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Reisebericht Urlaub in British Columbia -
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Die moderne Metropole Vancouver und nördlich
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Reisebericht British Columbia, Urlaub mit
dem Wohnmobil in Kanada's Westen
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| 20.06.04:
Ein Tag in Vancouver |
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Gut ausgeschlafen stehe ich schon um 6 Uhr auf
und lese. Nach dem Frühstück fahren wir bei herrlichem Sonnenschein
kurz nach 8 Uhr auf Straße 7 via Vancouver (121 km).
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| Wir befinden uns in einem landwirtschaftlich genützten Tal. Mischwald,
Obstanlagen, Gemüseflächen, Farmen und Kühe auf der Weide wechseln mit
kleinen Orten oder Kleinstädten. In Chilliwack und Umgebung wird Hopfen
angebaut. Bei Mission fahren von Straße 7 über die Straße 11 und den
Fraser River auf Highway 1 West Richtung Vancouver.
Nachdem wir wieder eine Brücke über den Fraser River passiert haben,
fahren wir einen Vorort von Vancouver, Burnaby, an und suchen den Campingplatz
BCRV Burnaby Cariboo RV. Er ist leicht zu finden.
.
Der RV ist sehr schön mit allem, also Vollver- und Entsorgung, schöne
Nischenplätze und sogar ein Hallenbad. Wir bezahlen Can. Dollar 42,--.
An der Rezeption kaufen wir Tageskarten für Vancouver zu je Can. Dollar
8,-- und fahren mit der Schwebebahn, dem Sky-Train (1 x umsteigen) bis
Waterstation mitten in Vancouver am Hafen. Schon bei der Anfahrt werden
Blicke frei auf die Skyline und ich bin gespannt auf Vancouver.
Es ist Vormittag und das Wetter gut. Am Hafen angekommen sind wir
schon sehr beeindruckt. Zwei riesengroße Kreuzfahrtschiffe haben angelegt.
Hier fährt auch der Seebus ab und alle 15 Min. über das binnenseeartige
Burrard Inlet nach Nordvancouver. Diese kleine Seereise machen wir mit
und haben vom Wasser aus prächtige Blicke auf die Skyline von Vancouver.

Im Norden angekommen, machen wir einen Spaziergang zu schönen Aussichtspunkten
auf die Stadt, den Hafen und das Umland. Dann bringt uns unsere Personenfähre
„Seebus“ wieder über den Vancouver Harboor an die Waterfront. Nun wollen
wir uns die Innenstadt vornehmen.
In Vancouver leben 477.900 Menschen und im Großraum 1,8 Millionen. Die
Bewohner Westkanadas leben meist in den wenigen Großstädten. Die restlichen
Gebiete sind dünn besiedelt.

Die Weltstadt Vancouver ist die einzige Metropole im Westen von Kanada
und liegt herrlich an einem schmalen Küstenstreifen im äußersten Südwesten
im breiten Flußdelta des Fraser River zwischen dem Wellenrauschen des
Pazific und der Bergkulisse der Coast Mountains. Die City ist mit Hochhäusern
besetzt, in deren Glasfassaden sich phantastische Spiegelungen ergeben.

Alles von oben zu betrachten ist bestimmt toll! Wir nehmen deshalb
die Gelegenheit wahr und fahren für je Can. Dollar 9,-- mit dem Außenglasaufzug
auf den Turm „The Lookout at Harbour Tower Centre“. Vom Aussichtsdeck
und Drehrestaurant haben wir einen 360 Grad Blick über Stadt und Hafen
und sind begeistert. Hier oben gönnen wir uns einen Kaffee und Muffins.

Danach am Canada Place, einem Relikt der Expo 1986 mit einer Dachkonstruktion
von 5 weißen Segeln, blicken wir wieder herrlich über Hafen und auf
die vielen bunten Glashochhäuser. Hier läßt es sich herrlich flanieren. Wo
jetzt Canada Place in den Hafen ragt und Wolkenkratzer stehen, war noch
vor 100 Jahren Urwald und einige Indianersiedlungen.

Wir laufen die Granville Street mit vielen schönen Geschäften entlang,
blicken immer wieder in die Höhe und bestaunen die herrlichen bunten
Glasfassaden der Hochhäuser.
Es ist meine erste wirkliche Großstadt und ich bin überwältigt. Ich
muß mich mit Foto`s zurückhalten, wir haben bald keine Filme mehr! Weltklasse
Restaurants und Cafes, Nobelhotels, Bed- und Breakfasts, unterirdische
Einkaufszentren, schicke Boutiquen, alles bietet die quirlige Metropole
mit viel Charme am Pazific.

