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Reisebericht Urlaub in British Columbia -
mit Wohnmobil durch Kanada's Westen

 

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Reiseberichte

Der Norden und Nordosten von British Columbia

Reisebericht British Columbia, Urlaub mit dem Wohnmobil in Kanada's Westen


 06.06.04: Grüne Weite auf dem Weg nach Terrace, Hazelton Richtung Prince George
 

Die Nacht war sehr ruhig, aber morgens weckt uns der Verkehr. Nach dem Frühstück fahren wir ca. 8 Uhr los auf Str. 16, dem Yellowhead Highway in Richtung Terrace und Prince George, der mit der Eisenbahntrasse verläuft. Es ist Sonntagmorgen und kein Verkehr.

Das Wetter ist bewölkt, aber trocken. Die Landschaft gefällt mir sehr gut, saftig grüner Wald, frisches Laubgrün und immer wieder Seen. Es scheint, wir sind alleine unterwegs. Die tolle Weite und Ruhe tun sehr gut. Es ist wie eine Therapie!

An der kanadischen Westküste existieren noch einige der letzten Regenwälder, denen die feuchtigkeitsgeladenen Westwinde das Wachstum spendende Nass bringen.

Leider wird das Wetter schlechter, es wird diesig und fängt an zu regnen. Die Regenküste Kanadas macht sich alle Ehre! Üppiges Grün, ein Fluß oder See, die Eisenbahnlinie und hohe Berge mit Schnee wechseln sich ab. Der Regen wird mehr und die Sicht schlecht. Ich bedauere das sehr. Diese üppig grüne Regenwaldlandschaft könnte ich bei gutem Wetter sehr genießen! Die Gegend zeigt sich einsam. Zwischen Prince Rupert und Terrace sehen wir auf 132 km keinen Ort nur ein einzelnes Haus.

Der Fluß heißt Skeena River und bricht sich durch die Granitwand der Coast Mountains. Ich lese, daß Skeena River nach indianischer Übersetzung „Wasser aus den Wolken heißt“. Da wird mir klar, warum es hier regnet. Der Skeena River ist ein bekannter Lachsfluß in Kanada. Terrace ist ein guter Ausgangspunkt für Angeltouren. Im Ort machen wir einen Stopp zur Kaffeepause. Terrace ist kein besonderer Ort. Es gibt viel Holzindustrie.

Es ist jetzt 11.30 Uhr und unsere Regenfahrt geht weiter. Es sind noch 129 km bis nach New Hazelton. Nach Terrance fahren wir in der Einöde aus Wasser, Wald, Eisenbahnlinie und Bergen im Nebel und Regen weiter dem Skeena River entlang auf Str. 16. Neuer Stopp in Hazelton. Wir laufen mit Schirm durch den Ort, dann zum Ksan Historical Village und Museum in Old Hazelton.

Das Museumsdorf zeigt rekonstruierte Blockhäuser, Schnitzarbeiten und Malereien an Häuserfassaden sowie Totempfähle der Gitksan-Indianer. Zwischen Old- und New Hazelton blicken wir in die Fluten des Burkley River.

Die Räder rollen weiter auf Straße 16. Die Eisenbahnlinien sind unser ständiger Begleiter. Wir stoppen erneut an einer Brücke und engen Stelle am Burkley River. Hier werden vom Ufer aus Lachse gestochen.

Unsere Fahrt geht weiter durch viel Laubwald. Rechts der Straße ein Elchwarnschild. Der Elch zeigt sich aber nicht! Es sind noch knapp 400 km bis Prince George. Die hohen Berge werden immer weniger. Die Coast Mountains liegen hinter uns. Die Landschaft wird breiter und ebener.

Es ist knapp 17 Uhr und heute schon ziemlich duster. Wir fahren im Regen durch ein weites Land. Ab und zu sehen wir ein Haus oder eine kleine Farm mit Kühen. Auf einem Parkplatz machen wir Rast und Kaffeepause. Der Regen wird immer schlimmer.

