| Es treffen sich die Straßen von
Portoferraio, Marciana Marina und Marina di Campo. Die Uferpromenade
säumen Hotels, Restaurants, Bars und Boutiquen. Ein 1 km langer,
schöner weißer Sandstrand lädt zum Baden ein. Es gibt
einen sehr schönen, 3 - 4 stündigen Wanderweg von Procchio
nach Marciana Marina mit prachtvollen Ausblicken. Man könnte mit
dem Bus zurückfahren. Doch wir entscheiden uns wegen der Zeit
dagegen.

Nach einem Spaziergang fahren wir weiter und kommen nach Marciana
Marina mit befestigtem Hafen an der zerklüfteten
Nordwestküste Elbas. Fischfang (Sardellen und Sardinen) und
Verarbeitung gehören hier neben dem Tourismus zur
Haupteinnahmequelle. Das quirlige Städtchen mit ca. 2000 Einwohner
ist Hauptort an der Nordwestküste und liegt in der weiten Bucht im
Norden zu Füßen des Monte Capanne in einem reizvollen Tal.
Unsere Fahrt geht weiter und wir kommen nach Poggio. Gleich einem
Adlerhorst liegt dieses Bergdorf mit Charme auf einem 330 m hohen
Hügel, hat ca. 250 Einwohner und ein belebtes Ortszentrum. Es ist
treppenförmig in den Berg hineingebaut. Die Häuser und beide
Kirchen sind auch hier festungsartig ausgebaut. Die verwinkelten,
blumengeschmückten Gassen, Treppen, Tore und die kleinen
Plätze geben dem Ort ein freundliches Bild. Der Ort ist bekannt
für seine Mineralquelle "Fonte Napoleone" und ist ebenfalls ein
guter Ausgangspunkt für Wanderungen ins Capanne-Massiv.
Bei unserer Weiterfahrt entdecken wir kurz vor dem Ort Marciana links
der Straße die Talstation der Kabinenbahn auf den Monte Capanne,
den höchsten Berg der Insel mit 1019 m. Das mächtige
Granitmassiv des Monte Capanne dominiert den Westteil der Insel. Schon
in römischer Zeit wurde hier heller Granit gebrochen.
Eigentlich wollten wir morgen von Marciana oder Poggio aus auf den
Thron Elbas hinaufsteigen. Doch nun entschließen wir uns kurz,
mit der offenen Kabinenbahn hinaufzufahren und dann herunterzulaufen.
Wir machen den kleinen Rucksack fertig, ziehen die Stiefel an und mit
Stöcken geht's los zur Seilbahn. Die Auffahrt kostet pro Person
Euro 7,50. Oben angekommen ist der Blick in die Weite sehr
eindrucksvoll. Der Rundblick reicht über die ganze Insel, zum
Festland, zu mehreren Nachbarinseln u. A. nach Korsika. Die Orte Poggio
und Marciana liegen herrlich unter uns. Nur Sendetürme und
Antennen hier oben stören das Bild.
Bevor wir absteigen, trinken wir etwas weiter unten an einer kleinen
Hütte auf der Terrasse mit guten Ausblicken einen Kaffee. Unser
Weg hinunter geht durch eine üppige mit Wildblumen
übersäte Landschaft. Jetzt im Frühjahr ist es hier
besonders schön. Wir bleiben immer wieder stehen und
genießen die Schau. In der unteren Hälfte wird es schattig.
Wir laufen durch Kastanienwald, der gerade verblüht hat. Wir
wollen nicht direkt zur Talstation und unserem Wohnmobil wandern,
sondern nehmen einen Umweg über den Ort Marciana, einem Bergdorf
wie aus dem Bilderbuch.
Es drängen sich verschachtelte Häuser aneinander, verbunden
durch schmale Gassen, Treppen und Torbögen - bis hinunter zur
Pfarrkirche Santa Caterina und zur herrlich gelegenen Piazza di For di
Porta. Von hier hat man phantastische Ausblicke, die wir auf der
Terrasse eines Restaurants genießen. Im Ort finden im Sommer
Konzerte statt. Wir verlassen den schönen Platz und laufen
hinunter zu unserem fahrbaren Untersatz.
Wir fahren nun unseren Anfahrtsweg zurück und suchen uns zwecks
Übernachtung einen Campingplatz. Unsere Wahl fällt auf den
Scaglieri Campingplatz. Wir fahren also nach Scaglieri am Golf von
Biodola, der schönsten Bucht Elbas mit herrlich weißem
Sandstrand. Zwei schöne Hotelanlagen mit Golf- und
Tennisplätzen warten auf Gäste. Wir erkunden den Ort mit
einem Spaziergang. Auf einer Anhöhe im Westen, umgeben von
blühenden Büschen haben wir einen Superausblick auf die
romantische Bucht mit kristallklarem Wasser.
