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Reisebericht Urlaub in British Columbia -
mit Wohnmobil durch Kanada's Westen

 

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Die moderne Metropole Vancouver und nördlich davon

Reisebericht British Columbia, Urlaub mit dem Wohnmobil in Kanada's Westen

 

 20.06.04: Ein Tag in Vancouver

 

 Gut ausgeschlafen stehe ich schon um 6 Uhr auf und lese. Nach dem Frühstück fahren wir bei herrlichem Sonnenschein kurz nach 8 Uhr auf Straße 7 via Vancouver (121 km).

Wir befinden uns in einem landwirtschaftlich genützten Tal. Mischwald, Obstanlagen, Gemüseflächen, Farmen und Kühe auf der Weide wechseln mit kleinen Orten oder Kleinstädten. In Chilliwack und Umgebung wird Hopfen angebaut. Bei Mission fahren von Straße 7 über die Straße 11 und den Fraser River auf Highway 1 West Richtung Vancouver.

Nachdem wir wieder eine Brücke über den Fraser River passiert haben, fahren wir einen Vorort von Vancouver, Burnaby, an und suchen den Campingplatz BCRV Burnaby Cariboo RV. Er ist leicht zu finden.

.Die Waterfront von Vancouver an der Westküste von Kanada

Der RV ist sehr schön mit allem, also Vollver- und Entsorgung, schöne Nischenplätze und sogar ein Hallenbad. Wir bezahlen Can. Dollar 42,--.

An der Rezeption kaufen wir Tageskarten für Vancouver zu je Can. Dollar 8,-- und fahren mit der Schwebebahn, dem Sky-Train (1 x umsteigen) bis Waterstation mitten in Vancouver am Hafen. Schon bei der Anfahrt werden Blicke frei auf die Skyline und ich bin gespannt auf Vancouver.

Es ist Vormittag und das Wetter gut. Am Hafen angekommen sind wir schon sehr beeindruckt. Zwei riesengroße Kreuzfahrtschiffe haben angelegt. Hier fährt auch der Seebus ab und alle 15 Min. über das binnenseeartige Burrard Inlet nach Nordvancouver. Diese kleine Seereise machen wir mit und haben vom Wasser aus prächtige Blicke auf die Skyline von Vancouver.

Im Norden angekommen, machen wir einen Spaziergang zu schönen Aussichtspunkten auf die Stadt, den Hafen und das Umland. Dann bringt uns unsere Personenfähre „Seebus“ wieder über den Vancouver Harboor an die Waterfront. Nun wollen wir uns die Innenstadt vornehmen.

In Vancouver leben 477.900 Menschen und im Großraum 1,8 Millionen. Die Bewohner Westkanadas leben meist in den wenigen Großstädten. Die restlichen Gebiete sind dünn besiedelt.

Die Weltstadt Vancouver ist die einzige Metropole im Westen von Kanada und liegt herrlich an einem schmalen Küstenstreifen im äußersten Südwesten im breiten Flußdelta des Fraser River zwischen dem Wellenrauschen des Pazific und der Bergkulisse der Coast Mountains. Die City ist mit Hochhäusern besetzt, in deren Glasfassaden sich phantastische Spiegelungen ergeben.

Alles von oben zu betrachten ist bestimmt toll! Wir nehmen deshalb die Gelegenheit wahr und fahren für je Can. Dollar 9,-- mit dem Außenglasaufzug auf den Turm „The Lookout at Harbour Tower Centre“. Vom Aussichtsdeck und Drehrestaurant haben wir einen 360 Grad Blick über Stadt und Hafen und sind begeistert. Hier oben gönnen wir uns einen Kaffee und Muffins.

Danach am Canada Place, einem Relikt der Expo 1986 mit einer Dachkonstruktion von 5 weißen Segeln, blicken wir wieder herrlich über Hafen und auf die vielen bunten Glashochhäuser. Hier läßt es sich herrlich flanieren. Wo jetzt Canada Place in den Hafen ragt und Wolkenkratzer stehen, war noch vor 100 Jahren Urwald und einige Indianersiedlungen.

Wir laufen die Granville Street mit vielen schönen Geschäften entlang, blicken immer wieder in die Höhe und bestaunen die herrlichen bunten Glasfassaden der Hochhäuser.

Es ist meine erste wirkliche Großstadt und ich bin überwältigt. Ich muß mich mit Foto`s zurückhalten, wir haben bald keine Filme mehr! Weltklasse Restaurants und Cafes, Nobelhotels, Bed- und Breakfasts, unterirdische Einkaufszentren, schicke Boutiquen, alles bietet die quirlige Metropole mit viel Charme am Pazific.