Es staubt nur noch vor Nässe! Bei Topley fahren wir rechts raus, suchen und finden einen Übernachtungsplatz am Ende des winzigen Ortes. Die Anwohner hier sind nicht mit Reichtümern gesegnet. Es sieht alles recht ärmlich aus.

Wir sind heute 440 km gefahren. Nach dem Abendessen schläft Klaus eine Runde und ich mache einen kleinen Spaziergang. Es ist ziemlich frisch geworden heute abend. Später spielen wir zu viert noch im Wohnmobil Jessie. Dann schlafen wir gut in dieser ruhigen, einsamen Gegend.

 
 07.06.04: Fraser Lake, Prince Goerge und der Highway 16 Richtung Jasper
 

 Am nächsten Morgen ist es trocken, aber es hat Nebel. Wir sind heute früh dran. 7.30 Uhr haben wir schon gefrühstückt und fahren los. Wir geraten gleich in noch dichteren Nebel. Es sind noch ca. 270 km bis Prince George. Der Nebel wird lichter und die Landschaft zeigt sich wie zuvor. Wiesen, Laubwald und verstreut immer wieder kleine Häuser oder ein Hof. Die Eisenbahn begleitet uns auch hier.

Lange Güterzüge gibt es immer wieder zu sehen. Vor uns hält ein gelber Schulbus. Die Haltetafel ist außen. Während des Ein- und Aussteigens muß der Verkehr anhalten, sonst kann es teuer werden!

Wir machen einen kleinen Stopp am Burns Lake und fahren dann weiter Str. 16 zum Fraser Lake. Das Wetter ist inzwischen recht gut geworden. Am schönen Park- und Sportgelände am See mit guter Aussicht machen wir zuerst Kaffeepause und genießen dann den schönen Platz am blauen See. Immer noch ca. 150 km bis Prince George.

Die Landschaft mit viel saftigem Grün, teilweise fast Moorlandschaften, wechselt sich mit etwas Landwirtschaft mit Wiesen und Kühen und lockerem Laubwald. Straße 16 ist in bestem Zustand. Rechts eine große Wiese mit nichts als verblühten Löwenzahn. Das sieht eigenartig aus. Links der Straße ein großes Holzverarbeitungswerk kurz vor dem Ort Vanderhoof.

Im Industriestädtchen tanken wir. Die Behausungen an der Straße werden wieder weniger. Wald, kleinere Seen, Holzlagerplätze und eine kleine Farm mit Eseln zeigen sich. Wir befahren hier seit den Coast Mountains bis in die Rockies eine Hochfläche zwischen 600 und 800 m. Kurz vor Prince George nehmen die Behausungen am Straßenrand zu.

Wir kommen ca. 12 Uhr in Prince George an. Bei gutem Wetter stoppen wir zuerst am Verkehrsamt, dann an einem Supermarkt. Vom Aussichtshügel und Connaught-Hill überblicken wir die Stadt. Prince George hat 71.000 Einwohner und ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Es wurde ein sehenswertes Eisenbahnmuseum aufgebaut.

Unsere Wohnmobil-Rundreise geht weiter auf Highway 16 in Richtung Jasper. Es sind noch 204 km bis Mc Bride, wo wir die nächste Nacht bleiben wollen. Wir fahren wieder durch lockeren Laubwald und es wird nun hügeliger. In der Ferne sieht man Berge mit Schnee. Rockies – wir kommen!

Bei Sonne und kerzengerader Straße fahren wir durch Wald. Rechts müßte irgendwo der Purden Lake liegen. Die hohen Bäume, ähnlich hoher Thujabäume, heißen Cedars.

Wir fahren schon eine ganze Weile ohne ein Haus zu sehen. Zu unserer großen Freude sehen wir einen Bären an der Straße, der dann wieder im Wald verschwindet. Ich konnte gerade noch ein Foto machen. Danach machen wir an einem schönen Rastplatz an Bänken und Tischen unsere Kaffeepause.

