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13.06.08: Am Morgen weht ein frischer Wind, aber es ist sonnig.
Wir wollen nun den Süden der Insel kennenlernen. Die Ringstraße 1 zeigt
uns den Weg.
Vorbei an einer Strandkirche, an vielen weißen Kreuzen (sicher
ein Gedenk-Friedhof) und an einer wolleverarbeitenden Fabrik, wo viele Farbtöpfe
am Fenster stehen kommen wir durch Hella.
Im Vordergrund blicken wir
auf Berge mit Gletscher und Schnee. Der 1491 m hohe Vulkanberg
Hekla ragt aus der Lavalandschaft heraus. Er ist nicht nur der
aktivste Vulkan Islands, sondern auch der berühmteste und vor allem der berüchtigtste.
Im nächsten Ort, in Hvolsvöllur finden wir eine Tankstelle und einen
Supermarkt zum Einkaufen.
Unsere nächste Strecke ist dünn besiedelt, wir brauchen
deshalb etwas Vorrat.
Die Landschaft ist ziemlich eben und fast steppenartig.
Ab und zu gibt es einzelne Höfe und Wiesen.
Auf der Landseite blicken wir auf
hohe Berge. Rechts von uns ist flaches Land bis hinaus zum Meer.
Schon von Weitem sehen wir linker Hand einen Wasserfall. Wir machen einen
kurzen Abstecher dahin.
An
der Abbiegung zu ihm werden Pferdeausritte angeboten.
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Island Outdoor
Island Outdoor - Rund um Island auf der Ringstraße in 220 Seiten
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Dann blicken wir auf den 40 m hohen Seljalandsfoss, der in einem großen Schleier über
eine senkrechte Wand herabstürzt. Hinter ihm führt ein Fußpfad entlang, so daß
man in von hinten betrachten kann.
Der Verlauf der Ringstraße führt uns in interessanter Landschaft weiter.
Steile Felsen begleiten uns auf der linken Seite. Große Steine liegen bedrohlich
an Abhängen.
Bald darauf kommen wir zum nächsten beeindruckenden
großen Wasserfall, dem Skogafoss, der in reizvoller Umgebung liegt.
Über 60 m stürzen die
Wassermassen des Skogafoss, gespeist von mächtigen Gletschern, über eine Steilküste
in die Tiefe. Wir genießen
das Tosen des herabfallenden Wassers und begutachten den imposanten Fall von
verschiedenen Seiten.
Rechts des Wasserfalls steigt ein Fußpfad steil empor
und führt nach oben. Doch die Gischt des Wassers läßt uns zurückweichen. Man
würde ziemlich naß werden. Rechts und links des Falles in den steilen Wänden brüten viele Eissturmvögel. Neben dem Parkplatz befindet sich ein Campingplatz.
Wir düsen weiter und nun Richtung Vik und zum Vogelfelsen von Dyrholaey,
der 120 m hoch steil nach Süden und Westen als Kap ins Meer hinausragt. Von
der Ringstraße biegen wir rechts ab und eine Wanderung bringt uns 5 Kilometer
durch eine interessante Landschaft hinaus.
Doch leider ist der äußere Zugang
zum großen Vogelfelsen wegen Brutzeit vom 1.5. bis 25.6. gesperrt. Wir müssen
also leider ohne Papagaientaucher wieder zurückgehen!
Wir laufen zwischen eigenartig
geformten Lavafelsen. Viele herumschwirrende Austernfischer und andere Vögel
machen die Strecke abwechslungsreich.
Wieder an den Fahrzeugen angekommen, fahren
wir ins nahe Vik i Myrdal. Das kleine Dorf mit 350 Einwohnern
und mit einer Kirche auf der Bergkuppe oberhalb des Ortes, liegt am Meer, hat
aber keinen Hafen.
Es ist der südlichste Ort von Island und liegt inmitten
saftig grüner Weiden an einem Berghang umrahmt von schwarzen Sandwüsten. Im
Ort suchen und finden wir einen Platz um Übernachten beim Hallenbad und machen
gleich unser Abendessen.
Später erkunden wir die Gegend. Wir wandern hinaus zu einem deutschen
Gedenkstein.
Der zum Dank an die Isländer gesetzt wurde, die viele deutsche
Schiffbrüchige in der Zeit der Islandfischerei gerettet haben.
Wir blicken über den schönen schwarzen Sandstrand bei Vik hinaus ins
Meer und auf die markanten 70 m hohen Felsnadeln Reynisdrangar, die hier im Meer stehen
(nach Volkserzählen sollen es versteinerte Trolle sein) sowie rechts daneben an
Land
auf den großen Vogelfelsen Kap Dyrholaey, der hier seine andere Seite zeigt.
Die Brandung des Nordatlantiks ist faszinierend.
Dann sitzen wir noch gemütlich zusammen und ab geht’s in die Kissen.
weiter am nächsten Tag mit: Myrdalssandur, Eldhaurn, Kirkjubaejarklaustur
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