Wir durchstöbern einige Geschäfte und kaufen für Achim ein Tshirt
und eine Krawatte in der Robson-Street. Am Südende dieser Geschäftsstraße
liegt der parkähnliche Robson Square. Danach kommen wir nach Chinatown,
einer Stadt in der Stadt Vancouver.

In den überfüllten Straßen dominieren die Farben und Düfte des Fernen
Ostens. Danach kommen wir ins hübsche Altstadtviertel Gastown. Wir flanieren
an Souveniershops, Galerien und Lokalen vorbei. Meistfotografiert ist
hier die „Steam Clock“, die einzige Uhr der Welt, die mit Dampf betrieben
wird.

Einige Souveniers finden wir auch in Gastown in den herrlichen
Geschäften. Hier müßte man viel mehr Zeit haben. Gastown und Chinatown
sind eine Fundgrube für Shoppingfans.
Hunger und Durst stillen wir in einem Cafe und hinterher leisten
wir uns noch ein Eis. Wir sind nun in der Waterfrontstreet und bald
wieder am Hafen am Canada Place.
Hier beobachten wir ein norwegisches Kreuzfahrtschiff beim Auslaufen
mit viel Getöse. Für heute haben wir tolle Eindrücke von Vancouver gesammelt.
Es wird langsam Abend, unsere Füße sind müde und wir fahren ab Waterfrontstation
wieder mit unserem „Sky-Train“ zurück nach Burnaby und laufen zu unserem
schönen RV.
Zuerst wird geduscht, dann verspeisen wir unser Abendessen außen
an Tisch und Bank. Danach bleiben wir noch sitzen, bis es dunkel wird.
Heute haben wir schon viel von Vancouver gesehen. Aber, wir werden unsere
Zeit vor dem Abflug nochmals von Richmond aus in Vancouver verbringen.
Morgen wollen wir nun zu einer Rundtour in die Berge nördlich Vancouver
starten.
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| 21.06.04:
Grouse Mountain bei Vancouver und der Wintersportort Whistler |
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Am Morgen hört man Autos vom nahen Highway 1, den wir gleich auch
befahren. Bei gutem Wetter fahren wir bei viel Verkehr durch Vancouver.
Die Fahrt klappt prima. Dann geht’s rechts ab die Cabelino Road und
zur Seilbahn auf den Vancouver-Aussichtsberg Grouse Mountain.

Die Auffahrt kostet Can. Dollar 26,-- pro Person. Oben angekommen
bin ich ziemlich enttäuscht. Trotz gutem Wetter ist die Sicht schlecht.
Es ist sehr diesig und die Metropole liegt wie im Nebel. Ich wollte
doch sehr schöne Bilder machen vom 1100 m hohen Wintersportberg Vancouvers!
Eine kleine Wanderung führt uns zu einem Gehege. Hier leben zwei Grizzlybären, die jung ihre Mutter verloren haben
und hier aufgezogen wurden. Das ist ein echtes Highlight hier oben und
ich mache mehrere Bilder.
Grizzlybären sind die größten Landraubtiere
der Erde. Neben am Waldrand zeigen sich zwei weiße Wölfe.
Später trinken wir im Höhenrestaurant auf der Terrasse Kaffee bei bescheidener
Aussicht und schweben dann wieder hinab zu unserem Wohnmobil.
Es geht weiter, wir fahren bis zur Cabilano Bridge, einer schwankenden,
140 m langen Hängebrücke über einen 70 m tiefen Canyon. Das Betreten
kostet pro Person Can. Dollar 23,50. Dies ist uns entschieden zu teuer
und wir fahren weiter. Leider versperrt Wald den Blick von außen auf
die Brücke.
Wir befahren nun die Straße 99, den attraktiven, kurvenreichen „Sea
to Sky-Highway“ in Richtung Squamisch. Die Straße führt aussichtsreich
vom Meer in die Berge. Links der Straße begleitet uns das Wasser.

Wir
machen Rast an einem schönen Platz und entdecken vor uns auf einem Baum
einen Weißkopfseeadler, ein stolzer Vogel, ein König der Lüfte.
Flankiert von schneebedeckten Bergen und bewaldeten Steilhängen erreichen
wir kurz vor Squamisch den Shannon Wasserfall, der beeindruckend wie
ein weißer Schleier 198 m hoch über eine Bergklippe fällt. Squamisch
hat Holzfällertradition. Im Ort befindet sich auch ein großes Eisenbahnmuseum.

