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Das Department Loire-Atlantique gehört zwar historisch und kulturell zur Bretagne, aber nicht
mehr zur Verwaltungsregion der Bretagne. Es wurde dem Nachbarbezirk angeschlossen.
Über Sarzeau und Surzur kommen wir wieder kurz auf die Schnellstraße, biegen ab und
fahren vorbei an Herbignac und St. Wolf wieder hinaus ans Meer nach Piriac-s.-Meer
und zum Pointe du Castelli. Hier müssen wir feststellen, daß heute am Feiertag alles
überlaufen ist.
Mit Mühe finden wir einen Parkplatz und laufen durch Gassen mit vielen Menschen und vollen Lokalen.
Hinter der Kirche genießen wir die schöne Ausblicke aufs freie Meer und essen Eis.
Wir folgen der Küstenstraße nach la Turballe am Meer. Auch hier ist fast kein Durchkommen wegen
der vielen Leute, die heute am Feiertag ans Meer drängen. Wir sind hier in der Nähe von Guerande
und wollen uns unbedingt die jahrhundertealten Salzgärten ansehen.
Guerande ist für seine Salinenlandschaft bekannt und unsere Straße führt direkt zwischendurch. Rechts und links von uns
breiten sich die Salinen aus. Verschiedene Klärbecken sind zu erkennen und das ganze Gebiet wird von
Kanälen durchzogen.
Nach einem bestimmten System wird das Salzwasser auf die verschiedenen Becken verteilt. Es durchläuft
mehrere Becken und wird dabei immer konzentrierter. Am Schluß kristallisiert das Salz aus und wird
getrocknet. Immer wieder sind an der Straße Stände aufgebaut, wo das Salz in kleinen Säcken verkauft
wird.
Nach dieser interessanten Einlage setzen wir unsere Rundreise fort. Unser nächstes Ziel ist Le
Croisis mit schönen Ständen am Atlantik. Auch dieser Ort ist heute total überlaufen und die
komplette Küstenstraße verstopft. Ob wohl in den Sommermonaten am Wochenende hier auch so viel Betrieb
ist?
Abseits finden wir einen kleinen Strand, machen Kaffeepause und verweilen uns beim Muscheln sammeln. Es
wird Abend und wir wollen den Stellplatz auf der "Ile de Fedrun" anfahren.
Nach wenigen Kilometern sind wir auf der Schnellstraße N 171 und kurz danach bei
Montoir-de-Bretagne sollten wir ausfahren. Nachdem wir die Ausfahrt verpaßt haben, fahren wir
bei St-Nazaire über die große Brücke, die das Mündungsdelta der Loire in den
Atlantik überspannt. Die Fahrt war zwar ungewollt, aber spannend.
Bei der Rückfahrt nach Montoir-de-Bretagne erleben wir die Brücke gleich nochmals. Nun verpassen wir
die Abfahrt nicht und sind bald darauf am Übernachtungsplatz im Ort "Ile de Fedrun" bei
St-Joachim, wo bereits 12 Wohnmobile stehen.
Wir sind hier im "Parc Regional de Briere". Dieser Regionalpark besteht meist aus Torf, Sumpf
und Kanälen. Das Fortbewegungsmittel ist zum Teil auch heute noch das Boot. Die Landschaft ist schön
und geheimnisvoll.
Die Kanäle mit herunterhängenden Weiden erscheinen wegen des schwarzen Torfbodens düster und
ungewöhnlich. Nach einem Abendspaziergang im kleinen Ort schlafen wir sehr gut.
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