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Am Gendarmenmarkt wurde vorbildliche Wiederaufbauarbeit geleistet Der schöne Platz ist von wunderbaren Gebäuden umgeben. Das Schauspielhaus, von Baumeister Schinkel 1818-1821 erbaut, wurde im Krieg zerstört, wiedererbaut und 1984 als Konzerthaus eröffnet.
Zu beiden Seiten des Schauspielhauses stehen Kirchen, die Französische und die Deutsche Kirche. Beide Kirchen haben fast die gleichen Türme.
Unsere Reiseleiterin macht uns aufmerksam auf ein seit 1863 bestehendes ehrwürdiges
Schokoladehaus ebenfalls beim Gendarmenmarkt. Im Ladengeschäft im Erdgeschoß
staunen wir über die Vielfalt von Schokolade und die Sehenswürdigkeiten Berlins,
die hier in Schokolade auf- und ausgestellt sind. Danach lassen wir uns im Oberstock
Kaffee und Kuchen schmecken und kommen mit einem kleinen Schokolade-Einkauf
zum Bus zurück.
Unsere Rundfahrt geht weiter.
Der Potsdamer Platz im Herzen Berlins wurde von Friedrich Wilhelm I. angelegt
und war vor dem Zweiten Weltkrieg der verkehrsreichste Platz Europas. Mit dem
Bau der Mauer wurde der Platz 1961 zum kahlen und öden Niemandsland. Im Zuge
der Wiedervereinigung wurde er zur größten Baustelle Europas.
Weltfirmen ließen hier ihre Gebäude entstehen und der Potsdamer Platz
wurde zu einem modernen Knotenpunkt der Hauptstadt Berlin ausgebaut.
Die neue Architektur in Berlin überwindet die frühere Spaltung und die Stadt wächst zusammen. An mehreren Orten wird noch an die Mauer erinnert. Das "Band des Bundes" verbindet heute durch zahlreiche Neubauten von Parlaments- und Regierungsbauten mit dem "Spreesprung" den östlichen und westlichen Teil Berlins.
Die Kongreßhalle, wegen ihres frei schwebenden, gewölbten Daches mit dem
Spitznamen "Schwangere Auster" bedacht, war ein Geschenk der Amerikaner
und wurde 1957 zur Internationalen Bauausstellung übergeben. Ebenfalls im Gebiet
des Tiergartens befindet sich das Schloß Bellevue. Es wurde 1785 für Prinz August
Ferdinand, den jüngsten Bruder Friedrich d. Gr. erbaut und im Kriege zerstört.
Bis 1959 wurde es als Amtssitz des jeweiligen Bundespräsidenten hergerichtet.
Im Diplomatenviertel kann man staunen. Länder aus aller Welt sind hier vertreten
und machen zum Teil mit überaus interessanter Architektur auf sich aufmerksam.
Etwa in der Mitte der Straße des 17. Juni befindet sich in einem großen Kreisverkehr,
dem "Stern", die 67 Meter hohe Siegessäule und zu beiden Seiten der Straße
der Tiergarten, das ehemals kurfürstliche Jagdrevier, das nach dem Krieg Holzrevier
für die frierenden Berliner war.
Die Straße des 17. Juni beginnt am Brandenburger Tor und endet in westlicher
Richtung am "Ernst-Reuter-Platz". Am Platz befinden sich die
Gebäude der Technischen Universität. Dahinter in Bismarck- und Heerstraße
ist das Messegelände und ICC mit dem 150 m hohen Funkturm. Der Turm ist ein
Liebling der Berliner und wird "Langer Lulatsch" genannt. Er wurde
1926 anläßlich der 3. Funkausstellung eingeweiht und hat den Krieg unbeschadet
überstanden.
Unsere Führerin bringt uns in ein großes Einkaufscenter und wir haben die
Möglichkeit zu einem Mittagessen. Gestärkt geht die Berlinbesichtigung weiter.
Wir kommen zum Olympiastadion. Es ist eine toll angelegte Sportstätte von
1936. Sie wurde am 1.8.1936 zu den Olympischen Spielen in Berlin eingeweiht
und ist eine architektonische Meisterleistung. Etwas umgerüstet bietet
sie heute Platz für 80.000 Menschen. Die Länge beträgt 300 Meter und die Breite
230 Meter.
In der Nähe befindet sich auch Schloß Charlottenburg. Der prächtige Bau war Sommerresidenz der preußischen
Könige und ist im Krieg ausgebrannt. Es wurde sorgfältig restauriert ist
heute mit umliegenden Gebäuden eines der Museumszentren Berlins.
In Berlin und um Berlin gibt
es noch weitere interessante Schlösser. Man könnte eine Schlössertour machen!
Unsere 6-Stunden-Stadtführung ist zu Ende und war sehr interessant und lehrreich.
Wir haben viel gesehen und gehört. Es ist schon nach 15 Uhr und es reicht am Nachmittag nur noch zu einem Spaziergang am "Kudamm".
Nach dem Abendessen im Hotel machen wir uns fertig. Wir wollen am Abend Europas
größtes Revuetheater, den Friedrichstadt Palast Berlin in der Friedrichstraße,
besuchen. Wir gehen in die Show "Casanova". Das Haus mit dem traditionsreichen
Namen wurde 1984 neu eröffnet und überrascht uns mit seinem altehrwürdigen Charme
und "Casanova" hat uns nicht enttäuscht. Berlin sollte nicht ohne
Friedrichstadtpalast geplant werden!
Danach suchen einige von unserer Gruppe noch Berliner Lokalitäten auf. Wir
fahren zurück zum Hotel und sitzen noch lange auf der Terrasse bei einem Getränk.
Unser zweiter erlebnisreicher Tag in Berlin geht zu Ende.
weiter zum KaDeWe, Schiffahrt auf der Spree
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