Wir durchstöbern einige Geschäfte und kaufen für Achim ein T-Shirt und eine Krawatte in der Robson-Street. Am Südende dieser Geschäftsstraße liegt der parkähnliche Robson Square. Danach kommen wir nach Chinatown, einer Stadt in der Stadt Vancouver.

In den überfüllten Straßen dominieren die Farben und Düfte des Fernen Ostens. Danach kommen wir ins hübsche Altstadtviertel Gastown. Wir flanieren an Souveniershops, Galerien und Lokalen vorbei. Meistfotografiert ist hier die „Steam Clock“, die einzige Uhr der Welt, die mit Dampf betrieben wird.

Einige Souveniers finden wir auch in Gastown in den herrlichen Geschäften. Hier müßte man viel mehr Zeit haben. Gastown und Chinatown sind eine Fundgrube für Shoppingfans.

Hunger und Durst stillen wir in einem Cafe und hinterher leisten wir uns noch ein Eis. Wir sind nun in der Waterfrontstreet und bald wieder am Hafen am Canada Place.

Hier beobachten wir ein norwegisches Kreuzfahrtschiff beim Auslaufen mit viel Getöse. Für heute haben wir tolle Eindrücke von Vancouver gesammelt. Es wird langsam Abend, unsere Füße sind müde und wir fahren ab Waterfrontstation wieder mit unserem „Sky-Train“ zurück nach Burnaby und laufen zu unserem schönen RV.

Zuerst wird geduscht, dann verspeisen wir unser Abendessen außen an Tisch und Bank. Danach bleiben wir noch sitzen, bis es dunkel wird. Heute haben wir schon viel von Vancouver gesehen. Aber, wir werden unsere Zeit vor dem Abflug nochmals von Richmond aus in Vancouver verbringen. Morgen wollen wir nun zu einer Rundtour in die Berge nördlich Vancouver starten.

 

 21.06.04: Grouse Mountain bei Vancouver und der Wintersportort Whistler

 


 

Am Morgen hört man Autos vom nahen Highway 1, den wir gleich auch befahren. Bei gutem Wetter fahren wir bei viel Verkehr durch Vancouver. Die Fahrt klappt prima. Dann geht’s rechts ab die Cabelino Road und zur Seilbahn auf den Vancouver-Aussichtsberg Grouse Mountain.

Die Auffahrt kostet Can. Dollar 26,-- pro Person. Oben angekommen bin ich ziemlich enttäuscht. Trotz gutem Wetter ist die Sicht schlecht. Es ist sehr diesig und die Metropole liegt wie im Nebel. Ich wollte doch sehr schöne Bilder machen vom 1100 m hohen Wintersportberg Vancouvers!

Eine kleine Wanderung führt uns zu einem Gehege. Hier leben zwei Grizzlybären, die jung ihre Mutter verloren haben und hier aufgezogen wurden. Das ist ein echtes Highlight hier oben und ich mache mehrere Bilder.

 

Grizzlybären sind die größten Landraubtiere der Erde. Neben am Waldrand zeigen sich zwei weiße Wölfe. Später trinken wir im Höhenrestaurant auf der Terrasse Kaffee bei bescheidener Aussicht und schweben dann wieder hinab zu unserem Wohnmobil.

Es geht weiter, wir fahren bis zur Cabilano Bridge, einer schwankenden, 140 m langen Hängebrücke über einen 70 m tiefen Canyon. Das Betreten kostet pro Person Can. Dollar 23,50. Dies ist uns entschieden zu teuer und wir fahren weiter. Leider versperrt Wald den Blick von außen auf die Brücke.

Wir befahren nun die Straße 99, den attraktiven, kurvenreichen „Sea to Sky-Highway“ in Richtung Squamisch. Die Straße führt aussichtsreich vom Meer in die Berge. Links der Straße begleitet uns das Wasser.

Wir machen Rast an einem schönen Platz und entdecken vor uns auf einem Baum einen Weißkopfseeadler, ein stolzer Vogel, ein König der Lüfte.

Flankiert von schneebedeckten Bergen und bewaldeten Steilhängen erreichen wir kurz vor Squamisch den Shannon Wasserfall, der beeindruckend wie ein weißer Schleier 198 m hoch über eine Bergklippe fällt. Squamisch hat Holzfällertradition. Im Ort befindet sich auch ein großes Eisenbahnmuseum.

