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Reisebericht Reisetipps und Sehenswürdigkeiten in Andalusien
 

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Andalusien Rundreise - Granada zu Fuße der Sierra Nevada

Reisebericht Andalusien - die schöne hisorische Stadt Granada mit dem Highlight Alhamba

 
  Andalusien mit dem Mietwagen - Granada, unser Highlight auf der Rundreise durch Südspanien
 

Wir kommen nach einem schönen Tag unterwegs in Jaen und vor allem in Ubeda am Abend in Granada an. Das erste Mal überhaupt tröpfelt es etwas. Es wird doch nach gut 10 Tagen wunscherschönem Frühsommerwetter nicht noch einen Wetterumschwung geben für die letzten drei Tage?

Blick in die Calle Reyes Católicos in Granada in Andalusien
Blick in die Calle Reyes Católicos in Granada in Andalusien

Da unser Hotel in der Altstadt liegt, parken wir in der Stadt im Parkhaus Puerta Real in der Calle Acera del Darro unter dem Plaza del Campillo. Nicht billig, aber zumindest in der Nähe von unserem Hotel, das wir heute Abend per taxi erreichen.

Die Stadt Granada wurde 500 vor Christus erstmals erwähnt, besitzt ca. 240.000 Einwohner und liegt auf 734 m Höhe. Die Provinzhauptstadt liegt am Zusammenfluß von Darro und Genil und ist die große Universitätsstadt der Region Vega de Granada.

Garagenkunst in Granada in Andalusien
Garagenkunst in Granada in Andalusien

Das Wetter spielt wieder mit und wir freuen uns am nächsten Morgen über wunderbare 26°C mit strahlendem Sonnenschein. Nach dem Frühstück in unserem schönen Hotel Room Mate Migueletes - auch Casa 1800 Granada genannt - spazieren wir auf den Plaza Nueva.

Am belebten und schönen Platz finden sich neben vielen modernen Restaurants auch der Obersten Gerichtshofs von Andalusien im 1587 erbauten Real Chancillería de Granada mit seiner beachtenswerten Fassade.

Am oberen Ende des Platzes Plaza Nueva findet sich auch die im Mudejarstil 1537 erbauten Kirche Iglesia de Santa Ana y San Gil. Ab der Kirche verschwindet der Rio Darro im Untergrund unter dem Plaza Neuva.

Am Plaza Nueva in Granada in Andalusien
Am Plaza Nueva in Granada in Andalusien

Wir spazieren durch den belebten und länglichen Plaza Nueva. Granada zeigt sich freundlich und sehenswert. Weiter geht es durch die breite Hauptstraße Calle Reyes Católicos.

Das erste Highlight zeigt sich gleich am Plaza Isabel Católica in dessen Mitte die Statue von Christoph Columbus und seiner Königin in der Mitte einer wunderschönen Brunnenanlage steht. An allen Seiten des Platzes stehen sehenswerte Gebäude wie das Edificio Colón oder das Edificio de Caja Rural.

Die Kolumbus-Statue auf dem Plaza Isabel Católica
Die Kolumbus-Statue auf dem Plaza Isabel Católica

Als nächstes gehts kurz die Hauptstraße Calle Reyes Católicos entlang und dann rechts in die Fußgängerzone. Wir sehen rechts und links in die beplanten Gassen die Fußgängerzone und kommen sogleich zur Kathedrale, genauer gesagt erst zur Capilla Real. Gegenüber befinet sich der Palast Palacio de la Madraza.

Sie ist der 1521 - vor der Kathedrale fertiggestellte - sehenswerte Anbau der Kathedrale, in dem König und Königin Isabella und Ferdinand Jahre nach ihrem Tod begraben wurden. Die Capilla Real ist täglich zu besichtigen, ist aber über Mittag von 13:30 Uhr und 16:00 geschlossen.

Die Capilla Real an der kathedrale von Granada in Andalusien
Die Capilla Real an der Kathedrale von Granada in Andalusien

Wir bezahlen EUR 3,50 Eintritt und schauen uns das 500 Jahre alte Gemäuer von innen an.

Auffallend sind im Inneren der Capilla Real die prunkvollen marmornen Doppelgräber der katholischen Könige, der vergoldete Altar sowie das riesige und prachtvolle schmiedeeiserne Tor, das als Abtrennung zum Hauptkapelle dient.

