|
20.05.2009: Morgens weckt uns die Sonne. Wir verlassen den "Stellplatz Kerne"
und die Halbinsel Quiberon. Über Plouhernel kommen wir nach Carnac mit
4.200 Einwohnern. Carnac ist berühmt durch das größte Megalithfeld der Welt, die "Alignements
de Carnac".
Die uralten Steinalleen zählen fast dreitausend Menhire und sind auf drei Plätze nahe dem Dorf
verteilt. Sie heißen Kermario, Kerlescan und das größte mit 1.099 Steinen Le
Menec. Ihre Entstehung geht in die Zeit um 4.000 bis 2.000 v. Chr. zurück. Seit 1991 sind
sie eingezäunt zum Schutz vor etwa 1 Mio. Besuchern im Jahr. Am Parkplatz befindet sich ein
Dokumentationspavillon mit Aussichtsterrasse. Wissenschaftler aus aller Welt rätseln noch heute über
Sinn und Zweck der Hinkelsteine.
Carnac bietet neben den weltberühmten Menhiren auch ein vielbesuchtes Seebad in
Carnac-Plage. Hier am schönen Strand schlendern wir entlang und verweilen uns beim Muscheln
sammeln. Es ist ein warmer und schöner Tag.
Nach einem kurzen Stück Fahrt nehmen wir die Gelegenheit wahr zu einer Wanderung auf eine kleine Insel,
die bei Niedrigwasser per Fuß zu erreichen ist. Wir umlaufen sie und kommen wieder mit einigen schönen
Muscheln ans Wohnmobil zurück. Unsere Weiterfahrt führt uns nach La-Trinite-s.-Meer mit großem
Jachthafen. Wir blicken über unzählige Jachten in ein Gewirr von Masten.
Unser nächster Stopp ist ca. 15 Kilometer östlich von Carnac in Locmariaquer. Das kleine
Hafenstädtchen liegt in einem bedeutenden Megalithgebiet. Die Grabanlagen befinden sich teils
innerhalb, teils außerhalb des Ortes. Ein Schild weist zum "Grand Menhir", der in 4 Teile
zerbrochen ist, und zum Dolmen "Table des Marchands".
Der ganze Komplex wurde eingezäunt und
kostet fünf Euro Eintritt. Wir machen Fotos und verlassen die Stätte der gewaltigen Zeugnisse aus
Stein.
Über Crach gelangen wir auf die Schnellstraße. Wir umfahren Vannes und biegen danach
wieder ab auf die Halbinsel Rhuys. In Vannes gibt es eine hübsche Altstadt, ein schöner
Hafen und eine teils gut erhaltene Stadtbefestigung.
|