Unsere Weiterfahrt führt uns durch viele Baustellen und wir kommen
an den Alice Lake. Hier machen wir bei guter Aussicht eine Vesperpause.
Danach haben wir die Schneeberge der Coast Mountains gerade vor uns.
Es ist bergig, wir sind hier am Rande des Garibaldi Provinzional Park.
Unser nächster Stop gilt dem Brandyvine-Fall, kurz bevor wir in den
größten Wintersportort von British Columbia „Whistler“ kommen.
Von Vancouver sind es nur 2 Fahrstunden und auch aus Europa und Asien
fliegen die Wintersportler ein. Die Skiberge der Coast Mountains bieten
hier von Mitte November bis April über 200 schneesichere Abfahrten und
33 Skilifte vor der grandiosen Bergszenerie. Für 2010 hat sich Whistler
für die Winterolympiade beworben.

Die City, Whistler Village, ist sehr gepflegt mit hübschen Cafes,
Geschäften und Hotels. Ein Ort zum Flanieren und Bummeln. Wir besuchen
das Old Spaghetti Faktory und später ein Cafe für Kaffee und Eis. Danach
verlassen wir die bunte Atmosphäre der Whistler Village und fahren ein
Stück weiter und an den nahen Alta-See um einen Übernachtungsplatz zu
suchen. Hier ist aber Badestrand und die Zugänge sind privat
.
Ich mache am See einige Bilder, auch einen seltenen, bunten Vogel
kann ich fotografieren. Wir fahren wieder auf den Highway 99 und finden
am Ortsausgang einen Übernachtungsplatz auf dem Schulhof in Whistler.
Nach Abendessen und viel Reden wird geschlafen.
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| 22.06.04: Unsere Weiterfahrt ins trockene Lillooet
und zum Fraser Canyon |
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Super geschlafen! Bei gutem Wetter fahren wir 7.45 Uhr
weiter. Unser erster Stop ist am Green Lake und er sieht wirklich grün
aus. Danach halten wir am Parkplatz zum Nairnfall. Es entpuppt sich
als eine sehr schöne 3 km lange Morgenwanderung am River und im Wald.
Ab und zu habe ich ein ungutes Gefühl, wegen evtl. Bären! Am Wasserfall
machen wir zwei Bilder und auf dem Rückweg noch eines von einer kleinen,
blühenden, unbekannten Pflanze.
Weiter auf Straße 99 sind wir bald in Pemberton, ca. 200 m hoch.
Hier müssen wir auch tanken. Wir fahren durch eine ärmliche Gegend,
kleine Farmen, etwas Wiesen, teils verlassene Häuser. Rechts der Straße
sehen wir den Lillooet Lake. Links der Straße steht eine Wapitihirsch.
Wir fahren wieder höher und sind nun auf 700 m. Wir fahren vom See weg
und in die Berge und machen Halt an einem Wanderparkplatz. Nach ca.
30 Minuten Fußmarsch sind wir am schön gelegenen Lower Lake. Hier gibt
es aber viele Schnaken und wir halten uns nicht lange auf.

Unsere Straße in dieser Gebirgslandschaft führt weiter nach oben
und wir sind auf 1270 m Höhe. Danach geht’s wieder bergab und durch
Wald. Ich halte immer Ausschau nach Bären, Elchen usw. Wir kommen an
den idyllisch gelegenen Duffey Lake umrahmt von dunkelgrünen Wäldern
und schneebedeckten Gipfeln. Am See berichtet uns eine Frau, die kurz
davor auch unsere Strecke gefahren ist begeistert von einer Bärin mit
Jungen, die über die Straße trotteten. Oh, schade, da kamen wir Minuten
zu spät!

Ab hier führt uns die Hochgebirgsstraße in das trockenheiße, vegetationsarme
Landesinnere nach Lillooet am Fraser River. Wir sind noch ca. 1000 m
hoch. Nun geht es kurvig steil bergab. Irgendwie kommt uns plötzlich
alles so verändert vor und ein Rauchgeruch liegt in der Luft. Wir durchfahren
Schluchten und kommen dann an den Seton Lake, einem ebenfalls sehr schönen
dunkeltürkisfarbigen See.