Zudem befindet sich in der Capilla Real ein Museum mit weiteren Highlights wie einer Sammlung von historischen Tafelbildern und Gemälden, zum Großteil einer Sammlung von Isabella.

Die Sarkopharge der Königin und König in der Capilla Real sind aus Marmor
Die Sarkopharge in der Capilla Real sind aus Marmor

Für die Bildersammlung haben wir schlicht keine Zeit und schlendern langsam dem Ausgang entgegen. Da wir keinen der Durchgänge zur Kathedrale selbst passieren können, bleibt uns die Dimension letzterer noch unbekannt.

Da sollte sich aber bald ändern. Wieder draussen gehen wir rechts in Richtung der Hauptstraße Calle Gran Vía de Colón und kommen sogleich zum Eingang der Kathedrale Santa María de la Encarnación von Granada. Sie ist wie die Capilla Real über die Mittagszeit geschlossen und kostet uns EUR 3,50 Eintritt.

Die Säulen und Bögen in der Kathedrale von Granada in Spanien
Die Säulen und Bögen in der Kathedrale von Granada in Spanien

Der erste Eindruck beim Betreten der beeindruckenden Kathedrale von Granada ist zum einen die freundliche Helligkeit, die von dem hellen weißen Marmorsäulen ausgeht und die gigantischen Ausmaße der Kirche. Sie ist mit ihren imposanten Pfeilern 67 m breit und fast 160 Meter lang.

Die Kathedrale ist ein Meisterwerk der spanischen Renaissance, deren Bau Anfang des 16. Jahrhunderts begonnen wurde und sich über 2 Jahrhunderte hinzog. Die Hauptkonstruktion stammt aus den Anfangszeit des Baus vom spanischen Architekten Diego de Siloé. Die beeindruckende barocke Fassade entstand schließlich Mitte des 17. Jahrhunderts.

Die gigantische Kuppel der Kathedrale zu Granada
Die gigantische Kuppel der Kathedrale zu Granada

Wir lassen uns Zeit für den Rundgang. Immer wieder schweifen unsere Augen weit nach rechts, links und oben, um alle Eindrücke der aus fünf Schiffen bestehenden Kathedrale wirken zu lassen.

Sehr beeindruckend ist auch die 47m hohe und reich verzierte Hauptkapelle Capilla Mayor, die auch aus der Hand von Diego de Siloé stammt. Sie besitzt einen Durchmesser von 22 Metern und bringt uns zum Staunen. Auch der Hauptaltar ist sehr sehenswert. Einige der Seitenaltäre beherbergen weitere Kunstwerke.

Das Hauptschiff der Kathedrale Santa María de la Encarnación in Granada
Das Hauptschiff der Kathedrale Santa María de la Encarnación in Granada

Obwohl vielleicht die Größe und Architektur der Kathedrale von Sevilla noch bedeutender erscheint, gefällt uns die Kathedrale hier in Granada besser. Allein schon weil ihr durch das weiße Marmor die sonst oft so düstere Kirchenstimmung genommen wurde. Alles in allem eine der Sehenswürdigkeiten von Granada.

Wir gehen von der Kathedrale wieder rechts herum in die Gassen und finden über die Calle Reyes Católicos in einer Seitengasse das im 14. Jahrhundert erbaute und mit reichlich Stuck verzierte Gebäude Corral del Carbón in dem heute die Kunsthandwerkvereinigung Artespaña untergebracht ist.

Das Ayuntamiento de Granada am Plaza del Carmen in Granada
Das Ayuntamiento de Granada am Plaza del Carmen

Wieder zurück auf der Calle Reyes Católicos erreichen wir alsbald mit dem Plaza del Carmen einen vergleichsweise kleinen Platz an dem sich unter anderem das Rathaus Ayuntamiento de Granada befindet.

Über dem Eingang befindet sich ein Reiter, der auf goldenen Kugel reitet. Der sehenswerte Innenhof beherbergt das Turistenbüro und besitzt einen schönen Brunnen.

Weiter geht es gegenüber in die Fußgängerzone der Calle Príncipe und kommen sogleich auf den großen rechteckigen Plaza de Bib-Rambla, in dessen Mitte sich der sehenswerte Brunnen Fuente de Neptuno befindet. Weitere Gebäude am Platz sind u.a. das ehemalige Colegio Curia Eclesiástica.

