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Am Nachmittag steht der Besuch des Reichstagsgebäude mit Führung auf dem Programm. Zum Glück haben wir unsere Besichtigung gebucht und müssen uns nicht in der langen Reihe der wartenden Menschenschlange einreihen. Hier erhalten wir einen Überblick über Berlin und Deutschlands Bundesrepublik.
Das Reichstagsgebäude wurde 1884 bis 1894 errichtet. Im ersten Weltkrieg wurde die Widmung "Dem Deutschen Volke" über dem Portal hinzugefügt. 1933 brannte der Reichstag aus und 1945 wurde das Gebäude im Krieg weitgehend zerstört.
Erst 1970 war der Wiederaufbau abgeschlossen und das geschichtsträchtige Gebäude wurde vom deutschen Bundestag für regelmäßige Sitzungen benutzt.
Am 13.8.1961 begann die DDR den Mauerbau durch Berlin. Er wurde als perfekte Grenze und unüberwindbares Hindernis ausgebaut Jede Bewegung entlang der Mauer wurde von hochgerüstetem Militär mißtrauisch beobachtet. Es wurde eine der sensibelsten Grenzen der Welt.
Die schändliche Mauer brachte viel Leid, Tod und Trauer bis sie endlich nach 28 Jahren am 9.11.1989 fiel. 1990 wurde dann der Einigungsvertrag im Palais "Unter den Linden" unterzeichnet. Seither wird am 3. Oktober der "Tag der Deutschen Einheit" gefeiert.
Berlin wurde als Symbol der deutschen Einheit Hauptstadt Deutschlands. Fünf Jahre danach war der Umzug des Bundestags nach Berlin vollzogen.
Es setzte ein massiver lang anhaltender Bauboom ein mit vielen neuen Gebäuden für Regierung, Wirtschaft und Touristen. Kulturelle und künstlerische Aktivitäten und verstärkt internationale Medien locken viele Besucher an und machen Berlin zu einer aufregenden Metropole.
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Der neue Parlamentssitz ist das frühere Reichstagsgebäude, das eindrucksvoll durch mehrere Aus- und Umbauten gestaltet wurde. Wir sind faszinierend von seiner gläsernen Kuppel. Sie ist ein Zeichen für das moderne Berlin. Mit dem begehbaren Kuppeldach über dem Plenarsaal ist alles sehr beeindruckend. Wir sehen uns vielfach in den Spiegeln des Daches.
Von hier aus hat man auch gute Rundumaussicht auf
Berlin, z. B. auf das Kanzleramtsgebäude (1997-2001), das Paul-Löbel-Haus oder auf der anderen
Seite zum Brandenburger Tor.
Bei unserer Führung erhalten wir auch einen Vortrag über das alte Reichstagsgebäude
und die diversen Umbauten zum neuen Regierungssitz. Wir sitzen dabei auf den
Rängen über dem Plenarsaal. Heute ist unten kein Betrieb. Die Sessel der Parlamentarier
sind leer.
Danach laufen wir die Scheidemannstraße entlang in Richtung Brandenburger
Tor. Dabei sehen wir Gedenkkreuze für die Opfer des Schießbefehls. An anderer
Stelle in Berlin wurde als Mahnmal an die Judenverfolgung ein Feld mit Steinen
gesetzt.
In dieser großen Stadt fällt uns immer wieder das viele Grün auf in Form
von Parks oder schönen Alleen. Im Stadtgebiet von Berlin gibt es auch einige
größere Seen. Sie bilden zusammen mit Waldgebieten ein ideales
Naherholungsgebiet.
Wir laufen durch das Brandenburger Tor und sehen in Gedanken die Bilder vor
und nach dem Mauerfall.
Auf dem Dach des Tores thront ein Vierergespann mit der Siegesgöttin Viktoria.
Das Brandenburger Tor (erbaut 1788 bis 1791) bildet am "Pariser Platz"
den Abschluß der Prachtstraße "Unter den Linden". Sie führt in östlicher
Richtung direkt in das Herz Alt-Berlins. Das Brandenburger Tor, das einzige
erhaltene von ehemals 18 Stadttoren, ist ein Wahrzeichen der Stadt. Es wurde
von der DDR weiträumig abgesperrt und war für lange Jahre das Symbol der Deutschen
Teilung aber auch Hoffnung auf eine Wiedervereinigung, die 1990 endlich wahr
wurde.
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Die Berliner Verwaltungsbezirke Mitte und Tiergarten trennte die
schändliche Mauer.
An einigen Stellen ist das Schandmal in Berlin noch zu sehen.
Nach dem Abendessen wollen wir noch etwas unternehmen und fahren mit S- und
U-Bahn zum Alexanderplatz, kurz von den Berlinern "Alex" genannt, ein Zentrum
Berlins.
Wir laufen zum nahen 368 Meter hohen Fernsehturm und lassen uns hochfahren
zur Aussichtsplattform in 203 Meter Höhe. Hier genießen wir bei gutem Wetter
den Rundumblick in die nächtlich erleuchtete Großstadt. Darüber befindet sich
das drehbare Aussichtscafe.
Wieder auf dem Boden haben wir Lust auf ein Eis. Auf unserer Rückfahrt Richtung
Tiergarten machen wir einen Zwischenstopp und steigen aus am neuen Hauptbahnhof.
Der bisherige Stadtbahnhof wurde zum zentralen Bahnhof Berlins für täglich 250.000
Fahrgäste ausgebaut und ist erst in 2006 eröffnet worden.
Wir sind begeistert vom großen modernen Glaspalast mit gläsernem Aufzug.
Nach vielen tollen Eindrücken an unserem ersten Tag in Berlin erwartet uns
unser Hotelzimmer zur Nächtigung.
weiter zu Kurfürstendamm, Gedächtniskirche, Friedrichstadtpalast
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