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Reisebericht Urlaub in British Columbia -
mit Wohnmobil durch Kanada's Westen

 

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Reiseberichte

Unterwegs im Norden von Vancouver Island, Kanada

Reisebericht British Columbia, Urlaub mit dem Wohnmobil in Kanada's Westen

 

 02.06.04: Black Greeke, Campell River und Quadre Island
 

 Die Sonne scheint schon am Morgen. Nach dem Frühstück fahren wir weiter auf Straße 19A Richtung Campbell River. Wir stoppen an einem großen Holzverarbeitungswerk. Die Forstwirtschaft hat volkswirtschaftlich eine außergewöhnliche Bedeutung in Britisch Columbia.

Langholzfahrzeuge sind ein gewohntes Bild auf der Straße. Danach Stopp Black Greeke: schöner Strand und dahinter die Berge der Coast Mountains.

Wir gehen Eisessen unterm Sonnenschirm in einem Cafe im Minigolfplatz. Wir fahren weiter bis Campbell River. Am Hafen machen wir einen Spaziergang und fahren dann mit der Fähre ohne unsere Autos zur nahen Insel Quadre Island. Dort erkunden wir den kleinen Ort mit einigen Shops und Lokalen.

Auf einer Anhöhe sehen wir wieder einen Weißkopfseeadler, der seine Kreise zieht. Er ist ja das Wappentier von USA, kommt aber dort nicht mehr so oft vor. In Kanada, gerade an der Westküste, hat er noch mehr Heimat.

Wir sehen kleine Kolibris beim Futterfassen, das für sie ausgehängt wurde. Am Hafen zwischen großen Steinen entdecken wir eine Schlange (braun und fast 1 m lang).

Dann bringt uns die Fähre wieder zurück in der Fischereistadt Campbell River. Sie ist berühmt für ihre Lachse. Abends kann man am Hafen die großen Kreuzfahrtschiffe vorbeifahren sehen.

Nördlich Campbell River biegen wir rechts ab in eine schlechte Schotterstraße und suchen den Campingplatz Ripple Rock RV. Nach ca. 5 km beschließen wir: wir fahren heute nicht mehr weiter, sondern übernachten hier, einem freien Platz neben der einsamen Straße mitten im Wald an einem See.

Abends sitzen wir noch lange außen zwischen unseren Wohnmobilen und haben eine Kerze aufgestellt. Ab und zu dachten wir auch an Bären, die uns hier überraschen könnten. Man soll ja reden oder sonst ein Geräusch machen, das die Bären schon von weitem hören und eine andere Richtung einschlagen können. Für diesen Zweck gibt es extra Bärenglöckchen.

Am gefährlichsten ist es, wenn ein Bär einem Menschen plötzlich gegenübersteht. Da könnte es schon zu Angriffen kommen. Ganz wichtig ist auch, nichts Essbares außen liegen zu lassen, es würde die Bären anlocken. Heute nacht schauen wir zweimal nach, daß die Türe geschlossen ist und schlafen gut in der „Pampa“.

 

 03.06.04: Sayward, Telegraph Gove auf dem Weg in den Norden von Vancouver Island

 
 

Etwas Lasterverkehr weckt uns am Morgen. Nach dem Frühstück fahren wir bei gutem Wetter die 5 km auf der staubigen Schotterpiste zurück. Weiter geht es den Highway 19 Richtung Port Hardy (noch ca. 211 km).

Rechts und links der Straße werden wir wieder von Wald begleitet. Nach gut 50 km machen wir einen Abstecher und fahren rechts ab ca. 10 km an die Küste nach Sayward. Auch hier wird viel Holz bearbeitet und es liegt auch viel im Wasser.

Holzbearbeitung in Sayward, Vancouver Island, Westkanada

Über uns kreist wieder ein König der Lüfte, ein Weißkopfseeadler, das ist immer ein toller Anblick. Wir machen eine kleine Wanderung. Um Sayward gibt es schöne Camping- und Stellplätze an einem ruhigen See mit Wiese und Bänken. Das brauchen wir aber jetzt noch nicht.

Dann geht’s wieder zurück auf Str. 19 und durch Wald gen Norden. Immer wieder kommen uns Holzlaster entgegen. Von weitem sehen wir die Berge der Coast Mountains mit Schnee.

Je nördlicher wir kommen, desto weniger ist los. Zeitweise gehört uns die Straße alleine. Links der Straße erkennen wir immer wieder durch Bäume einen langgezogenen See und wir suchen einen schönen Parkplatz für unsere Kaffeepause. Doch überall nur Bäume und kein Platz zum Halten.

Wir fahren weiter und rechts ab nach Telegraph Gove. Es geht wieder über eine staubige Schotterstraße und an einem großen Holzverarbeitungswerk mit viel Holz im Wasser vorbei. Die Highways sind sehr gut ausgebaut und sehr breit. Doch fernab dieser Highways sind die Straßen schlechter und oft nur geschottert.

Dann kommen wir in den winzigen Ort Telegraph Gove. Hier leben nur 12 Einwohner in farbigen auf Holzpfählen gebauten Holzhäusern, einer historischen Siedlung.