Der Campingplatz Scaglieri ist in zum Meer hin abfallenden Terrassen
angelegt und ist mit allem Komfort ausgestattet. Swimmingpool,
Restaurant und Bar befinden sich auf der Panoramaterrasse. Der Blick
reicht weit über die Bucht und ins Meer. Wir checken ein, suchen
einen schönen Platz aus und wollen unsere Erkundungen in den
nächsten Tagen von hier aus machen. Mir gefällt der Platz
besonders gut. Die Zufahrt ist allerdings teilweise recht steil.
Große Wohnmobile können nicht jeden Platz nehmen. Wir haben
da allerdings keine Schwierigkeit.
Nach dem Duschen holen wir unseren Campingtisch und die Stühle
heraus und machen es uns am schönen Platz beim Abendessen bequem.
Wir sitzen noch lange bei einem Glas Wein außen und es ist eine
lauer Abend. Der Tag war heute anstrengend, aber sehr schön!
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Wir
frühstücken wieder, wie immer, außen. Die Luft ist
angenehm und es ist etwas bewölkt. Ca. 8.30 Uhr fahren wir los
über Procchio in den Süden der Insel. Wir fahren vorbei am
Ort La Pilla, der vor allem durch seinen Flughafen bekannt ist.
Wir kommen in den Ort Marina di Campo am Golf di Campo. Der
Fischerhafen liegt im Süden der Ebene, die sich zwischen dem
gebirgigen Westen und den Waldhöhen in der Mitte der Insel
öffnet. Der Ort hat ca. 4400 Einwohner und ist ein viel besuchtes
Touristenzentrum mit einem der saubersten Sandstrände der Insel. 2
km führt er an der sichelförmigen Bucht entlang.
Wir haben Mühe, einen Parkplatz für unser Wohnmobil zu
finden. Überall ist die Höhe auf 2,20 m beschränkt,
obwohl das gar nicht nötig wäre! Wir laufen durch die
Fußgängerzone und zum Hafen und bewundern den schönen
Sandstrand. Danach fahren wir noch ein Stück weiter in den
Ortsteil La Force. Hier sind mehrere große Campingplätze.
Hier ist auch unser Ausgangspunkt für eine Wanderung. Wir laufen
den schönen Weg immer der Küste entlang. Der Blick fällt
hinüber nach Marina di Campo oder ins blaue Meer über den
Golf di Campo. Der Weg führt uns durch eine blühende
Macchialandschaft und sie entfaltet ihr Duftpotpourri.
Es ist heute sehr bewölkt und regnet evtl. bald. Wir wollen
deshalb nur diesen Küstenweg laufen. Man könnte die Tour als
Rundweg gestalten und aufsteigen zum Monte Tambone (377m). Die Sicht
auf die Bucht mit Marina di Campo und das Umland müßte super
sein. An seinen Südhängen verbreiten sich Pinien,
Ölbäume und Weingärten. Schirmpinien sind ein gewohntes
Bild.
So begnügen wir uns nach einer guten Stunde Küstenweg und
treten diesen wieder zurück an. Als wir wieder am Wohnmobil sind,
fängt es leicht zu regnen an. Wir fahren daher zu unserem
Campingplatz Scaglieri und bereiten Mittagessen. Es gibt einen Eintopf
aus der Dose und dazu ein Paar Saiten. Gleich danach einen Cappucchino
mit Süßstückle.
Der Regen hat wieder aufgehört. Wir ziehen uns regenfest an und
begeben uns auf Wandertour im Umfeld unseres Campingplatzes. Wir laufen
die schöne Bucht von Biodola an der Küste entlang ab. Zuerst
in westlicher Richtung. Feiner Sand, klares Wasser, schöne
Hotelanlagen mit Tennis-, Golf- und sonstigen Sportzentren liegen auf
unserem Weg. Dahinter eine grüne Hügellandschaft.
Am Wasser ist heute wenig los. Die Sonnenschirme können zu
bleiben. Später laufen wir von unserem Campingplatz aus noch den
Fußweg in östlicher Richtung nach dem Ort Forne. Dort sitzen
wir in einem fast leeren Strandcafe bei Cappucchino. Auf dem
Rückweg fängt es etwas an zu nieseln. Gegen 18 Uhr kommen wir
bei einsetzendem Regen am Campingplatz an. Wir gehen zum Duschen und
genießen dann Schnitzel und Salat zum Abendessen.
Heute haben wir den ganzen Tag die Sonne nicht gesehen und hoffen,
daß es morgen wieder besser wird. Im Wohnmobil haben wir noch
einen gemütlichen Abend.
weiter gehts mit Insel Elba Portoferraio...
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