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16.05.2009: Nach einer ruhigen Nacht und Frühstück in St-Derrien fahren wir bei
frischem Sonnenwetter in den Wallfahrtsort Le Folgoet und besichtigen die stattliche gotische
Basilika Notre Dame mit reich verziertem Eingangsportal und großen Fensterrosen.
Jedes
Jahr im September ist der berühmte Grand Pardon de Notre-Dame in Folgoet Anziehungspunkt
für Gläubige aus der ganzen Bretagne.
Wir tanken in Lesneven unsere Wohnmobile auf und folgen der Straße 770, die wieder ans Meer
führt. Wir kommen vorbei an einem großen Menhire, auf dessen Spitze sich ein Kreuz befindet.
Das Meer erreichen wir bei Brignogan-Plages und Pointe de Puntusval mit schönen
Sandstrand und bunten Booten. Auch ein Leuchtturm und nebenan riesige Felsbrocken säumen das Ufer. Wir
machen wieder einmal Kaffeepause und halten uns etwas am Strand auf.
Über Kerlouan kommen wir nach Plouguerneau und gleich darauf überqueren einen Fjord, der
hier an der Nordwestküste der Bretagne vom Atlantik hereinzieht. Nach Lannilis überqueren wir
wieder einen Fjord und fahren vorbei an einzelnen verstreut liegenden Höfen. Über Ploudalmezeau
geht es auf guter Straße hinaus ans Wasser nach Portsall mit kleinem idyllischen Hafen.
Portsall war 1978 Schauplatz eines verheerenden Tankerunglückes.
Zur Abwechslung suchen wir in der Nähe von Larret den Menhir Keroustat auf und schon drei
Kilometer weiter warten der liegende und ein stehender Menhire von Kergadiou (9 Meter hoch) auf
uns. Die Menhire, jahrtausende alte Zeugen von einer längst vergangenen Kultur, stehen teilweise mitten
auf einem Acker oder einer Wiese.
An unserer Strecke nach Ploumoguer befindet sich auch noch der Menhir Kerloas, der mit 10
Metern Höhe der größte der Bretagne ist.
In Ploumoguer suchen wir einen Übernachtungsplatz und finden den schönen Stellplatz nahe dem
Sportheim. Der gastliche Ort bietet uns Duschmarken á Euro 1,90 und Duschgelegenheit im Sportheim. Am
schönen Platz übernachten ca. weitere acht Wohnmobile mit uns.
17.05.2009: Bei trübem und windigem Wetter starten wir gut gefrühstückt zum Fischerort
und einstiger Seeräuberhochburg Le Conquet mit ca. 2.000 Einwohnern und parken am Hafen. Ihn
ziert ein kleiner Leuchtturm. Bei heftigem Wind beobachten wir ein Schiff beim Auslaufen. Mächtiger
Seegang läßt die Gischt über dem Schiff zusammenschlagen.
Danach fahren wir ca. 3 Kilometer weiter südlich zum Kap Pointe de St-Mathieu. Diese Landspitze
wird beherrscht von 2 weißen Leuchttürmen und dem Grau der Ruinen eines Klosters sowie der gotischen
Stiftskirche St-Mathieu. An dieser wilden Küste bläst heute der Wind zu kräftig, sonst könnten
wir es länger hier aushalten.
Wir verziehen uns wieder ins Wohnmobil und ziehen weiter. Auf Straße 789 geht es durch ländliche Gegend
Richtung Brest.
Die Hafenstadt Brest mit ca. 200.000 Einwohnern wurde im 17. Jahrhundert zum größten Kriegshafen
Frankreichs ausgebaut. Im Zweiten Weltkrieg diente sie den Deutschen als Stützpunkt. 1944 wurde
Brest von den Alliierten fast vollständig zerstört. Touristisch hat die Universitätsstadt
Brest nicht so viel zu bieten. Die Ausnahme ist das spannende Oceanarium, das Meereszentrum mit
dem größten Aquarium Europas.
Wir umfahren deshalb Brest und besuchen Plougastel-Daoulas mit einer der schönsten
Galvaires der Bretagne. Wie die Galvaire in Guimiliau zieren sie eine Unzahl von
Figuren.
Wir sind hier auf der Erdbeerhalbinsel Plougastel, es ist Erdbeerzeit und wir müssen unbedingt
Erdbeeren kaufen. Danach flüchten wir wegen eines Regengusses in ein Cafe.
Auf Straße N 165 sind wir schnell in Le Faou und genießen hier die schönen Ausblicke am Strand.
Weiter führt uns Straße 791 über Tal-ar-Goas nach La Fret und zum Pointe des
Espagnols an der nördlichen Spitze der Halbinsel Crozon. Der Blick fällt genau hinüber zur
Stadt Brest, die allerdings heute im Dunst kaum zu sehen ist. Hier müssen alle Schiffe vorbei,
die Brest anlaufen wollen. Bei einem Spaziergang entdecken wir alte Bunker von 1883, die mit
gelbem Ginster überwachsen sind.
Auf der Westseite der Landzunge geht die Fahrt vorbei an Camaret, dem größten Langustenhafen
Frankreichs. Am Ortsende sehen wir schon von der Straße aus die drei lange Steinreihen. 143 Menhire,
bis zu drei Metern hoch und aus weißem Quarzit, bilden die Alignements de Lagatjar, die neben
der Straße auf einer Wiese stehen. Ihre Anordnung läßt auf eine frühere Kultstätte schließen.
Unser nächstes Ziel ist Pointe de Penhir, dem landschaftlichen Höhepunkt der Halbinsel
Crozon. Wir parken und sind von der Gegend begeistert.
Eine phantastische Aussicht auf wild zerklüftete Felsenküste, Steilküste mit viel Atlantikbrandung und
ein großes Mahnmal sind geboten. Das gischtumsäumte schöne Kap trotzt den Wellen des Atlantiks. Wir
nehmen uns Zeit für einen Spaziergang bevor wir das Kap verlassen.
Die Fahrt geht ein paar Kilometer zurück und über Crozon auf der Straße 887 zum
Wohnmobilstellplatz in Ste-Marie-du-Menez-Hom. Der Stellplatz mit WC liegt an der Straße nach
Quimper. In der Nähe wäre ein 300 Meter hoher Aussichtsberg, das Memez Horn, wegen seiner
Aussicht zu erwandern, doch meine Mitstreiter haben heute keine Wanderlust mehr. Nach einem gemütlichen
Abend im Auto sagen wir "Gute Nacht"!
es geht weiter
mit dem Südwesten der Bretagne mit
Quimper...
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