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Reisebericht Reisetipps und Sehenswürdigkeiten in Andalusien
 

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Andalusien - Córdoba, die Perle von Andalusien

Reisebericht Andalucia - mit dem Mietwagen unterwegs im Norden von Andalusiens...

 
  Andalusiens Sehenswürdigkeiten - Córdoba und die maurische Mesquita
 

Wir kommen nach unserer Fahrt von Sevilla über Ecija am späten Nachmittag in Cordóba an. Unser iPhone Navi bringt uns zuverlässig zu unserem neuen Hotel Casa de Los Azulejos (GPS 37.88395, -4.77585) in der Calle Fernando Colón 5, das übrigens auch freien WLAN-Zugang besitzt :) . Und es liegt ziemlich zentral in der historischen Altstadt von Cordoba.

Auch hier stellt sich das Parkplatzproblem. Das Hotel ist aber im Besitz einer Tiefgarage wenige Hundert Meter weiter. Für EUR 20.-- am Tag steht unser Wägelchen damit wenigstens sicher. Ist zwar ein kleines Abenteuer da hin und auch ín den für uns vorgesehenen Parkplatz rein zu kommen. Aber das ist halt in Spanien so...

Festliche Kleidung in den Straßen von Cordóba in Andalusien
Festliche Kleidung in den Straßen von Cordóba in Andalusien

Wir sind gespannt auf Córdoba. Die Stadt besitzt ca. 330.000 Einwohner, liegt auf 120 m Höhe und ist nach Sevilla und Malaga die drittgrößte Stadt in Andalusien und hat mit die meisten Sehenswürdigkeiten zu bieten. Die Stadt ist seit 1984 UNESCO Weltkulturerbe und war schon zu Zeiten Christi eine wichtige Metropole und wurde im 4. Jahrhundert unter den Römern Bischofssitz.

Im 8. Jahrhundert wurde die Stadt von den Mauren eingenommen und hatte im 10. Jahrhundert ihre zweite Blütezeit. Cordoba war in diesem Jahrhundert mit ca. ½ Million Einwohner eine der größten Städte dieser Zeit. Zu dieser Zeit wurde auch die der Mezquita zugrundeliegende Moschee gebaut, die dann später um eine Kathedrale erweitert wurde.

Der riesige Plaza Corredera in Cordoba
Der riesige Plaza Corredera in Cordoba

Unser erster Spaziergang führt uns die Calle Fernando Colón hinunter und gleich links in Calle de Pedro Muñoz, die uns geradewegs zum etwas versteckten Plaza Corredera bringt, ein riesiger mit Arkaden komlett umrandeter Platz mit vielen Bars und Restaurants. Wer dort war kann sicher unser Erstaunen nachvollziehen...

Wir gehen quer über den Platz, um ihn dann auf der schmalen Seite wieder nach oben zu verlassen und befinden uns in der Calle Rodríguez Marín, die wir nun nach Norden spazieren. Wir entschließen uns am heutigen Nachmittag nicht mehr die großen Sehenswürdigkeiten anzugehen und uns heute erst mal das weniger bekannte Cordoba anzusehen.

Die Ruinas Romanas in Cordóba
Die Ruinas Romanas in Cordóba

Von hier erreichen wir gleich die Straßenbiegung an der sich die römischen Ruinen Ruinas Romanas in nächster Nähe zu Rathaus, dem Ayuntamiento befinden.

Wir schlendern am Portal der Kirche Iglesia de San Pablo vorbei und biegen in die enge Calle de San Pablo ein. Kurz darauf machen wir einen kleinen Abstecher in den Hinterhof der Kirche mit dem Plaza de Orive.

Das Casa de Orive Cordóba im Süden von Spanien
Das Casa de Orive Cordóba im Süden von Spanien

Kurz darauf kommen wir zum Plaza San Andrés an dem sich das Casa de los Luna und die Parroquia de San Andrés befinden. Uns gefällt die kleinstädtische Atmosphäre in den Straßen von Cordoba und gehen die Calle de San Pablo weiter die in die Calle Realejo und kurz darauf in die Calle de Sta. Maria de Gracia übergeht.

Kurz darauf erreichen wir den Plaza del Poeta Juan Bernier von dem aus wir schon die dahinter liegende Kirche Iglesia de San Rafael sehen.

