
um ca. 2 cm weiter ausdehnt. Kilometerlange Spalten von Nordosten nach Südwesten
prägen die gesamte Gegend von ca. 50 Quadratkilometer des Nationalparks.
Wir durchlaufen den Graben, die Allmännerschlucht, zwischen den Kontinenten
und springen mit einem Schritt zwischen Europa und Amerika hin und
her. Immer wieder haben wir schöne Ausblicke in die Seenlandschaft und die Schlucht.
Wir kommen an die historische Thingstätte, wo die isländische Flagge
weht und etwas später zu einem Wasserfall. Gegenüber sehen wir den Pfarrhof
Pingvellir mit Kirche.
Sehr beeindruckt verlassen wir Pingvellir und bewegen uns auf Straße
36 weiter. An einem Rastplatz machen wir unsere Kaffee- und Vesperpause. Auch
hier entdecken wir in der Landschaft immer wieder Spalten. Der Boden in Island
ist ein Bilderbuch für Geologen und scheint irgendwie dauernd in Bewegung
zu sein.
Wir haben tollen Ausblick auf einen See und Steinformationen und legen einen
Stop bei einem Denkmal für Thomas Gudmanson ein. Durch grüne Birkenlandschaft
gelangen wir ins Gebiet Laugavatn mit ergiebigen Thermalquellen und an
den See Laugavatn.
Die Gegend ist ein Ausflugsziel. Es gibt zahlreiche
Sommerhäuser. Auch viele Gewächshäuser fallen auf.
Unsere weitere Stecke an Straße 37 überrascht mit bunten Lavabergen. Die
Lavaasche leuchtet uns ganz rot entgegen. Auch Wege sind plötzlich wie in rote
Farbe getaucht.
Wir kommen nun zu einem weiteren Höhepunkt unseres Urlaubs, dem Geothermalgebiet Haukadalur,
dem "Habichtstal", einem Naturschutzgebiet mit den weltberühmten Geysiren
Störi und Stokkur.
In diesem Gebiet sind weitere viele kleine heiße Quellen zu bewundern, deren Farben
variieren. Der Geysir Störi, nach dem sämtliche Geysire benannt sind, bricht
sehr unregelmäßig aus. Geysir Stokkur, das "Butterfass" ist bei einem Erdbeben im Jahre 1789 entstanden
und schießt seine Fontäne regelmäßig, alle 5 bis 10 Minuten bis zu 30 m in die
Höhe.
Wir parken beim Geysir-Center und sehen schon auf dem Weg vom Parkplatz
zum Geysir, wie es aus mehreren Stellen dampft und wie Stokkur gerade empor schießt.
Kurz darauf fällt er wieder in sich zusammen und sein
Wasser wird zurück gesaugt in sein Wasserloch. Beeindruckend ist auch die mit
Luft oder Wasser gefüllte Wasserglocke über dem zwei Meter breiten Schacht, die
sich Sekunden vor der Eruption bildet und in unterschiedlichen Blautönen schillert.
Die Faszination des Geysir zieht uns in seinen Bann. Mit gezücktem
Foto warten wir auf den nächsten Ausbuch. Das Naturschauspiel lassen wir mehrere
Male auf uns wirken. Der Grund der Eruption ist der durch Druck über 100 Grad
C erhöhte Siedepunkt im Inneren des Quellloches, wo viel geothermale Energie
für diese Temperaturen sorgt.
Wir haben diesen Höhepunkt noch nicht verdaut, erwartet uns das nächste Highlight.
Dazu fahren wir ein paar Kilometer weiter. Am Rande des Hochlandes wartet der Gullfoss auf uns, einer der schönsten Wasserfälle in Island. Der Gullfoss, der goldene Wasserfall, begeistert uns und wir machen
viele Fotos. Der Gletscherfluß Hvita stürzt hier in zwei Stufen, die
in einem 90 Grad Winkel zueinander stehen 31 Meter tief in die enge Schlucht.
Vom
Parkplatz aus führen Wege an Stellen, wo man den Wasserfall von oben oder über
eine Treppe hinab von der unteren Ebene bestaunen kann. Auch gibt es einen Pfad
direkt bis an die Kaskaden heran.
Unser Parkplatz beim Wasserfall erscheint uns auch günstig als heutiger Übernachtungsplatz.
Ein WC sowie Kiosk mit Restaurant sind in der Nähe. Im Wohnmobil machen wir unser Abendessen und verbringen einen schönen Abend.
weiter am nächsten Tag mit: Krater Kerio, Selfoss, Porlakshövn, Hveragerdi
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