Am See entlang fährt ein langer Güterzug. Hier machen wir eine schöne
Kaffeepause. Auch hier ist alles rauchig. Wir überlegen: Wir kommen
nun in eine dürre Gegend und es ist sehr warm, der Rauch könnte von
einem Waldbrand kommen. Wir beobachten die uns entgegenkommenden Fahrzeuge,
ob sie uns evtl. Zeichen geben wollen. Da wir nichts bemerken, fahren
wir weiter. Die Landschaft zeigt sich immer grauer und ausgedörrt. Salbeibüsche
können wir erkennen. Am Fluß ist eine Art Wehr. Es geht weiter hinunter
und endlich sind wir in Lillooet. Das ganze Tal ist eingeraucht und
wir sehen jetzt warum. Es handelt sich tatsächlich um Waldbrände hinter
dem Ort. An mehreren Stellen steigt Rauch auf. Lillooet hat Goldgräbervergangenheit.
Auf dem kargen Fraser-Plateau sind Sommertemperaturen von über 30 Grad
keine Seltenheit. Auch heute ist es sehr heiß.

Wir fahren gleich weiter auf Straße 12 und entlang des Fraser durch
die ausgedörrte Gegend. Teils ist der lichte Wald angekohlt von anderen
Bränden. Es ist immer noch rauchig und die Straße holprig. Ab und zu
sehen wir ein Haus oder eine beregnete Wiese und immer wieder schauen
wir in den Fraser River. Die 65 km bis Lytton kommen uns lang vor. Die
Hitze wird immer schlimmer, der Rauch wird weniger. Eigentlich wollten
wir in Lytton übernachten, aber es ist uns viel zu heiß hier, wir schätzen
fast 40 Grad. Auch Lytton war früher eine Goldgräberstadt. Beim kurzen
Stop sehen wir wie der blaue Thomson River in den braunen Fraser River
fließt und sich das Wasser nur langsam vermischt.

Der Ort ist auch bekannt für Wildwasser-Rafting-Touren auf den Stromschnellen
des Fraser und seiner Nebenflüsse.
Wir fahren weiter den Fraser, dessen Flußbett immer enger und von
einer Eisenbahn begleitet wird, entlang. Mehrere Eisenbahnbrücken schwingen
sich über den nun reißenden Fluß. Die Landschaft zeigt sich wieder grüner.

Wir kommen nach Hells Gate. Es ist mit 34 m die engste Stelle des
Fraser Canyon. Die Hells Gate Airtram steigt hier in die 152 m tiefe
Klamm und bietet einen schwindelerregenden Blick. Der Canyon mit den
tobenden Wassermassen zwängt sich durch die Felsen. Später geht es über
die Alexanderbrücke auf die andere Flußseite.

Wir fahren durch Wald, teils felsig und ab und zu durch ein kleines
Tunnel und sind im Ort Yale. Wir kommen in ein breites Tal und an einem
schönen See machen wir einen Zwischenstop. Wir wechseln nun von Straße
1 auf Straße 7 und fahren durch Agassiz und weiter nach Harrison Hot
Springs. Hier waren wir schon vor Vancouver und unserer Rundtour. Heute
gehen wir in die Hot Springs, das warme Wasser soll uns guttun! Im Wasser
trauen wir unseren Augen nicht, auch Karin und Wolfgang verbringen zufällig
ihrem letzten Abend hier. Ihr Rückflug ist morgen und wir haben noch
drei Tage.
Wir sind müde und heute schon viel gefahren. Das heiße Wasser gab
uns den Rest. Deshalb fahren wir einige Kilometer zurück nach Agassiz
und übernachten dort auf dem Schulhof. Da hatten wir vor Tagen schon
einmal gut geschlafen. Wir liegen gut in der Zeit, da wir in Lytton
heute nicht übernachtet haben. Deshalb wollen wir uns morgen einen schönen
Tag in Harrison Hot Springs machen, bevor wir dann nochmals Vancouver
ansteuern. „Good Night“!
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| 23.06.04:
Ein Tag Erholung an den Harrison Hot Springs |
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Bei sonnigem, aber diesigem Wetter fahren wir 8 Uhr los nach Harrison
Hot Springs. Am Straßenrand fallen wieder die herrlichen großen
und blau blühenden Hortensienbüsche auf. Im Ort angekommen, starten
wir zu einer Morgenwanderung westlich des Harrison Hotels beginnend.
Wir kommen zur Quelle der Hot Springs. Es blubbert und kocht! Hier
wird die Quelle gefaßt und heruntergekühlt weitergeleitet in den Ort
und in verschiedene Bäder.