Hier an der Küste, der Meeresstraße Johnstone Strait, leben im Sommer Schwertwale. Auch dadurch wurde der Ort bekannt. Zuerst holen wir unsere Kaffeepause nach. Dann erwandern wir den Ort und die Umgebung.

Über dem Ort wird ein großer 5-Sterne Campingplatz angelegt mit einer Superaussicht aufs Meer und die Berge der Coast Mountains. Dann bummeln wir noch am kleinen Hafen bei den Stelzenhäusern.

Danach fahren wir wieder ein Stück zurück und suchen den Campingplatz Alder Bay. Für Can. Dollar 27,-- haben wir einen schönen Platz mit Sicht aufs Wasser und dahinter die Berge.

Wolfgang macht Feuer, ich besorge einen Rost, und wir grillen unser Abendessen. An den Campingplätzen ist fast immer für jeden Stellplatz eine Grillstelle vorhanden und jeder hat auch außen Tisch und Bank.

Zu viert gibt es heute 10 Bratwürste und Tomaten- und Gurkensalat. Nach dem Essen und Duschen erhalten wir uns das Grillfeuer und sitzen noch lange genüßlich am Lagerfeuer bei einem Rotwein, den Wolfgang und Karin spendierten. Vor 22 Uhr wird es frisch und wir ziehen uns in unsere Gemächer zurück und schlafen gut.

 

 04.06.04:  Alert Bay und Ankunft in Port Hardy
 

Heute ist es etwas trübe. Nach gemütlichem Frühstück wasche ich noch meine Haare und wir starten erst um 9.45 Uhr in Richtung Mc Neil wieder auf Str. 19. In Mc Neil am Parkplatz am Hafen machen wir Halt. Nach dem Einkaufen im Supermarkt fahren wir mit der Fähre, ohne unsere Autos, um 11.30 Uhr zur Insel Alert Bay.

Dort leben noch Indianernachkommen. Seit alters her sind die Kwakiutl-Indianer für ihre Schnitzkunst bekannt. Wir laufen zuerst die Dorfstraße nach rechts und sehen dort an einem Dorfplatz uralte Totempfähle stehen.

Danach können wir in einer Stube den Schnitzern bei ihrer Arbeit zusehen. Nach einem weiterem Bummel auf der linken Uferstraße landen wir in einem kleinen Museum.

Später gibt es Kaffee und Eis in einem Lokal. Die Bedienung spricht auch etwas deutsch, sie war schon einige Jahre in Deutschland. Nun fahren wir wieder weg von dieser kleinen Insel, wo also ein anderer Menschenschlag lebt. Es geht zurück mit der Fähre nach Mc Neil.

Nach kurzem Bummel am Hafen und einer weiteren Kaffeepause mit Apfeltaschen und frischen Erdbeeren, geht unsere Fahrt weiter nach Port Hardy, wo morgen unsere Fährfahrt „Inside-Passage“ beginnt. Das Wetter ist heute wechselhaft, kurz kommt die Sonne raus, dann ein Regenschauer.

Es geht wieder durch Wald mit vielen eigenartigen Zypressenbäumen. Wir biegen rechts ab zur Fähre. Wir haben zwar schon von zuhause gebucht, aber unsere Fahrkarten müssen wir noch ahholen und einchecken.

Unsere Fahrzeuge werden vermessen und wir erhalten unsere Tickets und je drei Menuegutscheine. Wir sind überrascht, wie schnell wir hier fertig sind. Übernachten können wir allerdings auf diesem Parkplatz nicht. Wir müssen uns in der Nähe einen Stellplatz suchen und morgen früh um 6.15 Uhr wieder hier sein zur Abfahrt.

Wieder fällt uns ein Weißkopfseeadler auf, der auf einem nahen Baum sitzt. Wir fahren kurz zum Tanken in den Ort Port Hardy. Dabei fällt uns rechts der Straße ein freier Platz auf, der uns gerade recht kommt als Übernachtungsplatz. Und er ist ganz in der Nähe des Fähranlegers.

Beim Einfahren sehen wir einen Schwarzbären, der dann im Wald verschwindet. Karin und Wolfgang hatten ihn genau vor ihrem Auto und auch Klaus hat ihn gesehen. Da war ich schon etwas enttäuscht, ich hatte ihn nicht gesehen. Ja, wir waren alle sehr freudig erregt, das erste Mal im Leben einen Bären in freier Wildbahn zu sehen.

Schon 10 Minuten später sehen wir, auch ich, wiedereinen großen Schwarzbären, der einen Waldweg ca. 100 m von uns entfernt, überquertund auch wieder im Wald verschwindet. Das war ein tolles Erlebnis an diesem Abend.

Schon bald wird es dunkel und wir trauen uns kaum mehr aus dem Auto. Am Wohnmobilfenster halte ich noch einige Zeit Bärenausschau. Unsere Rucksäcke für die morgige Schiffsreise sind gepackt, der Wecker ist gestellt. Heute nacht werden wir von Bären träumen!

Morgen geht's dann los zur Inside Passage nach Prince Rupert

 

 

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