Das Plaza de Bib-Rambla mit Blick auf die Kathedrale in Granada
Das Plaza de Bib-Rambla mit Blick auf die Kathedrale in Granada

Durch eine enge Gasse gelangen wir zum unbegrünten unbegrünten Platz Plaza de las Pasiegas, der einen schönen Blick auf die hintere Hauptfassade der Kathedrale bietet. Hier finden wir noch einen der begehrten Plätze in einem Straßencafé. Wir geniessen einen Latte und das Treiben auf dem Platz.

Von hier ist es dann nur noch ein Katzensprung zum wunderschönen etwas unförmigen Plaza de la Romanilla, einer der vielen schönen belebten und meist auch grünen Plätze hier in Granada.

Der schöne Plaza de la Romanilla in Granada
Der schöne Plaza de la Romanilla in Granada

Das Schlendern durch so viele Sehenswürdigkeiten und Highlight macht bei schönstem Wetter richtig Spaß, zumal wir auch von hier wieder Blick auf den Turm der Kathedrale haben.

Wir gönnen uns nochmals den Rundgang entlang der mächtigen Außenmauer der Kathedrale. Wir gehen rechts rum un die Kirche und erreichen den kleinen Platz Placeta Diego de Siloé auf dem es im Mercado de las Especias viele Gewürze zu kaufen gibt. Hier befindet sich auch das Tor Puerta del Perdón der Kathedrale.

 Gewürzmarkt an den historischen Mauern der Kathedrale
Gewürzmarkt an den historischen Mauern der Kathedrale

Die Rundung der Hauptkapelle der kathedrale zu Granada ist auch von außen beeindruckend. Zurück auf der Hauptstraße Gran Vía de Colón finden wir neben der Kathedrale das Museo Catedralicio, das wir uns aber nicht ansehen.

Nun geht es die enge Einbahnstraße Calle Santa Escolástica entlang. Nach links haben wir immer wieder die Möglichkeit einen Teil der Alhambra auf dem Hügel nebenan zu sehen. Wir kommen am kleinen Plaza Fortuny vorbei und da die Straße nicht so interessant ist biegen wir nach rechts zum Plaza de Santo Domingo.

Enge Gassen in der historischen Altstadt in Granada
Enge Gassen in der historischen Altstadt in Granada

Die gleichnamige Kirche lassen wir links liegen und spazieren weiter über den Plaza de los Campos und den Plaza Mariana Pineda in Richtung des großen Plaza del Campillo unter dem auch unser Auto hoffentlich auf uns wartet. In der Mitte des Platzes findet sich der schöne Brunnen Fuente de las Batallas.

Der Platz ist schon über 200 Jahre alt und läd zum Einkehren in einem der vielen Café auf der bergzugewandten Seite ein.

Der Fuente de las Granadas auf der Carrera del Genil
Der Fuente de las Granadas auf der Carrera del Genil
          

Nun gehen wir weiter in Richtung Süden, vorbei am Palacio de Bibataubín und dann auf die schöne und breite Allee Calle Carrera del Genil. Wir schlendern vorbei an der Kirche Iglesia de las Angustias bis wir den schönen und großen Brunnen Fuente de las Granadas erreichen.

Der erst 2007 als neues Wahrzeichen der Stadt Granada eingeweihte Brunnen besitzt über 100 einzelne Fontänen und wurde u.a. von Studenten der Fakultät der Schönen Künste in Granada erstellt.

Etwas weiter durch den Park kommen wir zur Puente Blanco, die die Straße über den Río Genil trägt. Das ist dann auch der südlichste Punkt unseres Spaziergangs entlang zwischen den Sehenswürdigkeiten von Granada.

Ausblick von der Puente Blanco in Granada
Ausblick von der Puente Blanco in Granada

Wir schlendern weiter die Hauptverkehrs- und Einkaufstraße Acera del Darro hoch am großen Einkaufszentrum vorbei und bald erreichen wir wieder den Plaza mit dem Brunnen Fuente de las Batallas.

Der Hauptstraße entlang gelangen wir zur Puerta Real de España an dem das Edificio del Suizo steht. Wir gelangen über die Callle Mesones bald wieder zum bekannten Plätzen Plaza Bibarrambla und weiter zum Plaza Pescaderia und Plaza de la Trinidad.

Am romantisch verspielten Plaza de la Trinidad
Am romantisch verspielten Plaza de la Trinidad

Weiter geht es über die Calle Duquesa und den Plaza de los Lobos vorbei am Jardin Botanico zum Anfang des 16. Jahrhunderts erbauten Kloster und Kirche Monasterio de San Jerónimo. Wir besuchen das Monument und bewundern den Innenhof.