Unsere Weiterfahrt führt uns durch viele Baustellen und wir kommen an den Alice Lake. Hier machen wir bei guter Aussicht eine Vesperpause. Danach haben wir die Schneeberge der Coast Mountains gerade vor uns. Es ist bergig, wir sind hier am Rande des Garibaldi Provinzional Park. Unser nächster Stop gilt dem Brandyvine-Fall, kurz bevor wir in den größten Wintersportort von British Columbia „Whistler“ kommen.

Von Vancouver sind es nur 2 Fahrstunden und auch aus Europa und Asien fliegen die Wintersportler ein. Die Skiberge der Coast Mountains bieten hier von Mitte November bis April über 200 schneesichere Abfahrten und 33 Skilifte vor der grandiosen Bergszenerie. Für 2010 hat sich Whistler für die Winterolympiade beworben.

Die City, Whistler Village, ist sehr gepflegt mit hübschen Cafes, Geschäften und Hotels. Ein Ort zum Flanieren und Bummeln. Wir besuchen das Old Spaghetti Faktory und später ein Cafe für Kaffee und Eis. Danach verlassen wir die bunte Atmosphäre der Whistler Village und fahren ein Stück weiter und an den nahen Alta-See um einen Übernachtungsplatz zu suchen. Hier ist aber Badestrand und die Zugänge sind privat

.

Ich mache am See einige Bilder, auch einen seltenen, bunten Vogel kann ich fotografieren. Wir fahren wieder auf den Highway 99 und finden am Ortsausgang einen Übernachtungsplatz auf dem Schulhof in Whistler. Nach Abendessen und viel Reden wird geschlafen.

 

 

 22.06.04: Unsere Weiterfahrt ins trockene Lillooet und zum Fraser Canyon

 

Super geschlafen! Bei gutem Wetter fahren wir 7.45 Uhr weiter. Unser erster Stop ist am Green Lake und er sieht wirklich grün aus. Danach halten wir am Parkplatz zum Nairnfall. Es entpuppt sich als eine sehr schöne 3 km lange Morgenwanderung am River und im Wald. Ab und zu habe ich ein ungutes Gefühl, wegen evtl. Bären! Am Wasserfall machen wir zwei Bilder und auf dem Rückweg noch eines von einer kleinen, blühenden, unbekannten Pflanze.

Weiter auf Straße 99 sind wir bald in Pemberton, ca. 200 m hoch. Hier müssen wir auch tanken. Wir fahren durch eine ärmliche Gegend, kleine Farmen, etwas Wiesen, teils verlassene Häuser. Rechts der Straße sehen wir den Lillooet Lake. Links der Straße steht eine Wapitihirsch. Wir fahren wieder höher und sind nun auf 700 m. Wir fahren vom See weg und in die Berge und machen Halt an einem Wanderparkplatz. Nach ca. 30 Minuten Fußmarsch sind wir am schön gelegenen Lower Lake. Hier gibt es aber viele Schnaken und wir halten uns nicht lange auf.

 Unsere Straße in dieser Gebirgslandschaft führt weiter nach oben und wir sind auf 1270 m Höhe. Danach geht’s wieder bergab und durch Wald. Ich halte immer Ausschau nach Bären, Elchen usw. Wir kommen an den idyllisch gelegenen Duffey Lake umrahmt von dunkelgrünen Wäldern und schneebedeckten Gipfeln.

Am See berichtet uns eine Frau, die kurz davor auch unsere Strecke gefahren ist begeistert von einer Bärin mit Jungen, die über die Straße trotteten. Oh, schade, da kamen wir Minuten zu spät!

 Ab hier führt uns die Hochgebirgsstraße in das trockenheiße, vegetationsarme Landesinnere nach Lillooet am Fraser River. Wir sind noch ca. 1000 m hoch. Nun geht es kurvig steil bergab. Irgendwie kommt uns plötzlich alles so verändert vor und ein Rauchgeruch liegt in der Luft. Wir durchfahren Schluchten und kommen dann an den Seton Lake, einem ebenfalls sehr schönen dunkeltürkisfarbigen See.

Am See entlang fährt ein langer Güterzug. Hier machen wir eine schöne Kaffeepause. Auch hier ist alles rauchig. Wir überlegen: Wir kommen nun in eine dürre Gegend und es ist sehr warm, der Rauch könnte von einem Waldbrand kommen. Wir beobachten die uns entgegenkommenden Fahrzeuge, ob sie uns evtl. Zeichen geben wollen. Da wir nichts bemerken, fahren wir weiter.

