| Die Überfahrt kostet
einfach Euro 40,30 und dauert 1 Stunde. Wir genießen die kleine
Seereise und legen in Portoferraio in Elba an. Portoferraio ist die
Hauptstadt der Insel und zugleich die wichtigste Hafenstadt. Wir wollen
zuerst die Insel erkunden und erst kurz vor unserer Rückreise
Portoferraio näher kennen lernen.
Wir fahren stadtauswärts und nach Enfola um unsere erste Wanderung
zu machen. Ausgangspunkt ist ein schmaler Strandstreifen, die Landenge
bei Enfola am Golfo di Viticcio. Es ist wenig los hier und wir
können im Ort parken. Wir wollen den "Hügel im Meer", den
Monte Enfola besteigen. Der Höhenunterschied ist ca. 250 m. Auf
breitem, steinigem Weg geht es in weiten Kehren höher. Dann wird
der Weg schmäler, es geht teils hinunter und wieder hinauf und die
Aussicht wird immer besser. Der Küstenabschnitt der sich von hier
bis nach Portoferraio erstreckt ist einfach traumhaft.
Die Hänge sind dicht bewachsen und es blüht rundum. Der gelbe
Ginster, die rosafarbenen Zistrosen und weiße Myrten
schmücken das Gestrüpp. Das ist die "Macchia", die sich hier
ausbreitet. Ein herrlicher Duft liegt in der Luft. Wir kommen schon am
ersten Tag auf Elba auf unsere Kosten und sind begeistert vom Ausblick
in die Ferne und von der Landschaft, die uns umgibt.
Wir machen noch einen Abstecher zum Möwenfelsen und steigen dabei
ein kurzes Stück ab. Dabei durchlaufen wir wieder einen herrlich
duftenden, blühenden Hang. Dort angekommen machen wir am Felsen
eine Rast und Versperpause. Dabei können wir die Möwen
beobachten und die Aussicht genießen.
Unser Rückweg bringt uns wieder durch die herrliche
Macchia-Landschaft zu unserem Ausgangspunkt. Im einladenden Restaurant
trinken wir noch einen Kaffee.
Nun wollen wir uns einen Campingplatz für die nächsten Tage
aussuchen. Unsere Wahl fällt auf den Campingplatz "Rosselba le
palme". Bei der Anfahrt machen wir Halt an einen Aussichtspunkt und
blicken auf die schöne Stadt Portoferraio, die auf einer Landzunge
im Meer liegt.
Auf einem Hügel in einem Park dessen prachtvolle Natur wie
geschaffen zu sein scheint, um erforscht und bewundert zu werden, liegt
der Campingplatz Rosselba le palme. Es gefällt uns sehr hier und
wir suchen einen schönen Platz aus. Wegen der Vorsaison ist auch
hier noch nicht all zu viel los. Nach dem Einchecken wird zuerst
geduscht, dann erkunden wir die Anlage. Es ist vor allem ein
weitläufiger Park mit einer dichten und abwechslungsreichen
Vegetation, in deren Mitte ein Botanischer Garten liegt mit einer
Vielzahl von tropischen Pflanzen und Bäumen.
Am Campingplatz, einer gut ausgestatteten Ferienanlage, wird viel
geboten. Erholung und Spaß werden hier großgeschrieben.
Auch wer es sportlich liebt, kommt hier ganz auf seine Kosten (Tennis,
Tischtennis, Beach-Volley usw.) Ein herrlich gelegener großer
Swimmingpool lädt zum Baden ein. Ein kleiner Fußweg
führt zum schönen Strand, der mit Liegestühlen
ausgestattet ist und man schaut ins blaue Meer. Es gibt ein Restaurant
und einen kleinen Supermarkt.
Wieder an unserem Wohnmobil angekommen machen wir Abendessen. Es gibt
gebratenen Lachs mit Nudeln und Salat. Und bald ist auch unser erster
Tag auf Elba vergangen und es heißt "Gute Nacht".
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Elba im Masstab 1:30.000
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| Wir haben sehr gut
geschlafen und im Freien gefrühstückt. Das Wetter ist leicht
bewölkt und wir wollen heute wandern. Wir fahren ca. 8.30 Uhr los
nach Rio nell Elba. Das einstige Bergbaudorf hat ca. 900 Einwohner und
ist mit seinem festungsartigen Charakter eine der ältesten
Siedlungen der Insel. Hier war früher das Zentrum des Erzabbaus.
Im Museum in Rio nell Elba werden 700 in der Gegend vorkommende
Mineralien ausgestellt.
Der Ort ist auch ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen in
den Nordwesten der Insel. Wir wollen von hier den 516 m hohen Cimba del
Monte erwandern. Wir steigen, teils auf breitem Weg, teils auf
steinigem Pfad, in knapp 1 ½ Stunden auf. Der Berg ist
eigentlich keine besondere Schönheit. Es ist ein kahler
Grasrücken. Die Aussicht allerdings ist phantastisch. Man kann die
östlich Seite der Insel überblicken. Vor uns liegt die
Burgruine Volterraio und dahinter die prachtvolle Bucht der
Inselhauptstadt Portoferraio.