Der Plaza del Poeta Juan Bernier in Cordoba
Der Plaza del Poeta Juan Bernier in Cordoba

Vorher gehen wir aber das Eck aus und erreichen an der Spitze die Kirche Iglesia de San Lorenzo mit ihren um 45° verdrehten oben Abschnitt. Nun wir gehen link in die Calle de Ruelas und erreichen sogleich auch die besagte Iglesia de San Rafael.

Über die Calle del Custodio erreichen wir kurz darauf auch die Iglesia de San Agustín mit dem Plaza San Agustín. Hier an diesem verträumten Platz stärken wir uns etwas und genießen die Ruhe der Großstadt Cordóba.

Die Iglesia de Santa Marina de Aguas Santas in Cordóba
Die Iglesia de Santa Marina de Aguas Santas in Cordóba

Über die enge Calle del Aceituno und links auf die Calle de los Moriscos erreichen wir die Kirche Iglesia de Santa Marina de Aguas Santas am Plaza de Santa Marina und dem Plaza del Conde de Priego mit dem Monumento a Manolete gleich nebenan.

Alles wirkt sauber, aufgeräumt und kleinstädtisch. Wir sind überrascht so viel Authentizität in dieser Großstadt Cordoba im Süden von Spanien zu sehen.

Wir gehen weiter auf der Calle de Sta. Isabel und erreichen bald eine der Haupt Sehenswürdigkeiten von Cordóba, den Palacio de Viana (GPS 37.88856, -4.7741).

Dieser wohl im 14. Jahrhundert erbaute und immer wieder umgebaute Palast de Viana sowie die anschließenden Gärten aus dem 18. Jahrhundert bieten ein wunderschönes Bild der Architektur und Gärten dieser Zeit. Es gibt sogar Belege, dass die ursprüngliche Bausubstanz auf die Römerzeit zurückgeht.

Die Fassade des Palacio de Viana in Cordóba
Die Fassade des Palacio de Viana in Cordóba

Im weitläufigen Palast, dessen Boden tw. aus Mosaiken des 13. Jahrhunderts besteht, wurden eine Reihe von historischen Sammlungen in den verschiedenen Sälen untergebracht. Außer der über siebentausend Bände umfassenden Bibliothek beherbergt der Palacio de Viana u.a. auch eine Sammlung flämischer Wandteppiche, Porzellan, Silber aus Córdoba, Musketen und auch historischer Möbel. Ein weiterer Blickfang im Palast sind die über Galerien verbundenen Terrassen, die eine Vielzahl an Pflanzen beherbergen.

Leider ist der Palast mit dem integrierten Museum an diesem Tag schon für Besucher geschlossen, so dass wir keinen Blick in das Innere der 6.500 qm großen Anlage werfen können.

Über die Calle Fuenseca und die Calle de Juan Rufo gelangen wir auf die Puerta del Rincón und gehen die Treppen hinauf zur Cuesta del Bailio. Gleich daneben finden wir die kleine Kirche am schönen Plaza de Capuchinos und das Jesus-Statue Cristo de los Faroles.

Ein Mann auf der Plaza de Colón von Cordóba
Ein Mann auf der Plaza de Colón von Cordóba

Danach kommen wir wieder in die Zivilisation des 21. Jahrhunderts. Der große Verkehrsknotenpunkt am Plaza de Colón bringt uns wieder in unsere Zeit zurück. Allerdings sind die Jardines de Colón in der Mitte so groß, daß man sich schon fast wieder entspannen kann auf diesem anderen Platz in Cordoba.

Nach einem kurzen Stopp am Plaza de Colón schlendern wir weiter durch den Park um dahinter zum Turm Torre de la Malmuerta an der Avenida de las Ollerías. Dieser im 15. Jahrhundert errichtete achteckige Turm war einst ein Teil der Stadtbefestigungsanlage von Cordoba.

Auf dem Plaza de las Tendillas in CordóbaParkbänke auf dem Plaza de las Tendillas in Cordóba
Abendstimmmung auf dem Plaza de las Tendillas in Cordóba

Wieder um den Plaza de Colón herum schlendern wir in die lange Calle Osario entlang und finden das sprühende Leben schließlichg auf dem zentralen Plaza de las Tendillas (GPS 37.8845, -4.77956) mit einem Reiterstandbild in der Mitte. Die Bänke, Wasserspiele und die Fußgängerzone ringsrum verleihen dem Platz eine entspannte Atmosphäre.