Hier hat es Schnaken! Die Rast fällt kürzer aus, als sie geplant war. Wir fahren einsam durch Wald. Vor uns fällt der Blick immer auf die schneebedeckten Gipfel der Rockies. Nur ganz selten kommt ein Auto. Das kann man sich im engen Europa nicht vorstellen.

Klaus sieht links oben am Waldrand einen Bären. Schade, den konnte ich vom Beifahrersitz aus nicht sehen! Toll, schon wieder ein Bär, er steht links der Straße und reibt sich an einem Strommasten. Hoffentlich ist mein Bild nicht verwackelt, denn die Straße ist hier etwas holprig. Doch kaum, daß wir uns von dieser Freude erholt haben, sichten wir rechts der Straße abermals einen Bären, der auf den nahen Wald zutrottet. Links schaut uns eine Art größeres Reh an. Wir sind ganz aufgeregt wegen der vielen wilden Tiere in ihrer natürlichen Umgebung.

Kurz vor Mc Bride zeigen sich ab und zu wieder Behausungen links und rechts der Straße. Dann sind wir in Mc Bride und am Campingplatz „Beaverview Campsite“. Am kleinen Platz ist nichts los. Die Aussicht auf die Rockies ist super und die Sanistation gut. Wir bezahlen Can. Dollar 19,25 für die Übernachtung. Unser heute im Supermarkt gekauftes fertiges Hähnchen schmeckt mit Salat gut als Abendessen. Wir sind sehr zufrieden heute mit den schönen Blicken in die Landschaft und vor allem zu den Rockies. Zudem können wir es kaum fassen, daß wir heute vier Bären gesehen haben.

Nach Essen und Duschen machen wirs uns außen wieder bequem an unseren Tischen und Bänken. Doch leider verjagen uns bald die Schnaken in unsere fahrbaren Wohnungen. Heute legen wir uns schon um 22 Uhr schlafen.

 

 
 08.06.04: auf dem Weg nach Alberta
 

Gut ausgeschlafen und nach ausgiebigem Frühstück starten wir gegen 9 Uhr in Richtung Jasper. Das Wetter ist leicht bewölkt. Rechts und links der Straße 16 zeigt sich wieder halbhoher Wald und ab und zu eine Wiese. Plötzlich links ein Elch.

Ich will aussteigen und ein Foto machen, doch der Elch ist schneller und im Wald verschwunden. Statt dessen fotografiere ich am Straßenrand eine rote Blume, die ich nicht kenne. Selten kommt eine kleine Farm, teils auch mit Pferden.

Der schöne Blick nach vorne bleibt uns erhalten. Die Schneeberge der Rockies
kommen immer näher.

Oh, wieder rechts ein Bär und hoffentlich ist mein Foto gelungen! Man hält fast den Atem an. Wenn das Bestaunen der Großartigkeit der westkanadischen Landschaft mit spektakulären Wildbeobachtungen zusammenfällt, löst das ein besonderes Glücksgefühl aus.

Ein großes Schild rechts der Straße zeigt es an, jetzt kommen wir in den „Mt. Robson-Park“. Man sieht auch gleich den 3954 m hohen Berg Mt. Robson, den höchsten Berg Kanadas in den Rockies, der aber gerade den Gipfel in Nebel verhüllt.

 

Wir tanken dann links der Straße an einer Tankstelle mit ebenfalls prächtiger Aussicht auf den Mt. Robson. Es ist jetzt bergiger, aber die Straße ist gut ausgebaut. Wir befinden uns auf 1095 m Höhe und überholen gerade eine Gruppe von Fahrradfahrern.

Rechts der Straße ist der Moose Lake. Dann wieder ein großes Schild rechts der Straße. Es zeigt uns an, hier passieren wir die Grenze von Britisch Columbia nach Alberta. Hier unser Reisebericht Alberta.

 Das letzte Teilstück unserer Rundreise wird uns dann wieder nach British Columbia führen und dann nach Kelowna führen.

 

 

British Columbia im Westen von Kanada
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