Volterraio war die Fluchtburg der Elbaner. Heute kann man hinauf
wandern. Schon vor Chr. stand auf diesem Felsmassiv eine Burg. Im Laufe
der Jahrhunderte wurde die Burg bestürmt und belagert, aber
Volterraio konnte nie eingenommen werden. Auf dem Cimba del Monte
machen wir eine längere Rast und lassen unsere Augen
umherschweifen. Das Wetter ist ganz gut geworden. Immer wieder
läßt sich die Sonne sehen. Wir nehmen zuerst den selben Weg
wieder zurück und machen dann auf halber Strecke einen Abstecher
auf den Berg Monte Capanello. Auch hier können wir nochmals die
genialen Ausblicke genießen.
Wieder im Ort Rio nell Elba angekommen, kehren wir kurz für einen
Cappucchino ein, bevor wir an die Ostküste nach Rio Marina fahren.
Der Ort war früher ein Erzverladehafen. Der achteckige Hafenturm
entstand 1534. Ihm wurde später noch ein Uhrturm aufgesetzt. Wir
fahren weiter die Ostküste entlang nach Cavo, das sich als ein
kleines Hafenstädtchen entpuppt. Die nördl. aus Cavo
führende Asphaltstraße durchquert einen Pinienwald und endet
nach ca. 1 km am Kap mit schönem Ausblick.
Danach treten wir die Rückfahrt zu unserem Campingplatz an.
Unterwegs halten wir noch an einem Supermarkt. Den Abend verbringen wir
auf dem Freiplatz vor unserem Wohnmobil mit Kaffeetrinken, Essen,
Schreiben und Spielen.
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Bei sonnigem und
schon recht warmen Wetter frühstücken wir außen. Und
fahren dann über Porto Azzurro zum Camping Reale. In der Nähe
können wir parken. Hier ist der Ausgangspunkt für eine kleine
Wanderung zur grünen Lagune, dem See Laghetto di Terranera.
Der Weg führt uns die Küste entlang über erzhaltiges
Gestein und einen schwarzen Sandstrand zu einem grün schillernden
See, der nur durch eine schmale Sandsichel vom blauen Meer getrennt
ist. Der See ist stark schwefelhaltig und hat sich über einer
aufgelassenen Mine gebildet. Der farbliche Kontrast ist von einem etwas
erhöhten Standpunkt aus herrlich zu überblicken.
An einem großen Parkplatz am Rande von Porto Azzurro stellen wir
unser Wohnmobil ab und bezahlen für vier Std. Euro 3,-- (die
Übernachtung würde hier Euro 10,-- kosten). Von hier laufen
wir in die Stadt. "Salon Elbas" nennt sich das Hafenstädtchen. Die
hübsche Stadt Porto Azzurro hat ca. 3000 Einwohner und ist nach
Portoferreiro ein wichtiger Hafen Elbas.
Schiffe aller Größen liegen hier, auch Fährschiffe. Am
malerischen Hafen gibt es eine quirlige Piazza mit Restaurants,
Eisdielen und Boutiquen. Hier trinken wir unseren Cappucchino. Auf der
Anhöhe im Osten der Bucht, von wo man einen super Ausblick auf die
schöne Bucht hat, hatten die Spanier 1603 eine mächtige
Festung, Forte Longone, errichtet. Diese wurde aber in neuerer Zeit als
Gefängnis genützt.
Unsere Weiterfahrt bringt uns nach Capoliveri. Das hübsche
Bergdorf mit ca. 2.400 Einwohner liegt hoch an den Flanken des
Magnet-Berges und bietet herrrliche Aussichten. Wir finden einen
Parkplatz und erkunden den Ort mit seinen pastellfarbigen Häusern,
der Kirche, den gewundenenen Treppengassen und gewölbten
Durchgängen unter alten Mauern. Dabei schaut man immer wieder
hinunter zum blauen Meer oder weit in die Landschaft.
Hier wechseln weite Weinfelder mit mediteranem Niederwald. Die zentrale
Piazza ist mit vielen Bars ein beliebter Treffpunkt. Es ist sehr
schwül heute und wir sitzen auf der Terrasse und trinken schon
wieder Cappucchino und Mineralwasser. Nur ungerne verabschieden wir uns
von diesem Ort und fahren zurück zu unserem Campingplatz Rossalbe
le Elba.
Dort angekommen wird zuerst geduscht. Danach sitzen wir außen im
Schatten der Bäume und genießen den Abend bei Reden, Essen
und später bei Wein.
Weiter gehts nun
weiter mit dem 2. Teil von der Insel
Elba...
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