Wir verweilen hier einige Zeit und machen in der Abendstimmung noch einige Bilder. Wir gehen über die Calle Juan de Mena zurück Richtung Hotel und sehen beim Vorbeigehen noch die schöne Kirche
Iglesia de Santa Victoria.

Doch unsere Füße möchten nach Hause ins Hotel und auch wir haben das Bedürfnis uns zu erfrischen, bevor es dann am Abend nochmals auf die Gasse geht, um ein leckeres Tapas Restaurant zu suchen... und finden im Bodegas Campos in der Calle Los Lineros. Zugegeben kein Tapas-Restaurant, eher gehobene Küche aber sehr sehr gut... :-)

Das Interieur des Restaurants Bodegas Campos in Cordóba
Das Interieur des Restaurants Bodegas Campos in Cordóba

Am nächsten Tag haben wir viel vor. Uns steht der Sinn nach den großen Sehenswürdigkeiten von Cordoba, der Mezquita und dem ehemaligen Königssitz Alcázar de los Reyes Cristianos.

Wir spazieren über die größere Calle San Fernando nach Süden und sehen links erst nur ein unscheinbares Portal. Dahinter verbrigt sich die Kirche Iglesia de San Francisco sowie der Patio, die Arkaden Arcos und der Brunnen Fuente de San Francisco.

Die Arkaden der Iglesia de San Francisco in Cordóba
Die Arkaden der Iglesia de San Francisco in Cordóba

Weiter unten an der Calle Calle San Fernando spazieren wir nun bis zum Cruz del Rastro vor der Brücke Puente de Miraflores. Wir entscheiden uns hier über den Río Guadalquivir zu gehen, damit wir von weiter oben einen Blick auf die berühmte romanische Brücke Puente Romano mit dem Torre de la Calahorra.

Eine gute Entscheidung. Wir sehen die Römerbrücke und mehr und mehr die Silhouette der Moschee und Kathedrale Mesqzuita von Cordoba. Richtig spannend sich der Sehenswürdigkeit der Sehenswürdigkeiten so zu näheren. Auf der anderen Seite gibt es eine neue Promenade und kaum Touristen.

Die Puente Romano mit der Mezquita in Cordóba
Die Puente Romano mit der Mezquita in Cordóba

Erst als wir uns den ehemaligen Wachturm Torre de la Calahorra (GPS 37.87564, -4.77656) erreichen wird es voller. Von dieser Seite kann man auch schöne Bilder der alten römischen Brücke mit der Mezquita im Hintergrund schießen. Das machen wir auch ausgiebig bevor wir die Puente Viejo - wie die Römische Brücke auch genannt wird - überqueren.

Die Brücke Puento Romano wurde 45 vor Christi von den Römern über den Río Guadalquivir erbaut und im 10. Jahrhundert von den Mauren erneuert.

Wir genießen wie hunderte weitere Besucher das schöne Wetter beim Überqueren des Flusses Guadalquivir über Puente Romana und erreichen alsbald Puerta del Puente Romano und kurz darauf am Plaza del Triunfo die Statue Triunfo de San Rafael.

Die Mezquita und die Puerta del Puente Romano
Die Mezquita und die Puerta del Puente Romano

Wir spazieren parallel zur Außenmauer der Mezquita die Calle Torrijos hoch und biegen rechts in die Calle Cardenal Herrero ein. Alles Fungängerzone gesäumt mit vielen Souvenierläden und Cafés. Wir haben es also gefunden, das touristische Zentrum von Córdoba.

Durch die Puerta del Perdón gelangen wir in den Patio de los Naranjos der Mezquita. Gleich links findet sich das Ticketoffice (GPS 37.87964, -4.77994) wo wir EUR 8.-- für den Eintritt zahlen. Montags bis Samstags ist der Besuch von 10.00 bis 18.00 Uhr möglich. Sonntags gibt es eine Mittagsunterbrechung.

Der Turm der Mezquita in Cordóba
Der Turm der Mezquita in Cordóba

Die Mezquita de Córdoba ist in vielerlei Hinsicht eine Besonderheit. Sie befindet sich dort, wo einst schon ein römischer Tempel stand und allein die Ausmaße der Mesquita sind schier unglaublich, sie ist 179 m lang und 134 m breit. Damit hat die Mezquita als eine der größten Sakralbauten der Erde eine Grundfläche von mehr als 20.000 qm.

