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Heute ist es etwas trübe. Nach gemütlichem Frühstück
wasche ich noch meine Haare und wir starten erst um 9.45 Uhr in Richtung
Mc Neil wieder auf Str. 19. In Mc Neil am Parkplatz am Hafen
machen wir Halt. Nach dem Einkaufen im Supermarkt fahren wir mit der
Fähre, ohne unsere Autos, um 11.30 Uhr zur Insel Alert Bay.

Dort leben noch Indianernachkommen. Seit alters
her sind die Kwakiutl-Indianer für ihre Schnitzkunst bekannt. Wir laufen zuerst die Dorfstraße
nach rechts und sehen dort an einem Dorfplatz uralte Totempfähle stehen.
Danach können wir in einer Stube den Schnitzern bei ihrer Arbeit zusehen.
Nach einem weiterem Bummel auf der linken Uferstraße landen wir in einem
kleinen Museum.
Später gibt es Kaffee und Eis in einem Lokal. Die
Bedienung spricht auch etwas deutsch, sie war schon einige Jahre in
Deutschland. Nun fahren wir wieder weg von dieser kleinen Insel, wo
also ein anderer Menschenschlag lebt. Es geht zurück mit der Fähre nach
Mc Neil.

Nach kurzem Bummel am Hafen und einer weiteren Kaffeepause
mit Apfeltaschen und frischen Erdbeeren, geht unsere Fahrt weiter nach
Port Hardy, wo morgen unsere Fährfahrt „Inside-Passage“ beginnt.
Das Wetter ist heute wechselhaft, kurz kommt die Sonne raus, dann ein
Regenschauer.
Es geht wieder durch Wald mit vielen eigenartigen
Zypressenbäumen. Wir biegen rechts ab zur Fähre. Wir haben zwar schon
von zuhause gebucht, aber unsere Fahrkarten müssen wir noch ahholen
und einchecken.
Unsere Fahrzeuge werden vermessen und wir erhalten
unsere Tickets und je drei Menuegutscheine. Wir sind überrascht, wie schnell
wir hier fertig sind. Übernachten können wir allerdings auf diesem Parkplatz
nicht. Wir müssen uns in der Nähe einen Stellplatz suchen und morgen
früh um 6.15 Uhr wieder hier sein zur Abfahrt.
Wieder fällt uns ein Weißkopfseeadler auf, der auf
einem nahen Baum sitzt. Wir fahren kurz zum Tanken in den Ort Port Hardy.
Dabei fällt uns rechts der Straße ein freier Platz auf, der uns gerade
recht kommt als Übernachtungsplatz. Und er ist ganz in der Nähe des
Fähranlegers.

Beim Einfahren sehen wir einen Schwarzbären, der dann
im Wald verschwindet. Karin und Wolfgang hatten ihn genau vor ihrem
Auto und auch Klaus hat ihn gesehen. Da war ich schon etwas enttäuscht,
ich hatte ihn nicht gesehen. Ja, wir waren alle sehr freudig erregt,
das erste Mal im Leben einen Bären in freier Wildbahn zu sehen.
Schon 10 Minuten später sehen wir, auch ich, wiedereinen
großen Schwarzbären, der einen Waldweg ca. 100 m von uns entfernt, überquertund
auch wieder im Wald verschwindet. Das war ein tolles Erlebnis an diesem
Abend.
Schon bald wird es dunkel und wir trauen uns kaum
mehr aus dem Auto. Am Wohnmobilfenster halte ich noch einige Zeit Bärenausschau.
Unsere Rucksäcke für die morgige Schiffsreise sind gepackt, der Wecker
ist gestellt. Heute nacht werden wir von Bären träumen!
Morgen geht's dann los zur Inside
Passage nach Prince Rupert...
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