Die Landschaft zeigt sich immer grauer und ausgedörrt. Salbeibüsche können wir erkennen. Am Fluß ist eine Art Wehr. Es geht weiter hinunter und endlich sind wir in Lillooet. Das ganze Tal ist eingeraucht und wir sehen jetzt warum. Es handelt sich tatsächlich um Waldbrände hinter dem Ort. An mehreren Stellen steigt Rauch auf. Lillooet hat Goldgräbervergangenheit. Auf dem kargen Fraser-Plateau sind Sommertemperaturen von über 30 Grad keine Seltenheit. Auch heute ist es sehr heiß.

 

Wir fahren gleich weiter auf Straße 12 und entlang des Fraser durch die ausgedörrte Gegend. Teils ist der lichte Wald angekohlt von anderen Bränden. Es ist immer noch rauchig und die Straße holprig. Ab und zu sehen wir ein Haus oder eine beregnete Wiese und immer wieder schauen wir in den Fraser River. Die 65 km bis Lytton kommen uns lang vor. Die Hitze wird immer schlimmer, der Rauch wird weniger.

Eigentlich wollten wir in Lytton übernachten, aber es ist uns viel zu heiß hier, wir schätzen fast 40 Grad. Auch Lytton war früher eine Goldgräberstadt. Beim kurzen Stop sehen wir wie der blaue Thomson River in den braunen Fraser River fließt und sich das Wasser nur langsam vermischt.

Der Ort ist auch bekannt für Wildwasser-Rafting-Touren auf den Stromschnellen des Fraser und seiner Nebenflüsse.

Wir fahren weiter den Fraser, dessen Flußbett immer enger und von einer Eisenbahn begleitet wird, entlang. Mehrere Eisenbahnbrücken schwingen sich über den nun reißenden Fluß. Die Landschaft zeigt sich wieder grüner.

Wir kommen nach Hells Gate. Es ist mit 34 m die engste Stelle des Fraser Canyon. Die Hells Gate Airtram steigt hier in die 152 m tiefe Klamm und bietet einen schwindelerregenden Blick. Der Canyon mit den tobenden Wassermassen zwängt sich durch die Felsen. Später geht es über die Alexanderbrücke auf die andere Flußseite.

Wir fahren durch Wald, teils felsig und ab und zu durch ein kleines Tunnel und sind im Ort Yale. Wir kommen in ein breites Tal und an einem schönen See machen wir einen Zwischenstop. Wir wechseln nun von Straße 1 auf Straße 7 und fahren durch Agassiz und weiter nach Harrison Hot Springs. Hier waren wir schon vor Vancouver und unserer Rundtour. Heute gehen wir in die Hot Springs, das warme Wasser soll uns guttun! Im Wasser trauen wir unseren Augen nicht, auch Karin und Wolfgang verbringen zufällig ihrem letzten Abend hier. Ihr Rückflug ist morgen und wir haben noch drei Tage.

Wir sind müde und heute schon viel gefahren. Das heiße Wasser gab uns den Rest. Deshalb fahren wir einige Kilometer zurück nach Agassiz und übernachten dort auf dem Schulhof. Da hatten wir vor Tagen schon einmal gut geschlafen. Wir liegen gut in der Zeit, da wir in Lytton heute nicht übernachtet haben. Deshalb wollen wir uns morgen einen schönen Tag in Harrison Hot Springs machen, bevor wir dann nochmals Vancouver ansteuern. „Good Night“!

 

 23.06.04: Ein Tag Erholung an den Harrison Hot Springs

 

Bei sonnigem, aber diesigem Wetter fahren wir 8 Uhr los nach Harrison Hot Springs. Am Straßenrand fallen wieder die herrlichen großen und blau blühenden Hortensienbüsche auf. Im Ort angekommen, starten wir zu einer Morgenwanderung westlich des Harrison Hotels beginnend.

Wir kommen zur Quelle der Hot Springs. Es blubbert und kocht! Hier wird die Quelle gefaßt und heruntergekühlt weitergeleitet in den Ort und in verschiedene Bäder.

Danach verläuft der Wanderweg bergig durch den Wald und wir kommen an einen kleinen Sandstrand am Harrison Lake. Wir nehmen den gleichen Weg zurück.

Vom Ausgangspunkt gehen wir in südlicher Richtung und kommen in ein herrliches Biotop mit sumpfigem Gelände, Fluß oder kleine Seen und Wald. Danach gibt es Kaffee und Eis im Ort bevor wir dann auf der rechten Seite des Harrison Lake zum Jachthafen spazieren.

Lange sitzen wir noch auf einer Bank am Strand. Das Wetter ist heute sehr diesig und windig. Die Sicht ist nicht besonders gut. Auf Umwegen laufen wir durch den Ort zu unserem Wohnmobil um Abendessen zu machen. Es gibt Schnitzel, Bratkartoffeln und Gurkensalat.