Danach verläuft der Wanderweg bergig durch
den Wald und wir kommen an einen kleinen Sandstrand am Harrison Lake. Wir nehmen den
gleichen Weg zurück.
Vom Ausgangspunkt gehen wir in südlicher Richtung und kommen in ein
herrliches Biotop mit sumpfigem Gelände, Fluß oder kleine Seen und Wald.
Danach gibt es Kaffee und Eis im Ort bevor wir dann auf der rechten
Seite des Harrison Lake zum Jachthafen spazieren.
Lange sitzen wir noch auf einer Bank am Strand. Das Wetter ist heute
sehr diesig und windig. Die Sicht ist nicht besonders gut. Auf Umwegen
laufen wir durch den Ort zu unserem Wohnmobil um Abendessen zu machen.
Es gibt Schnitzel, Bratkartoffeln und Gurkensalat.
Ich packe schon einmal einen Koffer fertig. Dann beenden wir unsern
„Lusetag“ mit einem Abendspaziergang am Strand. Heute übernachten wir
auf unserem Parkplatz im Ort ganz nahe dem Park des Harrison Hotel.
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| 24.06.04:
Ein weiterer Tag in Vancouver, dieses mal mit Busrundfahrt |
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Gut ausgeschlafen mache ich schon 6.30 Uhr einen Frühspaziergang
ins nahe Biotop. Es ist etwas bewölkt und frisch. Dabei kann ich endlich
einen schönen gelbschwarzen Schmetterling fotografieren, hinter dem
ich schon lange her bin.

Klaus hat unterdessen Frühstück gemacht. Nach dem Volltanken
sagen wir „Tschüs Harrison Hot Springs“ und "Vancouver, wir kommen“! Auf
Highway 1 geht’s über eine lange Brücke. Bei Abbotsford (Ausfahrt 66)
biegen wir ab auf Straße 10 West Richtung Langley. Langley ist ein größerer
Ort. Die Gegend ist eben und zeigt sich ländlich. Immer wieder sehen
wir Farmen, Wiesen und Felder.
Nun kommen wir auf Straße 99 Nord Richtung Richmond/Vancouver. Wir
fahren die Westminster-Straße bis zu Nr. 2 Road, dann rechts in die
River Road und zum Campingplatz Richmond RV Park. Hier im großen Vorort
und in Flugplatznähe buchen wir gleich unsere letzten zwei Nächte.
Der
Campingplatz ist ordentlich, aber nichts besonderes. Von hier aus kann
man mit dem Bus nach Vancouver fahren. An der Rezeption kaufen wir für
Vancouver eine Zwei-Tages-Karte. Es ist jetzt 12.45 Uhr und der nächste
Bus geht um 13.15 Uhr. Wir beeilen uns und los geht’s zum zweiten Mal
nach Vancouver. Wir suchen uns Punkte aus, die wir vor Tagen nicht gesehen
haben.
Ein Taxibus bringt uns zur Station 1 zum Doppeldeckerbus, der einen
Rundkurs in Vancouver mit 21 Haltestellen an markanten Punkten fährt.
Wir sitzen oben. Es schwankt und rumpelt sehr. So fahren wir durch die
Stadt. Meine Fotos werden bestimmt alle verwackelt. Das Wetter ist heute
auch nichts zum Fotos machen, die Sonne fehlt! Wir steigen am äußeren
Ende des Stanley-Park beim Prospekt-Point aus.

Der Stanley Park ist die 405 ha große grüne Lunge von Vancouver und
ist die größte städtische Grünfläche Kanadas. Die meist naturbelassene
Anlage ist vom Wasser umsäumt und hat viel schönen alten Baumbestand.
Sie ist mit einem Wanderwegenetz durchzogen und hat auch zwei Badestrände.
Vom Prospekt-Point haben wir einen guten Blick auf die Lions Gate Bridge,
Vancouvers Golden Gate. Sie ist die Verbindung nach Nordvancouver.
Wir laufen die Seawal Promenade entlang des Burrard Inlet zurück.
Zuerst blicken wir über das Wasser nach Nordvancouver. Später haben
wir die Skyline der Downtown im Blickfeld mit davor vielen Bootshäusern
und Booten im Hafen. Der Seeweg geht immer dem Ufer entlang. Leider
ist es heute bewölkt, der blaue Himmel und die Sonne fehlen! Es zieht
sich hin. Wir laufen eine Spitze aus mit einem kleinen Leuchtturm.