Ursprünglich wurde ihr Bau im 8. Jahrhundert als Moschee begonnen und bis ins 10. Jahrhundert vollendet bzw. erweitert. Durch die Jahrhunderte haben römische, byzantinische, persische oder syrische Einflüsse die Mezquita das Erscheinungsbild der einzigartig Mezquita geprägt.

Die Gebetshalle der Mezquita in Cordóba
Die Gebetshalle der Mezquita in Cordóba

Charakteristisch für die Gebetshalle der Mezquita sind die über 800 weiß-roten Doppelarkaden die als ein unbeschreibliches Labyrinth aus Säulen bilden. Als wir über den Orangenhof Patio de los Naranjos und dann die Puerta de las Palmas eintreten müssen wir uns erst einmal an das wenige Licht und die besondere Atmosphäre gewöhnen.

Gleich danach sind wir beide von der riesigen Halle mit den Säulen fasziniert und machen viele, viele Bilder von der Mezquita in Cordoba. Hier ist die Mezquita nicht so hoch wie eine Kathedrale, hier dominiert die Weite und eine gewisse Leichtigkeit.

Die arabische Gebetsnische Mihrab in der Mezquita in Cordóba
Die arabische Gebetsnische Mihrab in der Mezquita in Cordóba

Wir spazieren etwas koordinationslos rechts herum durch die riesige Halle. Die Säulen und weitere Materialien wurden teilweise aus dem älteren römischen Tempel entnommen.

Wir schlendern beeindrucktweiter und finden mehrere reich vergolde Gebetsnischen. Die bekannteste Gebetsnische ist die ca. 960 von Al Hakam II erbaute Mihrab, ein gewölbter Schrein mit byzantinischen Mosaiken. Davor erhebt sich die achteckige vergoldete Kuppel Maqsura, die als Muschelnachbildung aus einem Marmorblock besteht.

Symmetrische Säulen vor dem Mihrab der Mezquita in Andalusien Die vergoldete Kuppel Maqsura in der Mezquita in Cordoba
Highlight maurischer Baukunst in der Mezquita, die Kuppel Maqsura vor dem Mihrab

Der Eindruck der sich schon beim nach links schauen angedeutet hat, verstärkt sich nun zusehens. Wir sehen Säulen und Elemente der christlichen Basilika San Vincente, die Karl V. im 16. Jahrhundert im Zentrum der maurischen Moschee errichten lies.

Der Übergang der Kathedrale in die Mezquita
Der Übergang der Kathedrale in die Mezquita

Doch nachdem im 13. Jahrhundert die Christen die Mezquita von Cordoba wieder christlich geweiht haben, wurde die Moschee entscheidend durch die Einbringung eines christlich gotischen Kirchenschiffs Basílica de San Vicente Mártir im Laufe des 16. Jahrhunderts verändert.

Karl V hatte in Abwesenheit den Befehl dazu gegeben und soll beim erstmaligen Betreten der Mezquita gesagt haben "...wenn ich das gewußt hätte, hätte ich nicht erlaubt, daß man Hand an das alte Gebäude legt..."

Das Chorgestühl und das Hauptschiff der Kathedrale in der Mezquita in Cordóba
Das Chorgestühl und das Hauptschiff der Kathedrale in der Mezquita in Cordóba

Vor allem der Übergang der maurisch geprägten riesigen Halle mit den prachtvoll arabisch verzierten Gebetsnieschen zum christlichen Kirchenschiff ist unglaublich. Wir wissen nicht, ob die Kathedrale die Mezquita verschandelt oder ob die gigantische Moschee dadurch erst einzigartig wird. Man mache sich selbst ein Bild und eine Meinung!

Was soll man zu diesem Bauwerk sagen. Verwirrt spazieren und geniessen wir weiter und erreichen auf den dem Eingang gegenüberliegenden Seite, neben dem Mihrab die Sakristei Sala Capitular und nebenan die Kapelle Capilla del Santo Cristo del Punto. Seltsam christlich gewohntes zu sehen in der Nachbarschaft.

