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12.06.08: Wieder scheint am hellen Morgen eine grelle Sonne. Sind wir nun
in Italien oder in Island? Nach dem Frühstück sehen wir uns den Gullfoss nochmals im Morgenlicht an. Vom Parkplatz aus haben wir auch Blick ins Hinterland und auf den Gletscher
Langjökull. Dann verlassen wir dieses Highlight. Unsere Tour geht weiter!
Die Strecke führt uns zuerst ein Stück zurück und
wieder am Gebiet des Geysir vorbei.
Dabei sehen wir nochmals von der Straße
aus, den Stokkur ausbrechen und seine heiße Wassersäule in die Höhe schleudern.
Wieder sind wir begeistert.
Die gerade Straße Nr. 50 führt uns durch Graslandschaft mit Ferienhäusern
und immer wieder Pferden. In Reykholt machen wir einen Stop und laufen
zur Kirche. Auch Gewächshäuser fallen auf.
Plötzlich entdecken wir auf der linken Seite einen Vulkankrater. Der 3.000
Jahre alte Explosionskrater Kerio ist 55 m tief und hat an seinem Boden
einen Kratersee. Wir laufen um seinen Kraterrand und genießen den Blick
in die Tiefe und in die umliegende Landschaft.
Danach kommen wir durch fruchtbares Farmland in die Stadt Selfoss mit 7.000 Einwohnern. Die Stadt ist Handelszentrum für die landwirtschaftlichen
Produkte im Süden. Wir tanken und finden dann ein schönes Cafe, wo wir Einkehr
halten.
Nach Selfoss fahren wir weiter hinaus nach Porlakshövn ans Meer und zur Fähre auf die Vestermann-Inseln, die ein großes Vogelparadies sind. Dort gibt es große Kolonien der hübschen, putzigen Papagaientaucher, die wollen wir uns nicht entgehen lassen. Sie sind die bekanntesten Vögel in
Island.
Doch leider erfahren wir dort, daß die Fähre erst am Nachmittag zu den
Inseln fährt und daß die Fahrt einfach 3 Stunden dauert, also hin und zurück
6 Stunden. So können wir uns ausrechnen, daß wir höchstens hin und her fahren
können und für die Vögel keine Zeit haben. Wir hören aber, daß man in der Nähe
von Vik nach einer Wanderung zum Vogelfelsen Dyrholaey unzählige
Papagaientaucher beobachten kann. Es liegt auf unserer Strecke und wir freuen
uns darauf.
Wir fahren nun wieder ein Stück zurück und genießen die Fahrt durch das herrliche
Gebiet um Porlakshövn mit seiner tollen Sand- und Dünenlandschaft und
schönen Sandstränden.
Viele blaue Lupinen blühen auf den Dünen und geben ein
tolles Bild ab. Unsere Fahrt geht mit ziemlich Seitenwind nun nach Hveragerdi mit 2.100 Einwohnern. Dort schauen wir uns zuerst den Palmengarten "Eden" an, wo es südländische Pflanzen gibt. "Eden" ist eigentlich ein großes
Gewächshaus in dem auch Geschäfte untergebracht sind.
Hveragerdi wurde
durch zahlreiche Thermalquellen zur "Gartenstadt" Islands. Auf 50
Quadratkilometer Gewächshausfläche werden 60 % der Gewächshauserträge des Landes
produziert. Ein Geysir am Nordwestrand des Ortes bricht unregelmäßig
aus. Im Zentrum liegt eines der zahlreichen Thermalgebiete des Ortes.
Dann suchen wir im Ort den Campingplatz auf, wo wir heute übernachten wollen.
Es ist ein schöner Platz mit neuem Sanitärgebäude. Die Sonne scheint heute wieder
pur. Wir suchen mit unseren 2 Wohnmobilen den Schatten.
Ich mache einen Abendspaziergang zur Kirche und ins Geothermalgebiet. Überall
kommt Dampf aus dem Boden. Auch am Ortsrand sehe ich von Weitem die weißen Wasserdämpfe
aufsteigen. Sogar in einem privaten Hausgarten dampft es.
Den Abend verbringen wir zwischen unseren Behausungen auf Bänken mit 1 Flasche
Wein und Erdnußflips. Dann wird geschlafen.
weiter am nächsten Tag mit: Hella, Seljalandsfoss, Skogafoss, Kap Dyrholaey, Vik i Myrdal
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