Dann machen wir nach rechts in den Park einen Abstecher zum Brockton
Point mit Souvenierständen, Lokal und ebenfalls guter Aussicht. Hier
stehen Totempfähle, die zu Vancouvers beliebtesten Fotomotiven zählen.

Zurück zu unserem Panoramaseeweg geht es am Coal Harbour entlang
mit Aussicht auf Skyline und Hafen, wie vorher. An der großen Brücke,
über die wir vor Stunden mit dem Doppeldeckerbus gekommen sind, beenden
wir unsere Erkundung des Stanley Park. Am Ende der Brücke kommen wir
wieder in die Downtown. Um 18.15 Uhr fährt unser Taxibus zurück zum
Campingplatz.
Wir müssen uns fast beeilen. Wir finden in der Robson-Street den
Halteplatz für den Bus. Am Campingplatz angekommen gehen wir duschen
und machen dann Abendessen. Danach beobachten wir Flugzeuge, die vom
nahen Flugplatz über uns hinwegfliegen und machen noch einen Spaziergang
am und um den Platz. Trotz der Bewölkung färbt sich der Abendhimmel
im Westen rot.
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| 25.06.04:
Busrundfahrt und die Chinatown von Vancouver |
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In der Nacht war es ruhig hier. Morgen ist unser Heimflug.
Heute gilt unsere Vancouver-Buskarte noch. Also, wissen wir, was wir
tun! Nach gutem Frühstück um 8.15 Uhr geht unser Taxibus wieder von
Richmond ab und bringt uns zum Haltepunkt 1 des Doppeldeckerbusses.
Heute wollen wir die komplette Rundtour mit 2 Stunden und 21 Haltestellen
durch Vancouver mitfahren. Statt des Doppeldeckers, wie gestern, kommt
heute ein normaler Bus. Wir begrüßen das obwohl wir hier tiefer sitzen.
Aber er fährt sehr ruhig und wir haben Glück, wir haben die vorderen
aussichtsreichen Plätze. Es ist eine sehr schöne Rundfahrt und vom Bus
aus lassen wir den „Vancouver-Film“ ablaufen.
Nach dem kompletten Durchgang steigen wir in Chinatown aus und besuchen
den Dr. Sun Yat-Sen Classical Chinese Garden, der eine Oase der Ruhe
im betriebsamen Chinatown darstellt. Er ist mit Türmchen, Pflanzen,
Wasser und Steinen stilvoll gestaltet.

Wir bummeln durch den schönen
Garten. Der Eintritt von Can. Dollar 6,-- hat sich gelohnt. Unser Taxibus
geht heute um 14.15 Uhr ab Robson-Street. Wir haben also noch etwas
Zeit. Auf dem Weg dorthin kommen wir wieder durch das liebenswerte,
hübsche Altstadtviertel Gastown und stöbern wieder in den kleinen Geschäften.
Ich kaufe hübsche Ohrringe und Fingerringe. In einem Lokal machen wir
kurz Einkehr.

Am Treffpunkt in der Robsonstreet kommt auch unser Taxibus, ist aber
leider defekt und kann nicht mehr fahren. Wir müssen 30 Minuten warten
und werden dann von einem kleineren Ersatzbus zum RV gebracht. Den ganzen
Tag war es bewölkt. Nun, da wir zurück sind und im Wohnmobil vespern
und Kaffee trinken, scheint die Sonne!
An drei verschiedenen Tagen haben wir also immer wieder eine andere
Ecke von Vancouver, Kanadas Tor zum Pazific, erkundet. Die Stadt hat
uns sehr angenehm überrascht. Ich wollte schon immer einmal zwischen
Hochhäusern nach oben sehen.
Vancouver`s Hochhäuser bleiben mir als in verschiedenen Farben schillernde
Glasfassaden in Erinnerung. Das moderne Vancouver hat einen interessanten
Kontrast zum sonstigen Naturerlebnis Westkanada geboten.
Ich packe nun unseren zweiten Koffer und wir machen Großputz im Wohnmobil,
damit wir es morgen sauber abliefern können. Nach Duschen, Haare waschen
und Abendessen geht’s um 22 Uhr in die Betten.
Morgen gehts dann langsam
aber sicher an die Heimreise...
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