Ich packe schon einmal einen Koffer fertig. Dann beenden wir unsern „Lusetag“ mit einem Abendspaziergang am Strand. Heute übernachten wir auf unserem Parkplatz im Ort ganz nahe dem Park des Harrison Hotel.
 

 

 24.06.04: Ein weiterer Tag in Vancouver, dieses mal mit Busrundfahrt

 

Gut ausgeschlafen mache ich schon 6.30 Uhr einen Frühspaziergang ins nahe Biotop. Es ist etwas bewölkt und frisch. Dabei kann ich endlich einen schönen gelbschwarzen Schmetterling fotografieren, hinter dem ich schon lange her bin.

 Klaus hat unterdessen Frühstück gemacht. Nach dem Volltanken sagen wir „Tschüs Harrison Hot Springs“ und "Vancouver, wir kommen“!
Auf Highway 1 geht’s über eine lange Brücke. Bei Abbotsford (Ausfahrt 66) biegen wir ab auf Straße 10 West Richtung Langley. Langley ist ein größerer Ort. Die Gegend ist eben und zeigt sich ländlich. Immer wieder sehen wir Farmen, Wiesen und Felder.

Nun kommen wir auf Straße 99 Nord Richtung Richmond/Vancouver. Wir fahren die Westminster-Straße bis zu Nr. 2 Road, dann rechts in die River Road und zum Campingplatz Richmond RV Park. Hier im großen Vorort und in Flugplatznähe buchen wir gleich unsere letzten zwei Nächte.

Der Campingplatz ist ordentlich, aber nichts besonderes. Von hier aus kann man mit dem Bus nach Vancouver fahren. An der Rezeption kaufen wir für Vancouver eine Zwei-Tages-Karte. Es ist jetzt 12.45 Uhr und der nächste Bus geht um 13.15 Uhr. Wir beeilen uns und los geht’s zum zweiten Mal nach Vancouver. Wir suchen uns Punkte aus, die wir vor Tagen nicht gesehen haben.

Ein Taxibus bringt uns zur Station 1 zum Doppeldeckerbus, der einen Rundkurs in Vancouver mit 21 Haltestellen an markanten Punkten fährt. Wir sitzen oben. Es schwankt und rumpelt sehr. So fahren wir durch die Stadt. Meine Fotos werden bestimmt alle verwackelt. Das Wetter ist heute auch nichts zum Fotos machen, die Sonne fehlt! Wir steigen am äußeren Ende des Stanley-Park beim Prospekt-Point aus.

Der Stanley Park ist die 405 ha große grüne Lunge von Vancouver und ist die größte städtische Grünfläche Kanadas. Die meist naturbelassene Anlage ist vom Wasser umsäumt und hat viel schönen alten Baumbestand. Sie ist mit einem Wanderwegenetz durchzogen und hat auch zwei Badestrände. Vom Prospekt-Point haben wir einen guten Blick auf die Lions Gate Bridge, Vancouvers Golden Gate. Sie ist die Verbindung nach Nordvancouver.

Wir laufen die Seawal Promenade entlang des Burrard Inlet zurück. Zuerst blicken wir über das Wasser nach Nordvancouver. Später haben wir die Skyline der Downtown im Blickfeld mit davor vielen Bootshäusern und Booten im Hafen. Der Seeweg geht immer dem Ufer entlang. Leider ist es heute bewölkt, der blaue Himmel und die Sonne fehlen! Es zieht sich hin. Wir laufen eine Spitze aus mit einem kleinen Leuchtturm.

Dann machen wir nach rechts in den Park einen Abstecher zum Brockton Point mit Souvenierständen, Lokal und ebenfalls guter Aussicht. Hier stehen Totempfähle, die zu Vancouvers beliebtesten Fotomotiven zählen.

Zurück zu unserem Panoramaseeweg geht es am Coal Harbour entlang mit Aussicht auf Skyline und Hafen, wie vorher. An der großen Brücke, über die wir vor Stunden mit dem Doppeldeckerbus gekommen sind, beenden wir unsere Erkundung des Stanley Park. Am Ende der Brücke kommen wir wieder in die Downtown. Um 18.15 Uhr fährt unser Taxibus zurück zum Campingplatz.

Wir müssen uns fast beeilen. Wir finden in der Robson-Street den Halteplatz für den Bus. Am Campingplatz angekommen gehen wir duschen und machen dann Abendessen. Danach beobachten wir Flugzeuge, die vom nahen Flugplatz über uns hinwegfliegen und machen noch einen Spaziergang am und um den Platz. Trotz der Bewölkung färbt sich der Abendhimmel im Westen rot.

 

 

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