Desweiteren lohnt sich Zeit für das beeindruckende Altarbild der Hauptkapelle Capilla Mayor zu nehmen und das reich verzierte Renaissance-Interieur mit Kassettendecke, Jakobsmuscheln und Skulpturen auf sich wirken zu lassen.

Innenhof des Klosters San Jerónimo in GranadaAltarbild des Klosters San Jerónimo in Granada
Innenhof und beeindruckendes Altarbild des Klosters San Jerónimo in Granada

Wir beschliessen nun einen kurzen Ortswechsel zu organisieren. Wir rufen uns ein Taxi, da wir heute bei tollem Wetter bei Sonnenuntergang noch den Ausblick von gegenüberliegenden Berg auf die Alhambra zu geniessen.

Wir lassen uns zu dem ca. 3 Kilometer entfernten Mirador de San Cristóbal an der Kirche Iglesia de San Cristobal
am gleichnamigen Plaza de San Cristobal. Zungenbrecher... :-)

Dieser Aussichtspunkt ist der erste von zwei Aussichtspunkten von denen aus die Alhambra inkl. der Sierra Nevada im Hintergrund zu sehen sind. Ganz nebenbei sehen wir rechts an der Straße den wohl exklusivsten Parplatz von ganz Granada. Das Auto sieht quasi die ganze Stadt.

Ausblick von der Puente Blanco in Granada
Ausblick in der Nähe des Mirador de San Cristóbal in Granada

Wir sind beeindruckt und machen einige Bilder von hier oben. Weiter gehts kurz die Straße entlang und gleich rechts die Gasse hinunter. Unser Ziel ist es durch das das ehemalige maurische Wohnviertel Albaicín - mit der Alhambra Weltkulturerbe der UNESCO - zum zweiten Aussichtspunkt auf die Alhambra zu gehen.

Nach knapp 200 Meter ererichen wir den Plaza Larga und spazieren weiter durch die engen Gassen des Albaicin. Etwas später erreichen wir über die Calle Panaderos die Kirche Iglesia del Salvador.

Etwa 100 Meter Luftlinie südlich sind wir dann am Ziel unseres kleinen Spaziergangs hier oben im ehemaligen maurischen Viertel Albaicin, die Kirche und Aussichtspunkt San Nicolas. Sehen wir vorher nur spärlich andere Urlauber, treffen wir hier viele andere Gleichgesinnte.

Der Fuente de las Granadas auf der Carrera del Genil
Der Fuente de las Granadas auf der Carrera del Genil

Der besondere Ausblick auf die Alhambra und die schneebedeckten Berge der Sierra Nevada und die besondere Lage im historischen Albaicin Viertel hat auch viele Alternative und Esoteriker angezogen, die sich wohl zumindest temporär niedergelassen haben.

Es sind so viele Ausblicksuchende anwesend, dass es schwierig ist einen Blick aus der ersten Reihe zu ergattern. Als schliesslich ein auf der Außenmauer sitzendes Päarchen aufsteht nutzen wir die Gelegenheit uns für die nächste Stunde hier niederzulassen, die Atmosphäre zu geniessen und weitere Bilder zu machen.

Ausblick auf den unteren Teil der Alhambra in Granada
Ausblick auf den unteren Teil der Alhambra in Granada

Wir geniessen jeden Moment. Wunderschönes Wetter, die richtige Temperatur, den genialen Ausblick auf Granada, die Alhambra, die Gärten Generalife, die Sierra Nevada im Hintergrund und das alles mit dem richtigen Menschen in Tuchfühlung... Was will man mehr... :-)

Erst nach Sonnenuntergang eisen wir uns langsam los und spazieren über die engen Gassen und Treppen nun wieder hinunter Richtung Plaza Nuevo. Wir kommen u.a. am Plaza Carvajales vorbei und können ab und an nochmals einen schönen Blick auf die nun beleuchtete Alhambra erhaschen.

Blick auf die beleuchtete Alhambra am Abend
Blick auf die beleuchtete Alhambra am Abend

Ein wunderbarer Vorgeschmack auf das Erlebnis, das uns Morgen zum Abschluß unserer Rundreise in Andalusien erwartet: Der Besuch der Alhambra selbst...


weiter mit dem Weltkulturerbe Alhambra in Granada 
 

 
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