Eine Vitrine in der Mezquita von Cordoba Die Sakristei Sala Capitular der Mezquita in Cordoba
Weitere Highlights maurischer und christlicher Baukunst in der Mezquita

Nun wir spazieren weiter an der Außenseite der Capilla Mayor der Kathedrale entlang und ganz langsam wieder zum Ausgang der riesigen Halle der Mezquita. Eigentlich wollen wir nicht raus, aber irgend wie stehen wir dann doch irgend wann wieder draussen auf dem Orangenhof...

Uns fällt es schwer die schöne Stadt und die weiteren Sehenswürdigkeiten entsprechend zu würdigen. So schlendern wir zurück entlang der Seite der Mezquita zur Statue Triunfo de San Rafael am Plaza del Triunfo und weiter auf der Calle del Seminario zur nächsten Sehenswürdigkeit hohen Ranges.

Ein Innenhof im Alcázar von Cordóba
Ein Innenhof im Alcázar von Cordóba

Wir erreichen einen Platz voller Palmen und sehen dahinter allerhand altes Gemäuer. Hierbei handelt es sich um den im 14. Jahrhundert auf dem Grundriss eines ältern arabischen Schlosses gebauten Palast der christlichen Könige von Cordoba Alcázar de los Reyes Cristianos.

Wir bezahlen am Ticket-Schalter der Festung (GPS 37.8767, -4.78189) EUR 4.-- und sehen, dass die Anlage montags geschlossen und unter der Woche in dem Sommermonaten bis 19.30 geöffnet ist. Samstags, am Sonntag und an Feiertagen wird früher geschlossen.

Das Chorgestühl und das Hauptschiff der Kathedrale in der Mezquita in Cordóba
Auf der Befestigungsmauer des Alcázar de los Reyes Cristianosin Cordóba

Gleich am Eingang begrüßt und lebensecht eine Statue. Links geht es zu den Palastanlagen und rechts zu den Gärten. Wir steigen erst mal links hoch, um einen Überblick der Anlage zu gewinnen. Die fast quadratische Anlage unterteilt sich in zwei rechteckige Innenhöfe mit einer dicken Mauer jeweils einem Turm am Eck.

Wir steigen hinab und schlendern durch die Räume des Palastes. Hier finden sich weitere Highlights, u.a. zwei Mosaike aus dem 2. Jahrhundert und einige römische Sarkophage aus dem 3. Jahrhundert.

Mosaike aus dem 2. Jahrhundert im Alcazar
Mosaike aus dem 2. Jahrhundert im Alcazar

In der zweiten Hälfte des Palastes finden sich noch Ruinen aus der prächristlichen Zeit als der Palast noch Sitz des Kalifen war. Durch den Patio des Palastes verlassen wir die eigentliche Gebäudeanlage und gelangen auf die erste Ebene der wunderschön angelegten Gartenanlage des Alcázar de los Reyes Cristianos.

Die zwei Teiche dieser Ebene werden durch Zuflüsse mit Regenwasser versorgt. Der Baumbestand hier ist am größten. Zusammen mit markant geschnittenen Sträuchern und einem kleinen Brunnen macht diese Ebene den Eindruck eines verwunschenen Gärtchens.

In der Gartenanlage des Alcázar de los Reyes Cristianos Springbrunnen im Garten des Alcázar de los Reyes Cristianos in Cordoba
Highlights der Gartenanlage des Alcázar de los Reyes Cristianos in Cordoba

Die zweite Ebene der Gartenanlage wird eingeleitet durch eine große Treppe und ermöglicht den weitläufigen Blick auf die schmalen und länglichen Teiche und Wasseranlagen. Die parallel verlaufenden Wege sind mit blühenden Beeten und Zypressen geschmückt und Wasserspiele bringen das Wasser in den Teichen in Unruhe.

Im hinteren Drittel des Gartens finden sich neben den großen Statuen von Ferdinand und Isabella die Christoph Kolumbus empfangen noch weitere Statuen. Diese eifern mit ihren harten Konturen mit den exakt geschnitenen Zypressen um die Wette.

In der Gartenanlage des Alcázar de los Reyes CristianosDie Statuen von Ferdinand und Isabella mit Christoph Columbus
Die untere Ebene der Gartenanlage Alcázar de los Reyes Cristianos

Alles in allen eine sehr schöne Anlage, die uns bei Kaiserwetter ebenfalls beeindruckt.

Wir spazieren durch den anliegenden Plaza Campo Santo de los Mártires mit dem Monumento a los Enamorados. Dahinter befinden sich die beachtenswerten seit 2006 zugänglichen Baños Califales (GPS 37.87787, -4.7822), die im 10. Jahrhundert erbauten arabischen Bäder des Kalifen.

Die Ausstellung in den Räumlichkeiten der arabischen Bäder von Cordóba
Die Ausstellung in den Räumlichkeiten der arabischen Bäder von Cordóba

Dem geneigten Besucher wird durch Tafeln und Videos einiges über die Zeit und die Funktionen der Bäder erzählt.

Wir schlendern an der antiken Stadtmauer von Cordoba entlang die Calle de Cairuán weiter hoch und gehen beim Restaurant Mesón La Luna durch das Stadttor GPS (37.8801, -4.78382).

Das Meson de la Luna an der Stadtmauer von Cordóba
Das Mesón de la Luna an der Stadtmauer von Cordóba

Hier begegnet uns ein Gewirr von engen Gassen, die geradezu zum Verlaufen einladen. Wir versuchen uns zu orientieren und spazieren links Richtung Plaza de Maimónides auf dem sich das Rathaus Ayuntamiento de Cordoba und das Museum Museo Taurino befindet.

Etwas weiter befindet nördlich sich in der Calle de los Judíos die am Anfang des 14. Jahrhunderts im Mudéjar Stil erbaute Synagoge Sinagoga de Córdoba.

Der Gebetsraum der jüdischen Sinagoga de Córdoba
Der Gebetsraum der jüdischen Sinagoga de Córdoba

Besonders sehenswert ist die kleine Synagoge (GPS 37.87963, -4.7833) mit einer ca. 7 m Durchmesser umfassenden Kuppel im ehemalis großen Judenviertel von Cordoba, da in Spanien sind nur noch drei jüdische Synagogen erhalten geblieben sind.

Wir spazieren weiter die die Calle Maimónides hoch zum im 14. Jahrhundert erbauten arabisch verzierten Stadttor Murallas de la Puerta de Almodóvar. Auch außerhalb der Mauer bietet sich mit Teichen und Springbrunnenanlagen ein schönes Bild.

Das Stadttor Murallas de la Puerta de Almodóvar in Cordoba
Das Stadttor Murallas de la Puerta de Almodóvar

Wir spazieren so die nächsten ca. 200 m außerhalb auf der Paseo de La Victoria hoch bis wir die Calle Lope de Hoces wieder rechts abbiegen und direckt auf das ehemals Anfang des 18. Jahrhunderts erbauten Kloster der Dreifaltigkeit Iglesia de la Trinidad zu spazieren.

Gleich dahinter finden wir am Plaza San Juan das den antiken Turm und das Colegio Sagrado Corazon.

So langsam gehen wir wieder zurück über Calle Lope de Hoces zum Puerta de Almodóvar. Von dort geht es dann diagonal weiter auf der schmalen Gasse Calle del Romero. Über den Plaza de Maimonides finden wir den Palacio del Cardenal Salazar.

Der Gebetsraum der jüdischen Sinagoga de Córdoba
Die geschäftige Calle Deanes in de Córdoba

Wir spazieren über die mit vielen Geschäften gesäumte Fußgängerzone Calle Deanes wieder gen Nordosten. Über die Calle Conde y Luque erreichen wir gleich den schönen grünen Plaza de la Agrupación de Cofradías. Schön ist es auch, dass man in den engen Gassen immer wieder den Giralda der Kathedrale im Hintergrund sieht.

Wir biegen bald rechts ab und erreichen über die Calle Alta de Sta. Ana bald den grünen Plaza de Jerónimo Páez und spazieren vorbei am Museo Arqueológico y Etnológico. Im weiteren gehts durch das Gassengewirr bis wir in der breiten Calle de la Fena.

Über die Iglesia de San Francisco spazieren wir wieder nördlich und erreichen nach über 15 Kilometer heute ziemlich geschafft unser Domizil im Hotel Casa de Los Azulejos. Am Abend gönnen wir uns noch ein schönes Essen und gehen früh schlafen, da wir Morgen eine längere Fahrt vor uns haben...

weiter zu Jaen in Andalusien... 
 

 
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